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Ausländische Arbeitskräfte im Schweizer Hotelwesen 2002-2014 der Gemeinde Saanen

Welche Auswirkungen hat die Initiative gegen Masseneinwanderung auf die Hotellerie?

Title: Ausländische Arbeitskräfte im Schweizer Hotelwesen 2002-2014 der Gemeinde Saanen

Master's Thesis , 2015 , 78 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Johannes Heinemann (Author)

Tourism - Hotel Industry / Catering
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Die Schweiz gilt seit Jahrhunderten als Einwanderungsland. Die religiöse und politische Neutralität und vor allem das starke Wirtschaftswachstum des Landes bilden ein Fundament für die Immigration von Flüchtlingen und Arbeitssuchenden aus ganz Europa. In der Folge steigt der Ausländeranteil in der Bevölkerung. Nicht alle Teile der Gesellschaft begrüßen diese Entwicklung. So kam es zur Bildung einer politischen Gegenbewegung, die den Ausländeranteil in der Schweiz bereits seit Jahrzehnten begrenzen möchte. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung über das richtige Maß der Zuwanderung ist heute nicht mehr aus dem politischen Diskurs wegzudenken.

Am 01. Juni 2002 trat die Schweiz dem Schengener Raum bei. Damit verbunden ist die Umsetzung der Personenfreizügigkeit zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU). Seit dem unterliegt die Zuwanderung von Einwohnern aus der EU keiner staatlichen Regulierung mehr.

Neben der gesamten Wirtschaft profitiert die Hotellerie in der Schweiz im besonderen Maße von der Personenfreizügigkeit. Fast die Hälfte aller Mitarbeiter stammen aus dem Ausland auch weil es in dieser Branche schwierig ist, einheimische Mitarbeiter in ausreichender Menge zu rekrutieren.

Im Februar 2014 wurde die Initiative gegen Masseneinwanderung durch das Schweizer Volk angenommen. Die Schweizer Regierung muss die Forderungen dieser Initiative umsetzen und zukünftig die Zuwanderung von Ausländern in die Schweiz begrenzen. Dabei gibt es Befürchtungen, dass der Bedarf der Wirtschaft an ausländischen Arbeitskräften nicht mehr gedeckt werden kann.

Wie sich ausländische Arbeitskräfte nach dem Beitritt der Schweiz in den Schengener Raum im Land entwickelt haben und welche Konsequenzen die Annahme der Initiative gegen Masseneinwanderung für die Hotellerie und die gesamte Wirtschaft haben wird, ist Forschungsgegenstand dieser Arbeit. Analysiert wird dies am Beispiel der Gemeinde Saanen im Berner Oberland.

Der Zweck dieser Arbeit besteht darin, die Bedeutung der Personenfreizügigkeit und der Annahme der Initiative gegen Masseneinwanderung für die Entwicklung ausländischer Arbeitskräfte in der Schweiz aufzuzeigen. Die Auswirkungen dieser Meilensteine der Schweizer Migrationspolitik auf die wirtschaftliche Entwicklung der Hotellerie im Untersuchungsgebiet sowie auf das gesamte Land, stehen dabei im Vordergrund.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Ausländische Arbeitskräfte in der Schweiz

1.1 Rückblick

1.2 Das Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer

1.3 Entwicklung ausländischer Arbeitskräfte 2002-2014

1.4 Wirtschaftliche Bedeutung ausländischer Arbeitskräfte im Gastgewerbe 2002-2014

1.5 Rechtliche Rahmenbedingungen

2. Wahrnehmung ausländischer Arbeitskräfte in der Schweiz

2.1 Allgemeine Wahrnehmung ausländischer Arbeitskräfte

2.2 Initiative gegen Masseneinwanderung

2.2.1 Argumente

2.2.2 Ergebnis und Umsetzung

3. Fallbeispiel Saanen

3.1 Der Untersuchungsraum – die Gemeinde Saanen

3.1.1 Lage

3.1.2 Bevölkerung und Berufsstruktur

3.1.3 Entwicklung und Bedeutung der Tourismuswirtschaft

3.2 Hotellerie in Saanen

3.2.1 Allgemeine Struktur

3.2.2 Ausländeranteil in der Hotellerie

3.3 Wahrnehmung ausländischer Arbeitskräfte in Saanen

3.3.1 Allgemeine Wahrnehmung

3.3.2 Die Initiative gegen Masseneinwanderung in Saanen, Ergebnis und Diskussion

3.4 Auswirkungen der Initiative auf die Hotellerie in Saanen

4. Auswirkungen der Initiative gegen Masseneinwanderung

4.1 Auswirkungen der Initiative auf die Hotellerie

4.2 Auswirkungen der Initiative auf die Gesamtwirtschaft

Zusammenfassung und Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Initiative gegen Masseneinwanderung auf die Hotellerie in der Schweiz, wobei die Gemeinde Saanen als spezifisches Fallbeispiel dient. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit die Personenfreizügigkeit und deren mögliche Einschränkung durch die Initiative die Rekrutierung ausländischer Arbeitskräfte und die wirtschaftliche Situation in touristisch geprägten Regionen beeinflussen.

  • Historische Entwicklung der Zuwanderung in der Schweiz
  • Rechtliche Grundlagen der Personenfreizügigkeit und Migrationspolitik
  • Gesellschaftliche Wahrnehmung ausländischer Arbeitskräfte und politische Debatten
  • Qualitative Untersuchung der Hotellerie im Raum Saanen
  • Wirtschaftliche Folgen der Initiative auf lokaler und nationaler Ebene

Auszug aus dem Buch

1.1 Rückblick

Bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts galt die Schweiz als Hort der Zuflucht und der Freizügigkeit. Ausländische Staatsangehörige konnten sich hier frei niederlassen und genossen freie Berufswahl (BFS 2008). Während nach den europäischen Revolutionen von 1848 vor allem politische Exilanten in der Schweiz Zuflucht fanden, wanderten in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstärkt Handwerker, Selbstständige und andere Arbeitssuchende aus Deutschland und Italien ein. Der an der Wende zum 20. Jahrhundert an Fahrt gewinnende Industrialisierungsprozess führte in der Schweiz zu einem Wirtschaftsboom, der einen erhöhten Bedarf an Arbeitskräften zur Folge hatte. Dieser konnte durch einheimische Arbeitskräfte nicht abgedeckt werden. Besonders in der Textil-, der mechanischen und chemischen Industrie bestand ein Arbeitskräftemangel, der die wirtschaftliche Expansion zu begrenzen drohte.

Auch im Gastgewerbe fehlte es an qualifiziertem Personal, da eine Ausbildung in dieser Branche in der Schweiz mit hohen finanziellen Aufwendungen verbunden war. In der Folge wurde das dringend benötigte Personal aus den Nachbarländern angeworben. 1914 erreichte der Ausländeranteil in der Schweiz mit rund 600.000 Personen einen Höchststand. 15 % der Gesamtbevölkerung waren keine gebürtigen Schweizer. In den Ballungszentren waren Ausländer überdurchschnittlich vertreten. So betrug der Ausländeranteil in Basel 37,6 % und in Genf sogar 40,4 % (Gsell 2014).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Zuwanderung in der Schweiz und die Auswirkungen der Initiative gegen Masseneinwanderung auf die Hotellerie ein.

1. Ausländische Arbeitskräfte in der Schweiz: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick und erläutert die rechtlichen Voraussetzungen für ausländische Arbeitskräfte.

2. Wahrnehmung ausländischer Arbeitskräfte in der Schweiz: Hier werden die gesellschaftlichen Vorurteile sowie die Hintergründe und Argumente zur Initiative gegen Masseneinwanderung diskutiert.

3. Fallbeispiel Saanen: Dieser Abschnitt analysiert konkret die Tourismuswirtschaft und die Hotellerie in der Gemeinde Saanen unter dem Einfluss der Zuwanderung.

4. Auswirkungen der Initiative gegen Masseneinwanderung: Das Kapitel reflektiert die direkten und potenziellen Konsequenzen der Initiative für die Hotellerie und die gesamtwirtschaftliche Lage.

Zusammenfassung und Schluss: Hier werden die Kernergebnisse der Untersuchung resümiert und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gegeben.

Schlüsselwörter

Schweiz, Hotellerie, Initiative gegen Masseneinwanderung, Personenfreizügigkeit, ausländische Arbeitskräfte, Zuwanderung, Saanen, Tourismus, Arbeitsmarkt, Wirtschaftsstandort, Migrationspolitik, Gastgewerbe, Fachkräftemangel, Bilaterale Verträge, Konjunktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung ausländischer Arbeitskräfte für das Schweizer Hotelwesen zwischen 2002 und 2014 sowie die möglichen Folgen der angenommenen Initiative gegen Masseneinwanderung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Arbeitsmigration, den rechtlichen Rahmenbedingungen der Personenfreizügigkeit und der Reaktion der Wirtschaft, insbesondere der Hotellerie, auf politische Veränderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie stark die Schweizer Hotellerie von ausländischen Arbeitskräften abhängt und welche Auswirkungen die neue Migrationspolitik auf diesen Sektor hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen qualitativen Erhebung, bei der Hoteliers in der Gemeinde Saanen mittels Fragebögen zur aktuellen Situation befragt wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine nationale Bestandsaufnahme der Zuwanderung, eine Analyse der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Ausländern sowie eine detaillierte Fallstudie zur Gemeinde Saanen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Personenfreizügigkeit, Hotellerie, Saanen, Migrationspolitik, Fachkräftebedarf und die Auswirkungen der Initiative gegen Masseneinwanderung.

Warum wurde die Gemeinde Saanen als Fallbeispiel gewählt?

Saanen dient als repräsentatives Beispiel für eine ländliche, touristisch geprägte Region, die in besonders hohem Maße von ausländischen Mitarbeitern abhängig ist.

Wie reagierten die befragten Hoteliers auf die Initiative?

Die Hoteliers äußerten sich überwiegend verunsichert, insbesondere hinsichtlich zukünftiger bürokratischer Hürden bei der Rekrutierung und der langfristigen Personalplanung.

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Details

Title
Ausländische Arbeitskräfte im Schweizer Hotelwesen 2002-2014 der Gemeinde Saanen
Subtitle
Welche Auswirkungen hat die Initiative gegen Masseneinwanderung auf die Hotellerie?
College
Schmalkalden University of Applied Sciences
Course
MBA
Grade
2,5
Author
Johannes Heinemann (Author)
Publication Year
2015
Pages
78
Catalog Number
V313939
ISBN (eBook)
9783668132870
ISBN (Book)
9783668132887
Language
German
Tags
ausländische arbeitskräfte schweizer hotelwesen gemeinde saanen welche auswirkungen initiative masseneinwanderung hotellerie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Heinemann (Author), 2015, Ausländische Arbeitskräfte im Schweizer Hotelwesen 2002-2014 der Gemeinde Saanen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313939
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