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Frauen in der modernen Arbeitswelt. Eine Untersuchung akademischer Lebensverläufe

Título: Frauen in der modernen Arbeitswelt. Eine Untersuchung akademischer Lebensverläufe

Tesis de Máster , 2015 , 89 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Marion Rädler (Autor)

Sociología - Trabajo, Educación, Organización
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Neue Technologien und die zunehmende Vernetzung in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht über nationale und kontinentale Grenzen hinweg haben die moderne Gesellschaft nachhaltig verändert. Besonders deutlich ist dieser Wandel im Bereich der Arbeit zu spüren: Der wirtschaftliche Strukturwandel führt dazu, dass Berufszweige pluraler und die berufliche Bildung anspruchsvoller werden, gleichzeitig wird der Wettbewerb verschärft und Arbeitsprozesse werden rationalisiert. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien ermöglichen eine selbstbestimmtere Arbeitsweise und lösen gleichzeitig die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben zunehmend auf. Bereits an dieser Stelle wird deutlich, wie vielschichtig der Wandel der Arbeitswelt ist und dass er neben Chancen erhebliche Unsicherheiten birgt.

Die Frage, wie Individuen die „schöne neue Arbeitswelt“ erleben und wie sie mit den damit einhergehenden biographischen Risiken umgehen, wird über den Zusammenhang von makro- und mikrosoziologischen Dynamiken der modernen Arbeitswelt behandelt – theoretisch sowie empirisch. Hierfür wird zunächst der Blick auf den historischen Strukturwandel von der Industrie- zur modernen Dienstleistungsgesellschaft gerichtet, um hiervon ausgehend zentralen sozialen Phänomenen der Moderne – Flexibilisierung, Beschleunigung und Selbstoptimierung – nachzugehen. Hierfür werden vier Theorien behandelt, die den aktuellen Diskurs prägen: "Der flexible Mensch" von Richard Sennett (1998), "Beschleunigung und Entfremdung" von Hartmut Rosa (2013), "Der Arbeitskraftunternehmer" von Günter Voß und Hans Pongratz (1998) sowie "Das unternehmerische Selbst" von Ulrich Bröckling (2007).

In die Diskussion werden aktuelle Studien und Daten eingeflochten, die zeigen, dass insbesondere die Gruppe der jungen, gut ausgebildeten Frauen – die von den Soziologen nur randständig diskutiert werden – besonders von den untersuchten sozialen Phänomenen betroffen sind. Im zweiten Teil dieser Abschlussarbeit soll im Rahmen einer Vorstudie den Fragen nachgegangen werden, wie diese Frauengeneration die moderne Arbeitswelt erlebt und wie sie ihre Rolle findet und gestaltet. Mithilfe narrativer Interviews werden erste Hinweise auf die Strategien dreier Frauen erfasst, die bereits seit mehreren Jahren versuchen, ihren Weg in der modernen Arbeitswelt zu finden. Im dritten Teil der Arbeit werden die empirischen Befunde vor dem Hintergrund der Theorien diskutiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. MODERNE ARBEITSWELT: MAKRO- UND MIKROPERSPEKTIVEN

1.1. Von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft

1.1.1. Historische Entwicklung

1.1.2. Die moderne Dienstleistungsgesellschaft

1.2. Dynamiken in der modernen Arbeitswelt

1.2.1. Flexibilisierung und Drift

1.2.2. Beschleunigung und Entfremdung

1.2.3. Selbstoptimierter Arbeitskraftunternehmer

1.3. Zwischenfazit

2. UNTERSUCHUNGSDESIGN

2.1. Interpretative Sozialforschung

2.2. Das autobiographisch-narrative Interview

2.3. Feldzugang und Fallauswahl

2.4. Auswertungsmethodik

3. BIOGRAPHISCHE FALLREKONSTRUKTIONEN

3.1. Selbstpräsentation und erlebte Lebensgeschichte

3.1.1. Katja

3.1.2. Anna

3.1.3. Silke

3.2. Fallübergreifende Kontrastierung

3.2.1. Erleben der modernen Arbeitswelt

3.2.2. Dominante Handlungsmuster der Rollenfindung

3.3. Der Zusammenhang von Biographie und Arbeitshaltung

4. SCHLUSSBETRACHTUNG

4.1. Theorie und Empirie: Schnittstellen und Divergenzen

4.2. Das Potential biographischer Sinnrekonstruktion

5. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Masterthesis untersucht, wie junge, hochqualifizierte Frauen die moderne Arbeitswelt erleben, welche biographischen Risiken für sie entstehen und wie sie diese bewältigen. Ziel der Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen makrosoziologischen Dynamiken der Arbeitswelt und mikrosoziologischem, biographischem Erleben anhand von qualitativen Fallstudien zu analysieren.

  • Strukturwandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft
  • Theoretische Perspektiven auf Flexibilisierung, Beschleunigung und Selbstoptimierung
  • Biographische Fallrekonstruktionen und Rollenfindung bei Frauen
  • Vergleich von erlebter und erzählter Lebensgeschichte sowie Bewältigungsstrategien

Auszug aus dem Buch

1.2.1. Flexibilisierung und Drift

Ein zentrales Thema Sennett‘s Kultursoziologie ist der flexible Kapitalismus und dessen Einfluss auf die Gesellschaft und die Individuen. Der Originaltitel von „Der flexible Mensch“ vermag deutlicher als die deutsche Übersetzung zu veranschaulichen, was den Soziologen beschäftigt: The Corrosion of Character begreift er als Folge mangelnder Verlässlichkeit, Stabilität und Kontinuität in modernen (US-amerikanischen) Lebensläufen. Denn der flexible Mensch müsse räumlich mobil und anpassungsfähig sein und könne in der Folge keine beständigen zwischenmenschlichen Bindungen aufbauen und pflegen. Diese Form sozialer Beziehungen jedoch sieht Sennett als zentral für die Charakterbildung an und prognostiziert daher deren Zerfall. Die Kultur des neuen Kapitalismus kommt für ihn vor allem in fünf Elementen zum Ausdruck: Flexibilität und Unlesbarkeit sowie in der Konsequenz Drift, ein erhöhtes Risiko für den Einzelnen und ein neues Arbeitsethos.

Zusammenfassung der Kapitel

1. MODERNE ARBEITSWELT: MAKRO- UND MIKROPERSPEKTIVEN: Dieses Kapitel erläutert den Strukturwandel von der Industrie- zur modernen Dienstleistungsgesellschaft und analysiert theoretische Ansätze von Sennett, Rosa, Voß, Pongratz und Bröckling zur modernen Arbeitswelt.

2. UNTERSUCHUNGSDESIGN: Hier wird der methodische Rahmen für die Vorstudie festgelegt, wobei interpretative Sozialforschung und das autobiographisch-narrative Interview als Instrumente zur Rekonstruktion individueller Biographien begründet werden.

3. BIOGRAPHISCHE FALLREKONSTRUKTIONEN: Dieser Teil präsentiert die empirische Analyse dreier Frauen, kontrastiert deren biographische Erlebnisse und zeigt auf, wie sie ihre jeweilige Rolle in der modernen Arbeitswelt finden und gestalten.

4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit führt Theorie und Empirie zusammen, diskutiert Schnittstellen und Divergenzen und reflektiert das Potential der biographischen Sinnrekonstruktion für das Verständnis moderner Erwerbsbiographien.

5. AUSBLICK: Das letzte Kapitel befasst sich mit dem zunehmenden Fachkräftemangel und leitet politische sowie unternehmerische Handlungsbedarfe für eine zukunftsfähige Lebensverlaufspolitik ab.

Schlüsselwörter

Moderne Arbeitswelt, Dienstleistungsgesellschaft, Individualisierung, Biographieforschung, Flexibilisierung, Beschleunigung, Selbstoptimierung, Arbeitskraftunternehmer, qualitative Sozialforschung, narrative Interviews, Geschlechterrollen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Bewältigungsstrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichem Strukturwandel und der Lebensführung junger, hochqualifizierter Frauen in der modernen, durch Flexibilisierung und Beschleunigung geprägten Arbeitswelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen den historischen Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft, soziologische Theorien zur modernen Arbeit sowie die biographische Rollenfindung und Bewältigung von Leistungsanforderungen durch Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis biographisch-narrativer Interviews zu verstehen, wie betroffene Frauen individuelle Handlungsspielräume vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheiten und Leistungsanforderungen nutzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die interpretative Sozialforschung und führt autobiographisch-narrative Interviews mit drei Frauen durch, deren Lebensläufe anschließend mithilfe der biographischen Fallrekonstruktion nach Rosenthal analysiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst theoretische Konzepte (z.B. Sennett, Rosa) erörtert, gefolgt von einer detaillierten empirischen Rekonstruktion der Lebensgeschichten von drei Probandinnen sowie deren fallübergreifender Kontrastierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Arbeitskraftunternehmer, Entgrenzung von Arbeit und Leben, biographische Risiken, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Selbstoptimierung.

Welche Rolle spielt die Trennung der Eltern für die analysierten Frauen?

Die Trennung wird als einschneidendes biographisches Ereignis identifiziert, das bei den Probandinnen häufig das Streben nach finanzieller Unabhängigkeit sowie die Wahl ihrer Partner und beruflichen Vorbilder maßgeblich beeinflusst.

Wie gehen die Frauen mit Überforderung um?

Die Bewältigungsstrategien reichen von punktuellen Auszeiten (Sabbaticals) über die bewusste Suche nach Mentor/innen bis hin zur Prioritätenverlagerung auf das Privatleben, wobei der persönliche Umgang stark von der jeweiligen Herkunft und den individuellen Ressourcen abhängt.

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Detalles

Título
Frauen in der modernen Arbeitswelt. Eine Untersuchung akademischer Lebensverläufe
Universidad
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Marion Rädler (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
89
No. de catálogo
V315037
ISBN (Ebook)
9783668135512
ISBN (Libro)
9783668135529
Idioma
Alemán
Etiqueta
Arbeit Frauen narrative Interviews Biographieforschung Entfremdung Flexibilisierung Beschleunigung unternehmerisches Selbst Arbeitskraftunternehmer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marion Rädler (Autor), 2015, Frauen in der modernen Arbeitswelt. Eine Untersuchung akademischer Lebensverläufe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315037
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