Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne

Zwischen Wagnis und Zensur. Zu den Entwicklungen in der Kinder- und Jugendliteratur der DDR von 1945 bis 1965

Titre: Zwischen Wagnis und Zensur. Zu den Entwicklungen in der Kinder- und Jugendliteratur der DDR von 1945 bis 1965

Essai , 2015 , 9 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anna Stumpe (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Der Aufsatz konzentriert sich auf die Entwicklungen in der Kinder-und Jugendliteratur in den Anfängen der DDR bis etwa 1965. Zentraler Gedanke ist, dass dezidierte Entwicklungen in der Literatur an sich verändernden Kinderbildern zu beobachten sind, welche analog zu gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Weiterentwicklungen und auch dem Beispiel der sowjetischen Literatur verlaufen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Zwischen Wagnis und Zensur – Zu den Entwicklungen der Kinder- und Jugendliteratur in der DDR von 1945 bis 1965

Zielsetzung & Themen der Publikation

Die vorliegende Arbeit analysiert die historische und ideologische Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur in der DDR zwischen 1945 und 1965, wobei sie insbesondere die Rolle der sowjetischen Vorbilder und den Wandel der „Kindbilder“ untersucht. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Spannung zwischen staatlich verordneter sozialistischer Ideologie und dem wachsenden Bedürfnis der Autoren, individuelle, kritische und lebensnahe Realitäten darzustellen.

  • Einfluss sowjetischer Literaturmodelle auf die frühe DDR-Kinderliteratur
  • Entwicklung und Wandel der literarischen „Kindbilder“ und Heldenkonzepte
  • Spannungsfeld zwischen ideologischer Erziehung und literarischer Qualität
  • Die Tendenzwende der 1960er Jahre und der Fokus auf Individualität
  • Die Rolle der Kinderliteratur als potenzielles Medium für verdeckte Systemkritik

Auszug aus dem Buch

Zwischen Wagnis und Zensur – Zu den Entwicklungen der Kinder- und Jugendliteratur in der DDR von 1945 bis 1965

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der diesem voraus gegangenen endgültigen Zerschlagung des Nationalsozialismus, war auch auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone die Grundlage für eine humanistische, vor allem aber nach dem Vorbild Karl Marx und Friedrich Engels sozialistische Neukonstituierung der Gesellschaft geschaffen. Von diesen grundlegenden Veränderungen betroffen sah sich auch der Literaturbetrieb, darin insbesondere die Kinder- und Jugendliteratur. Vor allem diese Gattung sah sich von dem neuerlichen Selbstverständnis der Mehrheit der Schriftsteller und Schriftstellerinnen betroffen, Prinzipien des aktiven Humanismus, des sozialistischen Patriotismus sowie proletarischen Internationalismus in der Literatur auch an Kinder und Jugendliche zu vermitteln. Maßgeblich für diesen hohen ideellen Anspruch war die Kinder- und Jugendliteratur der UdSSR, welche nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Literaturlandschaft der späteren Deutschen Demokratischen Republik bestimmte.

Neben grundsätzlichen, ideologischen Prinzipien des Sozialismus, übertrug sich auch die in der sowjetischen Kinder- und Jugendliteratur etablierte Auffassung von der Stellung und Rolle der Kinder und Jugendlichen auf die Autoren und Autorinnen der DDR, die sich bald selbiger Gattung verschrieben sahen. Nach sozialistischer Auffassung sind Heranwachsende das Erbe aller geistigen und materiellen Güter der Menschheit sowie „potentielle Repräsentanten der gesellschaftlichen Zukunft“, demzufolge im Aufbau einer humanistischen Gesellschaftsordnung nicht weniger wichtig als Erwachsene. So formulierte Maxim Gorki: „Der sozialistische Staat kann nicht Wirklichkeit werden, wenn die Kinder keine Sozialisten werden.“

Auf diese Weise legten Werke wie Waltentin Katajews Es blinkt ein einsam Segel, Nikolai Ostrowskis Wie der Stahl gehärtet wurde oder Timur und sein Trupp von Arkadi Gajdar die Darstellung der „Welt des Kindes“ als „zu romantiserende Kindheitsenklave“ ab und begangen, neue Modelle für die künstlerische Gestaltung literarischer Kinder und Jugendlicher zu entwerfen, die die kindlichen Helden im Alltag der sozialistischen Gesellschaft realistischer abzubilden versuchten.

Zusammenfassung der Kapitel

Zwischen Wagnis und Zensur – Zu den Entwicklungen der Kinder- und Jugendliteratur in der DDR von 1945 bis 1965: Das Kapitel beleuchtet den Einfluss sowjetischer Vorbilder auf die ideologische Neuausrichtung der Kinder- und Jugendliteratur in der DDR und analysiert den Wandel der literarischen Kindbilder hin zu einer kritischeren, realitätsnahen Darstellung am Ende der 1960er Jahre.

Schlüsselwörter

DDR-Literatur, Kinderliteratur, Jugendliteratur, Sozialistischer Realismus, Kindbild, Sowjetliteratur, Ideologie, Zensur, Literaturgeschichte, Kollektiv, Individualität, DDR-Gesellschaft, Erziehung, Identität, Systemkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur in der DDR in den zwei Jahrzehnten von 1945 bis 1965 und deren ideologische Einbettung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Einfluss sowjetischer Modelle, die Darstellung kindlicher Helden im Sozialismus und der Wandel von didaktischer Einseitigkeit hin zu künstlerischer Vielfalt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich Kinder- und Jugendautoren in der DDR zwischen staatlichen Vorgaben und dem Anspruch auf literarische Authentizität bewegten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturhistorische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen, Sekundärliteratur und exemplarischer Werkanalysen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die verschiedenen Modelle der „Kindbilder“, die Rolle des Kollektivs und die schrittweise Emanzipation der Literatur von rein pädagogischen Mustern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind DDR-Literatur, Sozialistischer Realismus, Kindbilder, Ideologie und die Wandlung der literarischen Identitätsdarstellung.

Warum war die sowjetische Kinderliteratur so maßgeblich für die frühe DDR?

Sie diente nach 1945 als direktes ideologisches und ästhetisches Vorbild, um den Aufbau einer antifaschistischen und sozialistischen Gesellschaftsordnung literarisch zu unterstützen.

Inwiefern bot die Kinderliteratur eine Nische für Systemkritik?

Da diese Gattung als weniger systemkritisch eingestuft wurde, konnten Autoren dort möglicherweise freier agieren und gesellschaftliche Missstände subtiler thematisieren als in der Erwachsenenliteratur.

Fin de l'extrait de 9 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Zwischen Wagnis und Zensur. Zu den Entwicklungen in der Kinder- und Jugendliteratur der DDR von 1945 bis 1965
Université
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Note
1,0
Auteur
Anna Stumpe (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
9
N° de catalogue
V315716
ISBN (ebook)
9783668152502
ISBN (Livre)
9783668152519
Langue
allemand
mots-clé
zwischen wagnis zensur entwicklungen kinder- jugendliteratur
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna Stumpe (Auteur), 2015, Zwischen Wagnis und Zensur. Zu den Entwicklungen in der Kinder- und Jugendliteratur der DDR von 1945 bis 1965, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315716
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  9  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint