In der heutigen Zeit spielt die Kommunikation zwischen Unternehmen eine wichtige Rolle. Wichtige Informationen werden miteinander ausgetauscht und weiterverarbeitet. Dies geschieht über sogenannte Schnittstellen.
Schnittstellen sind definierte Übergänge zwischen zwei oder mehreren Datenübertragungseinrichtungen, Hardwarekomponenten, logischen Softwareeinheiten oder auch zwischen Menschen und Computern.
Um die Kommunikation zwischen innerbetrieblichen oder zwischenbetrieblichen Geschäftsabläufe zu beschleunigen und zu optimieren, werden in Unternehmen Daten auf elektronischem Wege übermittelt. Dazu werden definierte Formate benötigt, um Inhalte für die beteiligten Systeme erkennbar zu machen.
Die nachfolgenden Kapitel der Arbeit befassen sich mit dem elektronischen Datenaustausch im Geschäftsverkehr (englisch: „Electronic Data Interchange - EDI“) und einem kritischen Vergleich zwei ausgewählter Formatstandards, XML und UN/EDIFACT. Des Weiteren wird die Frage betrachtet, ob die Formate wirklich für Flexibilität und Standardisierung stehen. Diese Frage und andere dargelegte Ausarbeitungen dieser Arbeit beruhen auf eigene Nachforschungen in der gängigen Fachliteratur.
Ziel dieser Arbeit ist, einen Überblick über zwei weit verbreitete Formatstandards zur Übertragung elektronischer Daten zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 ELECTRONIC DATA INTERCHANGE („EDI“)
2.1 Stand-Alone-EDI
2.2 Integrated-EDI
2.3 Full-EDI
3 FORMATSTANDARDS
3.1 UN/EDIFACT
3.2 XML
4 KRITISCHER VERGLEICH DER AUSGEWÄHLTEN STANDARDS
5 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über die zwei bedeutenden Formatstandards UN/EDIFACT und XML für den elektronischen Datenaustausch im Geschäftsverkehr zu geben. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit diese Standards den Anforderungen an Flexibilität und Standardisierung gerecht werden.
- Grundlagen des Electronic Data Interchange (EDI)
- Charakteristika und Funktionsweise von UN/EDIFACT
- Struktur und Einsatzmöglichkeiten von XML
- Kritische Gegenüberstellung von Stabilität und Flexibilität
- Analyse der Eignung für verschiedene Unternehmensgrößen
Auszug aus dem Buch
3.2 XML
Die Extensible Markup Language (XML) ist ein einfaches, universales Format für die Beschreibung, sowie den Austausch strukturierter und komplexer Datenstrukturen. Eine zunehmend Wichtige Rolle spielt XML beim Austausch von Daten im WWW.
XML ist eine erweiterbare Auszeichnungssprache, da hier nicht auf vorgegebene Elemente (vgl. o. EDIFACT) achtgegeben werden muss. Das Format bietet die Möglichkeit eigene Auszeichnungsmöglichkeiten der Elemente festlegen zu können. Bei XML handelt es sich um eine vereinfachte Form von SGML (Standard Generalized Markup Language, die im Jahre 1998 vom World Wide Web Consotrium (W3C) als Metasprache festgelegt wurde. SGML ist wie XML eine Metasprache. SGML strukturiert und kennzeichnet Inhaltselemente von Dokumenten in Form von Text. Dieser Text kann unabhängig vom eingesetzten Rechner und der eingesetzten Software von einem SGML-Interpreter dargestellt werden. Vergleichbar mit EDIFACT, kann auch XML auf verschiedenen Betriebssystemen und unterschiedlichen Anwendungen eingesetzt werden.
XML-Dokumente werden aus Elementen aufgebaut, welche Eigenschaften durch Attribute zugeordnet werden können. Der logische Aufbau einer XML-Datei beginnt mit einem Start-Tag und endet mit einem End-Tag, welche durch spitze klammern („<“, „>“) als Markup gekennzeichnet sind. Das End-Tag zeichnet sich dadurch aus, mit einem Schrägstrich nach der eckigen Klammer zu beginnen(„…>“). Zwischen den Tags befindet sich der Elementinhalt. Elemente können beliebig oft ineinander verschachtelt werden (vgl. Abb. 3)
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung der elektronischen Unternehmenskommunikation ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die beiden Formate EDIFACT und XML kritisch zu vergleichen.
2 ELECTRONIC DATA INTERCHANGE („EDI“): Dieses Kapitel erläutert den EDI-Begriff als elektronische Übertragung von Geschäftsdaten und differenziert zwischen den Integrationsstufen Stand-Alone-, Integrated- und Full-EDI.
3 FORMATSTANDARDS: Hier werden die technischen Grundlagen und Spezifikationen der beiden Formate UN/EDIFACT sowie XML detailliert beschrieben und eingeordnet.
4 KRITISCHER VERGLEICH DER AUSGEWÄHLTEN STANDARDS: Dieser Abschnitt gegenüberstellt die Vor- und Nachteile beider Formate im Hinblick auf Stabilität, Implementierungsaufwand, Kosten und Flexibilität.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Eignung der Standards für unterschiedliche Unternehmensanforderungen zusammen und betont, dass die Wahl oft von Branchenstandards und nicht nur von technischen Präferenzen abhängt.
Schlüsselwörter
Electronic Data Interchange, EDI, UN/EDIFACT, XML, Standardisierung, Flexibilität, Datenaustausch, Geschäftsprozesse, Schnittstellen, Datenelemente, Segmentkennung, Interoperabilität, Geschäftsverkehr, Applikationssysteme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit dem elektronischen Datenaustausch zwischen Unternehmen und führt einen kritischen Vergleich zwischen den zwei etablierten Standards EDIFACT und XML durch.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von EDI, die technische Erläuterung von UN/EDIFACT und XML sowie deren Auswirkungen auf Flexibilität und Standardisierung in Unternehmen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, ob die gewählten Formate den Anforderungen an Flexibilität und Standardisierung gleichermaßen gerecht werden und wie sie sich in der Praxis unterscheiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und dem Vergleich technischer Eigenschaften der beiden Datenformate.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der EDI-Grundlagen, die Vorstellung der Formatstandards und deren kritische Gegenüberstellung basierend auf Implementierungsaspekten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie EDI, UN/EDIFACT, XML, Geschäftsprozesse und Datenschnittstellen charakterisiert.
Warum ist EDIFACT laut der Arbeit eher für Großunternehmen geeignet?
Aufgrund des hohen Implementierungsaufwands, teurer Konverter und oft anfallender Gebühren für Mehrwertnetze (VAN) ist EDIFACT für viele kleine und mittlere Unternehmen (SMEs) weniger wirtschaftlich.
Inwiefern unterscheidet sich XML hinsichtlich der Lesbarkeit?
Im Gegensatz zu EDIFACT, das für Rechner optimiert ist, sind XML-Dokumente durch ihre Tag-Struktur für Menschen deutlich leichter lesbar, auch wenn die tatsächliche Verarbeitung meist automatisiert erfolgt.
- Citar trabajo
- Max Knechten (Autor), 2015, XML gegen EDIFACT, Flexibilität gegen Standardisierung. Austausch elektronischer Daten im Geschäftsverkehr, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316741