Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Gegenüberstellung der konventionellen Arbeitsweise und der BIM-Methode in Bezug auf Bauen im Bestand. Der Vergleich fixiert sich auf die Bau- und Planungsabläufe. Die gesamte Thesis besteht aus drei Teilen.
Im ersten Teil der Bachelor-Thesis erfährt der Leser theoretische Grundlagen zu Abläufen und Arbeiten an Bestandsgebäuden. Des Weiteren wird die Grundfunktionalität des Building Information Modeling vorgestellt.
Der zweite Teil der Bachelorarbeit umfasst die Gegenüberstellung und Auswertung der konventionellen Methode mit der BIM-Methode in verschiedenen Kriterienpunkten.
Das Fazit entspricht dem dritten Teil der Thesis und fungiert als Schlussbetrachtung. Hierbei wird eine kurze Zusammenfassung der Auswertungen dem Leser präsentiert, um den Leser die Vorteile der BIM-Methode zu zeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2 Eingrenzung des Themas
1.3 Vorgehensweise
2. Bauen im Bestand
2.1 Maßnahmen im Bestand
2.1.1 Instandhaltung
2.1.2 Modernisierung
2.1.3 Umbau
2.1.4 Erweiterungen
2.1 Baubeteiligte
3. Ablaufplanung im Bestand
3.1 Bestandsaufnahme
3.2 Bauwerksanalyse
3.3 Kostenermittlung
3.4 Sanierungsplanung
3.4.1 Ausführungs- und Detailzeichnungen
3.4.2 Leistungsbeschreibung
3.4.3 Zeit- und Arbeitsplanung
3.4.4 Ausschreibung und Vergabe
3.5 Bausanierung
4. Building Information Modeling
4.1 Grundlagen
4.2 Besonderheiten beim BiB
5. Gegenüberstellung und Auswertung
5.1 Informationsaustausch und Auswertung
5.2 Ablaufplanung und Auswertung
5.3 Kostenplanung und Auswertung
5.1 Qualitätsmanagement und Auswertung
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial der BIM-Methode für Bau- und Sanierungsvorhaben im Bestand durch einen direkten Vergleich mit konventionellen Planungsprozessen, um Effizienzsteigerungen bei Kosten, Zeit und Informationsqualität zu identifizieren.
- Vergleich der konventionellen Planung mit der BIM-Methodik
- Analyse der Abläufe bei Bauvorhaben im Bestand
- Optimierungspotenziale im Informationsaustausch und Qualitätsmanagement
- Bewertung von BIM hinsichtlich Kostenplanung und Bauzeitmanagement
Auszug aus dem Buch
5.2 Ablaufplanung und Auswertung
Die gesamte Entwurfsplanung, basierend auf der Grundlagenermittlung und Vorplanung, ist der LP1 bis einschließlich LP3 einzuordnen. Am Anfang jener Bausanierung wird das Bauwerk vermessen. Die Bauwerksvermessung ist der wesentliche Bestandteil in der Bestandsaufnahme. In diesem Schritt werden in der Praxis zweidimensionale Grundrisse, Schnitte und Ansichten in Bezug auf den Bestand und der Ausführung zum Bestandsgebäude mit Hilfe von einer CAD-Software erstellt.
Im Gegensatz zur konventionellen Bauwerksvermessung wird bei der Arbeitsweise mit BIM ein 3D-Bauwerksmodell als Grundlage verwendet. Zusätzlich müssen im BIM-Modell nicht-geometrische Zusatzinformationen implementiert werden in Bezug auf die Bauteile und die Beziehung zu anderen Bauelementen. Um das Arbeiten mit BIM zu gewährleisten muss somit eine hohe Detailgenauigkeit und geometrische Kongruenz vom Bestandsgebäudes und der Bestandszeichnung vorhanden sein. Das Erfassen des Bestandsgebäudes mit BIM kann mit einer neuen Modellerstellung oder eine der genannten Verfahren zur Abbilderstellung begonnen werden.
Die Tachymetrie und das Laserscanning besitzen durch das genaue Erfassen von Einzelpunkten durch die Anwendung vom Laser eine hohe geometrische Kongruenz. Die Fotogrammmetrie dagegen bietet durch das Vermessen im Bild selbst eine nicht so hohe geometrische Kongruenz wie die Ausmessung des Bestandsgebäudes mit einem Laserstrahl. Die Fotogrammmetrie dagegen bietet im Gegensatz dazu eine höhere Detailgenauigkeit, da gewisse Details mit den Bildausschnitten aus den Messbildern ergänzt werden. Das Laserscanning und die Tachymetrie nutzen die selbe Messtechnik, wobei das 3D-Laserscaning eine höhere Dichte von Messpunkten aufnimmt und diese auf Grund der Differenzierung der Helligkeiten farblich strukturiert. Eine optimale Ausgangslage bietet daher die Kombination aus der Laserscan-Methode und der Fotogrammetrie, weil damit eine zugleich hohe Detailgenauigkeit und geometrische Kongruenz erreicht wird. Das Ergebnis der Messungen ergibt sich in einer Punktewolke des Bestandsgebäudes. Die Punktewolke wird als Datei im pcg-Format in Autodesk Revit importiert und bildet den Ist-Zustand des Bestandsgebäudes zur Modellerstellung. Nach gründlicher Datennachbearbeitung und Optimierung entsteht aus dem Punktwolkemodell ein solides 3D-Modell für die Planung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Problemstellung der Mehrkosten und Zeitverzögerungen in konventionellen Bauprojekten und definiert die Zielsetzung der Arbeit, BIM als innovative Lösung zu evaluieren.
2. Bauen im Bestand: In diesem Kapitel werden grundlegende Maßnahmen wie Instandhaltung, Modernisierung und Umbau definiert sowie die Rollen der verschiedenen Baubeteiligten dargestellt.
3. Ablaufplanung im Bestand: Dieses Kapitel beschreibt chronologisch die konventionellen Prozesse der Bestandsaufnahme, Bauwerksanalyse, Sanierungsplanung und Vergabe.
4. Building Information Modeling: Hier werden die Grundlagen der BIM-Methodik sowie deren spezifische Anwendung und Anforderungen bei Sanierungsprojekten im Bestand erläutert.
5. Gegenüberstellung und Auswertung: Dieses Hauptkapitel analysiert und vergleicht methodisch die konventionelle Planung und die BIM-Arbeitsweise hinsichtlich Informationsaustausch, Ablaufplanung, Kostenplanung und Qualitätsmanagement.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Vorteile von BIM, wobei die Effizienzsteigerungen und die technologischen Potenziale für die Branche hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
BIM, Building Information Modeling, Bauen im Bestand, Sanierung, Ablaufplanung, Kostenplanung, Qualitätssicherung, 3D-Modell, Laserscanning, HOAI, VOB, Projektsteuerung, Mengenermittlung, Bauabwicklung, Digitalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht konventionelle Bau- und Planungsabläufe mit der BIM-Methode speziell bei Sanierungsprojekten an Bestandsgebäuden.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?
Die zentralen Felder sind die Bauaufnahme, die Kostenermittlung, der Informationsaustausch zwischen den Beteiligten und das Qualitätsmanagement während des gesamten Bauprozesses.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Vorteile der BIM-Methode als innovative Lösung für Bausanierungsmaßnahmen durch eine Gegenüberstellung zur konventionellen Ablaufplanung nachzuweisen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für den Vergleich verwendet?
Es erfolgt eine analytische Gegenüberstellung anhand von Kriterien wie Informationsaustausch, Kostenplanung, Zeitmanagement und Qualität, untermauert durch theoretische Grundlagen und Software-Anwendungsbeispiele.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der konventionellen Abläufe im Bestand, die theoretischen BIM-Grundlagen und die anschließende kritische Gegenüberstellung beider Arbeitsweisen.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Building Information Modeling, Bauen im Bestand, Sanierungsplanung, Kosteneffizienz und modellbasierte Arbeitsweise.
Wie unterscheidet sich die Mengenermittlung bei BIM von der konventionellen Methode?
Während bei der konventionellen Methode Mengen oft manuell aus 2D-Plänen ermittelt werden, ermöglicht BIM eine modellorientierte, automatisierte Mengenermittlung, was die Fehlerquote signifikant senkt.
Warum ist die "Modellphase" für die Kostenplanung so entscheidend?
Die Modellphase stellt das Zeitfenster dar, in dem das digitale Abbild des Bestandsgebäudes erstellt wird, was eine präzisere frühzeitige Kostensteuerung ermöglicht, statt erst in späten Bauphasen auf Abweichungen zu reagieren.
- Citation du texte
- Ayosha Aghazadeh (Auteur), 2015, Gegenüberstellung der Bau- und Planungsabläufe mit und ohne der Methode "Building Information Modeling". Analyse eines Bestandsgebäudes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316745