Einen Podcast kann man als eine Art Radiosendung im Internet bezeichnen, wobei sich Podcasts mittlerweile nicht mehr nur auf Audio beschränken, sondern zusammen mit unterstützendem Bildmaterial als „Enhanced Podcasts“ oder in Kombination mit Videomaterial als „Vodcasts“ bezeichnet werden. Der Begriff Podcast ist eine Kombination aus dem Namen von Apples MP3-Player „iPod“ und dem Wort „Broadcasting“, wobei man sich in der Literatur nicht einig ist, wem die Wortschöpfung zugeschrieben werden soll (vgl. Bastiaens, 2011; Cruz & Carvalho, 2007; Schmidt, Ketterl & Morisse, 2007).
Podcasts sind mittlerweile weitverbreitet und werden im Bildungsumfeld häufig eingesetzt (Bastiaens, 2011), was durch die Tatsache bestätigt wird, dass man im Internet schon nach kurzer Recherche Praxisberichte z.B. aus dem Geschichtsunterricht an Schulen in Portugal (Cruz & Carvalho, 2007), von der ETH Zürich (Reinhardt, Korner & Schiefner, 2008) und der Universität Osnabrück (Schulze, Ketterl, Gruber & Hamborg, 2007) findet.
Im Folgenden widmet sich das erste Kapitel den Podcasts im Allgemeinen, d.h. es werden Vor- und Nachteile, Einteilung, Erstellung und Verbreitung sowie die sinnvolle Planung diskutiert. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit dem von mir erstellten Podcast „Marchtaler-Plan-Pädagogik in ihrer Ausprägung an den Privatschulen der Erzdiözese Salzburg“, indem ich die Punkte aus dem Kapitel Planung ganz konkret an meinem Podcast bespreche. Im letzten Kapitel reflektiere ich Konzept und Umsetzung des oben angeführten Podcasts.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. PODCASTS IM ALLGEMEINEN
2.1. VOR- UND NACHTEILE VON PODCASTS
2.2. EINTEILUNG VON PODCASTS
2.3. ERSTELLUNG UND VERBREITUNG VON PODCASTS
2.4. PLANUNG EINES PODCASTS
3. PODCAST „MARCHTALER-PLAN-PÄDAGOGIK IN IHRER AUSPRÄGUNG AN DEN PRIVATSCHULEN DER ERZDIÖZESE SALZBURG“
3.1 THEMA UND INHALT
3.2 ZIELGRUPPE UND ZIEL
3.3 FORMAT
3.4 GESTALTUNG
3.5 VERWENDETE PROGRAMME
4. UMSETZUNG UND REFLEXION
5. ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Potenzial von Podcasts als Lehr- und Lernmedium zu explorieren und deren praktische Implementierung anhand eines konkreten Bildungskonzepts zu dokumentieren. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie die Marchtaler-Plan-Pädagogik didaktisch sinnvoll für ein Enhanced-Podcast-Format aufbereitet werden kann, um Neulehrer an den Privatschulen der Erzdiözese Salzburg zu unterstützen.
- Grundlagen und Didaktik von Podcasts in der Bildungswissenschaft
- Methodik der Planung und Erstellung von Bildungs-Podcasts
- Adaption pädagogischer Konzepte auf das Medium Podcast
- Technische Umsetzung und Barrierefreiheit bei digitalen Lehrinhalten
- Reflexion der Produkterfahrungen und Nutzersignale
Auszug aus dem Buch
3.3 Format
Der beschriebene Podcast ist als Enhanced Podcast konzipiert, d.h. das Audio wird durch geschriebenen Text, Bilder und Animationen ergänzt. Er überschreitet damit auf Grund der bewegten Bilder ein wenig die Grenze zum Vodcast, da die Animationen aber sehr einfach sind und als Vektoranimationen ausgeführt sind und daher wenig Speicher brauchen, habe ich mich entschieden diesen Podcast weiterhin als Enhanced Podcast zu bezeichnen. Diese Form des Podcasts wurde einem reinen Audio-Podcast vorgezogen, da es starke Hinweise darauf gibt, dass die Redundanz in der Präsentation der Inhalte die Ausdauer der Zuhörer steigert und die Behaltensquote hebt (Ritzhaupt et al., 2008), eine Behauptung, die sich auch mit meinen persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Podcasts deckt. Die inhaltlich besonders wichtigen Punkte, wie z.B. die Strukturelemente werden also sowohl auditiv als auch visuell dargestellt. Von einem Vodcast wurde Abstand genommen, da bei diesem Thema der mögliche Mehrwert bei der Infomationsvermittlung die aufwändigere Produktion und die größere Enddateigröße meiner Meinung nach nicht aufwiegt.
Das Ausgabeformat für den fertigen Podcast ist das Quicktimeformat „mov“. Der Grund dafür ist, dass das bei der Erstellung verwendete Programm iMovie nativ direkt mov-Dateien erzeugen kann, der Quicktime-Player mittlerweile auch auf der Windows-Plattform sehr verbreitet ist und an meiner Schule bzw. in meinem Umfeld hauptsächlich Apple-Computer eingesetzt werden. Da der Podcast für eine eng umrissene Personengruppe konzipiert ist, ist nicht geplant, ihn einer breiten Öffentlichkeit anzubieten. Er soll also nicht im Podcast-Verzeichnis des iTunes Music Stores oder einem ähnlichen Verzeichnis aufscheinen. Er hat zur Zeit seinen Platz in einem internen Bereich des Webauftrittes meiner Schule (www.multiaugustinum.com). Der Link wird an Interessierte weitergegeben und ein Feed in der Spezifikation RSS 2.0 ist eingerichtet. Um den Prinzipien der Barrierefreiheit Rechnung zu tragen, liegt zusätzlich auch eine Textversion des gesprochenen Inhaltes vor.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert den Podcast als modernes Bildungsmedium und skizziert das Vorhaben, die Marchtaler-Plan-Pädagogik in einer eigenen Podcast-Reihe didaktisch aufzuarbeiten.
2. PODCASTS IM ALLGEMEINEN: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Vor- und Nachteile sowie die technischen und methodischen Möglichkeiten von Podcasts im Bildungskontext.
3. PODCAST „MARCHTALER-PLAN-PÄDAGOGIK IN IHRER AUSPRÄGUNG AN DEN PRIVATSCHULEN DER ERZDIÖZESE SALZBURG“: Der Autor beschreibt hier die spezifische Planung, Zielsetzung, inhaltliche Gestaltung sowie die technische Umsetzung seines eigenen Podcast-Projekts.
4. UMSETZUNG UND REFLEXION: Hier werden die praktischen Erfahrungen bei der Produktion geschildert und kritisch hinterfragt, wobei insbesondere auf technische Hürden und Feedback der Zielgruppe eingegangen wird.
5. ZUSAMMENFASSUNG: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse über den Nutzen von Podcasts in der Lehre und die gesammelten Erfahrungen aus dem Projekt zusammen.
Schlüsselwörter
Podcasts, Enhanced Podcast, Marchtaler-Plan-Pädagogik, E-Learning, Bildungswissenschaft, Medienpädagogik, Didaktik, Bildungsmedien, RSS-Feed, Barrierefreiheit, Lehr- und Lernmedien, digitale Transformation, Unterrichtsgestaltung, audiovisuelle Medien.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Umsetzung eines Podcasts als Lehr- und Lernmedium, um pädagogische Inhalte – spezifisch die Marchtaler-Plan-Pädagogik – zielgerichtet an Lehrkräfte zu vermitteln.
Welche Themenfelder werden zentral behandelt?
Die zentralen Themenfelder umfassen die allgemeine Podcast-Didaktik, die theoretische Einordnung von E-Learning-Formaten sowie die praktische Planung und Produktion von audiovisuellen Lehrmaterialien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Enhanced-Podcast-Formats, das Neulehrern einen niedrigschwelligen Einstieg in die Marchtaler-Plan-Pädagogik an Salzburger Privatschulen ermöglicht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung des Podcastings sowie einer praxisorientierten Dokumentation und Reflexion des eigenen Erstellungsprozesses (Handlungsorientierter Ansatz).
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion von Podcasts und eine detaillierte Fallbeschreibung, in der die Planung, die Wahl des Formats, die technische Ausstattung und die inhaltliche Strukturierung des konkreten Podcasts analysiert werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Marchtaler-Plan, Enhanced Podcast, Medienpädagogik und E-Learning charakterisiert.
Warum wurde ein Enhanced Podcast einem reinen Video-Podcast (Vodcast) vorgezogen?
Der Autor entschied sich für ein Enhanced-Podcast-Format, da die aufwändigere Produktion und die größere Dateigröße eines klassischen Vodcasts in keinem sinnvollen Verhältnis zum pädagogischen Mehrwert für das gewählte Thema standen.
Welches Feedback erhielt der Autor zur ersten Podcast-Episode?
Die Rückmeldungen waren überwiegend positiv, kritisiert wurden jedoch das Fehlen von akustischen Trennungen (Jingles) zwischen den Unterthemen sowie der Wunsch nach mehr dynamischem Videomaterial statt statischer Bilder.
- Citar trabajo
- Andrea Gürtler (Autor), 2012, Mit Pod- und Vodcasts neue Wege in der Bildungswissenschaft beschreiten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316819