Nachdem Caesar sich großen militärischen Ruhm im gallischen Kriege erworben hatte, verlangte der Senat auf das Treiben des Pompeius die Niederlegung seines militärischen Kommandos, die Auflösung seiner Legion und die Rückkehr nach Rom. Da Caesar während seiner Zeit als Konsul im Jahre 49 v. Chr. und während seiner Zeit als Prokonsul in den Provinzen Gallia Cisalpina und Illyrien in den Jahren 58 bis 51 v.Chr. gegen zahlreiche Gesetze der res publica verstoßen hatte, drohte ihm ein Gerichtsprozess, der das Ende seiner politischen Laufbahn bedeutet hätte. Aus diesem Grund entschied sich Caesar für den Militärputsch, besetzte Rom und besiegte Pompeius.
Nachdem er seine militärischen und politischen Gegner ausgeschaltet hatte, regierte er formal nach der Verfassung der res publica, praktisch aber uneingeschränkt. So vereinigte er die höchsten Staatsämter in seiner Person: Konsul, Diktator, Zensor und ständiger Oberbefehlshaber (Imperator). Die Verlängerung seiner Stellung als Diktator auf Lebenszeit bedeutete letztlich eine verdeckte Form der Monarchie. Die Alleinherrschaft Caesars wurde durch zahlreiche Ehrungen unterstützt. Schon zu Lebzeiten entwickelte sich eine Vergöttlichung seiner Person.
Die Missachtung der republikanischen Verfassung unterdrückte die traditions- und selbst-bewusste senatorische Opposition und führte schließlich zu seiner Ermordung im Jahre 44 v.Chr .
Inhaltsverzeichnis der Unterrichtseinheit
1. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit: Die Römische Republik – Zum Scheitern verurteilt?
2. Kompetenzen und Standards der gezeigten Stunde
3. Lerngruppenanalyse
4. Individuelle Kompetenzentwicklung der Lernenden
5. Sachstrukturanalyse/ Didaktische Reduktion
6. Lehr- und Lernstrukturanalyse
7. Geplanter Unterrichtsverlauf
8. Literaturverzeichnis
9. Quellenverzeichnis
10. Anlagen
Zielsetzung & Themen der Unterrichtsstunde
Das primäre Ziel dieser Unterrichtsstunde ist die kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen für den Untergang der Römischen Republik, fokussiert auf die Person Gaius Julius Caesar. Die Lernenden sollen anhand historischer Quellen beurteilen, inwieweit Caesars politisches Handeln als "Totengräber" der res publica zu werten ist und welche strukturellen Konflikte zwischen seiner Alleinherrschaft und der traditionellen senatorischen Aristokratie bestanden.
- Analyse antiker Quellen (Sueton) zur Alleinherrschaft Caesars
- Untersuchung wissenschaftlicher Forschungsperspektiven (Wolfgang Schuller)
- Beurteilung der Zerstörung republikanischer Verfassungstraditionen
- Vergleich zwischen den Interessen der senatorischen Elite und Caesars Politik
- Entwicklung alternativer historischer Handlungsoptionen
Auszug aus dem Buch
5. Sachstrukturanalyse/ Didaktische Reduktion
Nachdem Caesar sich großen militärischen Ruhm im gallischen Kriege erworben hatte, verlangte der Senat auf das Treiben des Pompeius die Niederlegung seines militärischen Kommandos, die Auflösung seiner Legion und die Rückkehr nach Rom. Da Caesar während seiner Zeit als Konsul im Jahre 49 v. Chr. und während seiner Zeit als Prokonsul in den Provinzen Gallia Cisalpina und Illyrien in den Jahren 58 bis 51 v.Chr. gegen zahlreiche Gesetze der res publica verstoßen hatte, drohte ihm ein Gerichtsprozess, der das Ende seiner politischen Laufbahn bedeutet hätte. Aus diesem Grund entschied sich Caesar für den Militärputsch, besetzte Rom und besiegte Pompeius.
Nachdem er seine militärischen und politischen Gegner ausgeschaltet hatte, regierte er formal nach der Verfassung der res publica, praktisch aber uneingeschränkt. So vereinigte er die höchsten Staatsämter in seiner Person: Konsul, Diktator, Zensor und ständiger Oberbefehlshaber (Imperator). Die Verlängerung seiner Stellung als Diktator auf Lebenszeit bedeutete letztlich eine verdeckte Form der Monarchie. Die Alleinherrschaft Caesars wurde durch zahlreiche Ehrungen unterstützt. Schon zu Lebzeiten entwickelte sich eine Vergöttlichung seiner Person.
Die Missachtung der republikanischen Verfassung unterdrückte die traditions- und selbstbewusste senatorische Opposition und führte schließlich zu seiner Ermordung im Jahre 44 v.Chr.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit: Die Römische Republik – Zum Scheitern verurteilt?: Dieses Kapitel bietet einen tabellarischen Überblick über den zeitlichen Ablauf der gesamten Unterrichtseinheit inklusive der jeweiligen Kompetenzschwerpunkte.
2. Kompetenzen und Standards der gezeigten Stunde: Hier werden die spezifischen fachlichen Anforderungen des Rahmenlehrplans mit der konkreten Kompetenzentwicklung der Schüler in den einzelnen Unterrichtsphasen verknüpft.
3. Lerngruppenanalyse: Eine kurze Charakterisierung des Geschichtsgrundkurses hinsichtlich Gruppenzusammensetzung, Leistungsniveau und Arbeitsverhalten.
4. Individuelle Kompetenzentwicklung der Lernenden: Differenzierte Beschreibung der Kompetenzniveaus anhand konkreter Beispiele aus der Lerngruppe.
5. Sachstrukturanalyse/ Didaktische Reduktion: Fachwissenschaftliche Einordnung der Ereignisse um Caesars Aufstieg und Fall sowie eine Erläuterung der Auswahlkriterien für die im Unterricht verwendeten Quellentexte.
6. Lehr- und Lernstrukturanalyse: Detaillierte methodisch-didaktische Begründung der Unterrichtsplanung, insbesondere des gewählten Einstiegs und der Methode "Partnerbriefing".
7. Geplanter Unterrichtsverlauf: Eine detaillierte tabellarische Darstellung der Unterrichtsphasen mit Lehrerverhalten, Erwartungshorizont der Schüler und Medienwahl.
8. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und des Rahmenlehrplans.
9. Quellenverzeichnis: Auflistung der primären und sekundären Quellen, die für die Analyse eingesetzt werden.
10. Anlagen: Beinhaltet die für den Unterricht notwendigen Materialien wie die Einstiegsfolie und die Arbeitsblätter.
Schlüsselwörter
Römische Republik, Caesar, res publica, Senat, Alleinherrschaft, Diktatur, Sueton, Wolfgang Schuller, politische Partizipation, Aristokratie, Verfassung, Imperator, Machtmissbrauch, Partnerbriefing, Geschichtsunterricht
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit grundsätzlich?
Die Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit dem Niedergang der Römischen Republik und der Frage, ob deren Untergang durch die Alleinherrschaft Caesars historisch zwangsläufig war.
Was sind die zentralen Themenfelder dieser Unterrichtsstunde?
Im Zentrum stehen die Gründe für die Ermordung Caesars, analysiert durch das Spannungsfeld zwischen seiner Machtkonzentration und den Traditionen der römischen senatorischen Elite.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: "Caesar – Der Totengräber der res publica?". Ziel ist die historische Urteilsbildung der Schüler.
Welche wissenschaftliche Methode wird im Unterricht verwendet?
Es wird die Methode des "Partnerbriefings" angewandt, um eigenverantwortliches Lernen und eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung mit den Quellentexten zu fördern.
Was wird im Hauptteil der Unterrichtsstunde behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Arbeit mit zwei unterschiedlichen Texten: einem Quellentext des Sueton über Caesars Ehrungen und einer Analyse von Wolfgang Schuller zum strukturellen Konflikt Caesars mit der Aristokratie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Römische Republik, res publica, Machtmissbrauch, Alleinherrschaft und politische Partizipation geprägt.
Welche Rolle spielt die senatorische Opposition?
Die senatorische Opposition wird als eine Gruppe dargestellt, deren politischer Einfluss durch Caesars Handeln massiv beschnitten wurde, was nach Schullers Ansicht letztlich zu den Mordplänen führte.
Warum wurde Sueton als Quelle gewählt?
Sueton bietet eine anschauliche, leicht verständliche Liste konkreter Ehrungen und Grenzüberschreitungen Caesars, die als Beweggründe für die Opposition dienen.
Welche Rolle spielt der Historiker Wolfgang Schuller?
Schuller liefert eine moderne Forschungsperspektive, die den "strukturellen Widerspruch" zwischen Alleinherrschaft und Adelsaristokratie hervorhebt.
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- Olaf Breithecker (Autor), 2014, Caesar als Totengräber der res publica? (11. Klasse, Grundkurs Geschichte), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/316909