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Oralität und Literalität. Die Bedeutung und Entwicklung des Wortes und der Schrift

Título: Oralität und Literalität. Die Bedeutung und Entwicklung des Wortes und der Schrift

Trabajo , 2014 , 14 Páginas , Calificación: 2,7

Autor:in: Stephanie Steimel (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Oralität und Literalität als Möglichkeit der Kommunikation und der Weitergabe von Wissen und Informationen sind wichtige Fähigkeiten, heute wie damals. Doch was genau Oralität bedeutet und was sie von der Literalität unterscheidet sind Fragen, die in dieser Arbeit geklärt werden sollen. Des Weiteren wird darauf eingegangen, welchen Stellenwert Literalität für Kulturen damals hatte und heute hat, wie sie sich entwickelt hat und wie sie möglicherweise sogar zur Entwicklung beigetragen hat. Auf einige wichtige Aspekte hat auch schon Eric A. Havelock Antworten gefunden und daher sollen seine Ausführungen als Grundlage für diese Arbeit verwendet werden.

Der Stellenwert der Schrift hat sich maßgeblich verändert und sie bringt sowohl viele Vorteile mit sich, als auch einige Nachteile, wenn man den Kritiken glauben mag. Diese Untersuchung wird sich unter anderem eben mit dieser Kritik beschäftigen und versuchen, diese ein wenig zu entkräften. Die Sprache ist das wichtigste Medium – und die Schrift als Instrument zur Erweiterung dieses Mediums ist ebenso wichtig.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Oralität

3. Literalität

3.1 Entwicklung der Literalität

3.2 Literalität und Medien

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Oralität und Literalität, beleuchtet deren unterschiedliche Auswirkungen auf das menschliche Denken und analysiert die kritische Rolle der Schrift als kulturelles und kognitives Instrument im Kontext der modernen Medienentwicklung.

  • Grundlagen und Unterscheidungsmerkmale von Oralität und Literalität
  • Die Entwicklung und der soziokulturelle Stellenwert der Literalität
  • Kritische Reflexion der Schrift als technologische Erweiterung des Gedächtnisses
  • Der Einfluss moderner Medien (insb. Internet) auf die menschliche Kommunikation

Auszug aus dem Buch

3.1 Entwicklung der Literalität

Vor der Entstehung der Literalität waren Kulturen oral geprägt. Später entstand das Bild der Literalität und die (durch die Griechen geprägten) Begriffe Literalität und Illiteralität. Auch wurde durch die Griechen der Begriff des grammatikos geprägt, der im vierten Jahrhundert entstand und einen Menschen bezeichnet, der lesen kann. Mit des sich entwickelnden Begriffs der Literalität entsteht auch die Idee der mangelnden Bildung, wie Havelock ausführlich beschreibt. Fälschlicherweise wird auch in der heutigen Zeit Literalität mit Bildung und Kultiviertheit gleichgesetzt. Heute benutzen wir den Begriff des Analphabeten um einen Menschen zu beschreiben, der nicht lesen kann und somit als Außenseiter der Gesellschaft gilt, was Folge mangelnder Intelligenz und Bildung ist. Wie auch in dem bereits zitierten Wikipedia Ausschnitt wird Illiteracy mit „ohne Bildung“ übersetzt. Mangelnde Bildung bedeutet weiterhin schlechte Lebensstände und oft lassen sich Menschen dazu verleiten, die Unterentwicklung eines Landes, die Armut und die Krankheit mit der Illiteralität einer Kultur zu verbinden.

Orale Kulturen seien primitiv und ohne kulturelle Bedeutung, und Analphabetismus sei Schuld an schlechten Lebensstandards. Dies zeigt sich auch ganz deutlich an einem Beispiel von Havelock, dass aus einem Leitartikel der New York Times im Oktober 1970 stammt, in dem Hunger und Unterernährung in direkten Zusammenhang mit Bildung und Analphabetismus gebracht wird:

Etwa ein Drittel bis die Hälfte der Weltbevölkerung leidet an Hunger und Unterernährung. Die Menschen der unterentwickelten Welt machen die Mehrheit der menschlichen Gattung aus, und sie vermehren sich schneller als die Völker der Sowjetunion, der Vereinigten Staaten oder Westeuropas. Es gibt heute auf der Welt 100 Millionen Analphabeten mehr als vor 20 Jahren, insgesamt sind es etwa 800 Millionen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Oralität und Literalität ein und formuliert das Ziel, den Stellenwert und die Entwicklung der Schrift unter Einbeziehung kritischer Perspektiven zu untersuchen.

2. Oralität: Dieses Kapitel definiert Oralität als natürliche, grundlegende Form menschlicher Kommunikation und beschreibt die spezifischen, auf das Gedächtnis angewiesenen Denkstrukturen in oralen Kulturen.

3. Literalität: Hier wird die Lese- und Schreibfähigkeit als Kulturtechnik analysiert, die das menschliche Denken durch die Entlastung des Gedächtnisses und die Ermöglichung von Wissensakkumulation grundlegend verändert hat.

3.1 Entwicklung der Literalität: Der Abschnitt befasst sich mit der historischen Entstehung von Schriftbegriffen und hinterfragt die problematische Gleichsetzung von Literalität mit Bildung sowie die damit verbundene Abwertung oraler Kulturen.

3.2 Literalität und Medien: Dieses Kapitel untersucht, wie moderne Medien, insbesondere das Internet, die Kommunikation transformieren und inwieweit diese technologische Entwicklung Barrieren überwindet oder neue Formen der Isolation schafft.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Würdigung der Schrift als unverzichtbares Instrument der Wissensbewahrung, mahnt jedoch gleichzeitig an, die Bedeutung der Oralität nicht zu vernachlässigen.

Schlüsselwörter

Oralität, Literalität, Schriftlichkeit, Gedächtnis, Medienwandel, Kommunikation, Bildung, Analphabetismus, Wissensvermittlung, Kulturgeschichte, technologische Entwicklung, Denken, Eric A. Havelock, Internet, Wissenskonservierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Verhältnis zwischen der mündlichen Überlieferung (Oralität) und der schriftlichen Fixierung von Wissen (Literalität) sowie deren Bedeutung für die menschliche Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die kognitiven Unterschiede zwischen oralem und literalem Denken, die historische Wahrnehmung von Bildung sowie der Einfluss neuer Medien auf die Kommunikationskultur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Stellenwert der Literalität kritisch zu beleuchten und dabei insbesondere die von Sokrates und anderen Theoretikern geäußerten Bedenken gegenüber der Schrift zu analysieren und zu entkräften.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf medientheoretische Ausführungen von Eric A. Havelock, Walter Ong und weiteren Experten zur Rolle von Sprache und Schrift in der Kulturgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Denkweisen in Oralität und Literalität, die historische Entwicklung der Literalitätsbegriffe und die Rolle von Medien bei der Überwindung oder Schaffung von Barrieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Begriffe wie Oralität, Literalität, Gedächtnisentlastung, Medienwandel, technologische Kommunikation und Bildung sind für das Verständnis der Arbeit zentral.

Welche Kritik äußert Sokrates an der Schrift, wie in der Arbeit beschrieben?

Sokrates kritisiert, dass die Schrift eine "unmenschliche" Technologie sei, die das menschliche Gedächtnis schwäche und eine passive Form der Kommunikation ohne wirklichen Diskurs darstelle.

Wie bewertet die Autorin das Verhältnis von Analphabetismus und Wohlstand?

Die Autorin stellt fest, dass Analphabetismus zwar ein Behinderungsfaktor für die individuelle Entwicklung ist, jedoch keinesfalls als alleinige Ursache für Unterernährung oder mangelnde Intelligenz in sogenannten Entwicklungsländern betrachtet werden darf.

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Detalles

Título
Oralität und Literalität. Die Bedeutung und Entwicklung des Wortes und der Schrift
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Curso
Modelle des Medienwandels
Calificación
2,7
Autor
Stephanie Steimel (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
14
No. de catálogo
V317011
ISBN (Ebook)
9783668162426
ISBN (Libro)
9783668162433
Idioma
Alemán
Etiqueta
Walter Ong Oralität Literalität Schrift Medien Medienwandel Havelock
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stephanie Steimel (Autor), 2014, Oralität und Literalität. Die Bedeutung und Entwicklung des Wortes und der Schrift, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317011
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