Due Diligence Prüfung am Beispiel der Thyssen Krupp AG


Hausarbeit, 2014
29 Seiten, Note: 2,1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methoden Anwendung
1.4 ThyssenKrupp AG – Zahlen Daten Fakten

2. Grundlagen der Due Diligence und Unternehmensbewertung
2.1 Due Diligence Bereiche
2.2 Finanzielle Due Diligence Prüfung
2.3 Anlass von Due Diligence Prüfungen

3. Unternehmensfakten
3.1 Darstellungen des Konzerns ThyssenKrupp
3.2 SWOT – Analyse
3.3 Markt- und Wettbewerbsbetrachtung

4. Finanzielle Betrachtung im Rahmen der Due Diligence
4.1 Bilanz
4.1.1 Eigenkapitalquote
4.1.2 Verschuldungsgrad
4.1.3 Anlagendeckungsgrad 1
4.2 GuV - Gewinn und Rechnung
4.2.1 EBIT
4.2.2 EBIT Marge
4.2.3 Cashflow
4.2.2 ROI - Return on Invest

5. Zusammenfassung

9. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Logo ThyssenKrupp

Abbildung 2 – ThyssenKrupp Organisationsstruktur (Quelle: ThyssenKrupp Jahresbericht 2012)

Abbildung 3 - Wettbewerber ThyssenKrupp Aktienkurs Branchenvergleich

Abbildung 4 - Aktienvergleich der Wettbewerber (Quelle: Finanzen.net, 2014)

Abbildung 5 - Eigenkapitalquote Diagramm (ThyssenKrupp AG, 2013)

Abbildung 6: Verschuldungskoeffizient ( ThyssenKrupp 2013)

Abbildung 7 - Anlagendeckungsgrad 1

Abbildung 8 - Cashflow Ableitung ThyssenKrupp Quelle: ThyssenKrupp Jahresabschluss 2012

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1- Mitarbeiterzahl 2008 – 2013 Quelle: ThyssenKrupp Jahresberichte 2008 – 2013 [15.02.14]

Tabelle 2 - Mitarbeiterzahl Entwicklung ThyssenKrupp 2008-2013

Tabelle 3- Eigenkapitalquote (ThyssenKrupp AG, 2013)

Tabelle 4- Verschuldungskoeffizient ( ThyssenKrupp AG, 2013)

Tabelle 5 - Anlagendeckungsgrad 1 ThyssenKrupp 2007-2013

Tabelle 6- ThyssenKrupp Vergleich 2011/12 mit 2012/13

Tabelle 7 - ThyssenKrupp Umsatz 2003-2013

Tabelle 8 - EBIT Margin ThyssenKrupp Konzern 2008-2013

Tabelle 9 - Kennzahlen ThyssenKrupp 2009-2013

Tabelle 10 - Rentabilitätskennzahlen ThyssenKrupp 2009-2013

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Aufgabenstellung in der Coursework ist es, eine Unternehmensbewertung des Konzerns ThyssenKrupp AG durchzuführen, unter Berücksichtigung der Due Diligence. Als Due Diligence wird eine sorgfältige systematische Prüfung des Unternehmens verstanden, die das Ziel hat, alle wichtigen Bereiche des Unternehmens zu überprüfen.

1.2 Zielsetzung

Die Zielsetzung, die aus der Aufgabenstellung hervorgeht, ist es eine Analyse der ThyssenKrupp AG im Rahmen einer Unternehmensbewertung mit dem primären Fokus auf Due Diligence durchzuführen. Die durchzuführende Konzernbewertung soll eine realistische Einschätzung des aktuellen Unternehmenswertes ermöglichen.

1.3 Methoden Anwendung

Es werden die theoretischen Grundlagen, der Due Diligence und Unternehmensbewertung die dieser Arbeit zu Grunde liegen, näher Erläutert. In den folgenden Absätzen wird der primäre Fokus auf die finanziellen Komponenten wie Bilanz, GuV und Cashflow des Unternehmend gerichtet und dieser kurz analysiert. Abschließend wird ein Resümee zusammengefasst und die aktuelle Lage des Unternehmens bewertet.

1.4 ThyssenKrupp AG – Zahlen Daten Fakten

ThyssenKrupp entstand 1999 aus der Fusion der Thyssen mit der Friedrich Krupp AG. ThyssenKrupp ist ein diversifizierter Industriekonzern und besteht aus den fünf Geschäftsfeldern:

1. Components Technology
2. Elevator Technology
3. Industrial Solutions
4. Materials Services
5. Steel Europe
6. Steel America
7. Plan Technologies
8. Stainless Global

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Logo ThyssenKrupp (Quelle: http://brandinside.de/firma/ThyssenKrupp_Stainless_International_GmbH)

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2002/2003 einen Umsatz von 36,1 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 714 Millionen Euro. Größter Unternehmensbereich war hierbei ThyssenKrupp Steel mit 12 Milliarden Euro Umsatz und knapp 50.000 Beschäftigten.

Ende März 2009 beschloss der Aufsichtsrat einen radikalen Konzern-Umbau. Statt der vormals fünf Segmente wird der Stahlkonzern nun in die zwei Bereiche Materials (Stahl, Edelstahl, Services) und Technologies (Anlagenbau, Aufzüge, Werften) mit den oben genannten acht Geschäftsbereichen untergliedert.

Die insgesamt 187.586 Mitarbeiter verteilen sich auf 679 Einzelunternehmen weltweit (Stand: 30. September 2006). Die belegschaftsstärksten Standorte sind Duisburg, Dortmund, Bochum, Radebeul, Hamburg, Krefeld und das Siegerland (Werk Eichen und Ferndorf). Die Mitarbeiterzahl sank jedoch zwischen 2006 und 2013 von 187.586 auf 156.856 weltweit.

Im Juni 2010 wurde der Verwaltungssitz von Düsseldorf nach Essen verlegt. Damit zieht die Konzernzentrale zum Ort der Wurzeln der Krupp-Dynastie zurück.

2. Grundlagen der Due Diligence und Unternehmensbewertung

Due Diligence (DD) bezeichnet eine mit „gebotener Sorgfalt“ durchgeführte Risikoprüfung, die i. d. R. durch einen Käufer beim Kauf von Unternehmensbeteiligungen oder Immobilien sowie bei einem Börsengang erfolgt. Due-Diligence-Prüfungen (sinngemäß übersetzt als „im Verkehr erforderliche Sorgfalt“) analysieren Stärken und Schwächen des Objekts sowie die entsprechenden Risiken und spielen daher eine wichtige Rolle bei der Wertfindung des Objektes.(Friedhold 2010)

Käufer und Verkäufer vereinbaren Zeitraum und Umfang für die Due-Diligence-Prüfung, dabei kann ggf. die Zahlung einer Gebühr vereinbart werden, falls ein Kauf nicht zustande kommt. Unterstützt wird der Käufer bei den Due-Diligence-Prüfungen von Anwälten, Wirtschaftsprüfern und Fachleuten mit spezifischen Kenntnissen.

2.1 Due Diligence Bereiche

So gibt es verschiedene Ansatzpunkte bei einer Due-Diligence-Prüfung wie z.B.:

- Financial Due Diligence: Prüfung und Prognose von Vermögen, Ertrag, Cashflow, Liquidität, Eigenkapital- und Fremdkapitalaufbringung, Finanzierungsstruktur,
- Commercial Due Diligence: Die Commercial Due Diligence analysiert den Markt und insbesondere die Wertschöpfungskette des Geschäftsmodells.
- Tax Due Diligence: steuerliche Perspektive des Target, maßgebende steuerliche Einflussfaktoren, umwandlungs- und konzernsteuerliche Analyse, Risikoanalyse, Strukturierung des Erwerbs (Abschreibung des Kaufpreises, steuerschonende Finanzierung, Organschaft, Verlustvorträge, Verkehrssteuern)
- Legal Due Diligence: rechtliche Risiken und anhängige Rechtsstreitigkeiten.
- Strategic Due Diligence: strategische Sicht industrieller, finanzieller und spekulativer Investoren, strategische Planung, Ermittlung von Synergiepotentialen
- Market Due Diligence: Marktlage, interne Unternehmensanalyse, externe Unternehmensanalyse
- Human Resources (HR) and Organisational Due Diligence: Analyse des strukturellen Humankapitals sowie der Organisationsstruktur der Firma
- Cultural Due Diligence: Gesellschaftliche Normen, Sitten und Bräuche
- Technical Due Diligence: Untersucht wird der technische Zustand von Anlagen und Gebäuden etc.
- Environmental Due Diligence: Umweltqualität des Standortes seiner Anlagen und Gebäude.
- IT Due Diligence: IT-Qualität und -Sicherheit eines Unternehmens.

2.2 Finanzielle Due Diligence Prüfung

Financial Due Diligence: Prüfung und Prognose von Vermögen, Ertrag, Cashflow, Liquidität, Eigenkapital- und Fremdkapitalaufbringung, Finanzierungsstruktur. Primäre Datenquellen für diese Prüfung sind Bilanz, GuV, Lagebericht und Anhang

2.3 Anlass von Due Diligence Prüfungen

Die Anlässe für Due-Diligence-Prüfungen können vielfältig sein, meisten handelt es sich zudem um Unternehmens Fusionen, Verkäufe oder Bewertungen. Die Due-Diligence sollte dann in allen erforderlichen Bereichen von dementsprechenden Experten durchgeführt werden. Dabei haben sie eine Vielzahl von Entscheidungen zu treffen, die die Zukunft des Unternehmens maßgeblich beeinflussen können. Im Rahmen einer Financial Due Diligence analysieren Experten Chancen und Risiken des Investitionsvorhabens und bewerten die Stärken bzw. Schwächen des jeweiligen Zielobjekts. Die Überprüfung der relevanten Informationen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber und ist auf dessen Transaktion abgestimmt.

3. Unternehmensfakten

Das Unternehmen ThyssenKrupp ist ein global operierender Konzern der Ende 2013 156.856 Mitarbeiter beschäftigte und einen Jahres Umsatz von 38 Mrd. hatte. In ca. 80 Ländern agiert ThyssenKrupp mit verschiedenen Business Units rund um den Stahlsektor. Das reguläre Geschäftsjahr endet am 30.09 und beginnt am 01.10. Die Mitarbeiterzahl hat sich in den letzten Jahren stetig verringert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1- Mitarbeiterzahl 2008 – 2013 Quelle: ThyssenKrupp Jahresberichte 2008 – 2013 [15.02.14]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 - Mitarbeiterzahl Entwicklung ThyssenKrupp 2008-2013

3.1 Darstellungen des Konzerns ThyssenKrupp

Der ThyssenKrupp Konzern setzt sich aus acht unterschiedlichen Business Units zusammen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 – ThyssenKrupp Organisationsstruktur (Quelle: ThyssenKrupp Jahresbericht 2012)

Den meisten Umsatz erwirtschaftet ThyssenKrupp in Deutschland, gefolgt von den Vereinigten Staaten von Amerika.

3.2 SWOT – Analyse

Die SWOT – Analyse kommt aus dem Englischen und steht als Akronym für Strength = Stärken, Weaknesses = Schwächen, Opportunities = Chancen, Threats =Risiken. Die SWOT Analyse dient dazu interne und externe Faktoren zu analysieren. Als interne Faktoren betrachtet man die Stärken und Schwächen des Unternehmens, der Fokus der externen Betrachtung liegt auf den Chancen und Risiken des Marktes. Diese Analyse liefert die Informationsgrundlagen für Situations spezifische strategische Entscheidungen und Entwicklungen (Herrmann Simon, 2010).

Dazu nutzt man verschiedene Kombinationsvarianten aus der Analyse, die sich wie folgt ableiten lassen:

- SO - Strategie: Hierbei sollen durch Stärken des Unternehmens die Chancen genutzt werden.
- ST - Strategie: Das Unternehmen soll durch seine Stärken, Risiken die es bedrohen, vermindern oder vermeiden.
- WO - Strategie: Dies hat zu dem Ziel das man Chancen nutzt in dem Schwächen abgebaut werden.
- WT - Strategie: Risiken werden durch den Abbau von Schwächen reduziert. (Herrmann Simon, 2010)

Betrachtet man ThyssenKrupp kann man folgendes bei der Analyse feststellen:

Interne Betrachtung des Unternehmens:

Stärken: ThyssenKrupp ist ein global operierendes Unternehmen in über 80 Ländern, es hat viele Business-Units und deckt ein sehr breites Spektrum in Bereich Stahl und Technik ab. Auf dem Gebiet Forschung und Entwicklung ist ThyssenKrupp auch durch seine Erfahrung sehr gut aufgestellt.

Schwächen: ThyssenKrupp kämpft seit 2011 mit einer starken Verlust Periode, dies riss den globalen Konzern in die größte Krise seiner Geschichte. Fehlinvestitionen in Brasilen eine enorm steigende Schuldenquote, ein nahezu aufgebrauchtes Eigenkapital und hohe Kapitalexporte bremsten ThyssenKrupp in den letzten 3-4 Jahren aus.

Externe Betrachtung des Unternehmens:

Chancen: ThyssenKrupp ist global vertreten und hat die Möglichkeit in wachsenden Märkten sich schnell zu etablieren.

Risiken: Risiken bestehen durch Lieferengpässe, Weltwirtschaftskrisen und immer mehr Mitbewerber am Markt. Die steigende Kostenstruktur, gerade in Deutschland und Europa, tragen dazu bei dass ThyssenKrupp sich nicht mehr so schnell entschulden kann.

Die Betrachtung im Rahmen der SWOT Analyse zeigt, dass ThyssenKrupp unbedingt profitable Business Units ausbauen muss.

Die Ertragskraft muss gesteigert werden, neue Märkte und Wettbewerbschancen sollten weiter erschlossen werden. Eine sogenannte Portfoliooptimierung scheint sinnvoll und eine Kostenoptimierung steht im Raum, gerade in Betrachtung der nicht so profitablen Business Units in Brasilien.

3.3 Markt- und Wettbewerbsbetrachtung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 - Wettbewerber ThyssenKrupp Aktienkurs Branchenvergleich (Quelle: http://www.finanzen.net/aktien/aktien_vergleich.asp?pkAktieNr=430) [08.03.2014]

Betrachtet man ThyssenKrupp im Aktienvergleich mit Wettbewerben zeichnet sich deutlich ab, dass einige Wettbewerber ThyssenKrupp seit 2011 überholt haben. Der Vergleich in der unteren Grafik zeigt, dass ThyssenKrupp sehr starke Kursverluste erlitt und der Wettbewerber Voestalpine sich schneller im Rahmen des Aktienwertes erholte als ThyssenKrupp.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 - Aktienvergleich der Wettbewerber (Quelle: Finanzen.net, 2014)

4. Finanzielle Betrachtung im Rahmen der Due Diligence

Im Rahmen der finanziellen Due Diligence betrachten wir die Bilanz und die GuV = Gewinn und Verlustrechnung für das Jahr 2012/2013 im Vergleich mit den wichtigsten Kennzahlen.

4.1 Bilanz

Die Konzern Bilanzen von ThyssenKrupp und die damit verbundenen wichtigen Kennzahlen zur finanziellen Stabilität des Konzern haben sich in den letzten Jahren sehr verschlechtert. Die Kapital Exporte überwiegen, seit dem Jahr 2011 ist die Verschuldung rasant angestiegen und die Bilanzsumme gesunken.

[...]

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Details

Titel
Due Diligence Prüfung am Beispiel der Thyssen Krupp AG
Hochschule
IPE Management School Paris  (Universität)
Veranstaltung
Master of Business Administration
Note
2,1
Autor
Jahr
2014
Seiten
29
Katalognummer
V317022
ISBN (eBook)
9783668172432
ISBN (Buch)
9783668172449
Dateigröße
1226 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DUe Diligence;, Unternehmensbewertung;, Jahresabschlussanalyse;, Accounting;, Bilanz;, GUV;
Arbeit zitieren
Felix Sauerhöfer (Autor), 2014, Due Diligence Prüfung am Beispiel der Thyssen Krupp AG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317022

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