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Natur und Megalithgrab. Gefährung des Megalithenbestandes durch direkte und indirekte florale Einflüsse am Denkmal sowie der unmittelbaren Umgebung

Probleme und Lösungsansätze

Título: Natur und Megalithgrab. Gefährung des Megalithenbestandes durch direkte und indirekte florale Einflüsse am Denkmal sowie der unmittelbaren Umgebung

Trabajo , 2014 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Marco Chiriaco (Autor)

Arqueología
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Der heutige Bestand an Megalithen ist äußerst gefährdet. Hat die direkte Bedrohung durch den Menschen eher abgenommen, sind diese Denkmale oftmals durch ihre Lage, dem sie umgebenden mittelbaren und unmittelbaren Naturraum, in ihrer Erhaltung bedroht. Anhand einiger Beispiele sollen die spezifischen Probleme aufgezeigt und Lösungsansätze vorgestellt werden; die Reihenfolge der Vorstellung sowie der jeweilige Umfang in der Beschreibung ist der Gewichtung in der Argumentation geschuldet.

Etwa 5000 v. Chr. tritt an den Küsten der iberischen Halbinsel und an der französischen Westküste punktuell ein Phänomen auf, welches sich in den nächsten 3000 Jahren über ganz Nordeuropa und den Mittelmeerraum ausbreiten sollte. Überall in den genannten Regionen treten Anlagen aus großen Steinen auf, die heute als Megalithanlagen (Großsteinanlagen) bezeichnet werden.

Die Menschen dieser Zeit lassen sich allerdings nicht über Raum und Zeit in ein Kulturkonzept pressen; die lokalen Ausformungen bleiben im Fundmaterial und dem rekonstruierbaren kulturellen Leben unvereinbar. Die Megalithbauten in Nordeuropa stehen im chronologischen und geographischen Bezug zu den sog. Trichterbechergruppen. Sie decken damit im Kern den Zeitraum von 3600 v. Chr. - 3100 v. Chr. ab. Vermutlich errichteten die verschiedenen Regionalgruppen dabei mehrere zehntausend Megalithanlagen, von denen heute nur mehr ein Bruchteil erhalten sind.

Die großen megalithischen Kammeranlagen dienten dabei nachgewiesen als Grabstätten. In vielen Fällen wurden diese wohl kollektiv genutzt und auch angelegt, wobei in vielen Anlagen 200 und mehr Bestattungen nachgewiesen werden konnten, die wohl nicht zeitgleich erfolgten. Speisereste sowie Unmengen zerschlagener Keramik deuten auf kultische Handlungen hin; denkbar sind Speiserituale in direkter Nähe zu den Ahnen, vielleicht im Kontext von Nachbestattungen in der Grabkammer. Somit gehören die hier vorgestellten Beispiele zu den archäologischen Bodendenkmalen; spezifisch handelt es sich um Grabstätten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Megalithgrab und Natur: Beispiele

II.1. Die Fundplatzgruppe "Lüdelsen"

II.1.a. Der Fundplatz "Lüdelsen 1"

II.1.b. Der Fundplatz "Lüdelsen 3"

II.1.c. Der Fundplatz "Lüdelsen 6"

II.2. Der Fundplatz "Munkwolstrup" - Arnkiel-Park

II.3. Der Fundplatz "Kleinenkneten" - Wildeshauser Geest

II.4. Der Fundplatz "Oldendorfer Totenstatt" - Lüneburger Heide

III. Das Bodendenkmal in der Natur - Probleme und die Folgen

IV. Natur und Denkmal - Zusammenwirken

V. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen Megalithanlagen und ihrer natürlichen Umgebung, mit einem spezifischen Fokus auf die Risiken und Chancen durch direkten und indirekten floralen Bewuchs für den Erhalt der Bodendenkmale.

  • Analyse der Gefährdungspotenziale durch Baum- und Strauchbewuchs an verschiedenen Standorten.
  • Diskussion der Auswirkungen von Extremwetterlagen und Tierbauten auf die Denkmalsubstanz.
  • Evaluierung pflegerischer Maßnahmen und deren Einfluss auf den Erhaltungszustand.
  • Darstellung von Lösungsansätzen zum Schutz durch gezielte Landschaftsgestaltung.
  • Bedeutung der lokalen Einbindung und des Bewusstseins für den Erhalt archäologischer Monumente.

Auszug aus dem Buch

III. Das Bodendenkmal in der Natur - Probleme und die Folgen

Der Bestand an Megalithanlagen in Deutschland ist in den letzten 200 Jahren stark gesunken. Die Gründe hierfür sind von vielfältiger Natur. Insbesondere sind Veränderungen in der Landwirtschaft durch die aufkommende Technisierung der Ackerbewirtschaftung zu nennen; einhergehend mit dem Ausbau der ländlichen Infrastruktur. Eine Vielzahl an Objekten, die bisher Schutz durch mit ihnen verbundenen Sagen und Aberglauben genossen, verlieren diesen durch eine nun aufgeklärter scheinende, protoindustrialisierte Gesellschaft, welche nun auch immer mehr in zahllosen "Vaterländischen Altertumsvereinen" die Spaten schwingt34.

Die rezent noch verhandenen Denkmale bedürfen nicht nur unseren Schutzes, sondern auch einer Pflege, die sich des alten Leitsatzes bedienen sollte: So viel wie nötig, so wenig wie nötig. Dazu müssen die Gefährdungspotentiale richtig erkannt und gezielt beseitigt werden. Nicht nur der Mensch - ebenfalls Teil der Natur - stört und zerstört Denkmale. Auch die natürliche Umgebung kann sich negativ auf den Zustand eines (Boden-)Denkmals auswirken.

Ein großes Problem stellt dabei primär der Bewuchs mit Bäumen sowie großen Sträuchern dar. Das größte Gefährdungspotential liegt dabei in den Baumwurzeln, die mehrere Kubikmeter einnehmen können. Störungen konnten dabei eindrucksvoll während der Grabung am Fundplatz "Lüdelsen 3" beobachtet und dokumentiert werden. Im Umfeld der Wurzeln wurden ganze Steinlagen bewegt und letztlich in ihrer Befundlage zerstört35.

Besonders denkmalschädigend sind jedoch die sog. Baumwürfe. Die Ursachen liegen im natürlichen oder unnatürlichen Absterben der Bäume und dem damit einher gehenden Stabilitätsverlust sowie Extremwetterlagen wie etwa Orkane. Im Oktober 2013 verursachte der Orkan "Christian"36 im norddeutschen und angloirischen Raum sowie auch in Südskandinavien erhebliche Schäden, und zwar nicht nur an Bau-, sondern auch an Bodendenkmalen, welche sich besonders verheerend im Arnkiel-Park zeigten. Dort kam es durch umstürzende sowie gebrochene Bäume zu erheblichen Beschädigungen der bewachsenen Langbetten37.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Verbreitung der Megalithanlagen ein und erläutert die Problematik ihrer heutigen Gefährdung durch den umgebenden Naturraum.

II. Megalithgrab und Natur: Beispiele: In diesem Kapitel werden anhand konkreter Fallbeispiele, wie Lüdelsen oder die Oldendorfer Totenstatt, die unterschiedlichen Erhaltungszustände und spezifischen Bedrohungen durch Bewuchs aufgezeigt.

III. Das Bodendenkmal in der Natur - Probleme und die Folgen: Das Kapitel analysiert die Ursachen für den Bestandsrückgang von Bodendenkmalen, insbesondere durch menschliche Eingriffe und zerstörerische Einflüsse durch Baumwurzeln sowie Baumwürfe.

IV. Natur und Denkmal - Zusammenwirken: Hier wird diskutiert, wie durch gezielte Pflege und Bepflanzung der Naturraum nicht als Gefahr, sondern als schützendes Element für das Denkmal genutzt werden kann.

V. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine aktive Pflege und die Einbindung der lokalen Bevölkerung essenzielle Schutzfaktoren für den dauerhaften Erhalt der Megalithgräber darstellen.

Schlüsselwörter

Megalithgrab, Bodendenkmal, Denkmalpflege, Naturraum, Baumbewuchs, Baumsturz, Erosionsschutz, Lüdelsen, Arnkiel-Park, Kleinenkneten, Oldendorfer Totenstatt, Archäologische Ausgrabung, Landschaftsplanung, Kulturerbe, Monitoring.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der natürlichen Umgebung, insbesondere von floralen Einflüssen, auf den Erhaltungszustand von megalithischen Großsteingräbern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Untersuchung von Risiken durch Baum- und Strauchbewuchs, die Folgen von Baumstürzen durch Unwetter sowie die Möglichkeiten einer denkmalgerechten Pflege.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte, bewusste Landschaftsgestaltung und Pflege das Gefährdungspotenzial der Natur minimiert und der Schutz des kulturellen Erbes optimiert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer vergleichenden Analyse von Fallbeispielen vor Ort, unterstützt durch Dokumentationen, Grabungsberichte und eine Auswertung relevanter denkmalpflegerischer Leitlinien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bestandsaufnahme verschiedener Fundplätze und eine anschließende fachliche Diskussion über die Problemfelder (Wurzeln, Tierbauten) und Lösungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Megalithgrab, Bodendenkmal, Denkmalpflege, Erosionsschutz, Baumbewuchs sowie das Konzept der Standortpflege.

Welche Bedeutung hat der Orkan "Christian" für die untersuchten Denkmale?

Der Orkan verursachte massive Baumwürfe, die insbesondere im Arnkiel-Park zu gravierenden physischen Zerstörungen an den historischen Grabanlagen führten.

Warum ist die lokale Einbindung der Bevölkerung laut Autor wichtig?

Die Einbindung stärkt das Identitätsgefühl und das Verständnis für die Geschichte, was zu einer aktiven, eigenverantwortlichen Pflege der Denkmale durch lokale Gruppen führt.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Natur und Megalithgrab. Gefährung des Megalithenbestandes durch direkte und indirekte florale Einflüsse am Denkmal sowie der unmittelbaren Umgebung
Subtítulo
Probleme und Lösungsansätze
Universidad
Anhalt University of Applied Sciences  (Architektur/Denkmalpflege)
Curso
Denkmal und Natur - Methodologie der Denkmalpflege I
Calificación
1,3
Autor
Marco Chiriaco (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
23
No. de catálogo
V317146
ISBN (Ebook)
9783668172531
ISBN (Libro)
9783668172548
Idioma
Alemán
Etiqueta
natur megalithgrab gefährung megalithenbestandes einflüsse denkmal umgebung probleme lösungsansätze
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marco Chiriaco (Autor), 2014, Natur und Megalithgrab. Gefährung des Megalithenbestandes durch direkte und indirekte florale Einflüsse am Denkmal sowie der unmittelbaren Umgebung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317146
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