Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Psychologie - Psychosociologie

Effekte von Furchtappellen und Stimmungen in Beratungssituationen

Titre: Effekte von Furchtappellen und Stimmungen in Beratungssituationen

Dossier / Travail de Séminaire , 2015 , 29 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Martina Truong (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Studie beschäftigt sich mit der Untersuchung von möglichen Effekten von Angstzuständen auf das Annehmen von Ratschlägen. Es wird davon ausgegangen, dass diese Effekte über den Mediator Motivation vermittelt werden. Für die Untersuchung wird ein Feldexperiment an einer Berufsschule durchgeführt, bei denen Raucher*innen einen furchterregenden Film anschauen, der die Gefahren von Zigarettenkonsum auffährt. Danach bekommen sie die Gelegenheit, in einer Beratung über ihre Suchtprobleme zu reden und erhalten darüber hinaus Hinweise, durch welche Schritte das Erreichen eines rauchfreien Lebens ermöglicht wird.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Versuchspersonen innerhalb eines unmittelbaren Angstzustandes eher motiviert sind, Ratschläge anzunehmen als innerhalb eines emotional neutralen Zustands. Diese Befunde könnten eine praktische Implikation für die Prävention von Krebs sein. Ebenso wurde untersucht, inwiefern ein Beratungsgespräch die Stimmung der Versuchsperson nach der Angstinduktion wieder verbessern kann. Es ist durchaus effektiv in Gesundheitskampagnen mit Furchtappellen zu arbeiten, jedoch sind zusätzliche Beratungsgespräche und Hilfsangebote für einen Erhalt der Motivation unerlässlich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund und Hypothesen

2.1. Forschungsüberblick

2.2 Das „Elaboration Likelihood Model of Persuasion“

2.3. Das „Extended Parallel Process Model“

2.4. Die Theorie der Selbstwerterhöhung und des Selbstwertschutzes

3. Daten und Methoden

3.1. Versuchsaufbau und Durchführung

3.2. Operationalisierung

3.3. Analyseverfahren und Ergebnisse

3.4. Mögliche Probleme

4. Fazit und Diskussion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht den Einfluss von Angstzuständen auf die Bereitschaft von Individuen, Ratschläge zur Verhaltensänderung anzunehmen, wobei die Motivation als vermittelnder Faktor fungiert. Ziel ist es zu analysieren, ob Furchtappelle in Verbindung mit Beratungsgesprächen effektiv sind, um das Rauchverhalten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen positiv zu beeinflussen und das psychische Wohlbefinden durch eine Steigerung des Selbstwertgefühls zu fördern.

  • Wirkung von Furchtappellen auf die Verhaltensänderung
  • Die Rolle der Motivation als Mediator bei der Ratschlagannahme
  • Einfluss von Beratungsgesprächen auf die Stimmung und das Selbstwertgefühl
  • Anwendung des „Elaboration Likelihood Model“ und des „Extended Parallel Process Model“
  • Methodische Durchführung eines Feldexperiments in einer Berufsschule

Auszug aus dem Buch

2. Theoretischer Hintergrund und Hypothesen

In der Gesundheitskommunikation werden oft persuasive Strategien genutzt, um die Zielgruppe davon zu überzeugen, ihr Verhalten zu ändern. Daher erscheinen persuasive Strategien wie Furchtappelle auch in Anti-Rauchkampagnen. Nach Witte (1992) werden solche Furchtappelle genutzt, um Menschen von negativen Konsequenzen abzuschrecken. Ebenso werden diese verwendet, um die Zielgruppe dazu zu motivieren, ihr Verhalten zu ändern. Viele Anti-Rauchkampagnen benutzen Schockbilder wie schwarze Lungen oder Kehlkopfentzündungen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dabei werden interne kognitive Prozesse angeregt (Witte, 1992).

Eine Studie von Leventhal, Watts und Pagano (1967) lieferte bereits empirische Evidenz für die Effektivität von Furchteffekten. Das Experiment wurde dabei mit 129 Studierenden der Universität Yale/USA durchgeführt, die alle Raucher waren. Ihnen wurden zwei Versionen eines Films über die negativen Konsequenzen des Rauchens vorgeführt. Dabei wurde der Furcht-Stimulus so manipuliert, dass er in der ersten Version einen mittelmäßigen Wert, in der zweiten Version einen hohen Wert erreichte. Der ersten Gruppe – diejenige, die den Film mit einem mittelmäßigen Furcht-Stimulus-Wert sah, wurde erlaubt, während des Films zu rauchen. Der mittelmäßig angsteinflößende Film berichtete über die Gefahren von Rauchen. In ihm wurde gezeigt, wie Teer durch den Zigarettenrauch in die Lungen gerät (Leventhal, Watts & Pagano, 1967). Die zweite Gruppe sah die Filmversion mit einem hohen Angst Stimulus–Wert, in welchem eine reale Lungenoperation, eines an Krebs erkrankten Rauchers, gezeigt wurde. Danach wurde der einen Hälfte der Versuchspersonen die Anweisung gegeben mit dem Rauchen aufzuhören, der anderen nicht (Leventhal, Watts & Pagano, 1967). Die Kontrollgruppe erhielt währenddessen nur Anweisungen, wie sie mit dem Rauchen aufhören könnten, ohne einen Film gesehen zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die gesundheitlichen Folgen des Rauchens und stellt die Forschungsfrage, wie Angst die Ratschlagannahme beeinflusst und Beratungsgespräche die Stimmung verbessern können.

2. Theoretischer Hintergrund und Hypothesen: Es werden zentrale Modelle wie das Elaboration Likelihood Model, das Extended Parallel Process Model sowie Theorien zum Selbstwertschutz vorgestellt und daraus zwei Haupthypothesen für die Untersuchung abgeleitet.

3. Daten und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das Design des Feldexperiments an einer Berufsschule, die Stichprobenauswahl, die Messinstrumente sowie die statistischen Verfahren zur Überprüfung der Hypothesen.

4. Fazit und Diskussion: Die Ergebnisse bestätigen die Hypothesen, diskutieren jedoch auch methodische Einschränkungen wie die Kurzzeitwirkung und potenzielle Störvariablen im Feldexperiment.

Schlüsselwörter

Rauchen, Gesundheitskommunikation, Furchtappelle, Angst, Motivation, Ratschlagannahme, Beratungsgespräch, Elaboration Likelihood Model, Extended Parallel Process Model, Selbstwertgefühl, Selbstwertschutz, Feldexperiment, Prävention, Verhaltensänderung, Stimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Angstzustände die Bereitschaft von Rauchern beeinflussen, Ratschläge zur Verhaltensänderung anzunehmen, und welche Rolle Beratungsgespräche bei der Stimmungsverbesserung spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Schwerpunkte liegen auf Gesundheitskommunikation, der Wirksamkeit von Furchtappellen, kognitiven Prozessen bei Einstellungsänderungen und dem Einfluss von Beratungskontexten auf den Selbstwert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwieweit kann Angst die Ratschlagannahme eines Individuums beeinflussen und wie kann eine Beratung die Stimmung des Ratsuchenden verbessern?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein Feldexperiment als Aufklärungskampagne an einer Berufsschule durchgeführt, wobei Daten mittels vier aufeinanderfolgender Fragebögen erhoben und statistisch analysiert wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen inklusive einschlägiger Modelle, die detaillierte Beschreibung des Versuchsaufbaus und der Operationalisierung sowie die Darstellung der statistischen Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Furchtappelle, Motivation, Ratschlagannahme, Extended Parallel Process Model und Selbstwertgefühl.

Wie unterscheidet sich die Versuchsgruppe von der Kontrollgruppe im Experiment?

Die Versuchsgruppe sah einen realistischen, Furcht erregenden Film über die Folgen von Rauchen, während die Kontrollgruppe denselben Inhalt als unrealistische Cartoon-Version sah, um einen neutralen Reiz zu erzeugen.

Welche Rolle spielt die Motivation im Modell der Arbeit?

Die Motivation dient als Mediator-Variable; sie vermittelt den Effekt zwischen der induzierten Angst und der tatsächlichen Ratschlagannahme.

Wie wird das Ergebnis der Ratschlagannahme gemessen?

Zur Messung wird das „Weight of Advice“-Modell (WOA) verwendet, das den Grad der Nutzung von Ratschlägen durch die Differenz zwischen Initial- und Finalschätzung bestimmt.

Fin de l'extrait de 29 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Effekte von Furchtappellen und Stimmungen in Beratungssituationen
Université
University of Mannheim
Cours
Beratungssituationen aus Sicht der Sozialpsychologie
Note
1,0
Auteur
Martina Truong (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
29
N° de catalogue
V317271
ISBN (ebook)
9783668163140
ISBN (Livre)
9783668163157
Langue
allemand
mots-clé
Furcht Ratschlag Elaboration Likelihood Model of Persuasion Extended Parallel Process Model Appelle Selbstwerterhöhung Selbstwertschutz Rauchen Zigaretten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Martina Truong (Auteur), 2015, Effekte von Furchtappellen und Stimmungen in Beratungssituationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317271
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint