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Zwischen Neutralität und Nationalsozialismus. Schweden im Zweiten Weltkrieg

Título: Zwischen Neutralität und Nationalsozialismus. Schweden im Zweiten Weltkrieg

Trabajo Escrito , 2009 , 14 Páginas

Autor:in: Nadine Schimmelpfennig (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Im Folgenden soll die Stellung Schwedens im Spannungsfeld zwischen Neutralität und nationalsozialistischer Ideologie während des Zweiten Weltkriegs kritisch betrachtet werden. In meiner Arbeit habe ich mich vor allem auf nationalsozialistische Zeugnisse im Zweiten Weltkrieg konzentriert, weniger um detaillierte Geschehnisse in den gesamten Kriegsjahren, um die Frage klären zu können, ob es neben der offiziellen Neutralität Schwedens doch auch rechtsgerichtete Handlungen gab. Besonderes Augenmerk hierbei ist die Flüchtlingspolitik, da diese im besonderen Maße zeigt, wie ein Staat gegenüber anderen Nationalitäten steht.

Die schwedische Neutralität im Zweiten Weltkrieg gilt bis heute als ein stark umstrittenes Thema. Die kritische Aufarbeitung dieses Zeitraumes ist noch immer nicht abgeschlossen.
Ziel der schwedischen Neutralität, war nicht die Neutralität selbst, sondern die Vermeidung eines Kriegseintritts. Schweden ließ auch nie offensive Züge zu erkennen, eine aktive Außenpolitik fand nur in Verbindung mit innenpolitischen Zielen statt. Hierbei ging es um die innere Geschlossenheit von Regierung und Gesellschaft, um ein Ausbleiben eines Angriffes zu garantieren. Jeder potentielle Gegner sollte auf ein politisch geeinigtes Schweden treffen, in dem es keinen Anhaltspunkt zur Kollaboration gab Dieser Vorsatz stellte die schwedische Regierung ab dem Angriff der Sowjetunion auf Finnland im November 1939 auf eine harte Probe.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Schweden in den Dreißiger Jahren

3. Schwedens Neutralität

3.1 Schwedisch – Deutsche Verhältnisse

3.2 Militär vs. Regierung

3.3 Verteidigungsbereitschaft in Schweden

4. Sverige: Ein Exilland

4.1 Flüchtlingspolitik

4.1.1 Ausländergesetze

4.1.2 Argumente der Flüchtlingsfrage

4.2 Flüchtlingshilfe

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle Schwedens während des Zweiten Weltkriegs unter dem Aspekt der offiziellen Neutralität. Dabei wird insbesondere hinterfragt, inwieweit diese Neutralitätspolitik einer kritischen Überprüfung standhält, wenn man innenpolitische Strömungen sowie die restriktive Flüchtlingspolitik des Landes in den Kontext der damaligen Zeit einordnet.

  • Die schwedische Neutralitätspolitik im Zweiten Weltkrieg.
  • Das Spannungsfeld zwischen schwedischer Regierung und Militär.
  • Die schwedische Flüchtlingspolitik gegenüber Verfolgten des NS-Regimes.
  • Die Rolle von Hilfskomitees und zivilgesellschaftlichem Engagement.
  • Die Diskrepanz zwischen öffentlicher Wahrnehmung und staatlichem Handeln.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Ausländergesetze

Die allgewaltige Behörde, die über Abweisungen und Abschiebungen von Flüchtlingen, über Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen, über Inhaftierung und Internierung bestimmte, demnach auch das Schicksal der Exilierten in der Hand hielt, war das unbeliebte Sozialamt – bei Betroffenen wie auch gleichermaßen bei Flüchtlingsfreunden. Der Ausländerausschuss sollte laut dem Ausländergesetz von 1937 im Sinne der Emigranten als Kontrollbehörde gegenüber dem Sozialamt dienen, ließ den Beamten des Sozialamtes jedoch in der Praxis völlig freie Hand. Genauso auch der Regierung, besonders nach Beginn des zweiten Weltkrieges. Denn von da an kam ein verhängnisvoller Ausnahmeparagraph ins Spiel, welcher beispielsweise das Beschwerderecht der Flüchtlinge gegen Beschlüsse des Sozialamtes aufhob. Die besondere Bedeutung dieses Paragraphen bestand darin, dass die praktische Ausländerpolitik der öffentlichen Kontrolle entzogen wurde durch den Reichstag und dass die Regierung Abstand nahm von ihren eigenen Entscheidungsbefugnissen, indem sie das Schicksal der Flüchtlinge den Beamten überließ.

Im Jahr 1940 traten verschiedene Regelungen in Kraft, gestützt auf den Ausnahmeparagraphen, die besonders für die politischen Emigranten einen Zustand der Rechtsunsicherheit brachten: Ihr Dasein allein konnte im Sinne des Gesetzes ohne große Umstände als eine Gefahr für die Sicherheit des Staates ausgelegt werden. Was folgte, waren zahlreiche geheime Gerichtsverhandlungen, Überwachungen, Internierung und Inhaftierungen, besonders der Kommunisten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor erläutert die Ambivalenz Schwedens zwischen idyllischem Erscheinungsbild und einer weniger aufgearbeiteten historischen Schattenseite im Zweiten Weltkrieg.

2. Schweden in den Dreißiger Jahren: Dieses Kapitel beschreibt den wirtschaftlichen Wandel Schwedens hin zum „Wohlfahrtsstaat“ und die politische Etablierung der Sozialdemokratie.

3. Schwedens Neutralität: Es wird die schwierige Gratwanderung Schwedens zwischen der offiziellen Neutralität und ökonomischen sowie sicherheitspolitischen Abhängigkeiten vom „Dritten Reich“ analysiert.

3.1 Schwedisch – Deutsche Verhältnisse: Der Fokus liegt auf der wirtschaftlichen Bedeutung des schwedischen Eisenerzes für die deutsche Rüstungsindustrie und der damit verbundenen Außenpolitik.

3.2 Militär vs. Regierung: Die innerstaatlichen Spannungen zwischen einer demokratisch orientierten Regierung und konservativ-reaktionären Teilen des Militärs werden beleuchtet.

3.3 Verteidigungsbereitschaft in Schweden: Das Kapitel behandelt die verschiedenen militärischen Strategien und die Rolle von prodeutschen Kräften innerhalb des Offizierskorps.

4. Sverige: Ein Exilland: Der Autor führt in die Thematik der schwedischen Exilpolitik ein, die trotz humanitärer Bekundungen von Vorsicht geprägt war.

4.1 Flüchtlingspolitik: Eine detaillierte Untersuchung der administrativen Hürden und der abweisenden Haltung Schwedens gegenüber Flüchtlingen.

4.1.1 Ausländergesetze: Dieses Kapitel analysiert die bürokratischen Instrumente, wie das Sozialamt und Ausnahmeparagraphen, die eine restriktive Flüchtlingspraxis ermöglichten.

4.1.2 Argumente der Flüchtlingsfrage: Es werden die offiziellen Begründungen für die Abwehrhaltung, insbesondere die Situation auf dem Arbeitsmarkt, kritisch hinterfragt.

4.2 Flüchtlingshilfe: Der Text würdigt die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Organisationen und Hilfskomitees bei der Unterstützung von Flüchtlingen.

5. Fazit: Der Autor resümiert, dass die schwedische Neutralität im Zweiten Weltkrieg eher eine Fassade war, um eine Beteiligung am Krieg und die damit verbundene Verantwortung zu vermeiden.

Schlüsselwörter

Schweden, Neutralität, Zweiter Weltkrieg, Flüchtlingspolitik, Sozialdemokratie, Drittes Reich, Wohlfahrtsstaat, Ausländergesetz, Nationalsozialismus, Exil, Militär, Menschenrechte, Geschichte, Flüchtlingshilfe, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historische Rolle Schwedens während des Zweiten Weltkriegs, insbesondere die offizielle Politik der Neutralität im Vergleich zum tatsächlichen Handeln des Staates.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der sicherheitspolitischen Lage Schwedens, der Rolle des Militärs, der restriktiven Flüchtlingsgesetzgebung und dem humanitären Engagement privater Helfer.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Kernfrage ist, ob Schweden angesichts der politischen Umstände und der eigenen Handlungen während des Krieges tatsächlich als neutral bezeichnet werden kann.

Welche methodische Herangehensweise wird gewählt?

Der Autor führt eine historische Analyse anhand von Quellenmaterial und Literatur durch, um die Diskrepanz zwischen offizieller Rhetorik und realer Politik aufzuzeigen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die deutsch-schwedischen Beziehungen, die inneren Konflikte zwischen Militär und Regierung sowie die bürokratischen Barrieren der Flüchtlingsaufnahme.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Typische Begriffe sind Neutralität, schwedische Flüchtlingspolitik, Nationalsozialismus, Wohlfahrtsstaat und historische Aufarbeitung.

Warum galt das Sozialamt als „unbeliebt“?

Das Sozialamt trug die volle Verantwortung für Abweisungen und Internierungen von Flüchtlingen, wobei der Handlungsspielraum der Beamten durch Gesetze oft zu Lasten der Schutzsuchenden ausgelegt wurde.

Welche Bedeutung hatte der „Ausnahmeparagraph“?

Dieser Paragraph entzog die praktische Flüchtlingspolitik der parlamentarischen Kontrolle und ermöglichte es den Behörden, das Beschwerderecht von Flüchtlingen faktisch auszusetzen.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Zwischen Neutralität und Nationalsozialismus. Schweden im Zweiten Weltkrieg
Autor
Nadine Schimmelpfennig (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
14
No. de catálogo
V317345
ISBN (Ebook)
9783668176249
ISBN (Libro)
9783668176256
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schweden Neutralität Zweiter Weltkrieg Kriegseintritt Nationalsozialismus NS-Ideologie Kriegsjahre
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Schimmelpfennig (Autor), 2009, Zwischen Neutralität und Nationalsozialismus. Schweden im Zweiten Weltkrieg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317345
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