Ziel der Arbeit ist es, wissenschaftlich fundiert die Chancen und Risiken von TTIP in Bezug auf geografisch geschützte Herkunftsangaben zu durchleuchten sowie die Chancen und Risiken für KMUs darzustellen, welche sich für die Unternehmen aus dem Abkommen ergeben.
In Kapitel 2 und 3 werden zunächst die Begrifflichkeiten TTIP und Geoschutz erläutert. In Kapitel 4 folgt sodann eine kurze Darstellung von TTIP und dem Geoschutz im Vergleich. Kapitel 5 stellt die Chancen und Risiken für KMUs in Bezug auf den Geoschutz dar und schließt in Kapiteln 6 ab mit Empfehlungen und Implikationen für Forschung und Praxis.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP
2.1 Definition und Verhandlungsbestandteile von TTIP
2.2 Öffentliche Kritikpunkte an TTIP
2.3 Erwartete Vorteile durch TTIP
3 Geografische Herkunftsangaben
3.1 Rechtsgrundlagen und Beschreibung
3.2 Nutzungshäufigkeiten
4 TTIP Versus Geoschutz
4.1 Ökonomische Bedeutung von TTIP
4.2 Ökonomische Bedeutung von TTIP für die deutsche Ernährungswirtschaft
4.3 Ökonomische Bedeutung des Geoschutzes
4.4 Differenzierung von Markenschutz und Zulassungsverfahren
4.5 Geoschutz als Verhandlungsbestandteil bei TTIP
5 Kritische Analyse der Chancen und Risiken von TTIP für KMUs in Bezug auf Geoschutz
5.1 Chancen für KMUs und den Geoschutz
5.1.1 Außenhandel der KMUs nimmt zu
5.1.2 Wettbewerbsvorteile für geografisch geschützte Produkte nehmen zu
5.2 Risiken für KMUs und den Geoschutz
5.2.1 Die KMUs der Ernährungswirtschaft bleiben auf der Strecke
5.2.2 Geoschutz wird aufgehoben
5.2.3 Geschützte Spezialitäten aus der ganzen Welt
5.2.4 Geografisch geschützte Angaben mit Rohstoffen aus Übersee
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
6.1 Zusammenfassung
6.2 Fazit und Implikationen für Praxis und Forschung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die potenziellen Auswirkungen des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) auf den Schutz geografischer Herkunftsangaben sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) in der deutschen Ernährungswirtschaft.
- Grundlagen des Transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP)
- Systematik und ökonomische Bedeutung geografischer Herkunftsangaben
- Vergleich der Schutzsysteme und Handelshemmnisse zwischen EU und USA
- Analyse der Marktentwicklungschancen für KMUs durch TTIP
- Risikobewertung hinsichtlich Produktauthentizität und Wettbewerbsfähigkeit
Auszug aus dem Buch
Geoschutz als Verhandlungsbestandteil bei TTIP
Teil 3 der auf der Website der EU-Kommission veröffentlichten Positionspapiere sind dem geistigen Eigentum um den geografischen Herkunftsangaben gewidmet. Aus dem Factsheet lässt sich entnehmen, dass zum Schutz des geistigen Eigentums neben den geografischen Herkunftsangaben auch Copyright-Aspekte Patente, Marken und Designs wichtige Verhandlungsbestandteile darstellen (EU-Kommission 2015). Auch die USA haben eine Reihe von Verhandlungsbestandteilen rund um den Schutz des geistigen Eigentums auferlegt, welche sich laut Factsheet der EU-Kommission in vielen Argumenten decken (EU-Kommission 2015). In Bezug auf den Geoschutz möchte die EU einen geeigneten Weg finden, den Schutz geografisch geschützter Produkte auf einem hohen Level zu gewährleisten. Hier sollen auch administrative Wege gegen den Missbrauch eingeschlossen werden. Dies soll in Zusammenhang mit einer Liste geschehen, auf der alle geschützte Produkte aufgelistet sind (EU-Kommission 2015 I).
Nicht nur in Zusammenhang mit TTIP spielt der Geoschutz eine große Rolle. Ziel der EU-Kommission ist es, diese international noch besser zu schützen (EU-Kommission 2015 III). Im Freihandelsabkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement), welches von 2009 bis September 2014 unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelt wurde, ist in Bezug auf Herkunftsangaben verhandelt worden, dass von der EU geschützte Lebensmittel auch in TTIP auf vergleichbare Niveau geschützt werden (Deutscher Bundestag 2015, S. 2). So erfolgen bei CETA besonderen Schutz für geografisch geschützte Angaben. Auch Neueintragungen können hinzugefügt werden (Europäische Kommission 2014, S. 14).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der TTIP-Verhandlungen und die Relevanz des Schutzes geografischer Herkunftsangaben für KMUs.
2 Das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP: Erläuterung der Definition, der Verhandlungsziele sowie der öffentlichen Kritikpunkte und ökonomischen Vorteile durch TTIP.
3 Geografische Herkunftsangaben: Darlegung der rechtlichen Grundlagen der Schutzkonzepte sowie eine Analyse der Nutzungshäufigkeiten von geografischen Herkunftsangaben.
4 TTIP Versus Geoschutz: Analyse der ökonomischen Bedeutung von TTIP, dem Geoschutz und dem Vergleich der unterschiedlichen Zulassungsverfahren zwischen EU und USA.
5 Kritische Analyse der Chancen und Risiken von TTIP für KMUs in Bezug auf Geoschutz: Untersuchung der Wachstumschancen durch Außenhandel versus der Gefahren für Wettbewerbsvorteile und Markenidentität.
6 Zusammenfassung und Schlussfolgerungen: Synthese der Forschungsergebnisse und Ableitung von Implikationen für die Praxis und weiterführende Forschung.
Schlüsselwörter
TTIP, Freihandelsabkommen, Geografische Herkunftsangaben, Geoschutz, KMU, Ernährungswirtschaft, Handelshemmnisse, geistiges Eigentum, EU-Standard, Export, Wettbewerbsvorteile, Lebensmittelrecht, Marktöffnung, Produktauthentizität, Verbraucherschutz
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP auf den Schutz geografischer Herkunftsangaben sowie die Konsequenzen für kleine und mittelständische Unternehmen der deutschen Ernährungswirtschaft.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der TTIP-Handelsbarrieren, den rechtlichen Rahmenbedingungen für geografische Herkunftsangaben und der wirtschaftlichen Relevanz dieser Schutzzeichen für europäische Produzenten.
Was ist das primäre Forschungsziel?
Ziel ist die wissenschaftlich fundierte Darstellung der Chancen und Risiken, die sich für KMUs durch TTIP im Hinblick auf ihre differenzierenden Produkte mit geografischer Herkunftsangabe ergeben.
Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Studien, Positionspapiere der EU-Kommission, Statistiken der DOOR-Datenbank sowie wirtschaftswissenschaftliche Gutachten zu Außenhandelsstrukturen.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil wird der direkte Vergleich zwischen den Handelsprinzipien von EU und USA gezogen und eine detaillierte Risiko-Chancen-Abwägung für den speziellen Sektor der geschützten Spezialitäten vorgenommen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Zentrale Begriffe sind TTIP, Geoschutz, KMU, Außenhandel, Handelshemmnisse, Lebensmittelrecht und Wettbewerbsvorteile.
Wie unterscheidet sich das Zulassungsverfahren in den USA von dem in der EU?
Während die EU das Vorsorgeprinzip anwendet, das eine vorherige Zulassung von Produkten vorschreibt, basiert das US-System auf dem Nachsorgeprinzip, bei dem Produkte erst bei nachgewiesener Schädlichkeit verboten werden.
Warum wird befürchtet, dass KMUs bei TTIP das Nachsehen haben könnten?
Es besteht das Risiko, dass Großkonzerne aufgrund ihrer Ressourcen besser in der Lage sind, komplexe internationale Handelsanforderungen zu erfüllen, während KMUs unter hohen Transaktionskosten leiden und ihre Wettbewerbsvorteile durch den Verlust von Exklusivität schwinden könnten.
- Citar trabajo
- Marion Hofmeier (Autor), 2015, TTIP und die möglichen Folgen für den Geoschutz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317440