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Die Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft nach dem Zerfall der Sowjetunion

Titre: Die Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft nach dem Zerfall der Sowjetunion

Exposé (Elaboration) , 2014 , 11 Pages

Autor:in: Deimante Mercaityte (Auteur)

Politique - Région: Europe de l'Est
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Eine aktive Zivilgesellschaft ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Demokratie und ein Beweis für eine auf das Wohl der Bürger orientierte Regierung. Wenn man die zahlreichen kritischen Berichte über Menschenrechtsverletzungen durch den russischen Staat in den westlichen Medien betrachtet und analysiert, stellt sich die Frage, wie der Begriff Zivilgesellschaft in Russland verstanden wird. Gibt es eine Zivilgesellschaft in Russland überhaupt?

In dieser Referatsausarbeitung möchte ich eine kurze Zusammenfassung des Themas „Die Entwicklung der Zivilgesellschaft in Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion“ präsentieren. Zuerst gehe ich auf die Definition und die wichtigen Akteure der Zivilgesellschaft ein und beschreibe im Anschluss die gesellschaftliche sowie die politische Lage der Zivilgesellschaft während der Ära der Sowjetunion. Nach dem Einblick in den historischen Hintergrund betrachte ich die Entwicklung der Zivilgesellschaft unter der Präsidentschaft Boris Jelzins, dem ersten Präsidenten Russlands nach dem Zerfall der Sowjetunion. Zu seiner Amtszeit befand sich das Land in einer wirtschaftlichen Krise. Abschließend beschreibe ich die wichtigsten gesetzlichen Veränderungen in Bezug auf die Akteure und die Arbeit der Zivilgesellschaft nach der Machtübernahme von Wladimir Putin im Jahr 2000.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zivilgesellschaft: Begriffserklärung und die wichtigen Akteure

3. Historischer Hintergrund: Zivilgesellschaft während der Sowjetunion

4. Verlauf der Entwicklung der Zivilgesellschaft in Russland

4.1. Erste Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion

4.2. Putins Amtszeit

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, mit dem Ziel, die strukturellen Veränderungen und politischen Einflussnahmen auf nichtstaatliche Akteure aufzuzeigen und die Frage zu klären, wie sich staatliche Kontrolle und gesellschaftliches Engagement in diesem Transformationsprozess zueinander verhalten haben.

  • Definition der Zivilgesellschaft und Identifikation zentraler Akteure
  • Analyse des historischen Einflusses sowjetischer Strukturen auf heutige Bürgerbewegungen
  • Untersuchung der zivilgesellschaftlichen Lage in der Ära Jelzin im Kontext der wirtschaftlichen Krise
  • Evaluation der gesetzlichen Repressionen und Kontrolle unter der Präsidentschaft Wladimir Putins
  • Bewertung des heutigen Potenzials für zivilgesellschaftliches Engagement in Russland

Auszug aus dem Buch

Zivilgesellschaft: Begriffserklärung und die wichtigen Akteure

Was ist eine Zivilgesellschaft oder der sogenannte Dritte Sektor? Nach allgemeinem Verständnis ist die Zivilgesellschaft als sozialer Raum zwischen dem Staat und den Individuen (den Bürgern) zu definieren und spielt eine wichtige Rolle bei der Problemklärung, Meinungsbildung und dem Informationsaustausch zwischen den beiden Sphären. In der Demokratie können Staat und die Zivilgesellschaft nicht getrennt voneinander agieren und die Errichtung der Bedingungen für das friedliche Zusammenleben untereinander und miteinander ist als Hauptaufgabe der erfolgreichen Zusammenarbeit zu sehen. Eine der am häufigsten verwendeten Definitionen von Zivilgesellschaft lautet wiefolgt:

„Die Zivilgesellschaft befindet sich in einer vorstaatlichen oder nichtstaatlichen Handlungssphäre und besteht aus einer Vielzahl pluraler, auf freiwilliger Basis begründeter Organisationen und Assoziationen, die ihre spezifischen normativen und materiellen Interessen artikulieren und autonom organisieren. Sie ist im Zwischenbereich von Privatsphäre und Staat angesiedelt. In ihr artikulierte Zielsetzungen betreffen immer auch die res publica. Akteure der Zivilgesellschaft sind damit in die Politik involviert, ohne jedoch nach staatlichen Ämtern zu streben. Entsprechend sind Gruppen, die ausschließlich private Ziele verfolgen (...) ebenso wenig Teil der Zivilgesellschaft wie politische Parteien, Parlamente oder staatliche Verwaltungen. Die Zivilgesellschaft (...) [stellt] ein Sammelbecken höchst unterschiedlicher Akteure [dar], die allerdings einen bestimmten Minimalkonsens teilen. Dieser beruht im Kern auf der Anerkennung des Anderen (Toleranz) und der Fairness. Ausgeschlossen ist die Anwendung physischer Gewalt." (Merkel/Lauth 1998 gesehen bei Joachim Betz 2005:10)

Wie man sieht, wurden hier neben den Grundprinzipien solcher gesellschaftlichen Einrichtungen wie Toleranz auch die Akteure der Zivilgesellschaft erwähnt, nämlich Organisationen aus freiwillig zusammengeschlossenen Menschen, die kollektiv etwas Gemeinnütziges tun sowie ihre Interessen gegenüber dem Staat vertreten. Zu den wichtigsten Gruppen der zivilgesellschaftlichen Akteure gehören: Nichtregierungsorganisationen (Non-Governmental-Organization, NGOs), Vereine, Verbände und Dachverbände, Stiftungen, Soziale Bewegungen und Bürgerinitiativen, Selbsthilfegruppen, Veteranenverbände, kirchliche Einrichtungen, das Rote Kreuz und etc.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, ob und wie Zivilgesellschaft in Russland existiert, und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit vom historischen Rückblick bis zur Ära Putin.

2. Zivilgesellschaft: Begriffserklärung und die wichtigen Akteure: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Zivilgesellschaft als „Dritten Sektor“ und listet die verschiedenen Akteursgruppen auf, die das Spannungsfeld zwischen Staat und Individuum besetzen.

3. Historischer Hintergrund: Zivilgesellschaft während der Sowjetunion: Der Abschnitt erläutert, wie trotz totalitärer Strukturen im sowjetischen System regimenahe Organisationen existierten und welche Bedeutung die informellen Freiräume, wie das „Tauwetter“, für die spätere Entwicklung hatten.

4. Verlauf der Entwicklung der Zivilgesellschaft in Russland: Hier werden die beiden wesentlichen Phasen der postkommunistischen Ära – Jelzin und Putin – gegenübergestellt und deren unterschiedliche Auswirkungen auf die Autonomie zivilgesellschaftlicher Gruppen beleuchtet.

4.1. Erste Jahre nach dem Zerfall der Sowjetunion: Der Unterpunkt thematisiert die Schwierigkeiten der Zivilgesellschaft in der Übergangsphase, bedingt durch wirtschaftliche Krisen und eine politische Kultur, die von Misstrauen gegenüber staatlichen Institutionen geprägt war.

4.2. Putins Amtszeit: Dieser Teil beschreibt die systematische Unterwerfung des Dritten Sektors unter staatliche Kontrolle durch Gesetzgebungen, die das Vertrauen in NGOs weiter schwächten und deren Handlungsspielraum stark einschränkten.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bilanziert die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre und konstatiert, dass trotz anhaltender Unterdrückung ein Potenzial für Bürgerselbstbestimmung erkennbar ist.

Schlüsselwörter

Zivilgesellschaft, Russland, Post-Sowjetraum, NGOs, Demokratiedefizit, Transformation, politische Kultur, staatliche Kontrolle, Menschenrechte, Repression, Bürgerinitiativen, Dritter Sektor, Partizipation, Autoritarismus, gesellschaftliches Engagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Status der Zivilgesellschaft in Russland nach dem Zerfall der Sowjetunion und untersucht, wie sich die Bedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement in den verschiedenen politischen Phasen verändert haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der begrifflichen Definition der Zivilgesellschaft, der historischen Prägung durch die sowjetische Ära sowie den Auswirkungen der Regierungszeiten von Boris Jelzin und Wladimir Putin auf Nichtregierungsorganisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft unter staatlicher Einflussnahme zu analysieren und zu ergründen, warum sich unabhängige Bürgerbewegungen nur schwer gegen autoritäre Tendenzen behaupten konnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den historischen und politischen Kontext sowie die soziologische Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft auf Basis wissenschaftlicher Quellen und zeitgenössischer Berichte nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Sowjetzeit und eine Analyse der postkommunistischen Ära, wobei insbesondere die rechtliche Einschränkung von NGOs während der Präsidentschaft Putins im Fokus steht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie Zivilgesellschaft, Transformation, staatliche Kontrolle, NGOs, Autoritarismus und das Erbe des Staatssozialismus.

Welche Rolle spielte die sowjetische Vergangenheit für die russische Zivilgesellschaft?

Die sowjetische Ära hinterließ eine politische Kultur der Entfremdung und des Misstrauens, die das Verständnis für autonomes, zivilgesellschaftliches Handeln nach dem Zerfall der UdSSR nachhaltig erschwerte.

Wie hat sich die Wahrnehmung von NGOs unter Putin verändert?

Unter Putin wurden NGOs zunehmend als staatsfeindlich oder durch das Ausland gesteuert stigmatisiert, insbesondere durch Gesetze, die Organisationen mit ausländischer Finanzierung verpflichten, sich als „ausländische Agenten“ zu registrieren.

Gibt es Anzeichen für eine wachsende zivilgesellschaftliche Kraft?

Die Autorin stellt fest, dass trotz systematischer Repressionen ein gewisses Protestpotenzial vorhanden ist, welches sich vor allem in Bereichen des privaten Lebens oder bei konkreten lokalen Interessen äußert, auch wenn es für umfassendere demokratische Forderungen bisher kaum ausreicht.

Was ist das „Tauwetter“ in diesem historischen Kontext?

Das „Tauwetter“ bezeichnet eine Zeit der relativen Lockerung unter Chruschtschow, die den Intellektuellen eine gewisse Belebung der Debattenkultur ermöglichte, ohne den totalitären Grundcharakter des Staates vollständig aufzuheben.

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Résumé des informations

Titre
Die Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft nach dem Zerfall der Sowjetunion
Université
Free University of Berlin
Auteur
Deimante Mercaityte (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
11
N° de catalogue
V317655
ISBN (ebook)
9783668168312
ISBN (Livre)
9783668168329
Langue
allemand
mots-clé
entwicklung zivilgesellschaft zerfall sowjetunion
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Deimante Mercaityte (Auteur), 2014, Die Entwicklung der russischen Zivilgesellschaft nach dem Zerfall der Sowjetunion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317655
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Extrait de  11  pages
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