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Das Niedrigzinsumfeld und sein Gefährdungspotenzial für die Solvabilität der Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland

Deutsche finanz- und versicherungswirtschaftliche Studienreihe Nr. 1

Título: Das Niedrigzinsumfeld und sein Gefährdungspotenzial für die Solvabilität der Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland

Estudio Científico , 2016 , 34 Páginas

Autor:in: Daniel Lange (Autor), Bastian Radewaldt (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Die Studie untersucht die Entwicklung der Solvabilität deutscher Lebensversicherer im Zeitraum von 2008 bis 2014, der insbesondere in den Jahren ab 2011 durch ein ausgeprägtes Niedrigzinsumfeld im Euroraum geprägt ist. Aufgrund dieser seit mehreren Jahren andauernden Niedrigzinsphase fällt es den Lebensversicherungsgesellschaften zunehmend schwerer, die in den Versicherungsverträgen zugesagten Garantieleistungen zu erfüllen und auf herkömmliche Weise eine attraktive Rendite für ihre Kunden zu erwirtschaften. Es besteht daher die Möglichkeit, dass einzelne Unternehmen ihre Eigenmittel einsetzen müssen, um ihren Verpflichtungen nachzukommen und die Erfüllung der zugesagten Garantien zu gewährleisten.

Ziel der Studie ist es deshalb, die Entwicklung der vorhandenen Eigenmittel und der Solvabilitätsspanne führender deutscher Lebensversicherer anhand der Geschäftsberichte im zuvor genannten Zeitraum zu überprüfen. Insbesondere wird dabei untersucht, ob sich die Solvabilitätsquoten (Ist-Solvabilität/Soll-Solvabilität) seit 2008 verschlechtert haben. Ferner soll durch die Fortschreibung gegebenenfalls bestehender Entwicklungstendenzen dieser Solvabilitätsquoten überprüft werden, zu welchen Zeitpunkten bei den einzelnen Lebensversicherungsunternehmen unter sonst gleichen Rahmenbedingungen (ceteris paribus) mit einer Unterschreitung der aufsichtsrechtlich geforderten Eigenmittel zu rechnen ist.

Im Ergebnis zeigt sich, dass bei den meisten beobachteten Unternehmen ein negativer Trend in der Entwicklung der Solvabilitätsquote zu verzeichnen ist. Ferner lässt sich erkennen, dass bei einigen Lebensversicherern unter den vorausgesetzten Modellannahmen bereits in wenigen Jahren mit einer Unterdeckung der Solvabilitätsspanne zu rechnen ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Gang der Untersuchung

2 Solvabilitätsanforderungen für deutsche Lebensversicherer unter Solvency I

2.1 Anforderungen an die Kapitalausstattung

2.2 Aufsichtsrechtliche Folgen im Falle einer (sich andeutenden) Unterdeckung der Solvabilitätsanforderungen

2.3 Solvabilitätskennzahl

3 Entwicklung der Solvabilität deutscher Lebensversicherer

3.1 Regressionsanalyse der Solvabilität führender Lebensversicherungen in Deutschland

3.2 Auswirkungen der Zinszusatzreserve auf die Solvabilitätsquote

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, die Entwicklung der Solvabilität deutscher Lebensversicherungsunternehmen im Zeitraum von 2008 bis 2014 im Kontext des anhaltenden Niedrigzinsumfelds zu untersuchen und auf Basis der Geschäftsberichte Prognosen über die künftige Erfüllung der Solvabilitätsanforderungen zu erstellen.

  • Analyse der regulatorischen Solvabilitätsanforderungen unter Solvency I
  • Empirische Untersuchung der Solvabilitätskennzahlen führender Versicherungsunternehmen
  • Einsatz von Regressionsanalysen zur Trendprognose der Solvabilitätsquote
  • Bewertung des Einflusses der Zinszusatzreserve auf die Finanzkraft
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Garantiezinsbelastung und Solvabilität

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Seit der Finanzkrise in den Jahren ab 2007 ist die Thematik des Niedrigzinsumfelds und dessen Auswirkung auf die deutsche Lebensversicherungswirtschaft vermehrt in den öffentlichen Fokus geraten. Die Lebensversicherung ist – mit einem Anteil von 48,7% der Beiträge – die größte Sparte der deutschen Erstversicherung. Auch deshalb ist die Frage nach den Folgen der Niedrigzinsen für ihre Solvabilität von erheblicher Bedeutung.

Die Niedrigzinsphase, die ihren Ursprung in der Finanzkrise hat, könnte für die Lebensversicherungsbranche zu erheblichen Problemen führen. Auf der einen Seite haben die Lebensversicherer noch immer hohe Garantieverpflichtungen im Bestand. Der aktuelle Höchstrechnungszins für das Neugeschäft beträgt zwar nur noch 1,25 %, der Durchschnitt im Bestand 2014 war aber immer noch auf einer Höhe von 3,05 %. Manche Altverträge haben sogar eine Verzinsung von 4 %. Dem gegenüber werden die traditionellen Anlageklassen immer unattraktiver. Immer geringere Renditen könnten dazu führen, dass die versprochenen Garantien am Finanzmarkt nicht mehr erwirtschaftet werden können. Während eine zehnjährige Bundesanleihe im Januar 2010 noch 3,4 % Rendite einbrachte, waren es im Februar 2015 nur noch 0,3 %. Die durchschnittliche Nettoverzinsung ist in 2012 und 2013 zwar wieder gestiegen, dies war aber auf außerordentliche Effekte zurückzuführen. Im Extremfall könnten infolgedessen Eigenmittel aufgebraucht werden, die eigentlich zur Sicherung der Zahlungsverpflichtung für die Zukunft gedacht waren.

Die folgende Ausarbeitung betrachtet die Entwicklung der Solvabilität der Lebensversicherer in Deutschland im Niedrigzinsumfeld. Ziel dieser Arbeit ist es, anhand der Geschäftsberichte zu überprüfen, ob sich die Stabilität, gemessen an der Solvabilitätsquote, im Zeitraum von 2008 bis 2014 verschlechtert hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Niedrigzinsumfelds ein und formuliert die zentrale Problemstellung sowie den Gang der Untersuchung.

2 Solvabilitätsanforderungen für deutsche Lebensversicherer unter Solvency I: Hier werden die regulatorischen Rahmenbedingungen, die Anforderungen an die Kapitalausstattung sowie die aufsichtsrechtlichen Konsequenzen bei Unterdeckung erläutert.

3 Entwicklung der Solvabilität deutscher Lebensversicherer: Das Hauptkapitel präsentiert die Ergebnisse der Regressionsanalyse sowie die Auswirkungen der Zinszusatzreserve auf die Solvabilität der untersuchten Unternehmen.

4 Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung unter den gewählten Modellannahmen.

Schlüsselwörter

Niedrigzinsumfeld, Solvabilität, Lebensversicherung, Solvabilitätsquote, Solvabilitätsspanne, Eigenmittel, Regressionsanalyse, Garantiezins, Zinszusatzreserve, Solvency I, Kapitalausstattung, BaFin, Finanzkrise, Versicherungsaufsicht, Deckungsrückstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des seit 2008 anhaltenden Niedrigzinsumfelds auf die finanzielle Stabilität und die Solvabilität deutscher Lebensversicherungsunternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den regulatorischen Kapitalanforderungen nach Solvency I, der Analyse von Solvabilitätskennzahlen und der Wirkung der Zinszusatzreserve auf die Deckungsrückstellungen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob sich die Solvabilität der führenden deutschen Lebensversicherer im Zeitraum 2008 bis 2014 verschlechtert hat und wann Eigenmittel unter Stressszenarien zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nicht mehr ausreichen könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Studie nutzt eine quantitative Auswertung der Geschäftsberichte von 20 großen Versicherungsunternehmen sowie eine Regressionsanalyse zur Fortschreibung der Trends und Prognose der zukünftigen Solvabilität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der empirischen Analyse der Solvabilitätsdaten, der Identifikation von Trends bei führenden Unternehmen und der Untersuchung, wie spezifische Faktoren wie die Zinszusatzreserve die Solvabilitätsquoten beeinflussen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe sind Solvabilität, Niedrigzinsumfeld, Lebensversicherung, Regressionsanalyse, Eigenmittel und Solvency I.

Warum spielt die Zinszusatzreserve eine so wichtige Rolle in der Untersuchung?

Die Zinszusatzreserve belastet die Zuführung zur freien Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) und erhöht die Deckungsrückstellung, was sich direkt negativ auf die verfügbare Ist-Solvabilität auswirkt.

Wie unterscheidet sich die Situation der verschiedenen untersuchten Lebensversicherer?

Während einige Versicherer eine stabilere Entwicklung zeigen, verdeutlicht die Regressionsanalyse, dass bei mehreren der untersuchten Unternehmen unter den Modellannahmen in den kommenden Jahren eine Unterschreitung der Solvabilitätsgrenzen zu erwarten ist.

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Detalles

Título
Das Niedrigzinsumfeld und sein Gefährdungspotenzial für die Solvabilität der Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland
Subtítulo
Deutsche finanz- und versicherungswirtschaftliche Studienreihe Nr. 1
Autores
Daniel Lange (Autor), Bastian Radewaldt (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
34
No. de catálogo
V318327
ISBN (Ebook)
9783668175280
ISBN (Libro)
9783668175297
Idioma
Alemán
Etiqueta
Niedrigzins Versicherung Lebensversicherung Solvabilität Eigenmittel Deutschland Solvenz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Lange (Autor), Bastian Radewaldt (Autor), 2016, Das Niedrigzinsumfeld und sein Gefährdungspotenzial für die Solvabilität der Lebensversicherungsunternehmen in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318327
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