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Semantik der Farbbezeichnungen. Eine korpusbasierte Vergleichsstudie der französischen Farblexika ‹blanc› und ‹noir›

Titel: Semantik der Farbbezeichnungen. Eine korpusbasierte Vergleichsstudie der französischen Farblexika ‹blanc› und ‹noir›

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 58 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Francesca Cavaliere (Autor:in)

Französische Philologie - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden korpusbasierten Studie soll die semantische Distribution der französischen Farbadjektive blanc und noir untersucht werden. Dies ist insofern relevant, als dass die Bedeutung der Farbadjektive in hohem Maße polysem ist, weshalb ihre konkrete Bedeutung über Kotext und Kontext disambiguiert werden muss.

Zusätzlich nehmen die Farben blanc und noir hier eine gewisse Sonderrolle ein, da sie im eigentlichen Sinn gar keine Farben sind. Aus physikalischer Perspektive absorbiert die Farbe schwarz alle Wellenlängen des Lichts und repräsentiert damit im Grunde die absolute Abwesenheit aller Farben. Weiß hingegen ist gewissermaßen die Summe aller Farben, da es alle Wellenlängen des Lichts bricht. Vom Rest des Farbspektrums abgekoppelt, stehen sie einander ähnlich wie hell und dunkel, Tag und Nacht als Gegensätze gegenüber.

Diese Gegensätzlichkeit spiegelt sich in vielen Kulturen auch in ihrer symbolischen Bedeutung wieder, wo sie oft als „das Gute“ und „das Böse“ gegenübergestellt werden. Es ist folglich interessant zu sehen, in welchen Bedeutungen und Konnotationen blanc und noir im Korpus, der sich aus französischen Pressetexten zusammensetzt, verwendet werden.

Im ersten Teil der Arbeit sollen dafür zunächst verschiedene sprachtheoretische Positionen gegenübergestellt werden, mit deren Hilfe sich die Kategorisierung der Farbbezeichnungen mehr oder weniger gut erklären lassen. Desweiteren soll am Beispiel von blanc und noir verdeutlicht werden, weshalb der Begriff der Farbbezeichnungen nur schwer zu definieren ist.

Ausgehend von den Vorüberlegungen sollen im Kapitel 3 schließlich die Leitfragen der Arbeit formuliert und die Hypothese vorgestellt werden. Punkt 4 ist dem methodologischen Vorgehen der Studie gewidmet. Im Kapitel 5 soll die semantische Distribution von blanc und noir untersucht werden. Dazu sollen neben Wörterbucheinträgen auch die Korpusdaten quantitativ ausgewertet werden. Neben der Gesamtfrequenz von blanc und noir spielen hier auch der prozentuale Anteil der Farbträger, die semantische Varianz und die Konnotationen der Farblexika eine wichtige Rolle. Im Kapitel 6 sollen die wichtigsten Konkordanzen dann in Rückbezug auf den Theorieteil und unter Einbeziehung der im Korpus vorgenommenen Kategorisierungen am konkreten Beispiel diskutiert werden, bevor die wichtigesten Erkenntnisse der Studie in Hinblick auf die Hypothese in der abschließenden Schlussfolgerung noch einmal zusammengefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Legende

2. Einleitung

3. Theoretische Grundlagen

3.1 Sprachtheoretische Positionen zur Kategorisierung der Farblexika

3.2 Definition der Farbbezeichnungen am Beispiel von schwarz und weiß

4. Fragestellung und Hypothese

5. Untersuchungsgegenstand und Methodik

6. Ergebnisse

6.1 Semantische Distribution von <blanc> und <noir> in Wörterbüchern

6.2 Semantische Distribution von <blanc> und <noir> im Korpus

7. Diskussion der Korpusdaten

7.1 Farblesart von blanc“ und „noir“

7.1.1 Kleidung/Stoffe

7.1.2 Menschlicher Körper

7.1.3 Lebensmittel

7.1.4 Blanc und noir ohne expliziten Farbträger

7.2 Die übertragenen Bedeutungen von „blanc“ und „noir“

7.2.1 Noir in der Bedeutung problematisch/schlecht

7.2.2 noir in der Bedeutung „inoffiziel/kriminiell“

7.2.3 Noir als Stilrichtung in der Kunst

7.2.4 <Blanc> in der Bedeutung „unter ungewöhnlichen Bedingungen/anders als sonst“

7.2.5 Blanc in der Bedeutung „unberührt/ unbeschrieben“

7.3 Eigen-und Gattungsnamen mit „blanc“ und „noir“:

8. Schlussfolgerung

9. Bibliographie:

9.1 Primärquellen

9.2 Sekundärquellen

9.3 Elektronische Quellen

10. Anhang: Daten der Korpusuntersuchung

10.1 Korpusdaten <blanc>

10.1.1 <blanc> in der Farblesart

10.1.2 <blanc> in der übertragenen Lesart

10.1.3 <blanc> als Bestandteil von Eigen-und Gattungsnamen

10.2 Korpusdaten <noir>

10.2.1 <noir> in der Farblesart

10.2.2 <noir> in der übertragenen Bedeutung

10.2.3 <noir> als Bestandteil von Eigen- und Gattungsnamen

10.3 Korpusdaten <noir> und <blanc>

10.3.1 <noir> und <blanc> in der Farblesart

10.3.2 <noir> und <blanc> in der übertragenen Lesart

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die semasiologische Analyse der semantischen Distribution der französischen Farbadjektive "blanc" und "noir" auf Basis von Zeitungsnachrichten. Die Forschungsfrage untersucht, inwiefern die Bedeutung dieser polysemen Adjektive durch den jeweiligen Kontext und Farbträger determiniert wird und wie sich ihre Konnotationen unterscheiden.

  • Semantische Polysemie von blanc und noir
  • Einfluss von Kontext und Farbträger auf die Bedeutung
  • Vergleich der Häufigkeit von übertragenen Bedeutungen
  • Konnotationen (positiv, negativ, neutral) der Farbadjektive
  • Untersuchung von Eigen- und Gattungsnamen im sprachlichen Kontext

Auszug aus dem Buch

7.1.1 Kleidung/Stoffe

Am häufigsten wurden die Farbadjektive blanc (11 Blege) und noir (19 Belege) in Verbindung mit dem künstlichen FT Kleidung/Stoffe gebraucht. Bei Betrachtung der Einzelfälle fällt auf, dass blanc in den verschiedensten Kulturen bei feierlichen Anlässen, insbes. religiöser Art verwendet wird. In Beleg [9b] geht es um die Einweihung zweier Kirchenglocken, die ähnlich wie ein zu taufendes Kind in ein weißes Gewand gehüllt wurden. In [4b] ist die weiße Kleidung ein Merkmal der männlichen Pilgerer, während es in [8b] für die traditionellen Gewänder der Roma steht. In [11b] dagegen wird das Aussehen des Nigerischen Präsidenten bei einem offiziellen Staatsbesuch in Frankreich näher beschrieben:

[9b] Ce jubilé sonore de quelques minutes ne ressemblera en rien au baptême fastueux de 1933 où, revêtues d’une robe blanche, elles furent hissées depuis le chœur jusqu’aux clochetons de la façade nord. (La Voix du Nord, 25/10/2013).

[4b]Les pèlerins y arrivaient par la route, par le train ou à pied, les hommes portant un habit composé de deux pièces de tissu blanc (10) non cousues et les femmes entièrement couvertes à l'exception du visage et des mains, comme le veut la tradition (16/10/2013, Le nouvel observateur).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Legende: Erläuterung der verwendeten Abkürzungen, Nummerierungsschemata und farblichen Markierungen in den Korpusdaten.

2. Einleitung: Hinführung zum Thema, Erläuterung der Relevanz der Farbadjektive blanc und noir sowie Vorstellung des methodischen Vorgehens.

3. Theoretische Grundlagen: Gegenüberstellung sprachtheoretischer Positionen zur Kategorisierung von Farblexika und Definition von Farbbezeichnungen am Beispiel von schwarz und weiß.

4. Fragestellung und Hypothese: Formulierung der Forschungsfrage zur semantischen Distribution von noir und blanc sowie Aufstellung zu prüfender Hypothesen.

5. Untersuchungsgegenstand und Methodik: Vorstellung des verwendeten Textkorpus aus französischen Zeitungen und Beschreibung der Vorgehensweise bei der Datenauswertung.

6. Ergebnisse: Analyse des Gebrauchs von blanc und noir in Wörterbüchern und quantitative Auswertung der Korpusdaten.

7. Diskussion der Korpusdaten: Qualitative Diskussion der Ergebnisse unterteilt in Farblesarten, übertragene Bedeutungen sowie Eigen- und Gattungsnamen.

8. Schlussfolgerung: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Verifizierung der Hypothesen auf Basis der erzielten Untersuchungsergebnisse.

9. Bibliographie: Auflistung der im Rahmen der Arbeit verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

10. Anhang: Daten der Korpusuntersuchung: Detaillierte tabellarische Auflistung aller im Korpus identifizierten Belege für <blanc> und <noir>.

Schlüsselwörter

Semantik, Farbbezeichnungen, französische Farbadjektive, Korpuslinguistik, Polysemie, noir, blanc, Farblesart, übertragene Bedeutung, Konnotation, Farbträger, Prototypentheorie, Diskursanalyse, Semasiologie, Farbsymbolik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die semantische Verwendung und Verteilung der französischen Farbadjektive "blanc" und "noir" innerhalb eines Korpus aktueller französischer Pressetexte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen der primären Farblesart (physikalische Farbe) und sekundären übertragenen Bedeutungen sowie die Untersuchung von Konnotationen und deren semantischer Beziehung zueinander.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine semasiologische Analyse der Distribution von "noir" und "blanc", wobei insbesondere geprüft wird, ob "noir" häufiger in übertragenen, negativ konnotierten Bedeutungen auftritt als "blanc".

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine korpusbasierte Vergleichsstudie durchgeführt, die quantitative Datenauswertungen mit einer qualitativen Analyse von Konkordanzen kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Verwendung von blanc und noir bei verschiedenen Farbträgern (Kleidung, Körper, Lebensmittel), in Eigennamen sowie ihre figurativen und idiomatischen Verwendungsweisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Semantik, Farbbezeichnungen, Polysemie, Korpuslinguistik, Konnotation und die Adjektive blanc sowie noir.

Welche Bedeutung hat das "intended coding" nach Wyler in dieser Studie?

Das "intended coding" beschreibt die willkürliche Zuweisung einer Signalbedeutung durch eine Sprachgemeinschaft, was in der Studie hilft, die semantische Funktion von Farben in spezifischen Kontexten zu erklären.

Wie unterscheiden sich die Konnotationen von blanc und noir im Korpus?

Die Untersuchung zeigt, dass "noir" signifikant häufiger negative Assoziationen (problematisch, schlecht, inoffiziell) auslöst, während "blanc" in der Mehrzahl der Fälle neutraler oder positiv konnotiert wird.

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Details

Titel
Semantik der Farbbezeichnungen. Eine korpusbasierte Vergleichsstudie der französischen Farblexika ‹blanc› und ‹noir›
Hochschule
Universität Potsdam  (Romanistik)
Veranstaltung
Analyse von Pressetexten
Note
1,0
Autor
Francesca Cavaliere (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
58
Katalognummer
V319023
ISBN (eBook)
9783668184749
ISBN (Buch)
9783668184756
Sprache
Deutsch
Schlagworte
noir blanc Farbbezeichnungen Korpus Semantik Polysemie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Francesca Cavaliere (Autor:in), 2014, Semantik der Farbbezeichnungen. Eine korpusbasierte Vergleichsstudie der französischen Farblexika ‹blanc› und ‹noir›, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319023
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Leseprobe aus  58  Seiten
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