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HIV und Soziale Arbeit. Möglichkeiten der HIV/AIDS-Prävention im Schulalter

Titel: HIV und Soziale Arbeit. Möglichkeiten der HIV/AIDS-Prävention im Schulalter

Bachelorarbeit , 2015 , 51 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Juliane Butzlaff (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kaum eine Erkrankung hat seit ihrer Entdeckung so viel Aufmerksamkeit in der Gesellschaft erhalten wie AIDS. Nichtsdestotrotz erscheint es nach wie vor so, dass über die Medien hinaus ungern über die Krankheit gesprochen wird. Ein Grund dafür könnte zum einen sein, dass AIDS häufig in gesellschaftlich tabuisierten Bereichen übertragen wird. Dies kann ungeschützten Geschlechtsverkehr oder intravenösen Drogenkonsum betreffen. Oft werden auch Menschen, die sogenannten Randgruppen angehören, mit AIDS in Verbindung gebracht. Beispiele dafür stellen Prostituierte, Drogenabhängige oder Homosexuelle dar. Zum anderem gibt es nach wie vor kein wirksames Heilmittel gegen die Krankheit, was zur Folge hat, dass der Verlauf immer tödlich endet. Demnach haben HIV und AIDS viel mit den Themen Sterben und Tod zu tun. Auch hierüber wird in der Gesellschaft nur äußerst ungern gesprochen. Nicht selten geht diese Tabuisierung aufgrund von Ängsten und Unwissenheit mit Ausgrenzung und Stigmatisierung Betroffener einher, die neben den gesundheitlichen Folgen im besonderen Maße mit psychischen und sozialen Folgen zu kämpfen haben. Obwohl Deutschland im internationalen Vergleich im Hinblick auf die Epidemiologie relativ günstig dasteht, kommt es auch hier zu Lande jedes Jahr zu Neuinfizierungen. Gerade aufgrund des bis heute nicht existierenden Heilmittels gegen die Krankheit scheint Prävention der einzig wirksame Schutz vor einer Infizierung zu sein.

Jugendliche befinden sich in einer Phase, in der die ersten sexuellen Erfahrungen gemacht werden. Verhaltenweisen sind häufig noch nicht ausreichend gefestigt, sondern müssen erst erlernt werden. Dies kann dazu führen, dass es zu riskantem, unbedachtem Verhalten kommt. Ungeschützter Geschlechtsverkehr könnte ein Beispiel für ein solch riskantes Verhalten sein. Es könnte daher äußerst sinnvoll sein, bereits im Schulalter durch die Soziale Arbeit HIV/AIDS-präventive Maßnahmen anzubieten, um vor Neuinfizierungen zu schützen und um Ängste und Vorurteile abzubauen.

Die Autorin der vorliegenden Arbeit möchte dies mit Hilfe von leitfadengestützten Experteninterviews untersuchen. Darüber hinaus sollen grundlegende Aspekte der Krankheit aufgezeigt werden, eine Verbindung zu der Rolle der Sozialen Arbeit hergestellt und ein theoretischer Überblick über HIV/AIDS-Prävention im Schulalter gegeben werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 HIV/AIDS : Theoretische Grundlagen

2.1. HIV und AIDS aus medizinischer Sicht

2.1.1 Übertragungswege des HI-Virus

2.1.2 Krankheitsverlauf

2.1.3 HIV–Tests

2.1.4 Die antiretrovirale Therapie (ART)

2.1.5 Epidemiologische Daten - Weltweite Situation

2.1.6 Epidemiologische Daten - Situation in Deutschland

2.2 HIV/AIDS und die Soziale Arbeit

2.2.1 Herausforderungen der AIDS-Arbeit

2.2.2 Aufträge der AIDS-Arbeit

2.3 Sexualpädagogische AIDS-Prävention im Schulalter

2.3.1 Präventionsbegriff und Präventionsarten

2.3.2 Prävention von HIV und AIDS

2.3.3 Sexualpädagogische Prävention als Aufgabe der Schule

2.3.3.1 Exkurs: Sexualverhalten Jugendlicher in Zeiten von HIV und AIDS

2.3.4 Jugendliche als Zielgruppe HIV/AIDS–präventiver Angebote

3 Zwischenfazit/ Vorstellung der These

4 Empirische Untersuchung

4.1 Methodische Vorgehensweise

4.1.1 Literaturrecherche

4.1.2 Strukturiertes Leitfadeninterview am Beispiel des Experteninterviews

4.1.3 Grenzen und Möglichkeiten qualitativer Interviews

4.1.4 Aufbau und Inhalt des Interviewleitfadens

4.1.5 Auswahl der Interviewpartner

4.1.6 Auswertungsverfahren

4.2 Darstellung und Analyse des erhobenen Materials

5 Diskussion

6 Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Umsetzung von HIV/AIDS-Prävention im Schulalter durch die Soziale Arbeit. Das primäre Forschungsziel besteht darin zu klären, ob durch präventive Maßnahmen bereits während der Schulzeit nicht nur Neuinfektionen verhindert, sondern auch Ängste abgebaut und gesellschaftliche Stigmatisierung gegenüber Betroffenen reduziert werden können.

  • Grundlagen der HIV/AIDS-Epidemiologie und medizinische Aspekte
  • Die Rolle der Sozialen Arbeit als Akteur in der AIDS-Prävention
  • Sexualpädagogik und Präventionskonzepte im schulischen Kontext
  • Empirische Analyse mittels leitfadengestützter Experteninterviews
  • Einfluss von Medien, Internet und familiären Hintergründen auf das Jugendverhalten

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Übertragungswege des HI-Virus

Das HI-Virus kann durch ungeschützten oralen, vaginalen und analen Geschlechtsverkehr, der Gabe von Blut oder Blutderivaten, Transplantationen infizierter Organe, durch eine Schwangerschaft oder über das Stillen des Kindes und durch den Gebrauch von kontaminierten Nadeln und Spritzen, sowie durch Nadelstichverletzungen, offene Hautwunden und Schleimhautkontakte übertragen werden (vgl. HIV – Arbeitskreis Südwest 2003, S.6). Das HI-Virus liegt somit in Sekreten der rektalen Schleimhaut, Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit, Eiter und Muttermilch von Infizierten vor. Im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung des HI-Virus spielen einige Faktoren eine wichtige Rolle. Darunter fallen beispielsweise die Menge und die Dauer des Kontaktes mit der infektiösen Körperflüssigkeit, der Zustand des Immunsystems und die Art und Größe der Eintrittspforte. Als Eintrittspforte gelten offene Wunden, beziehungsweise frische Verletzungen oder eitrige Wunden im Bereich der Haut, sowie der Schleimhäute.

Allerdings kann das Virus durch Schleimhäute von Darm, Scheide, Muttermund und dem vorderen Teil der männlichen Harnröhre auch ohne das Vorhandensein von Verletzungen übertragen werden. Das Risiko einer Infektion wird um ein vielfaches erhöht, wenn gleichzeitig eine weitere sexuell übertragbare Krankheit vorliegt. Die genaue Infektiosität der Körperflüssigkeit ist sehr variabel und feststellbar durch die Viruslast (vgl. Schmidt 2009, S. 15). Wie hoch das tatsächliche Risiko ist, sich mit HIV zu infizieren, hängt demnach im hohem Maße von der Viruslast der infektiösen Körperflüssigkeit ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die fortbestehende Tabuisierung von HIV/AIDS sowie die Notwendigkeit von Prävention im Schulalter als Schutz vor Neuinfektionen.

2 HIV/AIDS : Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert einen medizinischen Überblick, erläutert die Rolle der Sozialen Arbeit und definiert Konzepte der sexualpädagogischen Prävention.

3 Zwischenfazit/ Vorstellung der These: Hier wird der theoretische Rahmen durch eine zentrale These verdichtet, die Soziale Arbeit als notwendiges Instrument der Prävention im Schulalter postuliert.

4 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise bei den Experteninterviews sowie die anschließende Analyse und Darstellung der erhobenen Daten.

5 Diskussion: In der Diskussion werden die Ergebnisse der Interviews kritisch reflektiert, insbesondere hinsichtlich der Repräsentativität und der Rolle des persönlichen Kontakts zu Betroffenen.

6 Fazit / Ausblick: Das Fazit fasst die Relevanz der Arbeit zusammen und betont die Dringlichkeit altersgerechter Präventionsangebote für Jugendliche.

Schlüsselwörter

HIV, AIDS, Soziale Arbeit, Prävention, Sexualpädagogik, Schulalter, Experteninterview, Jugendlichen, Aufklärung, Stigmatisierung, Infektionsschutz, Medienkompetenz, Gesundheitsförderung, Adoleszenz, Risikoverhalten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Sozialen Arbeit bei der HIV/AIDS-Prävention im schulischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben medizinischen Grundlagen der Krankheit stehen sexualpädagogische Ansätze, das Sexualverhalten Jugendlicher und die Bedeutung der Sozialen Arbeit im Vordergrund.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es soll geklärt werden, ob und wie Aufklärung über HIV/AIDS im Schulalter dazu beitragen kann, Neuinfektionen zu vermeiden und Vorurteile gegenüber Betroffenen abzubauen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsmethode, konkret wurden drei leitfadengestützte Experteninterviews durchgeführt.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriearbeit sowie eine empirische Untersuchung, in der Einschätzungen von Experten zu Präventionsangeboten analysiert werden.

Welche Keywords charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind HIV/AIDS, Soziale Arbeit, Prävention, Aufklärung, Jugendsexualität, Stigmatisierung und Sexualpädagogik.

Warum wird speziell das Schulalter als relevant für die Prävention angesehen?

Experten betonen, dass Jugendliche in dieser Phase ein verändertes Sexualverhalten entwickeln und eine gezielte Aufklärung vor dem Eintreten erster sexueller Kontakte essenziell für einen verantwortungsvollen Umgang ist.

Welche Herausforderungen bei der Umsetzung werden im Text genannt?

Herausforderungen sind unter anderem die Tabuisierung in bestimmten Familienkulturen, Schamgefühle bei Schülern sowie ein teilweise fehlendes Bewusstsein der Eltern über die Notwendigkeit früher sexualpädagogischer Arbeit.

Ende der Leseprobe aus 51 Seiten  - nach oben

Details

Titel
HIV und Soziale Arbeit. Möglichkeiten der HIV/AIDS-Prävention im Schulalter
Hochschule
Evangelische Hochschule Berlin
Note
1,7
Autor
Juliane Butzlaff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
51
Katalognummer
V319048
ISBN (eBook)
9783668207233
ISBN (Buch)
9783668207240
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aids HIV
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliane Butzlaff (Autor:in), 2015, HIV und Soziale Arbeit. Möglichkeiten der HIV/AIDS-Prävention im Schulalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319048
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Leseprobe aus  51  Seiten
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