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Wenn die Angst den Schüler am Sprechen hindert. Auf dem Weg zum sensiblen Umgang mit Sprechängsten

Title: Wenn die Angst den Schüler am Sprechen hindert. Auf dem Weg zum sensiblen Umgang mit Sprechängsten

Seminar Paper , 2015 , 23 Pages , Grade: 1,3 (13 Punkte)

Autor:in: Mario-Francisco Zodl (Author)

Education - Reading Instruction
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Die vorliegende Arbeit behandelt den Faktor Angst. Dabei möchte der Autor vor allem darauf abzielen, die Komplexität des Gegenstands Sprache offenzulegen, um so für den Faktor Angst mögliche neue Strategien für Lehrende und Lerner zu entwickeln.

Für die Konzeption der Arbeit dienen folgende Fragestellungen als Orientierung:
1) Was ist (Sprech-)Angst und wie kann sie beim Schüler bestimmt werden?
2) Wenn die (Sprech-)Angst eine natürliche Erscheinung ist, sind mündliche Noten dann nicht etwa unnatürlich?
3) Welche Strategien zur Abschwächung der (Sprech-)Angst existieren bereits?

Für die Beantwortung der Fragen werden insgesamt drei Schritte notwendig sein. Im ersten Schritt wird die psychologische Betrachtungsweise von Angst der psycholinguistischen Betrachtungsweise gegenübergestellt, da meines Erachtens vor allem die psychologische Seite die Sensibilisierung für den hier vorgestellten Faktor erhöhen kann. Das Verständnis für die psychisch-physiologischen Prozesse im Schüler bildet somit eine wesentliche Grundlage im Lehrer-Schüler-Verhältnis. Zukünftige Lehrer sollten sich demnach stärker darauf fokussieren, um so ihre eigenen Reaktionen auf vermeintliche Ich-habe-keine-Lust-Impulse des Schülers einer kritischen Selbstanalyse zu unterwerfen. Aus möglichen Ich-habe-keine-Lust-Impulsen des Schülers werden somit überzeugende Ich-habe-Angst-Impulse.

Im zweiten Schritt erfolgt dann die Einbettung der Angst bzw. Sprechangst in den eigentlichen Rahmen dieser Arbeit, der quantitativ auch überwiegen wird. Wie verhält es sich diesbezüglich also mit der Sprechangst im Fremdsprachenunterricht und existieren hier überhaupt Ursachen, die sich von der gewöhnlichen Sprechangst – also im nicht Fremdsprachenunterricht – tatsächlich unterscheiden? Für die Beantwortung dieser Fragen werden sowohl der derzeitige Forschungsstand als auch die Erklärungsansätze von Schülern herangezogen, um somit einen zweiseitigen Blick zu ermöglichen. Abschließend werden dann schließlich mögliche Strategien vorgestellt, die eine Abschwächung der Sprechangst herbeirufen können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Angst vs. Sprechangst: Von der Psychologie zur Psycholinguistik

2.1 Angst: Eine psychologische Betrachtungsweise

2.2 Sprechangst: Eine psycholinguistische Betrachtungsweise

3 Fremdsprachenangst: Was versteht man darunter?

3.1 Ursachen für die Fremdsprachenangst

3.2 Sprechängste aus der Sicht der Schüler: Mögliche Erklärungen

4 Strategien zur Abschwächung der Sprechangst im Unterricht

4.1 Angstbewältigung

4.2 Bewältigung von Sprechängsten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Bewältigung von Sprechangst im schulischen Kontext, mit einem besonderen Fokus auf den Fremdsprachenunterricht. Ziel ist es, Lehrkräften ein tieferes Verständnis für die psychologischen und psycholinguistischen Ursachen dieser Blockaden zu vermitteln, um sensiblere Unterrichtsstrategien entwickeln zu können.

  • Psychologische Grundlagen der Angst und ihre Übertragung auf den Lernprozess.
  • Differenzierung zwischen allgemeiner Sprechangst und spezifischer Fremdsprachenangst.
  • Analyse der Ursachen für Sprechängste aus der Sicht der Lernenden.
  • Evaluation von Bewältigungsstrategien wie Systematische Desensibilisierung und Skill-Training.

Auszug aus dem Buch

3.2 Sprechängste aus der Sicht der Schüler: Mögliche Erklärungen

Nach Nerlicki/Riemer 2012 lassen sich insgesamt sieben Erklärungsansätze für Sprech ängste bestimmen. Um den Rahmen dieser Arbeit jedoch nicht zu sprengen, werden die von Nerlicki/Riemer gesammelten Ansätze nummerierend aufgezählt. Folgende Ansätze sind gemeint (vgl. Nerlicki/Riemer 2012, 91). :

1. Angst vor möglichen Fehlern

2. Geringes Vertrauen in Bezug auf die eigene Kompetenz

3. Unrealistische Erwartungen

4. Vergleiche mit anderen Lernenden

5. Angst vor Fehlerkorrekturen

6. Angst vor Publikum

7. Angst vor Muttersprachlern

Schaut man sich die insgesamt sieben Ansätze an, scheint die Kategorisierung in die Gruppen personenbezogene Angst – bezogen auf andere, nicht auf einen selbst – und personenunbezogene Angst sinnvoll zu sein; nur eine differenzierte Betrachtungsweise kann nachhaltige Lösungsvorschläge liefern. Für mich gilt bezüglich der Kategorisie rung folgende Einteilung: 1-2 und 4-7 (personenbezogen) und 3 (personenunbezogen). Wieso gerade Punkt zwei zur personenbezogenen Angst gehört, kann wie folgt erklärt werden: Das geringe Vertrauen in Bezug auf die eigene Kompetenz kann die Angst nicht auslösen, so meine eigene Hypothese, wenn der kompetitive Rahmen dafür fehlt. Der kompetitive Rahmen, von dem hier die Rede ist, schafft stets den Blick für den Nächsten, weshalb diese Form der Angst personenbezogen ist. Ein geringes Vertrauen in Bezug auf die eigene Kompetenz kann demnach nicht entstehen, wenn Punkt vier, also der Vergleich, fehlen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Notwendigkeit einer Sensibilisierung für Sprechängste bei Schülern in einer zunehmend globalisierten Gesellschaft.

2 Angst vs. Sprechangst: Von der Psychologie zur Psycholinguistik: Dieses Kapitel stellt die psychologischen Grundlagen von Angst der psycholinguistischen Perspektive gegenüber, um ein tieferes Verständnis für das Phänomen zu entwickeln.

3 Fremdsprachenangst: Was versteht man darunter?: Der Fokus liegt hier auf der Kontextualisierung von Angst im Fremdsprachenunterricht und der Identifikation spezifischer Ursachen für diese Form der Angst.

4 Strategien zur Abschwächung der Sprechangst im Unterricht: Hier werden bewährte Methoden wie die Systematische Desensibilisierung und Rhetorik-Trainings im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit im Klassenzimmer diskutiert.

5 Fazit: Das Fazit resümiert die Arbeit und betont die Wichtigkeit einer non-kompetitiven Lernatmosphäre zur Minderung von Sprechblockaden.

Schlüsselwörter

Sprechangst, Fremdsprachenangst, Angstbewältigung, psycholinguistische Betrachtungsweise, Schulleistung, Sprechblockaden, systematisches Skill-Training, Systematische Desensibilisierung, Lehr-Lern-Prozess, Klassenraum-Atmosphäre, Kommunikation, Fehlertoleranz, Leistungsdruck, pädagogische Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Sprechangst bei Schülern und erforscht, wie Lehrkräfte durch psychologisches Wissen und geeignete Strategien zu einem sensibleren Umgang mit Betroffenen beitragen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die psychologischen Ursachen von Angst, die psycholinguistischen Besonderheiten der Sprechangst im Fremdsprachenunterricht sowie verschiedene therapeutische und didaktische Strategien zu deren Bewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität der Sprechangst aufzudecken, um Lehrkräften fundierte Ansätze für eine angstreduzierende Unterrichtsgestaltung an die Hand zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Gegenüberstellung psychologischer und psycholinguistischer Forschungsansätze sowie eine Analyse existierender Bewältigungsstrategien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Angst vs. Sprechangst), die Analyse der Ursachen von Fremdsprachenangst und die Evaluation praktischer Strategien wie des Skill-Trainings nach Seidenstücker.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Fremdsprachenangst, Sprechblockaden, Angstbewältigung und die Systematische Desensibilisierung charakterisiert.

Warum ist laut Autor die Atmosphäre im Klassenraum entscheidend?

Der Autor argumentiert, dass eine kompetitive Atmosphäre Sprechangst fördert und Angst vor Fehlern schürt, weshalb eine angstfreie Lernumgebung für den mündlichen Sprachgebrauch essenziell ist.

Was ist das zentrale Ergebnis bezüglich des Rhetorik-Trainings?

Das Rhetorik-Training nach Seidenstücker erweist sich als effektive Methode im Schulkontext, da es primär auf die Verbesserung der Sprechfertigkeiten abzielt und somit eine praktikable Hilfestellung bietet.

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Details

Title
Wenn die Angst den Schüler am Sprechen hindert. Auf dem Weg zum sensiblen Umgang mit Sprechängsten
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Germanistik)
Course
Die sog. Lernervariablen und ihre Auswirkungen auf den Lernprozess
Grade
1,3 (13 Punkte)
Author
Mario-Francisco Zodl (Author)
Publication Year
2015
Pages
23
Catalog Number
V319839
ISBN (eBook)
9783668191648
ISBN (Book)
9783668191655
Language
German
Tags
Sprechangst Schüler Lehrer Sprache. Lehrer-Schüler-Verhältnis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mario-Francisco Zodl (Author), 2015, Wenn die Angst den Schüler am Sprechen hindert. Auf dem Weg zum sensiblen Umgang mit Sprechängsten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319839
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