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Vulnerabilitätsanalyse der heimischen Industrie gegenüber den Folgen des regionalen Klimawandels

Das Hagelereignis vom 28. Juli 2013

Título: Vulnerabilitätsanalyse der heimischen Industrie gegenüber den Folgen des regionalen Klimawandels

Trabajo Escrito , 2014 , 29 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Moritz Höhn (Autor)

Economía de las empresas - Otros
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In der vorliegenden Arbeit soll der Landkreis Reutlingen betrachtet und auf seine industrielle Verwundbarkeit gegenüber Hagel untersucht werden. Dies erfolgt anhand der Betrachtung des Hagelunwetters vom 28. Juli 2013. Ziel der Arbeit ist es, Einflussfaktoren und Zusammenhänge zu ermitteln, die eine realitätsnahe Ermittlung der Verwundbarkeit der Region ermöglichen.

Im September 2013 wurde der fünfte Sachstandsbericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) veröffentlicht. Dieser verdeutlicht einmal mehr, dass der Klimawandel zum einen sicher, zum anderen von globaler Bedeutung ist. Da sich die Auswirkungen vor allem auf lokaler Ebene zeigen, wird die Forschung zu diesem Thema auch in Deutschland stark gefördert. Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung kommen auf das Land Baden-Württemberg die meisten Kosten durch den Klimawandel zu [19]. Eine Methode diesen Risiken zu begegnen, ist die Ermittlung der Verwundbarkeit durch Vulnerabilitätsanalysen. Hierbei werden vor allem die unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels betrachtet, die sich auch zwischen verschiedenen Regionen unterscheiden. So hat die Metropolregion Stuttgart mit anderen Risiken zu rechnen als die südliche Rheinebene. Diese Unterschiede werden in der Analyse aufgegriffen und somit die Entwicklung wirkungsvoller Anpassungsmaßnahmen ermöglicht.

Nach einer Einführung in die Grundlagen der Risikoforschung werden zwei Modelle vorgestellt, die der Ermittlung der Vulnerabilität dienen. Anschließend werden Kritische Infrastrukturen genauer beschrieben sowie Interdependenzen zwischen diesen genauer erläutert. Das dritte Kapitel ordnet zunächst das Fallbeispiel in einen meteorologischen Kontext und beschreibt anschließend die industrielle Struktur des Landkreises Reutlingen. Daraufhin werden, basierend auf Versicherungs- und Zeitungsberichten, die direkten Schäden zusammenfassend dargestellt und daraus ein Schadensprofil des Hagelunwetters erstellt. In Kapitel 4 werden die wichtigsten Faktoren und Zusammenhänge des Hagelsturms und dessen Auswirkungen ermittelt und darauf aufbauend bestehende und mögliche Anpassungsstrategien beschrieben. Anschließend werden die Möglichkeiten in der Anwendung der beiden Indikatorenmodelle sowie weiterer, möglicher Indikatoren und Anpassungsstrategien diskutiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1. Begriffe

2.2. Indikatorenmodelle zur Abschätzung der industriellen Vulnerabilität

2.3. Kritische Infrastrukturen und Interdependenzen

3. Fallbeispiel: Superzelle über Reutlingen

3.1. Meteorologische Einordnung

3.2. Industriestruktur des Landkreises Reutlingen

3.3. Direkte Schäden

4. Abschätzung der Vulnerabilität

4.1. Interdependenzen und Indikatoren bei Hagelstürmen

4.2. Mögliche Anpassungsstrategien

4.3. Möglichkeiten der Indikatorenmodelle

5. Zusammenfassung und Ausblick

A. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die industrielle Verwundbarkeit des Landkreises Reutlingen gegenüber den Folgen des regionalen Klimawandels, wobei das Hagelunwetter vom 28. Juli 2013 als zentrales Fallbeispiel dient. Ziel ist es, spezifische Einflussfaktoren und Interdependenzen zu identifizieren, die eine realitätsnahe Ermittlung der Vulnerabilität in der Region ermöglichen.

  • Analyse der industriellen Vulnerabilität bei extremen Wetterereignissen
  • Einsatz von Indikatorenmodellen zur Bewertung von Risiken
  • Untersuchung von Interdependenzen kritischer Infrastrukturen
  • Diskussion von Anpassungsstrategien für betroffene Industrieregionen

Auszug aus dem Buch

3.3. Direkte Schäden

„Es dauerte nur 20 Minuten und ein Riesenschaden war entstanden.“. Mit diesen Worten beschrieb die Regionalzeitung Reutlinger General-Anzeiger das Hagelunwetter vom 28.Juli 2013 [31]. Die Feuerwehr Reutlingen berichtete, dass 50 Prozent der Gebäude „erhebliche Schäden“ aufwiesen [10]. Im Detail erlitten in Reutlingen rund 60 Kindertagesstätten und 36 Schulen einen Schaden [31]. Bei einer Schule wurden 50 Dachluken zerstört und es musste aus Sicherheitsgründen der Strom abgestellt werden [37]. Des Weiteren wurden laut Angaben der Feuerwehr u.a. das Klinikum Steinberg stark beschädigt wie auch das Feuerwehrgebäude selbst [10]. Das THW (Technische Hilfswerk) berichtete von umfangreichen Sicherungs- und Gefahrenabwehrarbeiten. Unter anderem musste eine einsturzgefährdete Lagerhalle stabilisiert werden, da die darunter liegende Heizölleitung eine besondere Gefahrenquelle darstellte [41]. Auch das Klärwerk West in Betzingen wurde durch den Hagel in Mitleidenschaft gezogen, sodass Reparaturarbeiten im Wert von rund 300.000 Euro getätigt werden müssen [34].

Neben den zahlreichen Schäden an Gebäuden beschädigten Hagelkörner nahezu alle Ampeln in der Stadt Reutlingen. Hierbei entstand ein Gesamtschaden von rund 160 000 Euro [12]. Insgesamt beliefen sich die Kosten, die durch den Hagelsturm allein auf die Stadt Reutlingen zukommen auf ca. 10,2 Mio. Euro [31].

Neben den zahlreichen Sachschäden sind auch Personenschäden entstanden. Insgesamt wurden 75 Personen mit Schnitt- und Platzwunden im Landkreis Reutlingen gemeldet [37].

Die genaue Schadenssumme des Hagelunwetters steht noch nicht fest, jedoch geht die Versicherungsbranche davon aus, dass die Kosten sogar das bisher größte Hagelunwetter Deutschlands übersteigen. Allein die SV Sparkassenversicherung rechnet mit Kosten von rund 600 Mio. Euro [33]. Den bis dahin höchsten Schaden verursachte das Münchner Hagelunwetter vom 12. Juli 1984. Hierbei entstand ein Gesamtschaden von ca. 2,49 Mrd. Euro von denen rund 1,24 Mrd. Euro versichert waren [22].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz von Vulnerabilitätsanalysen angesichts des Klimawandels und Darstellung der Forschungsabsicht anhand des Hagelereignisses in Reutlingen.

2. Grundlagen: Erläuterung zentraler Begriffe wie Risiko, Vulnerabilität und Resilienz sowie Vorstellung verschiedener Indikatorenmodelle und des Konzepts kritischer Infrastrukturen.

3. Fallbeispiel: Superzelle über Reutlingen: Meteorologische Einordnung des Hagelsturms vom 28. Juli 2013 sowie Analyse der lokalen Industriestruktur und der entstandenen direkten Sach- und Personenschäden.

4. Abschätzung der Vulnerabilität: Ableitung von Indikatoren zur Bestimmung der industriellen Verwundbarkeit, Untersuchung von Interdependenzen und Vorstellung möglicher Anpassungsstrategien.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Untersuchung und Darlegung der Bedeutung weiterer Forschungsarbeiten zur regionalen Risikoanalyse.

A. Anhang: Bereitstellung ergänzender grafischer Darstellungen und technischer Erläuterungen zu den Indikatorenmodellen und kritischen Infrastrukturen.

Schlüsselwörter

Vulnerabilitätsanalyse, Klimawandel, Hagelschaden, Reutlingen, industrielle Produktion, Risikomanagement, Indikatorenmodell, kritische Infrastruktur, Interdependenzen, Resilienz, Schadensprofil, Anpassungsstrategien, Maschinenbau, Betriebssicherheit, Naturgefahren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vulnerabilität von Industrieunternehmen gegenüber den Folgen des Klimawandels, illustriert am konkreten Beispiel eines schweren Hagelunwetters.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Risikoforschung, die industrielle Verwundbarkeit, die Analyse kritischer Infrastrukturen sowie die Entwicklung von Strategien zur Schadensminimierung.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist die Ermittlung von Einflussfaktoren und Zusammenhängen, die eine realitätsnahe Einschätzung der Verwundbarkeit einer industriell geprägten Region bei Hagelstürmen ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden qualitative und quantitative Indikatorenmodelle (u.a. nach Merz) genutzt, um komplexe Abhängigkeiten in der industriellen Produktion zu erfassen und bewertbar zu machen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Risikobewertung, die detaillierte Untersuchung des Hagelunwetters in Reutlingen 2013 sowie die anschließende Herleitung spezifischer Indikatoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vulnerabilität, Klimawandel, industrielle Produktion, Hagelschaden, Resilienz und kritische Infrastrukturen.

Welche Rolle spielen Handwerksbetriebe bei der Vulnerabilität?

Die Arbeit identifiziert die Überlastung lokaler Handwerksbetriebe nach einem Ereignis als einen kritischen Faktor, der die Reparaturkapazitäten senkt und damit die Verwundbarkeit von Industriebetrieben erhöht.

Warum ist das Indikatorenmodell von Merz für diese Analyse relevant?

Es bietet eine differenzierte Möglichkeit, Verwundbarkeit in verschiedenen Dimensionen (z.B. Betriebsmittel- oder Personalausfall) messbar zu machen und unterschiedliche Industriebereiche zu vergleichen.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Vulnerabilitätsanalyse der heimischen Industrie gegenüber den Folgen des regionalen Klimawandels
Subtítulo
Das Hagelereignis vom 28. Juli 2013
Universidad
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)  (IIP)
Calificación
1,7
Autor
Moritz Höhn (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
29
No. de catálogo
V320045
ISBN (Ebook)
9783668195363
ISBN (Libro)
9783668195370
Idioma
Alemán
Etiqueta
vulnerabilitätsanalyse industrie folgen klimawandels hagelereignis juli
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Moritz Höhn (Autor), 2014, Vulnerabilitätsanalyse der heimischen Industrie gegenüber den Folgen des regionalen Klimawandels, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320045
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