Im Rahmen dieser Hausarbeit wird ein Schulungsentwurf nach dem 4C/ID-Modell entwickelt, welcher NachwuchswissenschaftlerInnen befähigen soll ein virtuelles Tutorium durchzuführen. Nicht nur Fernuniversitäten, sondern auch Präsenzuniversitäten und andere Bildungseinrichtungen bieten ihren Studierenden und Lernenden mittlerweile zunehmend E-Learning-Angebote wie beispielsweise virtuelle Tutorien an. Diese rasche Verbreitung von web- und computerbasierten Lehr-/Lernformen und deren zunehmende Bedeutung ist auf den Bedeutungszuwachs des Internets und die Verfügbarkeit von leistungsstarken und erschwinglichen Computern für die breite Masse der Bevölkerung zurückzuführen.
Vor diesem Hintergrund der steigenden Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologie und ihrer wachsenden Einbindung in das alltägliche Leben werden zukünftig E-Learning-Angebote noch stärker an Bedeutung und Verbreitung gewinnen. Ein großer Vorteil der web- und computerbasierten Lernangebote liegt unter anderem in deren ortsunabhängiger Zugänglichkeit, die es ermöglicht, dass die Lernenden lediglich über einen funktionierenden PC und – im Fall der webbasierten Lernformen - zusätzlich noch über eine zuverlässige Internetverbindung verfügen müssen, um an den Lernangeboten teilnehmen und diese nutzen zu können, sich aber ansonsten an jedem beliebigen Ort der Welt aufhalten können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zielsetzung
- 4C/ID-Modell
- Szenario
- Virtualität
- Theoretischer Exkurs
- Pfadabhängigkeit
- Unterschied zwischen Didaktik und Instruktionsdesign
- Bezugstheorie des 4C/ID-Modells
- Hierarchische Kompetenzanalyse
- Hierarchiefunktion
- (Non)-Rekurrente Fertigkeiten
- Bildung von Aufgabenklassen
- Funktion
- Vereinfachende Annahmen und Aufgabenklassen
- Entwicklung von Lernaufgaben
- Lernaufgaben
- Variabilität
- Mediale Umsetzung
- Fidelity
- Didaktische Szenarien
- Prozedurale und unterstützende Informationen
- Unterstützende Information
- Prozedurale Information
- Part-task practice
- Verortung im ADDIE-Phasenmodell
- Stärken-Schwächen-Abschätzung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Schulungsentwurfs nach dem 4C/ID-Modell für NachwuchswissenschaftlerInnen. Ziel ist es, die TeilnehmerInnen zur Ausführung der Zielkompetenz „ein virtuelles Tutorium durchführen“ zu befähigen. Der Fokus liegt dabei auf der Analyse und Strukturierung der Zielkompetenz sowie der Entwicklung von Lernaufgaben, die die praktische Anwendung des Gelernten fördern.
- Entwicklung eines Schulungsentwurfs nach dem 4C/ID-Modell
- Analyse und Strukturierung der komplexen Zielkompetenz „ein virtuelles Tutorium durchführen“
- Entwicklung von praxisnahen Lernaufgaben zur Förderung der Zielkompetenz
- Die Bedeutung von Virtualität im Kontext von E-Learning
- Die Anwendung des 4C/ID-Modells in der Didaktik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Zielsetzung und das Szenario der Hausarbeit dar. Sie erläutert die steigende Bedeutung von E-Learning und die Vorteile von virtuellen Tutorien. Anschließend wird das 4C/ID-Modell vorgestellt und in Bezug auf die Zielkompetenz „ein virtuelles Tutorium durchführen“ erläutert.
Der theoretische Exkurs beleuchtet verschiedene Konzepte, die für die Entwicklung des Schulungsentwurfs relevant sind. Es werden Themen wie Pfadabhängigkeit, der Unterschied zwischen Didaktik und Instruktionsdesign sowie die Bezugstheorie des 4C/ID-Modells behandelt.
Die hierarchische Kompetenzanalyse beschäftigt sich mit der Aufteilung der Zielkompetenz in konstitutive Teilfertigkeiten. Diese Analyse bildet die Grundlage für die Entwicklung der Lernaufgaben.
Die Bildung von Aufgabenklassen befasst sich mit der Klassifizierung von Lernaufgaben, die auf die Zielkompetenz „ein virtuelles Tutorium durchführen“ zugeschnitten sind.
Die Entwicklung von Lernaufgaben behandelt verschiedene Aspekte der Aufgabengestaltung, wie z.B. Variabilität, mediale Umsetzung und Fidelity.
Die Kapitel „Didaktische Szenarien“ und „Prozedurale und unterstützende Informationen“ befassen sich mit der Gestaltung von lernförderlichen Situationen und der Bereitstellung relevanter Informationen für die Lernenden.
Der Abschnitt „Part-task practice“ erläutert die Bedeutung von Teilkompetenztraining und die Einordnung dieses Konzepts in das ADDIE-Phasenmodell.
Schlüsselwörter
E-Learning, Virtuelles Tutorium, 4C/ID-Modell, Kompetenzanalyse, Lernaufgaben, Teilkompetenztraining, Didaktik, Instruktionsdesign, Medienforschung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das 4C/ID-Modell?
Das 4C/ID-Modell (Four-Component Instructional Design) ist ein Instruktionsdesign-Modell zur Vermittlung komplexer kognitiver Fertigkeiten durch authentische Lernaufgaben.
Welches Ziel verfolgt der Schulungsentwurf für virtuelle Tutorien?
Er soll Nachwuchswissenschaftler befähigen, erfolgreich virtuelle Tutorien durchzuführen, indem sie sowohl technische als auch didaktische Kompetenzen erwerben.
Was sind rekurrente und non-rekurrente Fertigkeiten?
Rekurrente Fertigkeiten sind routinemäßige Abläufe, während non-rekurrente Fertigkeiten Problemlösung und kritisches Denken in variablen Situationen erfordern.
Welche Rolle spielt die „Fidelity“ bei Lernaufgaben?
Fidelity beschreibt den Grad der Realitätsnähe einer Lernaufgabe. Eine hohe Fidelity ist wichtig, um den Transfer des Gelernten in die echte Arbeitswelt zu erleichtern.
Was ist der Vorteil von ortsunabhängigem E-Learning?
Lernende können weltweit teilnehmen, sofern sie einen PC und Internet haben, was den Zugang zu Bildungseinrichtungen wie Fernuniversitäten erheblich erleichtert.
Wie werden Aufgabenklassen im 4C/ID-Modell gebildet?
Aufgaben werden nach ihrem Schwierigkeitsgrad gruppiert, wobei Lernende mit einfachen Klassen beginnen und sich schrittweise zu komplexeren Szenarien vorarbeiten.
- Citation du texte
- Katharina Bergmaier (Auteur), 2016, Schulungsentwurf nach dem 4C/ID-Modell zum Thema "Durchführung eines virtuellen Tutoriums", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320147