Diese Arbeit beihaltet eine Wortexegese zu κοινωνία (Koinonia). Die Etymologie und die Unterscheidung des profanen, religiösen und biblischen Verwendungskontextes wird vorgestellt. Nach einer Auswertung der Worthäufigkeit folgt eine synchrone Analyse, daran an schließt eine systematisch-theologische Auswertung.
Inhaltsverzeichnis
1. Etymologie ermitteln
1.1. Bedeutung des deutschen Begriffes
1.2. Bedeutung des griech. Begriffes
1.3. Unterscheidung profan, religiös, biblisch
1.4. Fazit und Zusammenfassung
2. Worthäufigkeit
3. Kontext (synchrone Analyse)
4. Systematisch-theologische Auswertung
4.1. Unterschiedliche Bedeutungsvarianten
4.2. Haupt- und Unterpunkte
4.3. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die etymologische Herkunft, die Verwendung und die theologische Bedeutung des griechischen Begriffs "koinonia" im biblischen Kontext. Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis dieses Gemeinschaftsbegriffs zu entwickeln, der über bloße soziale Interaktion hinausgeht und primär durch den gemeinsamen Glauben an Jesus Christus konstituiert wird.
- Etymologische Herleitung des Begriffs "Gemeinschaft"
- Differenzierung zwischen profanen, religiösen und biblischen Bedeutungsebenen
- Synchrone Kontextanalyse ausgewählter neutestamentlicher Stellen
- Systematisch-theologische Synthese der Begriffsbedeutung
- Herausarbeitung der zentralen Rolle Christi für die christliche Gemeinschaft
Auszug aus dem Buch
1.1. Bedeutung des deutschen Begriffes
Gemeinschaft:( Wurzel: „mei“ tauschen, wechseln), urspr. „mehreren abwechselnd zukommen“. Da das was vielen gehörte nicht wertvoll sein konnte bekam das Wort eine negative Bedeutung in Form von „unheilig, alltäglich, niederträchtig“. Erst seit dem 17. Jh. wird es in der heutigen Form gebraucht.
Varianten: Dabei steht es sowohl für ein „Zusammenleben in gegenseitiger emotionaler Verbundenheit“ z.B. der Ehe als auch für die Verbundenheit durch gemeinsame Gedanken oder Anschauungen wie z.B. der Religion oder aber wirtschaftliche und politische Beziehungen (Staatengemeinschaft)
Teilhabe (Beteiligung): (Gemeingerm. teil oder im engl. deal). Daraus entstand z.B. das Mitteilen was zunächst allgemein gemeint war und ab dem 15 Jahrhundert auf Nachrichten beschränkt wurde. Der Begriff des „Teilhabers“ löste im 18. Jh. das Wort „Kompagnon“ als Bezeichnung für eine Partnerschaft im geschäftlichen Bereich ab.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Etymologie ermitteln: Dieses Kapitel beleuchtet die sprachliche Herkunft des deutschen Gemeinschaftsbegriffs und des griechischen Pendants "koinonia" unter Berücksichtigung verschiedener profaner und religiöser Verwendungsweisen.
2. Worthäufigkeit: Hier wird quantitativ dargestellt, wie häufig der Begriff "koinonia" im Alten und Neuen Testament auftritt, ergänzt durch eine erste exegetische Einordnung.
3. Kontext (synchrone Analyse): In diesem Kapitel werden zentrale neutestamentliche Textstellen analysiert, um die spezifische Bedeutung von "koinonia" in ihrem jeweiligen Kontext zu bestimmen.
4. Systematisch-theologische Auswertung: Abschließend werden die erarbeiteten Bedeutungsvarianten systematisiert und die fundamentale Rolle Jesu Christi für das christliche Gemeinschaftsverständnis reflektiert.
Schlüsselwörter
Koinonia, Gemeinschaft, Teilhabe, Etymologie, Neues Testament, biblische Exegese, Glaube, Jesus Christus, Abendmahl, Heiliger Geist, Verbundenheit, neutestamentliche Theologie, Gemeinde, Gemeinschaftsverständnis.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der detaillierten Untersuchung des griechischen Begriffs "koinonia", um dessen vielschichtige Bedeutung im biblischen Kontext zu ergründen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Etymologie, der kontextuellen Verwendung im Neuen Testament sowie der theologischen Einordnung der Gemeinschaftsbildung durch den Glauben.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass "koinonia" im christlichen Verständnis eine tiefgehende, geistliche Verbundenheit beschreibt, die über weltliche Interessensgemeinschaften weit hinausgeht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine Wortexegese angewandt, die sprachgeschichtliche Etymologie mit einer synchronen Kontextanalyse neutestamentlicher Briefe und Texte verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Verwendung von "koinonia" in verschiedenen biblischen Büchern wie der Apostelgeschichte, den Korintherbriefen und den Philipperbriefen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Koinonia, Teilhabe, Gemeinschaft, Glaube an Jesus Christus und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes.
Wie unterscheidet sich die biblische "koinonia" von profanen Gemeinschaftsformen?
Während profane Gemeinschaften oft auf gemeinsamen Interessen oder wirtschaftlichen Zielen basieren, ist das Fundament der christlichen "koinonia" die durch Christus gestiftete Teilhabe an Gott und untereinander.
Welche Rolle spielt das Abendmahl in der Argumentation des Autors?
Das Abendmahl wird als zentrales Element hervorgehoben, in dem die Teilhabe am Leiden und Heil Christi sowie die Verbundenheit der Gläubigen untereinander besonders deutlich zum Ausdruck kommt.
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- T. Woodpecker (Author), 2015, Wortexegese κοινωνία (Koinonia). Etymologie, synchrone Analyse und systematisch-theologische Auslegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320286