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Lessings Auseinandersetzung mit der Judenfeindschaft in seinem Lustspiel "Die Juden" von 1749

Título: Lessings Auseinandersetzung mit der Judenfeindschaft in seinem Lustspiel "Die Juden" von 1749

Trabajo Escrito , 2014 , 12 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Wenn wir an die großen Schriftsteller unseres Landes denken, kommt uns zwangsläufig auch sofort sein Name ins Gedächtnis: Gotthold Ephraim Lessing. Doch Lessing war mehr als nur Schriftsteller, er war auch Philosoph und bedeutender Kritiker am Deutschen Nationaltheater in Hamburg. Seine Stücke wie „Nathan der Weise“, „Minna von Barnhelm“ oder „Emilia Galotti“ wurden Klassiker der deutschen Literatur und er kann in meinen Augen deshalb durchaus als Wegbereiter für eine Art Emanzipation des Bürgertums auf literarischer Ebene angesehen werden. Doch am meisten imponiert mir persönlich sein Eintreten für Toleranz und die Aufklärung, das sich in einigen seiner Werken sehr deutlich widerspiegelt.

Die Aufklärung bezeichnet immer ein „kritisches Denken mit dem Ziel, das Zusammenleben der Menschen in der Gesellschaft zu verbessern“ , sagte einst Kant. Besonders diese Kunst, die eigenen Überzeugungen und Ansichten in den Stücken einzubetten, und so andere Menschen zum Nachdenken anzuregen ist eine besondere Leistung.

Genau deshalb bin ich auch von einem der frühsten Werke Lessings, „Die Juden“ so angetan. Denn dieses Lustspiel hat sich durch die kluge Abhandlung der Problematik eine gewisse Zeitlosigkeit bewahrt. Selbst Leser aus unserer Generation können sich dabei ertappen, dass ihre Erwartungshaltung eine ganz andere war. Man kann sich also ausmalen, was eine derartige Thematik im 18. Jahrhundert bei manchen Zuschauern hervorgerufen haben muss. In dieser Seminararbeit möchte ich näher beleuchten, wie Lessing die damals vorherrschende Judenfeindschaft in seinem Lustspiel behandelt. Ich weise aber schon zu Beginn daraufhin, dass sich einige Thesen auf meine eigenen Beobachtungen und Ansichten stützen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Kurze Inhaltszusammenfassung des Stücks

3. Situation der Juden in Deutschland zur damaligen Zeit

4. Lessings Auseinandersetzung mit der Judenfeindschaft in seinem Werk „Die Juden“

4.1 Konkrete Auseinandersetzung im Text

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Gotthold Ephraim Lessing in seinem Lustspiel „Die Juden“ mit der im 18. Jahrhundert vorherrschenden Judenfeindschaft umgeht und welche Absicht er mit der Darstellung seiner Protagonisten verfolgt.

  • Historische Einordnung der jüdischen Lebensverhältnisse in Preußen
  • Analyse der antisemitischen Vorurteile im Kontext der Typenkomödie
  • Kontrastierung der Judenfigur mit den christlichen Gegenfiguren
  • Untersuchung der intendierten Wirkung auf das zeitgenössische Publikum

Auszug aus dem Buch

4.1 Die konkrete Auseinandersetzung im Text

Die Judenfeindschaft wird besonders von einigen Protagonisten verkörpert und ist nahezu omnipräsent. Er stellt seine Judenfigur keineswegs als gierig oder betrügerisch dar, sondern als gelehrt und edelmütig. Die christlichen Gegenfiguren lassen sich in zwei Lager einteilen. Den Adel der von dem Baron und seiner Tochter gekennzeichnet wird, und den christlichen Pöbel durch die zwei Bediensteten des Barons. Ganz besonders Martin Krumm und Michael Stich symbolisieren die damaligen Vorurteile und den Judenhass. Schon ganz zu Beginn des Lustspiels im Gespräch zwischen Martin Krumm und dem Reisenden, versucht der eigentliche Räuber immer wieder dem Reisenden glaubhaft zu machen, dass es sich bei den Tätern nur um Juden gehandelt haben kann. Der Reisende will jedoch diese verallgemeinernde Diffamierung nicht bestätigen. Auch der Baron, der anfangs noch gar nicht in Erscheinung getreten ist, scheint die Juden zu verdächtigen, wie der Reisende annimmt.

Martin Krumm versucht in diesem Dialog auch immer wieder den Reisenden zu überzeugen dass die Räuber den Baron bestimmt umbringen wollten. Er unterstellt den Juden also nicht nur einen Diebstahl, sondern gar einen Mordversuch. Eine ganz wichtige Rolle spielt in seiner Argumentation die Religion, denn er lässt durchblicken dass der Besuch einer Messe mit anscheinend antisemitischen Inhalten seinen Judenhass noch weiter befeuert. Er weist immer wieder auf das „gottlose Gesindel“ hin. Und er geht sogar noch weiter, indem er zugibt als König würde er alle Juden töten. Diese Passage lässt keinen Zweifel daran dass er nicht dazu imstande ist zwischen Einzelpersonen und der gesamten Bevölkerung zu differenzieren. Und selbst um von eigenen Fehlern abzulenken, wie dem missglückten Diebstahl der Uhr, bedient er sich dem Klischee des stehlenden, gierigen Judens. Die schlechten Eigenschaften die er den Juden zu schreibt, entpuppen sich also als seine eigenen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Der Autor stellt Gotthold Ephraim Lessing als Wegbereiter der Aufklärung und Toleranz vor und erläutert seine Motivation, das Lustspiel „Die Juden“ aufgrund seiner Zeitlosigkeit zu analysieren.

2. Kurze Inhaltszusammenfassung des Stücks: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Handlung, in der ein Unbekannter, der sich als Jude entpuppt, von einem Baron aufgenommen wird, während dessen Bedienstete versuchen, den Verdacht eines Raubüberfalls auf die jüdische Bevölkerung zu lenken.

3. Situation der Juden in Deutschland zur damaligen Zeit: Es werden die rechtlichen Repressionen und sozialen Beschränkungen der jüdischen Bevölkerung in Preußen unter Friedrich II. detailliert dargelegt.

4. Lessings Auseinandersetzung mit der Judenfeindschaft in seinem Werk „Die Juden“: Der Autor beschreibt, wie Lessing geschickt mit den Erwartungshaltungen der zeitgenössischen Typenkomödie spielt, um die Vorurteile des Publikums zu entlarven.

4.1 Konkrete Auseinandersetzung im Text: Hier wird anhand spezifischer Textstellen aufgezeigt, wie die Figuren des Barons und seiner Bediensteten den Judenhass verkörpern und warum der edelmütige Reisende das genaue Gegenteil dieser Klischees darstellt.

5. Fazit: Der Autor resümiert, dass das Werk ein mutiges und gelungenes Experiment Lessings war, das die Zuschauer mit ihrer eigenen Voreingenommenheit konfrontierte.

Schlüsselwörter

Lessing, Die Juden, Aufklärung, Toleranz, Judenfeindschaft, Antisemitismus, Typenkomödie, Preußen, Vorurteile, Emanzipation, Literaturanalyse, Dramentheorie, Gesellschaftskritik, 18. Jahrhundert, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Lessing-Stück „Die Juden“ hinsichtlich der Thematisierung von Judenhass und gesellschaftlichen Vorurteilen im 18. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Situation der Juden im preußischen Staat, der literarischen Form der Typenkomödie und der Darstellung von Toleranz in Lessings Frühwerk.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie Lessing das damals verbreitete Bild des Juden durch gezieltes Spiel mit Zuschauererwartungen im Lustspiel dekonstruiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext unter Einbeziehung historischer Kontextinformationen interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Hintergrundanalyse und eine textnahe Untersuchung, in der die jüdische Figur dem antisemitischen Weltbild der christlichen Gegenspieler gegenübergestellt wird.

Welche Schlüsselwörter kennzeichnen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Toleranz, Aufklärung, Antisemitismus, Preußen, Typenkomödie und die literarische Dekonstruktion von Vorurteilen.

Warum spielt die Tochter des Barons eine besondere Rolle?

Sie fungiert als Gegenstück zu den judenfeindlichen Charakteren, da sie unvoreingenommen und offen auf den fremden Retter reagiert, was als Hinweis auf eine erlernte Natur von Vorurteilen gedeutet wird.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Christoph?

Christoph wird als interessante Figur betrachtet, da sein Handeln nicht allein durch Judenhass motiviert ist, sondern durch Eigennutz, wobei er sich am Ende stärker an seinen Herrn bindet.

Welche wissenschaftliche Bedeutung misst der Autor dem „AHA-Effekt“ bei?

Dieser Effekt wird als zentrales Element der Lessingschen Strategie hervorgehoben, um den Zuschauer am Ende des Stücks mit seiner eigenen voreingenommenen Urteilsbildung zu konfrontieren.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Lessings Auseinandersetzung mit der Judenfeindschaft in seinem Lustspiel "Die Juden" von 1749
Universidad
LMU Munich
Calificación
2,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
12
No. de catálogo
V320464
ISBN (Ebook)
9783668196001
ISBN (Libro)
9783668196018
Idioma
Alemán
Etiqueta
lessings auseinandersetzung judenfeindschaft lustspiel juden
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2014, Lessings Auseinandersetzung mit der Judenfeindschaft in seinem Lustspiel "Die Juden" von 1749, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320464
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