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Die Konstruktion des Begriffs "Risikokind". Welche Bedeutung hat sie für die pädagogische Arbeit?

Title: Die Konstruktion des Begriffs "Risikokind". Welche Bedeutung hat sie für die pädagogische Arbeit?

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Petra Engelhard (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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In dieser Ausführung möchte ich meinem Anliegen folgen, Konstruktionen von Kindern zu beleuchten und darzulegen, welchen Kindern ein gewisses Risiko zugeschrieben wird. Wie diese Kindheitskonstruktionen in politischen Feldern hergestellt und verwendet werden, soll ebenso nachgegangen werden, wie der Bedeutung für die pädagogische Arbeit.

Einführend soll ein kurzer Einblick zu dem Thema von Risikokindern gegeben werden, in dem aufgezeigt wird, wer sich mit welchem Ziel mit Risikofaktoren auseinandersetzt. Wem fallen welche Zuschreibungen zu, um als ein Risiko zu gelten? Im nächsten Schritt soll sich mit dem Konstrukt von Kindern/ Kindheit beschäftigt werden, um aufzuzeigen, wie und unter welchen Einflüssen der Begriff des Kindes konstruiert wird, beziehungsweise welche Zuschreibungen dieser jeweils erhält.

Darauf folgend liegt der Fokus auf Risikokinder- Konstruktionen aus dem politischen Feld. Hierbei wird das Augenmerk auf den Umsetzungen liegen, die durch politische Felder geschaffen werden. Darauffolgend möchte ich mich den Ausführungen und um mögliche Muster innerhalb der Debatte zu Risikokonstruktionen annähern. Im Anschluss soll der Frage nach der Bedeutung von Risikokonstruktionen von Kindern für die pädagogische Arbeit nachgegangen werden. Mit einer Schlussbetrachtung wird die Ausarbeitung schließen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Thematik der Risikolagen von Kindern und Kindheit

3. Konstruktionen von Kindheit

4. Konstruktionen von Risiko-Kindheit aus politischer Sicht

4.1 Regulation der Bedingungen von Kindheit durch Gesetzgebung

5. Veranschaulichung von Mustern in der Diskussion um Risikokonstruktionen

5.1 Funktionen von Risikokonstruktionen

6. Die Bedeutung von Risikokonstruktionen für die pädagogische Arbeit

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion des "Risikokindes" im politisch-pädagogischen Diskurs und analysiert, wie diese Zuschreibungen durch gesetzliche Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Normierungsprozesse hergestellt werden, um daraus resultierende Implikationen für die pädagogische Praxis, insbesondere für Lehrkräfte, abzuleiten.

  • Konstruktion von Kindheit als soziales Phänomen
  • Politische Steuerung und Normalisierung von Kindheit durch Gesetzgebung
  • Diskursmuster und Kategorisierung von Kindern als Risikofaktoren
  • Bedeutung der Risikokonstruktionen für pädagogische Institutionen und Lehrkräfte

Auszug aus dem Buch

5. Veranschaulichung von Mustern in der Diskussion um Risikokonstruktionen

Die folgenden Forschungsergebnisse basieren auf dem Projekt EDUCARE ("Leitbilder 'guter Kindheit' und ungleiches Kinderleben"), um Re-Konstruktionen von `Risikokindern´ näher zu betrachten. Es wird der Frage nachgegangen, welche Aussagen in politischen Feldern zu Risikokindern geschaffen werden. Wie schon aus den Kapiteln 2 und 3 hervorgegangen ist, verdichtet sich an dieser Stelle die Annahme, dass ein Risiko an soziale Bedingung geknüpft ist. Es ergeben sich innerhalb der Diskussion um Risikokinder 4 Muster, die nun veranschaulicht werden sollen.

Das Diskursmuster 1, „Risikokinder als abweichende Defizitwesen“, besagt, dass Kinder, die nicht der Norm entsprächen, defizitorientiert bezeichnet würden. Unterstrichen wird dies durch Textausschnitte des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen u. Jugend, in dem geschrieben steht, was die risikobehafteten Kinder nicht oder kaum umsetzen würden oder in Relation zur Norm gesetzt werden. Beispielhaft angeführt seien Aussagen wie, sie seien nicht aufmerksam oder habe geringe Verbindungen zu anderen Kindern, gesunde Ernährung und Bewegung seien für eine gute Entwicklung grundlegend, würde jedoch durch schlechte Ernährung und vermehrtes Fernsehen beeinträchtigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, die Konstruktion von Risikokindern in politischen Feldern und deren Bedeutung für die Pädagogik zu beleuchten.

2. Einführung in die Thematik der Risikolagen von Kindern und Kindheit: Dieses Kapitel führt in den Risikobegriff ein und verdeutlicht, wie familiäre Problemlagen und sozio-ökonomische Faktoren zur Zuschreibung von Risikolagen führen.

3. Konstruktionen von Kindheit: Das Kapitel betrachtet Kindheit als soziale Konstruktion, die durch gesellschaftliche Diskurse, kulturelle Einflüsse und spezifische Zuschreibungen produziert wird.

4. Konstruktionen von Risiko-Kindheit aus politischer Sicht: Hier wird analysiert, wie Politik als soziales Feld durch Entwürfe über Risikokinder machtvolle Rahmenbedingungen schafft.

4.1 Regulation der Bedingungen von Kindheit durch Gesetzgebung: Dieser Abschnitt beleuchtet, wie der Staat als Normsetzer über Gesetze tief in die Lebensbereiche von Kindern eingreift, um Risiken vorzubeugen.

5. Veranschaulichung von Mustern in der Diskussion um Risikokonstruktionen: Es werden vier spezifische Diskursmuster identifiziert, die zeigen, wie Kinder statistisch oder defizitorientiert als Risiko markiert werden.

5.1 Funktionen von Risikokonstruktionen: Das Kapitel arbeitet heraus, dass Risikodiskurse dazu dienen, ein Humankapital zu formen und Kontrollmechanismen für eine ökonomisch rentable Zukunft zu legitimieren.

6. Die Bedeutung von Risikokonstruktionen für die pädagogische Arbeit: Diese Ausführungen diskutieren die Auswirkungen der Risikokonstruktionen auf das professionelle Handeln von Lehrkräften und die Rolle der Schule bei der Normierung.

7. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über die Rolle der Schule als Institution, die Kinder sortiert und formatiert, und betont die Notwendigkeit der Sensibilisierung für diese Prozesse.

Schlüsselwörter

Risikokind, Kindheitskonstruktion, Pädagogik, Politische Steuerung, Frühe Hilfen, Humankapital, Normierung, Kindeswohlgefährdung, Bildungsauftrag, Soziale Lage, Diskursmuster, Sozialisation, Lehrerrolle, Prävention, Schulcurriculum

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Kinder im politischen Diskurs als "Risikokinder" konstruiert werden und welche Auswirkungen diese Etikettierung auf die pädagogische Praxis hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die soziale Konstruktion von Kindheit, die politische Regulierung durch Gesetzgebung sowie die Auswirkungen des Risikodiskurses auf das pädagogische Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Prozesse aufzuzeigen, durch die bestimmte Kinder als Risikokinder markiert werden, und die daraus resultierende Bedeutung für Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur und Forschungsberichten (wie dem Projekt EDUCARE), um Diskursmuster und politische Konstruktionen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der historischen und politischen Entstehung von Risikokategorien, der Rolle des Wohlfahrtsstaates bei der Normierung von Kindheit und den daraus abgeleiteten Funktionen für die pädagogische Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Schlagworte sind Risikokind, Konstruktivismus, politische Steuerung, pädagogische Normierung und das Konzept des Humankapitals.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise auf Risikokinder in den Diskursmustern?

Die Muster reichen von der Betrachtung des Kindes als "Defizitwesen" über die Einordnung in "spezifische soziale Lagen" bis hin zum "potenziellen Risiko" für eine leistungsstarke Gesellschaft.

Welche Rolle spielt die Gesetzgebung bei der Risikokonstruktion?

Die Gesetzgebung fungiert als Rahmengeber, der durch Gesetze wie das Kinderförderungsgesetz oder das KKG verbindliche Überwachungs- und Kontrollmechanismen etabliert.

Was ist das Fazit der Autorin in Bezug auf die Schule?

Die Autorin reflektiert die Schule kritisch als eine Art Anstalt, in der Kinder normiert, sortiert und formatiert werden, wobei sie als zukünftige Lehrkraft die Notwendigkeit der Sensibilisierung für diese Prozesse betont.

Warum wird der Begriff "Kippfigur" im Anhang verwendet?

Die Abbildung verdeutlicht den Übergang des Konzepts vom "Risikokind" (als leidendes Individuum) zum "Risiko Kind" (als ökonomische Bedrohung für die Gesellschaft).

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Details

Title
Die Konstruktion des Begriffs "Risikokind". Welche Bedeutung hat sie für die pädagogische Arbeit?
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,0
Author
Petra Engelhard (Author)
Publication Year
2016
Pages
16
Catalog Number
V320498
ISBN (eBook)
9783668196964
ISBN (Book)
9783668196971
Language
German
Tags
konstruktion begriffs risikokind welche bedeutung arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Petra Engelhard (Author), 2016, Die Konstruktion des Begriffs "Risikokind". Welche Bedeutung hat sie für die pädagogische Arbeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320498
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