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Die Dienstreise zur Inneren Kündigung und welche Wege zurückführen...

Eine Untersuchung bei niedersächsischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten

Title: Die Dienstreise zur Inneren Kündigung und welche Wege zurückführen...

Master's Thesis , 2015 , 137 Pages , Grade: 15

Autor:in: Daniel Dahlke (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Summary Excerpt Details

Die innere Kündigung verursacht jährlich einen wirtschaftlichen Schaden in Milliardenhöhe. Doch was sind die Ursachen und die auslösenden Faktoren dafür, dass sich Mitarbeiter mental von Ihrem Job verabschieden – lange bevor sie tatsächlich kündigen? Und was können Arbeitgeber tun, um dem entgegenzuwirken?
Der Polizeibeamte Daniel Dahlke untersucht diese Fragen anhand der Polizei in Niedersachsen. Die theoretischen Modelle der inneren Kündigung stellt der Autor genauso vor wie die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Mithilfe einer empirischen Studie analysiert er die persönlichen Gründe der Befragten und zeichnet die Prozesse nach, die zur inneren Kündigung führen. Der Autor arbeitet aber auch Möglichkeiten heraus, wie Mitarbeiter und Führungskräfte den Weg aus der inneren Kündigung finden.

Aus dem Inhalt:
- Arbeitszufriedenheit
- Arbeitsmotivation
- Der psychologische Vertrag
- Sensibilität für Ungerechtigkeit
- Commitment und Involvement
- Wertschätzung vs. Gerechtigkeit
- Gallup-Studie
- Exit-Voice-Loyalty-Neglect-Modell von Withey/Cooper
- Phasen-Modell von Löhner
- Prozessmodell von Jiménez

Im Ergebnis konnte festgestellt werden, dass der Weg in die Innere Kündigung ein Prozess von mehreren Ereignissen ist, die von den Betroffenen als belastend erlebt werden. Dabei spielen eskalierte Konfliktgespräche mit Führungskräften eine entscheidende Rolle. Sie führen zu empfundener Ungerechtigkeit und Ohnmacht. Der Weg in die Innere Kündigung u.a. durch Rücknahme von Engagement wirkt dann wie eine Schutzreaktion. Aber es ist kein Erfolgsweg, denn sieben der acht Befragten berichten von psychosomatischen Erkrankungen im Zusammenhang mit der Inneren Kündigung. Es konnte herausgearbeitet werden, dass Innere Verletzungen im Menschen den Prozess der Inneren Kündigung entscheidend prägen. Und diese unsichtbare Ebene macht es so schwierig, der Inneren Kündigung entgegenzuwirken. Der Prozess der Inneren Kündigung ist dabei ein wechselseitiger Prozess. Dabei spielt eskalierte Kommunikation eine entscheidende Rolle. Handlungsspielräume gibt’s auf beiden Seiten – bei den Betroffenen und bei der Organisation, die durch ihre Führungskräfte vertreten wird. Um diesem negativen Prozess entgegenzuwirken, scheint das Gespräch zwischen Mitarbeitern und Führungskräften ein wertvoller Weg zu sein, die negativen inneren Prozessen nach außen zu transportieren, bearbeitbar zu machen und psychosomatischen Erkrankungen entgegenzuwirken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Worum geht es?

1.1 Relevant – Einführung in das Thema

1.2 Konkret – Untersuchungsfragestellung und forschungsleitende Annahme

1.3 Durchgeführt – Methodisches Vorgehen

2. Alles neu definiert?

2.1 Wesentlich – Innere Kündigung

2.1.1 Die „Evolution“ einer Definition

2.1.2 Vertiefende Betrachtung

2.1.3 Definition als Grundlage dieser Arbeit

2.2 Abgegrenzt – Arbeitszufriedenheit

2.3 Abgegrenzt – Arbeitsmotivation

3. Was wurde bereits erforscht?

3.1 Relevant – Ausgewählte Untersuchungen

3.1.1 Allgemeine Entwicklung der Inneren Kündigung (Gallup-Studie)

3.1.2 Bedeutung des psychologischen Vertrages

3.1.3 Bedeutung von Sensibilität für Ungerechtigkeit

3.1.4 Bedeutung von Commitment und Involvement

3.1.5 Innere Kündigung bei der Polizei

3.1.6 Reversibilität von Innerer Kündigung (Richter)

3.2 Komplex – Modelle zur Inneren Kündigung

3.2.1 Das Phasen-Modell von Löhnert

3.2.2. Exit-Voice-Loyalty-Neglect-Modell von Withey/Cooper

3.2.3 Prozessmodell der Entstehung Innerer Kündigung von Jiménez

3.3 Unsichtbar – Ursachen und Wirkungen Innerer Kündigung

3.3.1 Organisationale Ursachen

3.3.2 Individuelle Ursachen

3.3.3 Wirkungen auf Individuen

3.4 Unterschiedlich – Ausprägungen der Inneren Kündigung

3.5 Umgekehrt – Wege zur Motivation und Arbeitszufriedenheit

3.5.1 Arbeitsmotivation

3.5.2 Die psycholgischen Basisbedürfnisse

4. Untersuchungsdesign und Methode

4.1 Zweigleisig – Triangulation

4.2 Erzählt – Teil-narrative Interviews

4.2.1 Entwicklung eines Gesprächsleitfadens

4.2.2 Rekrutierung der Interviewpartner

4.2.3 Durchführung, Analyse und Auswertung der Interviews

4.3 Gefragt – Der Fragebogen

4.3.1 Entwicklung eines Fragebogens mithilfe der EDEM-Skala

4.3.2 Durchführung, Analyse und Auswertung des Fragebogens

5. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse

5.1 Passt – Aussagekraft des empirischen Materials

5.1.1 Statistische Auswertung

5.1.2 Identifizierung der Inneren Kündigung

5.2 Vertieft – Darstellung und Interpretation zu Wegen in die Innere Kündigung

5.2.1 Betrachtung der Merkmale Kränkungen und Wechselseitigkeit

5.2.2 Ausprägungen bei der Polizei

5.2.3 Identifizierung der auslösenden Situationen

5.2.4 Psychologischer Vertrag, Commitment und Involvement

5.2.5 Sensibilität für Ungerechtigkeit

5.3 Geht – Wege aus der Inneren Kündigung

5.3.1 Wertschätzung vs. Gerechtigkeit

5.3.2 Zwei Wege aus der Inneren Kündigung

5.3.3 Die Bedeutung des Mitarbeitergespräches

5.4 Realistisch – Stärken und Schwächen dieser Untersuchung

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der „Inneren Kündigung“ bei Polizeibeamtinnen und -beamten in Niedersachsen, um auslösende Faktoren zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie Führungskräfte und Organisation diesem Prozess entgegenwirken können. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, welche individuellen und organisationalen Ereignisse den Prozess der Inneren Kündigung in Gang setzen und wie dieser durch gezielte Führung und Wertschätzung reversibel gestaltet werden kann.

  • Analyse des Prozesses der Inneren Kündigung und dessen theoretische Fundierung.
  • Erforschung auslösender Faktoren innerhalb der Polizei Niedersachsen mittels qualitativer Interviews.
  • Untersuchung der Rolle von psychologischen Basisbedürfnissen, Führungskultur und Gerechtigkeitsempfinden.
  • Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Mitarbeitermotivation und Arbeitszufriedenheit.

Auszug aus dem Buch

1.1 Relevant – Einführung in das Thema

„Der Weg der inneren Kündigung ist, ist ein schlechter Weg. Für mich war's ein schlechter Weg, weil ich die ganzen Dinge, die mir dort passiert sind, auch in mich hineingefressen haben, drüber nachgedacht habe, auch unter Schlaflosigkeit gelitten habe.“ So bewertet einer der Befragten seinen Weg in die Innere Kündigung. Seit nunmehr drei Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher mit dem Phänomen der Inneren Kündigung. Es war als erstes Höhn, der sich dem Thema 1982 in einer Zeitschrift widmete, als einer seiner Seminarteilnehmer ihm gegenüber äußert, dass er seinem Chef seit einiger Zeit seine innere Kündigung ausgesprochen habe. Es war zuletzt im März 2015, als das Unternehmen Gallup seine aktuelle Studie zum Engagement-Index veröffentlichte. Die Wirtschaftswoche titelte daraufhin: „Chefs ohne Führungstalent - Fünf Millionen Deutsche haben innerlich gekündigt.“ Der Artikel berichtet darüber, dass Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift machen und leidenschaftslos ihre Zeit absitzen. Sie hätten keine Bindung mehr zu ihrem Unternehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Worum geht es?: Einführung in das Forschungsfeld der Inneren Kündigung, Darstellung der Relevanz für die Polizei und Skizzierung des methodischen Vorgehens.

2. Alles neu definiert?: Theoretische Herleitung und Abgrenzung des Begriffs der Inneren Kündigung von verwandten Konstrukten wie Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation.

3. Was wurde bereits erforscht?: Überblick über bestehende Studien, Modelle und die Bedeutung von Prädiktoren wie psychologischer Vertrag, Commitment und Involvement.

4. Untersuchungsdesign und Methode: Erläuterung des angewandten Forschungsdesigns, insbesondere der Triangulation aus teil-narrativen Interviews und Fragebögen zur Datengewinnung.

5. Darstellung und Auswertung der Ergebnisse: Detaillierte Analyse der empirischen Daten hinsichtlich Auslösern, Ausprägungen und möglichen Lösungsansätzen innerhalb der Organisation Polizei.

6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Forschungsergebnisse und Ausblick auf notwendige Maßnahmen für Führungskräfte und die Organisation.

Schlüsselwörter

Innere Kündigung, Polizei, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsmotivation, Psychologischer Vertrag, Führung, Commitment, Involvement, Gerechtigkeit, Wertschätzung, Kränkung, Ohnmacht, Teil-narrative Interviews, Organisationskultur, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der „Inneren Kündigung“ bei Polizeibeamtinnen und -beamten in Niedersachsen und analysiert, wie es zu diesem Prozess kommt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind Arbeitszufriedenheit, Motivation, die Bedeutung des psychologischen Vertrages, Führungskultur sowie die Auswirkungen von Kränkungen und wahrgenommener Ungerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auslösende Faktoren für die Innere Kündigung bei der niedersächsischen Polizei zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie Organisation und Führungskräfte diesem Prozess entgegenwirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein qualitatives Forschungsdesign, das mittels Triangulation teil-narrative Interviews und einen auf der EDEM-Skala basierenden Fragebogen kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine Literaturanalyse bestehender Modelle, die Darstellung der empirischen Ergebnisse aus den Befragungen sowie die Interpretation der Daten in Bezug auf psychologische Basisbedürfnisse und Führung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Innere Kündigung, Polizei, Commitment, Führung, Gerechtigkeit, psychologische Basisbedürfnisse und Arbeitszufriedenheit.

Warum ist Innere Kündigung bei der Polizei ein so spezifisches Thema?

Aufgrund der hohen Arbeitsplatzsicherheit und der speziellen beruflichen Ausbildung ist der Schritt zur äußeren Kündigung für Polizeibeamte selten; die Innere Kündigung wird daher häufig als strategische Alternative gewählt.

Welche Rolle spielt Wertschätzung bei der Überwindung?

Die Untersuchung zeigt, dass Wertschätzung durch Führungskräfte und soziale Integration innerhalb des Teams Schlüsselkomponenten sind, um die „Abwehrkräfte“ gegen die Innere Kündigung zu stärken und den Prozess umzukehren.

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Details

Title
Die Dienstreise zur Inneren Kündigung und welche Wege zurückführen...
Subtitle
Eine Untersuchung bei niedersächsischen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten
College
German Police University
Grade
15
Author
Daniel Dahlke (Author)
Publication Year
2015
Pages
137
Catalog Number
V320632
ISBN (eBook)
9783668227286
ISBN (Book)
9783946458630
Language
German
Tags
innere Kündigung Kommunikation Führung Polizei Führung Kommunikation Wertschätzung psychosomatische Erkrankungen Commitment Ungerechtigkeit Arbeitsmotivation Arbeitszufriedenheit Mitarbeiter Personalmanagement Topic_Polizei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Dahlke (Author), 2015, Die Dienstreise zur Inneren Kündigung und welche Wege zurückführen..., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320632
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