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Semantische Motivation der perfektiven Präfigierung im Russischen

Título: Semantische Motivation der perfektiven Präfigierung im Russischen

Trabajo Escrito , 2015 , 16 Páginas , Calificación: 6 (ausgezeichnet)

Autor:in: Artiom Christen (Autor)

Ruso / Lenguas eslavas
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Diese Arbeit legt den Fokus auf die Korrelationsfindung zwischen motivierter Präfixation von dynamischen (Handlung/Vorgang) und statischen Verben in der russischen Sprache. Zunächst erläutere ich die gängigsten Theorieansätze zu Präfixen und der Perfektivierung im Russischen, danach beleuchte ich die Überschneidungshypothese und zeige die Unmöglichkeit von semantischer Leere von Präfixen auf.

Ferner definiere ich einen (unvollständigen) Verbkorpus von statischen und dynamischen Verben und filtere mithilfe des russischen Nationalkorpus die häufigsten Präfixe der jeweiligen Subklassen (dyn. & stat.) heraus. Im letzten Teil der Arbeit untersuche ich die Ergebnisse und lege eine fazitäre Zusammenfassung dar.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. INTRODUKTION

2. THEORIEANSÄTZE ZUR PRÄFIXKLASSIFIZIERUNG

2.1. PRÄFIXATION UND PERFEKTIVIERUNG

2.2. AKTIONSARTEN

2.3. ÜBERSCHNEIDUNGSHYPOTHESE

3. KORPUS

4. STATISCHE UND DYNAMISCHE VERBEN

4.1. ANALYSE DER HÄUFIGSTEN PRÄFIXE DER S/D-VERBKLASSE IM RNK

5. U- UND PO- IN PASSIVER UND AKTIVER WAHRNEHMUNG

6. SEMANTIK DES PRÄFIXES PO-

7. SEMANTIK DES PRÄFIXES U-

8. KONKLUSION

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die semantische Motivation der perfektiven Präfigierung bei statischen und dynamischen Verben in der russischen Sprache. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen den Präfixen und der Verbklasse aufzuzeigen sowie die Hypothese der „leeren“ Präfixierung anhand korpuslinguistischer Daten zu prüfen.

  • Kategorisierung von russischen Verben in statische und dynamische Subklassen.
  • Analyse der Präfixwahl im Russischen Nationalkorpus (RNK).
  • Untersuchung der Präfixe „u-“ und „po-“ in Bezug auf Wahrnehmungsverben.
  • Überprüfung der Überschneidungshypothese und der semantischen Motiviertheit von Präfixen.
  • Erforschung des Zusammenhangs zwischen Aspektpaaren und Aktionsarten.

Auszug aus dem Buch

2. THEORIEANSÄTZE ZUR PRÄFIXKLASSIFIZIERUNG

Es gibt drei Hauptausrichtungen: atomistisch, strukturalistisch und kognitiv-korpuslinguistisch. Der atomistische Ansatz zur Bedeutungsbestimmung der Präfixe äussert sich durch eine möglichst komplette Auflistung der jeweiligen Präfixbedeutungen. Dies führt zur fälschlichen Annahme, dass jene Bedeutungen in keiner Form miteinander in Relation treten und somit wie Atome komplett voneinander isoliert sind. Des Weiteren liefert dieser Ansatz keine einheitliche Bestimmung der Anzahl von Präfixbedeutungen. (Vgl. LeBlanc 2010, 12)

Der strukturalistische Ansatz nähert sich dem Problem durch Abstraktion an und versucht die Diversität an Bedeutungen dadurch rauszufiltern (Vgl. LeBlanc 2010, 2); ebenfalls entfernt er sich von katalogisierten, voneinander separierten Bedeutungen und schreibt jedem Präfix eine einzige abstrakte Bedeutung zu, welche binäre Oppositionen - Eigenschaftsmarkierungen enthält (+vorhanden/ -vorhanden) (Vgl. LeBlanc 2010, 20). Der kognitivlinguistische Ansatz integriert die zuvor genannten Ansätze und betrachtet die Sprache nicht separiert, sondern vielmehr in Relation zur menschlichen Kognition – man beleuchtet also die menschliche Wahrnehmung, die sich mit und durch den Gebrauch der Sprache ändert. (Vgl. LeBlanc 2010, 48).

Zusammenfassung der Kapitel

1. INTRODUKTION: Der Autor erläutert den Fokus auf die Korrelation zwischen Präfixation und Verbklassen sowie die methodische Vorgehensweise zur Datenerhebung.

2. THEORIEANSÄTZE ZUR PRÄFIXKLASSIFIZIERUNG: Es werden die drei linguistischen Hauptansätze (atomistisch, strukturalistisch, kognitiv-korpuslinguistisch) dargestellt und die Begriffe Aspektpaar sowie Aktionsart definiert.

3. KORPUS: Beschreibung des methodischen Vorgehens unter Verwendung des Russischen Nationalkorpus für die statistische Auswertung der Präfixe.

4. STATISCHE UND DYNAMISCHE VERBEN: Definition der Verbsubklassen anhand von Kriterien wie Imperativfähigkeit, Passivbildung und Semantik sowie Präsentation einer Vergleichstabelle.

5. U- UND PO- IN PASSIVER UND AKTIVER WAHRNEHMUNG: Untersuchung der Arbitrarität der Präfixwahl und deren Markierung von Wahrnehmungsdomänen im Satz.

6. SEMANTIK DES PRÄFIXES PO-: Analyse der fünf Aktionsarten des Präfixes „po-“ und dessen semantische Auswirkung auf statische versus dynamische Verben.

7. SEMANTIK DES PRÄFIXES U-: Erläuterung der „MOVE AWAY“-Grundbedeutung des Präfixes „u-“ und dessen Kopplung an Verben der passiven Wahrnehmung.

8. KONKLUSION: Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit zur Notwendigkeit weiterer Forschung zur Präfixierung im Russischen.

Schlüsselwörter

Russische Sprache, Perfektivierung, Präfixation, Statische Verben, Dynamische Verben, Aktionsarten, Kognitive Linguistik, Korpuslinguistik, Wahrnehmungsverben, Aspektpaare, Semantische Motivation, Überschneidungshypothese, Sprachliche Kognition, Leere Präfixe, Russisches Nationalkorpus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die semantischen Zusammenhänge zwischen der Präfigierung und der Klassifizierung von russischen Verben als statisch oder dynamisch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Aspektologie im Russischen, die Theorie der Aktionsarten, die kognitivlinguistische Analyse von Präfixen und die korpusgestützte statistische Auswertung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Identifizierung von Korrelationen zwischen der Präfixwahl und der Verbklasse (statisch/dynamisch) sowie die Widerlegung der Annahme von semantisch „leeren“ Präfixen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kognitiv-korpuslinguistische Methode angewandt, die durch statistische Analysen von Verben im Russischen Nationalkorpus gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Klassifizierung von Präfixen, die Definition von statischen und dynamischen Verben, sowie eine detaillierte semantische Analyse der Präfixe „po-“ und „u-“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören russische Präfixation, Perfektivierung, Aktionsarten, statische und dynamische Verben sowie die kognitive Linguistik.

Warum werden „u-“ und „po-“ spezifisch untersucht?

Diese beiden Präfixe zeigten in der Voranalyse die auffälligste Dominanz bei den statischen Verben und erlaubten eine klare Differenzierung zwischen aktiver und passiver Wahrnehmung.

Was bedeutet der Begriff „Überschneidungshypothese“?

Die Hypothese besagt, dass die vermeintliche „Leere“ eines Präfixes eigentlich aus einer Bedeutungsüberschneidung zwischen dem Simplex-Verb und dem Präfix resultiert, was das Präfix redundant erscheinen lässt.

Warum lassen sich statische Verben klarer definieren als dynamische?

Statische Verben lassen sich konsistenter durch grammatische Kriterien wie die Unmöglichkeit der Ingressivbildung und eine spezifische semantische Ausrichtung abgrenzen.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Semantische Motivation der perfektiven Präfigierung im Russischen
Universidad
University of Zurich  (Slavisches Seminar)
Curso
Kognitive Linguistik
Calificación
6 (ausgezeichnet)
Autor
Artiom Christen (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
16
No. de catálogo
V320699
ISBN (Ebook)
9783668199941
ISBN (Libro)
9783668199958
Idioma
Alemán
Etiqueta
semantische motivation präfigierung russischen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Artiom Christen (Autor), 2015, Semantische Motivation der perfektiven Präfigierung im Russischen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320699
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