Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sport - Miscellaneous

Sind Schiedsrichter wirklich unparteiisch? Der Zusammenhang zwischen dem Home-Bias, dem sozialen Druck und dem Schiedsrichter

Title: Sind Schiedsrichter wirklich unparteiisch? Der Zusammenhang zwischen dem Home-Bias, dem sozialen Druck und dem Schiedsrichter

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 27 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M. Sc. Bahadir Düsendi (Author)

Sport - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Untersuchung soll anhand verschiedener Studien den Einfluss des sozialen Drucks auf den Schiedsrichter untersuchen und ausarbeiten, inwiefern dieser die unparteiische Entscheidungsfindung beeinflusst.

Dazu wird zunächst der Schiedsrichter mit seinen Aufgaben näher betrachtet, um danach das Prinzipal-Agenten Modell aus dem ökonomischen Kontext auf den Schiedsrichter im Fußball anzuwenden. Anschließend wird detaillierter auf den Home-Bias eingegangen. Im Hauptteil wird anhand verschiedener Studien bewertet, wie der Zusammenhang zwischen dem sozialen Druck, dem Home-Bias und der Entscheidungsfindung des Schiedsrichters hergestellt werden kann. Im darauffolgenden Kapitel werden die bis dahin gewonnen Erkenntnisse in das Prinzipal-Agenten Modell eingebettet, um so einer kritischen Bewertung der Vereinbarkeit des Modells mit den Leistungen des Schiedsrichters fähig zu sein. Das Fazit wird die in dieser Hausarbeit ausgearbeiteten Erkenntnisse auf zukünftige Forschungsbereiche beziehen.

Im Fußball ist der Schiedsrichter die Person, die auf dem Spielfeld vermutlich am wenigsten auffällt und gleichzeitig durch seine Entscheidungen über so viel Macht und Möglichkeiten verfügt, die Aufmerksamkeit aller restlichen 22 Spieler auf dem Feld, Mannschaften, Fans, Medien und Dachverbände auf sich zu ziehen. Die Frage, wie unparteiisch Schiedsrichter wirklich sind, stellt sich hierbei nicht nur ausschließlich den Fußballbegeisterten, sondern zunehmend auch Sportökonomen, wie die Literatur der letzten Jahre verdeutlicht. Dabei zeigt sich, dass der Schiedsrichter systematischen Verzerrungen unterliegt, die seine unparteiischen Bewertungen beeinflussen. Eine Reihe von Studien untersucht diese Beeinflussung der Schiedsrichter im Hinblick auf die Vergabe von gelben und roten Karten, die gegebene Nachspielzeit oder die Vergabe von Elfmetern. Dabei stellen die Autoren fest, dass der Schiedsrichter systematisch der Heimmannschaft zugunsten beeinflusst wird. Die-se Verzerrung wird als „Home-Bias“ definiert, welcher durch sozialen Druck entsteht. Bisherigen Erkenntnissen nach, wird der soziale Druck auf den Schiedsrichter durch die Fans ausgeübt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT

2 DER (UNPARTEIISCHE) SCHIEDSRICHTER

2.1 Der Schiedsrichter und seine Aufgaben

2.2 Der unparteiische Schiedsrichter

3 DIE PRINZIPAL-AGENTEN THEORIE IM KONTEXT DES UNPARTEIISCHEN SCHIEDSRICHTERS IM FUßBALL

4 DER HOME-BIAS

5 DER ZUSAMMENHANG: HOME-BIAS - SOZIALER DRUCK - LEISTUNG DES SCHIEDSRICHTERS

5.1 Der Home-Bias in Stadien ohne sozialen Druck

5.2 Der Home-Bias in Stadien mit Tartanbahn

6 DAS FINANZIELLE ANREIZSYSTEM IM PRINZIPAL-AGENTEN MODELL ALS LÖSUNGSVORSCHLAG

7 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von sozialem Druck durch Fußballfans auf die Entscheidungsfindung von Schiedsrichtern und analysiert, ob dieser „Home-Bias“ durch finanzielle Anreizsysteme im Rahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie abgemildert werden kann.

  • Analyse der Rolle und Definition des unparteiischen Schiedsrichters
  • Untersuchung des Phänomens "Home-Bias" durch empirische Studien
  • Übertragung der Prinzipal-Agenten-Theorie auf die Schiedsrichterleistung
  • Evaluation von Lösungsansätzen durch monetäre Anreizstrukturen
  • Betrachtung von Einflussfaktoren wie Geisterspielen und Tartanbahnen

Auszug aus dem Buch

5.1 Der Home-Bias in Stadien ohne sozialen Druck

Dieser Teilabschnitt analysiert die Studie von Pettersson-Lidbom und Priks (2010) im Hinblick auf die Schiedsrichterleistung. Diese Untersuchung stellt ein natürliches Experiment dar und eignet sich deshalb besonders gut, um den Effekt des sozialen Drucks zu extrahieren. Dem Experiment liegen Daten der italienischen Fußball Liga zugrunde. Genauer werden 842 Spiele mit 41 Unparteiischen aus der Serie A und Serie B für die Saison 2006/07 untersucht, wobei 21 davon ohne Publikum stattfanden. Die Daten für die Spiele stammen aus der Zeitung „La Gazzetta dello Sport’s (2007)“ und vom Fernsehsender ESPN. Der Grund für die Spiele ohne Publikum waren massive Ausschreitungen von Hooligans, wodurch die italienische Regierung Fußballclubs zwang, Spiele ohne Publikum abzuhalten, sollten die Stadien nicht über ausreichende Sicherheitsmaßnahmen verfügen.

Die Autoren kontrollieren den Home-Bias, indem Sie die Entscheidungen des Schiedsrichters in Bezug auf die Vergabe von Fouls, sowie gelber und roter Karten mittels einer Regression schätzen. Dabei wird derselbe Schiedsrichter in Spielen mit und ohne Publikum bewertet. Ferner werden Effekte berücksichtigt, die das Verhalten von Spielern mit und ohne Publikum beeinflussen könnten. Dadurch wird die Richtigkeit für den Schätzer gewährleistet, der für die Verzerrung der Entscheidungsfindung des Schiedsrichters kontrolliert. Genauer wird vermutet, dass der Home-Bias nicht nur durch den Schiedsrichter, sondern auch durch das Verhalten von Spielern im Spiel mit und ohne Publikum beeinflusst werden könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT: Einführung in die Thematik der Unparteilichkeit von Schiedsrichtern und Darlegung der Forschungsabsicht.

2 DER (UNPARTEIISCHE) SCHIEDSRICHTER: Definition der Aufgaben des Schiedsrichters und Erläuterung, was Unparteilichkeit im Kontext von Ballspielen bedeutet.

3 DIE PRINZIPAL-AGENTEN THEORIE IM KONTEXT DES UNPARTEIISCHEN SCHIEDSRICHTERS IM FUßBALL: Anwendung der ökonomischen Theorie auf die Beziehung zwischen Dachverbänden und Schiedsrichtern zur Analyse von Anreizproblemen.

4 DER HOME-BIAS: Verifizierung des Home-Bias-Effekts anhand der Studie von Dohmen bezüglich Nachspielzeit und Elfmeterentscheidungen.

5 DER ZUSAMMENHANG: HOME-BIAS - SOZIALER DRUCK - LEISTUNG DES SCHIEDSRICHTERS: Analyse, wie sozialer Druck durch Fans zu Verzerrungen führt, unter anderem durch den Vergleich von Spielen mit und ohne Zuschauer.

6 DAS FINANZIELLE ANREIZSYSTEM IM PRINZIPAL-AGENTEN MODELL ALS LÖSUNGSVORSCHLAG: Untersuchung der Wirksamkeit von finanziellen Prämien auf die Leistungsqualität der Schiedsrichter im Bundesligakontext.

7 FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsnotwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Schiedsrichter, Fußball, Home-Bias, sozialer Druck, Prinzipal-Agenten-Theorie, Entscheidungsfindung, Nachspielzeit, Elfmeter, Leistungsanreize, Profifußball, Unparteilichkeit, Sportökonomie, Fehlentscheidungen, Geisterspiele, Reputationsmaximierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob Fußballschiedsrichter tatsächlich unparteiisch sind oder ob sie durch äußere Einflüsse, insbesondere durch den sozialen Druck der Fans, in ihren Entscheidungen beeinflusst werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der sogenannte "Home-Bias" (die Bevorzugung der Heimmannschaft), die ökonomische Analyse mittels der Prinzipal-Agenten-Theorie sowie die Auswirkungen von sozialem Druck auf Schiedsrichterentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Einfluss des sozialen Drucks auf die Entscheidungsfindung zu untersuchen und zu prüfen, ob finanzielle Anreizsysteme ein wirksames Instrument darstellen, um diesen Effekt zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet verschiedene empirische Studien aus, die Datensätze aus professionellen Ligen wie der Bundesliga, der Primera Division und der Champions League heranziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Existenz des Home-Bias belegt, anschließend der Zusammenhang zwischen sozialem Druck und Schiedsrichterleistung analysiert und schließlich die Wirksamkeit finanzieller Anreizsysteme kritisch bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Home-Bias, sozialer Druck, Prinzipal-Agenten-Theorie, Schiedsrichterleistung, Anreizsysteme und Sportökonomie.

Wie wirkt sich eine Tartanbahn zwischen Spielfeld und Zuschauern auf den Schiedsrichter aus?

Die Studien deuten darauf hin, dass eine Tartanbahn den sozialen Druck der Fans mindert, wodurch der Home-Bias abnimmt und sich die Entscheidungen des Schiedsrichters stärker objektivieren.

Konnten die Autoren belegen, dass eine Erhöhung der Schiedsrichterprämien die Leistung verbessert?

Nein, die Untersuchung von Frick et al. konnte keinen direkten Zusammenhang zwischen einer reinen Prämiensteigerung und einer Leistungssteigerung der Schiedsrichter nachweisen.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Sind Schiedsrichter wirklich unparteiisch? Der Zusammenhang zwischen dem Home-Bias, dem sozialen Druck und dem Schiedsrichter
College
University of Paderborn
Grade
1,3
Author
M. Sc. Bahadir Düsendi (Author)
Publication Year
2015
Pages
27
Catalog Number
V320734
ISBN (eBook)
9783668200227
ISBN (Book)
9783668200234
Language
German
Tags
sind schiedsrichter zusammenhang home-bias druck
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. Sc. Bahadir Düsendi (Author), 2015, Sind Schiedsrichter wirklich unparteiisch? Der Zusammenhang zwischen dem Home-Bias, dem sozialen Druck und dem Schiedsrichter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320734
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint