Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

Atombomben für den Frieden? Der Einfluss nuklearer Bewaffnung auf den indo-pakistanischen Konflikt

Title: Atombomben für den Frieden? Der Einfluss nuklearer Bewaffnung auf den indo-pakistanischen Konflikt

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 29 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Kraft (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Frage, ob Indien und Pakistan während des Kargilkonflikts im Jahr 1999 vor einem nuklearen Angriff zurückschreckten, weil sie Angst vor einem Vergeltungsschlag hatten. Die zu untersuchende These ist, ob die nukleare Bewaffnung für mehr Sicherheit in Südasien gesorgt hat. Vorab soll deshalb der Kalte Krieg untersucht werden, um eine Übertragung auf Südasien möglich zu machen. Tatsache ist, dass man zur Zeit des Kalten Krieges ein bipolares Machtgefüge vorherrschen hatte.

Während in Südasien China als dritte Atommacht und die USA als intervenierende Partei dafür sorgen, dass der Konflikt zwischen Indien und Pakistan auf einer multipolaren Basis ausgetragen wird. Das Werk „Krisenherd Kaschmir“ von Dietmar Rothermund konnte einen umfassenden Einblick in die Thematik des Konflikts gewähren. Auf die Erläuterung von Lawrence Freedman zum Thema nukleare Abschreckung aufbauend, konnten auch die Publikationen von Christian Wagner Aufschluss über die Funktionsweise dieser Hypothese geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie der nuklearen Abschreckung

2.1. Theorie der nuklearen Abschreckung im Kalten Krieg

2.2. Der Atomwaffensperrvertrag

2.3. Heutige Anwendbarkeit der Theorie der atomaren Abschreckung

3. Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan

3.1. Der Verlauf des Konflikts

3.2. Die indische Atompolitik

3.3. Die pakistanische Atompolitik

4. Sorgt die atomare Bewaffnung in Südasien für mehr Sicherheit?

4.1. Ideologische Voraussetzungen vor der atomaren Bewaffnung

4.2. Nach der atomaren Bewaffnung

5. Nukleare Abschreckung oder atomare Katastrophe?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der nuklearen Bewaffnung auf den indo-pakistanischen Konflikt und analysiert, ob die aus dem Kalten Krieg stammende Theorie der nuklearen Abschreckung auf die heutige sicherheitspolitische Lage in Südasien übertragbar ist, um die Gefahr einer atomaren Eskalation zu bewerten.

  • Analyse der Theorie der nuklearen Abschreckung und ihrer historischen Entstehung
  • Untersuchung der Geschichte des indo-pakistanischen Konflikts und der Kaschmir-Frage
  • Vergleich der indischen und pakistanischen Atompolitik unter Berücksichtigung ideologischer Faktoren
  • Bewertung der Stabilität in Südasien im Kontext des Stabilitäts-Instabilitäts-Paradoxons

Auszug aus dem Buch

Die Theorie der nuklearen Abschreckung im Kalten Krieg

Laut Rothermund hat die Theorie der nuklearen Abschreckung im Kalten Krieg nur aufgrund der Berechenbarkeit funktionierte, ein Element das solch eine Transparenz ermöglicht ist beispielsweise die Kompetenz des Nachrichtendienstes. Im folgenden Abschnitt soll der Verlauf und die damit verbundenen Veränderungen dieser These genauer untersucht werden, dabei wird das Hauptaugenmerk auf die unterschiedlichen amerikanischen Administrationen gelegt. Durch die geschichtliche Entwicklung und die auf verschiedene Weise handelnden Akteure, lässt sich dieser Prozess in drei Phasen einteilen. Die erste Phase beschreibt das amerikanische Monopol auf Atomwaffen bis 1949, die zweite basiert auf der Doktrin der gesicherten Zerstörung und die dritte zeigt die wechselseitige Zerstörung (MAD, Mutual Assured Destruction). (vgl. Freedman, 1989: S.40)

Für die US-Administration unter Harry Truman war es das erste Mal möglich die Atombombe als Erweiterung des Waffenarsenals zu nutzen, mit dieser konnten sie binnen kürzester Zeit den Feind zur bedingungslosen Kapitulation zwingen. Die Ereignisse nach Pearl Harbor sind ein erstes demonstratives Beispiel für den Gedanken seinen Feind vom Gebrauch von Waffen mit verheerender Wirkung abzuhalten, da ihm sonst ein nuklearer Gegenschlag drohen würde. Aufgrund ihrer Monopolstellung im Bereich nuklearer Waffen konnten die USA nach dem Angriff der Japaner auf ihren Marinestützpunkt an zwei japanischen Städten ein Exempel statuieren. „The professional military readily accepted the importance of the threat of retaliation to deter atomic aggression.“(Freedman, 1989: S.41) Die atomare Abschreckung ist eine Art psychologischer Kriegsführung, nach 1948 war das einsetzen nuklearer Waffen ein Tabu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Themas nukleare Bewaffnung im Kontext der Weltpolitik sowie die spezifische Brisanz des Kaschmirkonflikts und führt in die Fragestellung der Arbeit ein.

2. Die Theorie der nuklearen Abschreckung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Abschreckung im Kalten Krieg, den Atomwaffensperrvertrag und hinterfragt deren Anwendbarkeit auf die heutige Zeit.

3. Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan: Hier werden die historischen Ursprünge des Kaschmirkonflikts sowie die Entwicklung der nationalen Atompolitiken Indiens und Pakistans detailliert dargestellt.

4. Sorgt die atomare Bewaffnung in Südasien für mehr Sicherheit?: Das Kapitel analysiert die ideologischen Voraussetzungen und die Auswirkungen der nuklearen Bewaffnung auf die regionale Sicherheit unter Anwendung des Stabilitäts-Instabilitäts-Paradoxons.

5. Nukleare Abschreckung oder atomare Katastrophe?: Das abschließende Kapitel zieht ein Fazit zur Friedenswirkung der nuklearen Bewaffnung in Südasien und diskutiert die latente Gefahr eines nuklearen Krieges.

Schlüsselwörter

Nukleare Abschreckung, Kaschmirkonflikt, Südasien, Indien, Pakistan, Atomwaffen, Stabilitäts-Instabilitäts-Paradox, Kalter Krieg, Sicherheitspolitik, Proliferation, Ideologie, Außenpolitik, Nukleare Katastrophe, Rüstungskontrolle, Multipolarität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss des Besitzes von Atomwaffen auf die Stabilität und Sicherheit im indisch-pakistanischen Konflikt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Abschreckung, der Geschichte Kaschmirs sowie den nationalen Strategien der indischen und pakistanischen Atompolitik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob die nukleare Bewaffnung zur Sicherheit in Südasien beigetragen hat oder ob die theoretischen Modelle aus dem Kalten Krieg auf diese Region übertragbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie die Auswertung historischer und aktueller außenpolitischer Entwicklungen und Dokumente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die historische Analyse des Konflikts und eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirkung nuklearer Abschreckung vor Ort.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören nukleare Abschreckung, Kaschmirkonflikt, atomare Bewaffnung und Stabilitäts-Instabilitäts-Paradox.

Welche Rolle spielt die "Zwei-Nationen-Theorie" im Kontext der Arbeit?

Sie dient als historischer Erklärungsansatz für die Teilung Indiens und die daraus resultierenden ideologischen Spannungen, die den Konflikt bis heute prägen.

Warum wird das "Stabilitäts-Instabilitäts-Paradox" in der Arbeit angeführt?

Es erklärt den Widerspruch, dass Atomwaffen zwar die Wahrscheinlichkeit eines totalen Krieges senken, gleichzeitig aber kleinere, konventionelle Konflikte begünstigen können.

Welche Bedeutung kommt dem Kargil-Konflikt zu?

Er wird als Novum angeführt, da es sich um die erste bewaffnete Auseinandersetzung zwischen zwei offiziellen Atommächten handelte, was die These der friedensstiftenden Wirkung von Atomwaffen infrage stellt.

Wie bewertet der Autor die Rolle des pakistanischen Militärs?

Das Militär wird als zentraler Akteur dargestellt, dessen Feindbild "Indien" und ideologische Ausrichtung wesentliche Faktoren für die Instabilität und nukleare Risiken in der Region sind.

Excerpt out of 29 pages  - scroll top

Details

Title
Atombomben für den Frieden? Der Einfluss nuklearer Bewaffnung auf den indo-pakistanischen Konflikt
College
University of Rostock  (Institut für Politik und Verwaltung)
Course
Konfliktregion Südasien
Grade
2,0
Author
Michael Kraft (Author)
Publication Year
2013
Pages
29
Catalog Number
V320883
ISBN (eBook)
9783668200784
ISBN (Book)
9783668200791
Language
German
Tags
Kaschmir Indien Pakistan Atomwaffen nuklear Atomwaffensperrvertrag Kaschmirkonflikt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Kraft (Author), 2013, Atombomben für den Frieden? Der Einfluss nuklearer Bewaffnung auf den indo-pakistanischen Konflikt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320883
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  29  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint