Der Begriff Ubiquitous Computing wurde erstmals 1988 von Mark Weiser während seiner Forschungstätigkeit für das PARC verwendet. Hierbei wurde ein Programm gestartet, um die Defizite bei Nutzung von Computern zu erforschen. Im Rahmen dieses Programms wurden neue Ideen entwickelt, die zum Entwurf des Ubiquitous Computing führten. Dieses Assignment hat das Ziel den Begriff Innovation und Ubiquitous Computing näher zu erläutern. Dabei sollen folgende Fragen beantwortet werden:
– Was bedeutet Ubiquitous Computing?
– Was bedeutet in diesem Zusammenhang Innovation?
– Welche Einsatzmöglichkeiten des Ubiquitous Computing gibt es bereits?
– Ist Ubiquitous Computing bereits eine Innovation oder bzw. kann es sich zu einer Innovation entwickeln?
Dazu werden im zweiten Kapitel die Begriffe Ubiquitous Computing, Innovation und RFID (Radio Frequency identification) sachlich definiert. Im dritten Kapitel werden die aktuellen Einsatzmöglichkeiten mit Ubiquitous Computing vorgestellt. Im letzten Kapitel werden Ubiquitous Computing und dessen Einsatzmöglichkeiten bewertet. Dabei wird auf dessen zukünftige Chancen aber auch Risiken eingegangen. Hierbei soll auch die Frage beantwortet werden, ob Ubiquitous Computing eine Innovation ist oder bzw. sich als eine Innovation durchsetzen kann.
Angesehene Vertreter der Organisationslehre gingen in den 50er Jahre davon aus, dass Computer niemals eine wichtige Bedeutung für die Betriebswirtschaft erlangen wird. Niemand konnte damals vorausahnen, dass irgendwann in fast jedem Haushalt ein Computer stehen wird und diese sogar miteinander über das Internet vernetzt sind. Computer und Internet gehören mittlerweile zum Alltag.
Mit Smartphones, das aktuellen Trend in diesem Bereich, ist man sogar überall und jederzeit online im Internet. Man kann Nachrichten abrufen, Musik hören, Videos ansehen, per GPS (Global Positioning System) eine Navigation starten oder standortbezogene Dienste nutzen. Ein weiteres Trend sind zurzeit Tablet-PCs. Damit kann man auch im Internet surfen, E-Mails abrufen, Spiele spielen und Bücher lesen, alles bequem auf der Wohnzimmer Couch oder im Schlafzimmer Bett. Beide Produktfamilien sind Innovationen der Informationstechnologie und revolutionieren den Alltag der Menschen.
Mit Ubiquitous Computing will man einen Schritt weiter gehen. Computer sollen allgegenwärtig sein. Sie sollen die Menschen bei alltäglichen Arbeiten unterstützen und dabei unsichtbar sowie unaufdringlich bleiben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Innovation
2.2. Ubiquitous Computing
2.3. RFID (Radio Frequency Identification)
3. Ubiquitous Computing – Einsatzmöglichkeiten
3.1. Einleitung
3.2. Automatische Produktidentifikation im Einzelhandel
3.3. Smart Living
3.4. Smart Grid
4. Kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Ubiquitous Computing im Kontext von Innovation. Dabei wird analysiert, inwiefern die allgegenwärtige Informationstechnologie den Alltag durchdringt, welche technologischen Grundlagen hierfür erforderlich sind und welche Herausforderungen einer breiten Marktdurchdringung derzeit entgegenstehen.
- Grundlagen der Innovationsbegriffe nach Schumpeter
- Technologische Basis durch RFID-Systeme
- Anwendungsbereiche in Einzelhandel, Smart Living und Smart Grid
- Herausforderungen in Bezug auf Investitionskosten, Datenschutz und Datensicherheit
- Bewertung des aktuellen Innovationsstatus von Ubiquitous Computing
Auszug aus dem Buch
2.2. Ubiquitous Computing
Der Begriff Ubiquitous Computing wurde erstmals 1988 von Mark Weiser während seiner Forschungstätigkeit für das PARC (Xerox Palo Alto Research Center) verwendet. Hierbei wurde ein Programm gestartet, um die Defizite bei Nutzung von Computern zu erforschen. Im Rahmen dieses Programms wurden neue Ideen entwickelt, die zum Entwurf des Ubiquitous Computing führten.
Mark Weiser formulierte diese Ideen zu einer Vision und veröffentlichte es. Der Beitrag von Weiser fand große Beachtung, so dass seither Weiser als der Vater der Vision „Ubiquitous Computing“ gilt.
Die Vision von Weiser besteht darin, dass allgegenwärtige Computer, die fast unsichtbar und unaufdringlich sind, den Menschen bei alltäglichen Tätigkeiten unterstützen. In diesem soziotechnischen Ansatz arbeiten Computer teilweise autark und unbemerkt im Hintergrund. Sie werden dabei vom Anwender nicht mehr bewusst wahrgenommen. Der Anwender kann sich damit voll und ganz auf seine Tätigkeit konzentrieren. Eine Interaktion mit der Informationstechnologie ist nicht mehr notwendig. Dadurch wird der Anwender bei der Bedienung der Informationstechnologie nicht abgelenkt und kann selber entscheiden, welche Informationen aufgenommen werden sollen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von Computern ein und stellt Ubiquitous Computing als visionären Schritt der allgegenwärtigen Unterstützung dar.
2. Grundlagen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Begriffe Innovation und Ubiquitous Computing sowie die Basistechnologie RFID definiert.
3. Ubiquitous Computing – Einsatzmöglichkeiten: Dieser Teil beleuchtet praxisnahe Anwendungsszenarien, konkret die Produktidentifikation im Handel, intelligentes Wohnen und moderne Energienetze.
4. Kritische Würdigung: Das Abschlusskapitel bewertet den derzeitigen Innovationsgrad und identifiziert Hürden wie Datenschutzbedenken und hohe Kosten.
Schlüsselwörter
Ubiquitous Computing, Innovation, RFID, Informationstechnologie, Smart Living, Smart Grid, Marktdurchdringung, Datenschutz, Datensicherheit, Soziotechnischer Ansatz, Automatisierung, Invention, Effizienz, Vernetzung, Markteinführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept des Ubiquitous Computing und dessen Rolle als Innovation in unserer modernen, technologisch geprägten Welt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die theoretische Abgrenzung von Innovation, die RFID-Technik als Basistechnologie sowie konkrete Einsatzbereiche wie Handel, Smart Living und Energienetze.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Begriff Innovation in Bezug auf Ubiquitous Computing zu erläutern und zu prüfen, ob sich dieser Technologieansatz bereits als echte Innovation etabliert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte sowie eine explorative Untersuchung aktueller Einsatzmöglichkeiten und Hindernisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die RFID-Technologie und die Analyse spezifischer Anwendungsfelder des Ubiquitous Computing.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Ubiquitous Computing, RFID, Innovation, Smart Living, Smart Grid sowie Aspekte des Datenschutzes und der technologischen Diffusion.
Warum wird RFID als Basistechnologie für Ubiquitous Computing angesehen?
RFID ermöglicht die berührungslose Identifikation und Vernetzung von physischen Objekten, was für die "unsichtbare" Computerunterstützung im Alltag unerlässlich ist.
Welche Rolle spielen Datenschutz und Datensicherheit bei der Verbreitung?
Sie stellen massive Hürden dar, da sowohl Unternehmen als auch Verbraucher aufgrund potenzieller Überwachungsmöglichkeiten und Hack-Gefahren skeptisch gegenüber der flächendeckenden Vernetzung sind.
Bleibt Ubiquitous Computing nach Einschätzung des Autors auf der Stufe der Invention?
Ja, der Autor argumentiert, dass trotz vorhandener Technik die nötige wirtschaftliche Marktdurchdringung fehlt, weshalb das Konzept derzeit noch als Invention eingestuft wird.
- Quote paper
- Mehmet Gencsoy (Author), 2011, Ubiquitous Computing. Innovation mit der Allgegenwärtigkeit der Informationstechnologie im Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/320985