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Der mediale Umgang mit 9/11 und die Auswirkungen auf den internationalen Film

Título: Der mediale Umgang mit 9/11 und die Auswirkungen auf den internationalen Film

Trabajo Escrito , 2014 , 23 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Natalie Zoghbi (Autor)

Filmología
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Diese Arbeit unternimmt den Versuch, den medialen Umgang mit 9/11 im Speziellen und kulturellen Zäsuren im Allgemeinen zusammenzufassen sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf den fiktionalen Film aufzuzeigen.

Kulturelle Zäsuren und Traumata wie etwa Terroranschläge oder Kriege verändern die Gesellschaft, schüren Ängste, kratzen am Selbstverständnis und am Bild des 'Anderen' und sind somit auch für eine mediale Verarbeitung prädestiniert, fiktional wie non-fiktional.

Die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf die USA zielten sowohl als Ereignis per se, als auch in ihrer medialen Verarbeitung auf eine enorme Öffentlichkeit ab. Die auf die Anschläge folgende Berichterstattung sowie die später entstandenen Repräsentationen der Geschehnisse sind darüber hinaus durchsetzt von Instrumentalisierung der affektbesetzten Bilder und der damit verknüpften Emotionen aber auch von Strategien zur Bewältigung des Erlebten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Ziel und Aussichten

2 Der 11. September 2001 – Kulturelle Zäsur oder Medienereignis

2.1 USA

2.2 Globale Rezeption

2.3 Kritische Auseinandersetzung

2.4 Instrumentalisierung der Nachrichtenbilder

3 Film und 9/11

3.1 Das Trauma im Film

3.2 Der Film als Spiegel der Gesellschaft

3.3 Art der Thematisierung

3.3.1 Direkte Thematisierung und Thematisierung der Folgen

3.3.2 Indirekte Thematisierung und Effekte auf die Filmlandschaft

3.3.3 Parallelen zum Film vor 9/11

3.4 Zweck und Wirkung

3.4.1 Instrumentalisierung fiktionaler Filme

3.4.2 Film als Hilfestellung

3.5 Perspektiven

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den medialen Umgang mit den Ereignissen des 11. September 2001 und analysiert die daraus resultierenden Auswirkungen auf den fiktionalen Film, wobei insbesondere die Instrumentalisierung des Themas sowie dessen Funktion als Hilfestellung zur kollektiven Traumabewältigung im Zentrum der Forschungsfrage stehen.

  • Die mediale Inszenierung und globale Rezeption der 9/11-Ereignisse als kulturelle Zäsur.
  • Die Analyse von Filmen als Spiegelbild gesellschaftlicher Ängste und kollektiver Identitätsstiftung.
  • Unterscheidung zwischen direkter, indirekter und symbolischer Thematisierung von Terrorismus im Kino.
  • Die instrumentelle Nutzung fiktionaler Formate für politische Zwecke und zur Identitätskonstruktion.
  • Die psychologische Funktion des Films als Mittel zur Bewältigung traumatischer Erfahrungen.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Trauma im Film

„Wie fasst man das Unfassbare? – Indem man die konventionelle filmische Raum- und Zeitordnung aufbricht und so die ‚Fassung’ verliert.“ (Weitze 2012: S. 255).

Da das vergangene Trauma in der Regel nicht normal erinnert werden kann, sondern eher bruchstückhaft oder gar völlig einem toten Punkt gewichen ist, wird es häufig als nicht darstellbar oder erklärbar beschrieben. Entsprechend schwierig ist die Vorstellung einer Darstellung von Traumatisierung im Film. Dennoch versuchen Filmschaffende immer wieder diese Leere symbolisch darzustellen (vgl. Köhne 2012: S. 12). „Das Undarstellbarkeitsdogma wich zunehmend der Frage, nicht ob, sondern wie […] Traumaereignisse repräsentiert werden können.“ (ebd.: S. 13). Ein Ansatz für eine mögliche Annäherung an Darstellbarkeit traumatischer Ereignisse liegt in den technischen Möglichkeiten, durch welche Filme zum Beispiel in ihrer Struktur der strukturellen Definition von Traumata angenähert werden können:

„Sie [die filmische Narration] kann das Bruchhafte, Diskontinuierliche in Form von Sprüngen, kurzen Einblendungen, ›Schweigen‹, a-logischen Schnitten nachahmen. […] Film kann die Rolle der Wiederholung und des Re-Enactments übernehmen, Elemente des Traumas in eine Narration überführen und damit einer spezifischen phantastischen oder kritischen Lesart zuführen. Im Gegensatz zu anderen Kunstformen kann Film traumatische Erinnerung parallel auf der narrativen, visuellen und akustischen Ebene inszenieren.“ (ebd.: S. 9)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ziel und Aussichten: Einführung in die Problematik der medialen Aufarbeitung von 9/11 und Darlegung der Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich des fiktionalen Films.

2 Der 11. September 2001 – Kulturelle Zäsur oder Medienereignis: Analyse der Wahrnehmung von 9/11 als globales Ereignis sowie der Rolle der US-amerikanischen Betroffenheit und der globalen medialen Rezeption.

2.1 USA: Beleuchtung der unmittelbaren Schockwirkung auf die US-amerikanische Nation und deren Selbstverständnis.

2.2 Globale Rezeption: Untersuchung des Einflusses der Live-Berichterstattung auf die weltweite Wahrnehmung und Identifikation mit dem Ereignis.

2.3 Kritische Auseinandersetzung: Diskussion der kontroversen Einordnung von 9/11 als Zäsur sowie der gesellschaftlichen Diskurse im Nachgang.

2.4 Instrumentalisierung der Nachrichtenbilder: Aufzeigung der gezielten Nutzung von Bildmaterial zur politischen Meinungsbildung und affektiven Steuerung.

3 Film und 9/11: Übergang zur Analyse des fiktionalen Films als Ort der künstlerischen Verarbeitung und gesellschaftlichen Reflexion.

3.1 Das Trauma im Film: Theoretische Auseinandersetzung mit der filmischen Darstellbarkeit von Traumata und der Aufbrechung konventioneller filmischer Strukturen.

3.2 Der Film als Spiegel der Gesellschaft: Erörterung der Katastrophenfiktion als kultureller Spiegel kollektiver Ängste und Identitätsmuster.

3.3 Art der Thematisierung: Kategorisierung filmischer Annäherungen an das Ereignis in direkte, indirekte und historisch vergleichende Formen.

3.3.1 Direkte Thematisierung und Thematisierung der Folgen: Analyse von Filmen, die sich explizit mit den Anschlägen und deren unmittelbaren Konsequenzen auseinandersetzen.

3.3.2 Indirekte Thematisierung und Effekte auf die Filmlandschaft: Untersuchung der atmosphärischen und strukturellen Auswirkungen auf Genrefilme ohne expliziten 9/11-Bezug.

3.3.3 Parallelen zum Film vor 9/11: Betrachtung vor 2001 entstandener Werke, die bereits Muster oder Motive enthielten, die heute mit 9/11 assoziiert werden.

3.4 Zweck und Wirkung: Erläuterung der Intentionen hinter der filmischen Aufarbeitung des Traumas jenseits kommerzieller Interessen.

3.4.1 Instrumentalisierung fiktionaler Filme: Untersuchung der politischen Steuerung und Nutzung von Feindbildern im fiktionalen Film.

3.4.2 Film als Hilfestellung: Analyse des Potenzials von Filmen als Medium der kollektiven Katharsis und individuellen Bewältigung.

3.5 Perspektiven: Zusammenfassende Betrachtung der methodischen Ansätze zur Perspektivenvielfalt in der filmischen Analyse.

4. Fazit: Zusammenführende Bewertung der Rolle des Films als Medium, das 9/11 dauerhaft in das kollektive Gedächtnis eingeschrieben hat.

Schlüsselwörter

9/11, Terrorismus, Film, Trauma, Medienereignis, Instrumentalisierung, Identitätsstiftung, Katastrophenfiktion, Traumabewältigung, kollektives Gedächtnis, USA, Filmgeschichte, Bildmedien, Gesellschaft, Rezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Ereignis 9/11 durch Medien und insbesondere den fiktionalen Film in das kulturelle Gedächtnis der westlichen Gesellschaften eingeschrieben wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die mediale Konstruktion von 9/11 als Zäsur, die filmische Darstellung von Traumata sowie die Instrumentalisierung audiovisueller Medien für politische und psychologische Zwecke.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Einfluss von 9/11 auf die fiktionale Filmlandschaft zu analysieren und aufzuzeigen, ob Filme lediglich Propaganda dienen oder auch als Mittel zur kollektiven Traumabewältigung und Sinnstiftung fungieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kulturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die filmtheoretische Konzepte, medienhistorische Kontexte und diskursanalytische Ansätze kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die mediale Aufarbeitung nach 9/11, die theoretischen Grundlagen des Traumas im Film sowie eine detaillierte Kategorisierung filmischer Thematisierungen von der direkten Darstellung bis hin zur indirekten symbolischen Verarbeitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind 9/11, Trauma, Medienereignis, Instrumentalisierung, Filmtheorie und kollektives Gedächtnis.

Warum wird im Film oft auf das 9/11-Trauma zurückgegriffen?

Der Rückgriff dient einerseits der kommerziellen Nutzung eines emotional besetzten Themas, bietet dem Zuschauer jedoch andererseits die Möglichkeit, ein schockartiges Ereignis in einem kontrollierten, fiktionalen Rahmen zu durchleben und zu verarbeiten.

Welche Rolle spielt die Perspektive der "Anderen" bei der filmischen Verarbeitung?

Diese Perspektive hinterfragt die vorherrschende westliche Opferperspektive und ermöglicht durch Filme wie die Kurzfilmsammlung "11'09''01" einen kritischen Blick auf das Leid weltweit sowie auf die gängigen Darstellungsformen Hollywoods.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Der mediale Umgang mit 9/11 und die Auswirkungen auf den internationalen Film
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Medien- und Kulturwissenschaften)
Curso
Globalisierung, visuelle Medien, Zeugenschaft
Calificación
1,0
Autor
Natalie Zoghbi (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
23
No. de catálogo
V321055
ISBN (Ebook)
9783668203266
ISBN (Libro)
9783668203273
Idioma
Alemán
Etiqueta
umgang auswirkungen film 9/11 11. September medien trauma zäsur terror effekt instrumentalisierung folgen medial fiktion bewältigung verarbeitung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natalie Zoghbi (Autor), 2014, Der mediale Umgang mit 9/11 und die Auswirkungen auf den internationalen Film, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321055
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