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Entwicklung eines Konzeptes zur Einführung eines Verhaltenskodex für Führungskräfte im Unternehmen

Titel: Entwicklung eines Konzeptes zur Einführung eines Verhaltenskodex für Führungskräfte im Unternehmen

Bachelorarbeit , 2016 , 73 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Enrico Mertins (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Wenn wir es schaffen, Moral und Ethik in unser wirtschaftliches Handeln mit einzubeziehen, werden wir noch größeren Erfolg haben.“ (Daniel Goeudevert, ehem. Mitglied des Konzernvorstands von Volkswagen)

Neben dem Ziel, Gewinn zu erwirtschaften, wird den Unternehmen vor allem die Vermittlung von ethisch einwandfreiem Handeln immer wichtiger. Die Anforderungen in Bezug auf die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung steigen stetig. Es haben sich moralische und ethische Wertvorstellungen in der Gesellschaft etabliert, die eingehalten werden müssen. Die Einführung von Compliance-Maßnahmen, eine nachhaltige Produktion, Gleichbehandlung aller Mitarbeiter sowie gerechte Arbeitsbedingungen sind nur einige Ansprüche, die an moderne Unternehmen gestellt werden. Handelt ein Unternehmen entgegen diesen Wertvorstellungen, kann das schwerwiegende Folgen in Form von Image- oder Finanzschäden haben. Demnach ist es wichtig, dass ein Unternehmen eigene Werte definiert und somit die Grundlage für eine gelebte Unternehmensethik im Unternehmen schafft.

Die Unternehmensethik spiegelt sich in jeder Abteilung eines Unternehmens wieder. Während in der Buchhaltung eine korrekte Dokumentation aller finanziellen Transaktionen stattfindet, sollte die Marketingabteilung versuchen, irreführende Werbeversprechen zu vermeiden. Ein Personalleiter hingegen ist für einen fairen Einstellungsprozess verantwortlich (Vgl. Reiss 2010, S. 6).

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und die Unternehmensethik zu verbessern, implementieren viele Arbeitgeber einen Verhaltenskodex für ihre Arbeitnehmer. Die Einführung eines Verhaltenskodex fördert ethisches und gesetzeskonformes Verhalten im Unternehmen. Sowohl das individuelle Verhalten der Führungskräfte und Mitarbeiter als auch deren kollektives Verhalten wird optimiert (Vgl. Fahrig 2010, S. 149).

Mit einem Verhaltenskodex besteht die Möglichkeit, nicht nur den Mitarbeitern, sondern primär den Führungskräften einen Rahmen für ihr tägliches Handeln zu geben. Führungskräfte nehmen eine Vorbildfunktion im Unternehmen ein und die Anforderungen, die an sie gestellt werden, sind sehr hoch. Sie müssen nicht nur sicherstellen, dass die Mitarbeiter ihre Potentiale entfalten können, sondern auch die individuellen Ziele der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen in Einklang bringen (Vgl. Mertens/Kramer 2015, S. 218).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Verhaltenskodex

2.1.1 Definition

2.1.2 Status des Verhaltenskodex in Deutschland

2.2 Führungskräfte

2.2.1 Definition

2.2.2 Sozialkompetenz von Führungskräften

3. Beweggründe für die Einführung eines Verhaltenskodex

3.1 Verhalten von Führungskräften optimieren

3.1.1 Deutscher Corporate Governance Kodex

3.1.2 Sarbanes-Oxley Act

3.2 Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften sicherstellen

3.3 Ethische Standards vermitteln

3.4 Außendarstellung des Unternehmens verbessern

4. Typische Inhalte eines Verhaltenskodex

4.1 Einleitung

4.1.1 Vorwort

4.1.2 Leitbild

4.1.3 Geltungsbereich

4.2 Grundsätze

4.2.1 Gesetzestreues Verhalten

4.2.2 Interessenkonflikte

4.2.3 Schutz des Firmeneigentums

4.3 Umgang mit Geschäftspartnern und Dritten

4.3.1 Bestechung und Korruption

4.3.2 Annahme von Geschenken

4.3.3 Fairer Wettbewerb

4.4 Menschen und Umwelt

4.4.1 Führungskultur

4.4.2 Unterbindung von Diskriminierung

4.4.3 Arbeits- und Gesundheitsschutz

4.4.4 Gerechte Arbeitsbedingungen

4.4.5 Umweltschutz

4.5 Datenschutz

4.6 Schlussteil

4.6.1 Ansprechpersonen und Whistleblowing-Klausel

4.6.2 Sanktionen

5. Konzept zur Einführung eines Verhaltenskodex

5.1 Erstellung

5.1.1 Auswahl des richtigen Inhaltes

5.1.1.1 Unternehmenseigene Inhalte formulieren

5.1.1.2 Allgemeine Regelwerke oder Branchenkodizes

5.1.1.3 Unwirksame Richtlinien

5.1.2 Formulierung

5.1.3 Handlungsempfehlungen

5.2 Implementierung

5.2.1 Einbeziehung des Betriebsrates

5.2.1.1 Beispiel: Walt-Mart

5.2.1.2 Beispiel: Honeywell

5.2.2 Arbeitsvertragliche Implementierung

5.2.3 Implementierung durch Weisung

5.2.4 Implementierung durch Betriebsvereinbarung

5.2.5 Handlungsempfehlungen

5.3 Kommunikation

5.3.1 Möglichkeiten der Kommunikation

5.3.2 Rolle der Unternehmensführung

5.3.3 Schulungen

5.3.3.1 Schulung zur Einführung

5.3.3.2 regelmäßige Schulungen

5.3.4 Handlungsempfehlungen

5.4 Einhaltung sicherstellen

5.4.1 Einhaltung überprüfen

5.4.2 Positive Anreize schaffen

5.4.3 Verstöße sanktionieren

5.4.4 Regelmäßige Aktualisierung

5.4.5 Handlungsempfehlungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit hat das Ziel, ein strukturiertes Konzept zur Einführung eines Verhaltenskodex für Führungskräfte zu entwickeln. Sie untersucht, welche Beweggründe für ein solches Regelwerk sprechen, welche Inhalte typischerweise enthalten sein sollten und wie ein solcher Prozess – von der Erstellung über die Implementierung bis hin zur Kommunikation und Überwachung – erfolgreich und rechtskonform im Unternehmen gestaltet werden kann.

  • Beweggründe und ethische Relevanz von Verhaltenskodizes.
  • Strukturierung und inhaltliche Gestaltung moderner Verhaltenskodizes.
  • Arbeitsrechtliche Aspekte bei der Implementierung (Betriebsrat, Weisungsrecht, Arbeitsvertrag).
  • Methoden der internen Kommunikation und nachhaltige Sicherstellung der Einhaltung (Schulungen, Whistleblowing-Systeme).
  • Konzept zur Einführung eines Verhaltenskodex für Führungskräfte und die gesamte Belegschaft.

Auszug aus dem Buch

3.1 Verhalten von Führungskräften optimieren

Der Erfolg eines Unternehmens hängt zum großen Teil von der Qualität seiner Führungskräfte ab. Um das Verhalten der Führungskräfte zu verbessern und den ethischen Werten des Unternehmens anzupassen, können Richtlinien in Form eines Verhaltenskodex eingeführt werden. Diese Richtlinien sollen das Verhalten der Führungskräfte prägen und somit den Unternehmenswert erhöhen sowie das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigern (Vgl. Wollert 2012, S. 196). Der Beitrag des Verhaltenskodex liegt dabei in der Vereinheitlichung von Verhaltensweisen der Führungskräfte. Um die Unternehmensziele zu erreichen, müssen alle an einem Strang ziehen und es muss sichergestellt werden, dass das Verhalten der Führungskräfte jederzeit angemessen sowie vorbildlich ist (Talaulicar 2006, S. 128 ff.).

International spricht man in diesem Zusammenhang von Corporate Governance. Dieser Begriff kann sinngemäß mit Unternehmensverfassung oder Führungsgrundsätze übersetzt werden (Vgl. Fahrig 2010, S. 31). „Corporate Governance bezeichnet den rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens.“ (v. Werder o.J.) Fahrig ergänzt, dass dieser Ordnungsrahmen sicherstellen soll, dass sich das Unternehmen verantwortungsvoll, ethisch und gesetzeskonform weiterentwickelt. Dabei soll stets das Ziel der Steigerung des Unternehmenswertes berücksichtigt werden (Vgl. 2010, S. 31). Die Cadbury Kommission aus Großbritannien definiert Corporate Governance wie folgt: „Corporate Governance is the system by which companies are directed and controlled.” (Cadbury Report 1992, 2.5) Diese Definition hat in Großbritannien bis heute noch Geltung (Vgl. Hornberg 2005, S. 36).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Bedeutung ethischen Handelns im Unternehmenskontext und stellt das Ziel vor, ein Konzept zur Einführung eines Verhaltenskodex für Führungskräfte zu erarbeiten.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Verhaltenskodex als freiwillige Selbstverpflichtung und untersucht die Rolle von Führungskräften sowie deren Sozialkompetenz.

3. Beweggründe für die Einführung eines Verhaltenskodex: Hier werden die treibenden Faktoren analysiert, darunter die Optimierung von Führung, Compliance, ethische Standards und die positive Wirkung auf die Außendarstellung.

4. Typische Inhalte eines Verhaltenskodex: Das Kapitel strukturiert die wesentlichen Themenbereiche eines Kodex, wie etwa gesetzestreues Verhalten, den Umgang mit Geschäftspartnern, Menschenrechte und Sanktionsmechanismen.

5. Konzept zur Einführung eines Verhaltenskodex: Dieser zentrale Teil stellt ein vierstufiges Modell zur praktischen Einführung vor: Erstellung, Implementierung, Kommunikation und Sicherstellung der Einhaltung.

6. Fazit: Die Arbeit fasst das entwickelte Konzept zusammen und betont, dass ein gut integrierter Verhaltenskodex maßgeblich zur Wertsteigerung und zum langfristigen Erfolg eines Unternehmens beiträgt.

Schlüsselwörter

Verhaltenskodex, Unternehmensethik, Führungskräfte, Compliance, Corporate Governance, Implementierung, Betriebsvereinbarung, Sozialkompetenz, Whistleblowing, Wertewandel, Mitarbeitermotivation, Unternehmensimage, Sanktionen, Arbeitsrecht, Schulung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die systematische Entwicklung und Einführung eines Verhaltenskodex als Instrument für verantwortungsvolles und ethisches Handeln von Führungskräften und Mitarbeitern in Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Fundierung von Verhaltenskodizes, die Beweggründe für ihre Einführung, eine strukturierte Gliederung der inhaltlichen Komponenten sowie eine detaillierte Vorgehensweise zur praktischen Umsetzung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, Unternehmen ein praxisnahes Konzept an die Hand zu geben, um einen maßgeschneiderten Verhaltenskodex zu erstellen, arbeitsrechtlich abzusichern, intern erfolgreich zu kommunizieren und dessen Einhaltung langfristig zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der begleitenden Betrachtung ausgewählter Praxisbeispiele von Unternehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die inhaltliche Gestaltung, die juristischen Herausforderungen bei der Implementierung (z.B. Einbindung des Betriebsrats) und die strategische Kommunikation innerhalb der Belegschaft ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Verhaltenskodex, Unternehmensethik, Compliance, Corporate Governance, Implementierung und Führungsverantwortung.

Warum ist die Rolle des Betriebsrats bei der Einführung so wichtig?

Da der Betriebsrat gemäß BetrVG bei Regelungen, die das Verhalten oder die betriebliche Ordnung betreffen, ein Mitbestimmungsrecht hat, ist seine frühzeitige Einbeziehung für die Rechtswirksamkeit und Akzeptanz des Kodex entscheidend.

Was unterscheidet das Weisungsrecht von einer Betriebsvereinbarung bei der Implementierung?

Das Weisungsrecht ist eine individualarbeitsrechtliche Maßnahme, die in Betrieben ohne Betriebsrat Anwendung findet, während eine Betriebsvereinbarung eine kollektive Regelung darstellt, die für die gesamte Belegschaft verbindlich ist.

Warum wird im Buch auf die "Generation Y" eingegangen?

Die Einbindung der Erwartungen dieser Generation verdeutlicht, dass ein Verhaltenskodex auch ein Wettbewerbsvorteil im "War for Talents" ist, da junge Talente ethisches Verhalten ihres Arbeitgebers zunehmend als Auswahlkriterium betrachten.

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung eines Konzeptes zur Einführung eines Verhaltenskodex für Führungskräfte im Unternehmen
Hochschule
Fachhochschule Stralsund
Note
1,7
Autor
Enrico Mertins (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
73
Katalognummer
V321111
ISBN (eBook)
9783668204874
ISBN (Buch)
9783668204881
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung konzeptes einführung verhaltenskodex führungskräfte unternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Enrico Mertins (Autor:in), 2016, Entwicklung eines Konzeptes zur Einführung eines Verhaltenskodex für Führungskräfte im Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321111
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Leseprobe aus  73  Seiten
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