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Rechtliche Fragen zur Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung

Titre: Rechtliche Fragen zur Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung

Texte Universitaire , 2012 , 27 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Gabriele Marx (Auteur)

Travail Social
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Im Zusammenhang mit dem Thema „Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung“ treten aus rechtlicher Sicht zahlreiche Fragen auf: Geistig behindert und sorgeberechtigt – geht das? Sind die Eltern überhaupt geschäftsfähig?

Die vorliegende Arbeit geht auf diese und weitere relevanten Fragen zu dem Thema ein. Neben übergeordneten gesetzlichen Regelungen werden die Rechtsstellung von Menschen mit Behinderung sowie juristische Fragen hinsichtlich der professionellen Begleitung von Eltern mit geistiger Behinderung behandelt.

Wenn Eltern mit geistiger Behinderung für sich selbst und für ihre eigenen Angelegenheiten einen Betreuer brauchen, wie können sie das Sorgerecht für ihr Kind selbst ausüben und die Angelegenheiten ihres Kindes selbst regeln? Wie soll jemand für ein Kind sorgen können, der für sich selbst nicht sorgen darf?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Das Normalisierungsprinzip

2. Übergeordnete gesetzliche Regelungen

2.1 Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

2.2 UN - Konvention über die Rechte des Kindes

2.3 UN - Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

3. Das Betreuungsgesetz

3.1 Grundsätze der Betreuung

3.2 Einwilligungsvorbehalt

4. Rechtsstellung von Menschen mit geistiger Behinderung

5. Elterliche Sorge

5.1 Elterliche Sorge und rechtliche Betreuung

5.2 Elterliche Sorge und Einwilligungsvorbehalt

5.3 Elterliche Sorge und Geschäftsunfähigkeit

6. Rechtliche Fragen hinsichtlich der professionellen Begleitung von Eltern mit geistiger Behinderung

6.1 Finanzierung von Unterstützungsmaßnahmen für Eltern mit geistiger Behinderung

6.2 Aufsichtspflicht

6.3 Garantenpflicht

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rechtliche Situation von Eltern mit geistiger Behinderung in Deutschland und räumt mit gängigen Vorurteilen bezüglich ihrer Erziehungsfähigkeit auf. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit das deutsche Rechtssystem, flankiert durch internationale Konventionen, die elterliche Sorge dieser Personengruppe schützt und welche Unterstützungsmöglichkeiten bei der professionellen Begleitung zur Verfügung stehen.

  • Grundlagen des Normalisierungsprinzips und dessen Bedeutung für Eltern mit Behinderung
  • Die Rechtsstellung von Menschen mit geistiger Behinderung und die Rolle des Betreuungsrechts
  • Wechselwirkungen zwischen elterlicher Sorge, rechtlicher Betreuung und Geschäftsunfähigkeit
  • Finanzierungsmodelle und rechtliche Rahmenbedingungen für Unterstützungsleistungen
  • Professionelle Aspekte wie Aufsichtspflicht und Garantenstellung

Auszug aus dem Buch

1. Das Normalisierungsprinzip

Der Normalisierungsgedanke wurde in den 50er Jahren von dem Dänen BANK MIKKELSEN entwickelt und in Mitte der 70er Jahre durch den Schweden NIRJE zu acht Grundsätzen des Normalisierungsprinzips ausformuliert (Anhang 1: Acht Grundsätze des Normalisierungsprinzips). Dabei sollte man „(…) den geistig Behinderten dazu verhelfen, ein Dasein zu führen, das so normal ist, wie es nur irgendwie ermöglicht werden kann.“1 Ein Leben, das sich nicht von den gesellschaftlich anerkannten Lebensweisen anderer Menschen unterscheidet ist gekennzeichnet durch einen normalen Tagesablauf, einen normalen Wochen- und Jahresrhythmus, einen normalen Lebenslauf, das Leben in einer zweigeschlechtlichen Welt, Ansehen und Respekt, einen normalen materiellen Lebensstandard und normalen Standards bei Wohnen und Arbeit.2

Aufgrund dieser Betrachtungen wäre das Normalisierungsprinzip nur anwendbar, wenn es möglich wäre, das Lebensumfeld eines Menschen mit geistiger Behinderung individuell nach seinen Bedürfnissen zu gestalten und anzupassen. Fraglich ist nur, ob Menschen, die dazu in der Lage wären ein solches individuelles Lebensumfeld zu wählen, diese Möglichkeit beispielsweise in einem Wohnheim oder anderen Wohneinrichtungen haben. Hier sind oftmals die Gestaltungsmöglichkeiten schon durch Betreuungszeiten, Tagesabläufe, Zimmeraufteilung etc. eingeschränkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Normalisierungsprinzip: Erläutert das Konzept, behinderten Menschen eine so normale Lebensführung wie möglich zu ermöglichen und hinterfragt dessen Umsetzung in der Praxis.

2. Übergeordnete gesetzliche Regelungen: Analysiert den verfassungsrechtlichen Schutz von Ehe und Familie sowie die Bedeutung der UN-Kinderrechtskonvention und der UN-Behindertenrechtskonvention.

3. Das Betreuungsgesetz: Beschreibt das Betreuungsgesetz als Hilfsangebot, das die Rechtsposition von Menschen mit Beeinträchtigungen stärkt und definiert dessen zentrale Grundsätze.

4. Rechtsstellung von Menschen mit geistiger Behinderung: Klärt die rechtlichen Begriffe der Geschäftsfähigkeit, beschränkten Geschäftsfähigkeit und Geschäftsunfähigkeit im deutschen Recht.

5. Elterliche Sorge: Erörtert die rechtlichen Voraussetzungen der elterlichen Sorge und klärt, ob und wie rechtliche Betreuung oder Geschäftsunfähigkeit diese beeinflussen können.

6. Rechtliche Fragen hinsichtlich der professionellen Begleitung von Eltern mit geistiger Behinderung: Behandelt die Finanzierung von Unterstützungshilfen sowie die spezifischen Aspekte der Aufsichtspflicht und der Garantenstellung für professionelle Begleiter.

Schlüsselwörter

Elternschaft, geistige Behinderung, Normalisierungsprinzip, elterliche Sorge, rechtliche Betreuung, UN-Behindertenrechtskonvention, Betreuungsgesetz, Kindeswohl, Unterstützungsmaßnahmen, Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Aufsichtspflicht, Garantenpflicht, Geschäftsfähigkeit, Teilhabe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtliche Ausgangslage und die spezifischen Herausforderungen von Eltern mit geistiger Behinderung innerhalb des deutschen Rechtssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Dazu zählen das Normalisierungsprinzip, die gesetzlichen Grundlagen zur elterlichen Sorge, das Betreuungsrecht sowie die Finanzierung und rechtliche Verantwortung bei professioneller Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären, die Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung ermöglichen, und aufzuzeigen, dass eine Behinderung per se keinen Sorgerechtsentzug rechtfertigt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine juristische und sozialwissenschaftliche Analyse unter Heranziehung von Gesetzestexten, Urteilen, Fachliteratur und internationalen Abkommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert detailliert die gesetzliche Situation, das Verhältnis von Betreuung zur elterlichen Sorge und die Finanzierungsstrukturen von Unterstützungsleistungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Elternschaft, Normalisierungsprinzip, elterliche Sorge, rechtliche Betreuung, Kindeswohl und Unterstützungsmaßnahmen.

Beeinflusst ein rechtlicher Betreuer die elterliche Sorge?

Nein, die rechtliche Betreuung tangiert die elterliche Sorge nicht; ein Betreuer kann nicht automatisch die Aufgaben der elterlichen Sorge übernehmen.

Darf Eltern mit geistiger Behinderung das Kind aufgrund ihrer Behinderung entzogen werden?

Nein, eine Behinderung der Eltern rechtfertigt für sich allein genommen keinen Eingriff in die elterliche Sorge; entscheidend ist stets das Kindeswohl.

Wer finanziert die Unterstützung für Eltern mit geistiger Behinderung?

Die Finanzierung erfolgt primär durch Leistungen der Jugendhilfe (SGB VIII) und der Eingliederungshilfe (SGB IX/XII), wobei die Zuständigkeit je nach individuellen Bedürfnissen variieren kann.

Was bedeutet die Garantenpflicht im Kontext dieser Arbeit?

Sie beschreibt die strafrechtliche Verpflichtung von Personen, die für das Kindeswohl mitverantwortlich sind, bei drohenden Gefahren schadensabwehrend einzugreifen.

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Résumé des informations

Titre
Rechtliche Fragen zur Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung
Université
Erfurt University of Applied Sciences  (Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften)
Note
1,0
Auteur
Gabriele Marx (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
27
N° de catalogue
V321529
ISBN (ebook)
9783668202047
ISBN (Livre)
9783668202054
Langue
allemand
mots-clé
rechtliche fragen elternschaft menschen behinderung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gabriele Marx (Auteur), 2012, Rechtliche Fragen zur Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321529
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Extrait de  27  pages
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