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Luxus oder Überlebenshelfer für Flüchtlinge? Das Smartphone als Konfliktpotenzial

Ein Problem unterschiedlicher Lebensstile?

Title: Luxus oder Überlebenshelfer für Flüchtlinge? Das Smartphone als Konfliktpotenzial

Term Paper , 2016 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christiane Wittich (Author)

Sociology - Media, Art, Music
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Flüchtlinge mit modernen Smartphones sorgen in Deutschland oft für Skepsis und Misstrauen. Wie kommt es zu der Verständnislosigkeit einiger (deutscher) Akteure gegenüber Flüchtlingen, die (teure) Smartphones besitzen? (Wie) Lässt sich dieses Phänomen erklären? Dass Smartphones das Wichtigste neben Geld und Pass sind, wenn man fliehen muss, können viele Menschen erstmal nicht nachvollziehen. Aber hier geht es nicht um Luxus, sondern um das Überleben.

Neben gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, dem digital divide und der Betrachtung des Smartphone-Aufkommens in den für diese Arbeit relevanten Flüchtlingsgebieten, soll mit Hilfe unterschiedliche Theorien Bourdieus eine allgemeine soziologische Betrachtung der Gesellschaft erfolgen. Abschließend erfolgt ein Analyseversuch mit Hilfe dieser Theorien zu dem oben beschriebenen Phänomen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen bei der Nutzung mobiler Internetzugänge (Smartphones) und der digital divide

2.1 Digital divide / second level digital divide

2.2 IT-Infrastruktur und der digital divide in Afrika, im Nahen Osten und in Syrien

3. Definition Flüchtling / Migrant – Der Flüchtlingsstrom – Die Wege

3.1 Migration und Definition Flüchtling / Migrant

3.2 Woher kommen die Flüchtlinge? Ihre Wege

4. Das Smartphone – Seine Bedeutung aus Sicht der Flüchtlinge

5. Pierre Bourdieu: Das Kapital und der soziale Raum

5.1 Kapitalarten

5.1.1 Ökonomisches Kapital

5.1.2 Soziales Kapital

5.1.3 Kulturelles Kapital

5.1.4 Symbolisches Kapital

5.2 Der soziale Raum: Der Raum der Lebensstile, der Positionen und die Bedeutung des Habitus

6. Analyse des Phänomens

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das soziologische Phänomen der Empörung und Verständnislosigkeit innerhalb der deutschen Gesellschaft gegenüber Flüchtlingen, die Smartphones besitzen. Anhand der Habitus- und Kapitaltheorie von Pierre Bourdieu wird hinterfragt, warum der Smartphone-Besitz von Flüchtlingen als Luxus wahrgenommen wird, während er für diese eine notwendige Ressource zur Fluchtbewältigung und Lebenssicherung darstellt.

  • Soziologische Rahmenbedingungen der mobilen Internetnutzung
  • Fluchtursachen, Routen und die Rolle der digitalen Kommunikation
  • Theoretische Fundierung durch das Konzept des sozialen Raums nach Pierre Bourdieu
  • Smartphones als symbolisches Kapital und Distinktionsinstrument
  • Analyse des "Digital Divide" im Kontext von Migration

Auszug aus dem Buch

4. Das Smartphone – Seine Bedeutung aus Sicht der Flüchtlinge

Gekauft werden Smartphones meist schon im Heimatland (vgl. Meyer 2015). „Das ist mein Lebensapparat [...] der einzige Gefährte“, so Tarek S. (in El-Gawhar 2015): Er erläutert, dass auf einer Flucht nicht viel mitgetragen werden kann. Neben der Möglichkeit, via GPS Flüchtlingsrouten zu erkunden und Wege zu finden, befinden sich auf dem Smartphone oftmals Bilder und wichtige Dokumente. Er betont in dem Interview mit El-Gawhar (2015): „Wir spielen keine Games oder um [sic!] Playstation damit“ (Einfügung C.W.). Neben Telefonaten kann er günstig über das Internet Kontakt zu seiner Familie halten, die teilweise weiterhin in einem Krisengebiet in Syrien lebt oder aber über alternative Routen flüchtet. In seinem sozialen Netzwerk kann er prüfen, wer von seinen Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern noch online ist. Dann weiß er, es ist alles in Ordnung (vgl. ebd.). Tarek nutzt das Smartphone auch beruflich. Er ist Musiker, kann aber nicht mit seiner Band vor Ort proben. Über den Internetdienst Viber, der im Gegensatz zu Skype nicht vom syrischen Regime kontrolliert wird, baut er eine Videoübertragung zu der Band auf. Trotz starker Verzerrungen und Störungen der Musikübertragung in der Leitung kann sich Tarek für einen kurzen Moment heimisch fühlen (vgl. ebd).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Fluchtproblematik und die kontroversen Reaktionen auf den Smartphone-Besitz von Flüchtlingen in Deutschland.

2. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen bei der Nutzung mobiler Internetzugänge (Smartphones) und der digital divide: Darstellung der hohen Smartphone-Verbreitung in Deutschland und Definition der digitalen Kluft als ungleiche Verfügbarkeit und Nutzung von Medien.

3. Definition Flüchtling / Migrant – Der Flüchtlingsstrom – Die Wege: Differenzierung zwischen Flüchtlingen und Migranten sowie Analyse der gefährlichen Fluchtrouten.

4. Das Smartphone – Seine Bedeutung aus Sicht der Flüchtlinge: Untersuchung der lebensnotwendigen Funktionen des Smartphones für Flüchtlinge, insbesondere als Kommunikations- und Navigationsmittel.

5. Pierre Bourdieu: Das Kapital und der soziale Raum: Theoretische Einführung in die Kapitalarten und den sozialen Raum zur Erklärung von Klassenunterschieden und Distinktion.

6. Analyse des Phänomens: Anwendung der Bourdieu'schen Theorien auf die Empörung über Flüchtlinge mit Smartphones und Hinterfragung der zugrunde liegenden Perspektiven.

7. Fazit: Zusammenfassende Deutung des Unverständnisses als Resultat unterschiedlicher sozialer Bedingungen und habitueller Muster innerhalb des sozialen Raums.

Schlüsselwörter

Smartphone, Flüchtlinge, Bourdieu, Kapital, Habitus, sozialer Raum, Digital Divide, Migration, soziale Ungleichheit, Distinktion, Lebensstil, Fluchtroute, Kommunikation, symbolisches Kapital, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die soziologische Ursache für das Unverständnis und die Empörung, die Flüchtlingen in Deutschland entgegengebracht wird, wenn diese ein Smartphone besitzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Bedeutung digitaler Medien für Flüchtlinge, die soziologischen Theorien nach Pierre Bourdieu sowie die Konzepte von sozialer Ungleichheit und Habitus.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach der Bedeutung von Smartphones als symbolisches Kapital in der deutschen Gesellschaft und welchen Einfluss dies auf die Wahrnehmung von Flüchtlingen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die soziologische Konzepte (Habitus, Kapitalarten) auf ein aktuelles gesellschaftliches Phänomen anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesellschaftlichen IT-Rahmenbedingungen, Definitionen zu Migration, die Rolle des Smartphones auf der Flucht und die theoretische Herleitung durch das Bourdieu'sche Kapitalmodell.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Bourdieu, Habitus, Smartphone, soziales Kapital, Flucht und gesellschaftliche Distinktion.

Warum betrachten einige Menschen Smartphones bei Flüchtlingen als Luxus?

Aus Sicht vieler Beobachter in Deutschland passt der Besitz teurer technischer Geräte nicht in das Bild, das sie von Flüchtlingen haben, die sie primär mit Armut und geringem ökonomischen Kapital assoziieren.

Inwiefern kann das Smartphone für Flüchtlinge als Investition verstanden werden?

Flüchtlinge nutzen das Smartphone als unverzichtbares Werkzeug für die Fluchtplanung, zur Navigation, für den Erhalt sozialer Kontakte und teilweise, um finanzielle Transaktionen durchzuführen ("mobile Bank").

Was bedeutet das "digital divide" im Kontext dieser Arbeit?

Es beschreibt nicht nur den rein technologischen Zugang, sondern auch Kompetenzunterschiede bei der Nutzung digitaler Medien, die innerhalb einer Gesellschaft oder zwischen verschiedenen Akteuren als Abgrenzungsmerkmal wirken können.

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Details

Title
Luxus oder Überlebenshelfer für Flüchtlinge? Das Smartphone als Konfliktpotenzial
Subtitle
Ein Problem unterschiedlicher Lebensstile?
College
University of Hagen
Course
Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
Grade
1,3
Author
Christiane Wittich (Author)
Publication Year
2016
Pages
30
Catalog Number
V321797
ISBN (eBook)
9783668211353
ISBN (Book)
9783668211360
Language
German
Tags
luxus überlebenshelfer flüchtinge smartphone konfliktpotenzial problem lebensstile
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Wittich (Author), 2016, Luxus oder Überlebenshelfer für Flüchtlinge? Das Smartphone als Konfliktpotenzial, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321797
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