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Evolution und Wirtschaftsethik. Versuch einer Rekonstruktion der Grundidee ökonomischen Handelns

Título: Evolution und Wirtschaftsethik. Versuch einer Rekonstruktion der Grundidee ökonomischen Handelns

Trabajo de Seminario , 2013 , 17 Páginas , Calificación: 3,0

Autor:in: Gino Krüger (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Die tägliche Berichterstattung unserer Medien, ob Tagesschau, Onlinenachrichten oder Zeitung, weist eine interessante Gemeinsamkeit auf: Sie alle berichten über das wirtschaftliche Geschehen in unserer Welt und das mit einer Frequenz, die in etwa der Wettervorhersage entspricht. Wenn wir allerdings ehrlich sind, nehmen wir diese signifikante Häufigkeit nur dann bewusst wahr, wenn mal wieder eine Wirtschaftskrise ins Haus steht.

Doch da sich die Anzahl dieser, spezifisch in den letzten Jahren, beachtlich gemehrt hat, wird sich der Eine oder Andere schon einmal mit der Erkenntnis konfrontiert gesehen haben, dass die Ökonomie einen Einfluss auf unser gegenwärtiges Leben hat als das Wetter. Die individuellen Schlussfolgerungen und Folgefragen, die aus dieser Erkenntnis resultieren sind jedoch äußerst differenziert. So wird der eine konkludieren, dass er angesichts dieser Sachlage Vorkehrungen treffen müsse, denn schließlich könnte man seinen Status Quo einbüßen. Während in einem anderen vielleicht Fragen aufkommen, wie: Könnte es sein, dass mein Leben zu einem nicht geringen Anteil fremdbestimmt wird? Was ist eigentlich der Zweck einer solchen Wirtschaftsweise? Resultiert unser Wohlstand aus dem Elend anderer? Rottet sich der vermeintlich vernunftbegabte Mensch etwa selbst aus?

Diese Ausarbeitung wird sich mit einer Problematik auseinandersetzen, die einst aus einer solchen Fragestellung hervorging und sich für mich sukzessive zu einem fundamentalen Problem der ethischen Reflexion entwickelt hat. Dieses grundlegende Problem ist die Frage nach dem eigentlichen Sinn bzw. der Zweckmäßigkeit des Wirtschaftens. Wobei sowohl die Dringlichkeit, als auch die Fruchtbarkeit einer nachvollziehbaren und begründeten Antwort, der Tatsache geschuldet ist, dass die gegenwärtige Ökonomie nicht in der Lage ist eine Begründung für die Tendenzen ihrer Entwicklung aufzuführen, die nicht zumindest partiell auf sich selbst rekurriert.

Infolgedessen soll diese Abhandlung dem Versuchen dienen, die Grundidee des Wirtschaftens zu rekonstruieren, um so eine nachvollziehbare Begründung für wirtschaftliche Praktiken zu schaffen. Die Rekonstruktion erfolgt dabei durch Zuhilfenahme der Evolutionstheorie, welche die grundlegenden Implikationen der menschlichen Kooperation (die einer jeden Wirtschaftsform inhärent sind) erkennbar macht. Gemäß der gewonnenen Erkenntnisse wird im Schlussteil dieser Ausarbeitung eine Kritik an den gegenwärtigen Tendenzen des Wirtschaftens erfolgen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Exkurs in die Evolutionstheorie

2 Die sozialen Implikationen der Evolution

3 Kooperation und Fairness

4 Die kooperative Praktik des Wirtschaftens

5 Zweckmäßigkeit des Wirtschaftens & ökonomische Rationalität

6 Kritik an den gegenwärtigen Tendenzen des Wirtschaftens

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Sinn und die Zweckmäßigkeit des Wirtschaftens durch eine evolutionstheoretische Rekonstruktion menschlicher Kooperation, um eine ethisch begründete Kritik an aktuellen ökonomischen Tendenzen zu formulieren.

  • Evolutionäre Grundlagen menschlichen Verhaltens und Kooperation
  • Die Rolle der instrumentellen Vernunft und Fairness in Institutionen
  • Der Übergang von der biologischen Überlebensstrategie zum modernen Wirtschaften
  • Die Spannung zwischen normativen Ansprüchen und ökonomischer Gewinnmaximierung
  • Systemimmanente Krisen und die Notwendigkeit einer reflexiven Wirtschaftsethik

Auszug aus dem Buch

Die sozialen Implikationen der Evolution

Da nun ein Fundament für das Verständnis der menschlichen Natur gelegt ist, werde ich mich in diesem Abschnitt einer, meines Erachtens nach, besonders wichtigen Implikation der menschlichen Evolution zuwenden, die sowohl Ausdruck unserer kognitiven Dispositionen, als auch unserer Anpassungsfähigkeit ist – die Kooperationsfähigkeit.

Kooperation als Überlebensstrategie ist freilich keine Neuerfindung des Homo sapiens, eine ganze Bandbreite von Spezies praktizieren diese (so jagen Wölfe bspw. im Rudel und Ameisen organisieren sich in Kastensystemen) und sind aus diesem Grund äußerst erfolgreich bei der Erhaltung ihrer Art. Doch die Kooperation unter menschlichen Individuen hat nicht nur die Erhaltung unserer Spezies gesichert, sondern auch den Weg für den evolutionären Siegeszug des modernen Menschen geebnet. Darüber hinaus hat sich hat unsere Kooperation, über die Zeit, so weit entwickelt, dass wir heute zu Millionen in Agglomerationsräumen zusammenleben und uns in komplexen Gemeinschaften organisieren. Demnach kann die Ausprägung unserer Kooperationsfähigkeit, welche unseren mentalen Kapazitäten geschuldet ist, sowohl als Ursprung von Kultur und Fortschritt, als auch für das Entstehen von hoch entwickelten Institutionen erachtet werden. Denn erst diese ermöglichen ein Zusammenleben in komplexen Gemeinschaften.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung der Ökonomie für das moderne Leben und stellt die Frage nach dem Sinn des Wirtschaftens, die mithilfe der Evolutionstheorie beantwortet werden soll.

1 Exkurs in die Evolutionstheorie: Dieses Kapitel skizziert die Grundlagen der Evolutionstheorie, um ein wissenschaftliches Verständnis für die menschlichen Dispositionen und das komplexe Wesen des Menschen zu schaffen.

2 Die sozialen Implikationen der Evolution: Hier wird die Kooperationsfähigkeit als zentrale menschliche Überlebensstrategie definiert und deren Bedeutung für die Entstehung komplexer Institutionen erläutert.

3 Kooperation und Fairness: Das Kapitel untersucht, wie aus zweckgebundenen Kooperationen durch ein Normensystem der Fairness stabile Gemeinschaften entstehen können, um das Gefangenendilemma zu überwinden.

4 Die kooperative Praktik des Wirtschaftens: Die historische Entwicklung des Wirtschaftens vom Neolithikum bis zur modernen Handelsgemeinschaft wird als spezifische Form der kooperativen Interaktion zur Sicherung des Überlebens rekonstruiert.

5 Zweckmäßigkeit des Wirtschaftens & ökonomische Rationalität: Hier wird die ökonomische Rationalität als Effizienzprinzip unter Berücksichtigung ökologischer Knappheit definiert und als notwendiges Mittel für den Wohlstand kritisch reflektiert.

6 Kritik an den gegenwärtigen Tendenzen des Wirtschaftens: Das abschließende Kapitel kritisiert die Verselbstständigung der Ökonomie als System, das zunehmend mit dem menschlichen Überlebensinteresse in Konflikt gerät.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsethik, Evolutionstheorie, Kooperation, Homo sapiens, instrumentelle Vernunft, Fairness, Institutionen, ökonomische Rationalität, Effizienz, Ressourcenknappheit, Gemeinwohl, Gewinnmaximierung, Überlebensstrategie, Neolithische Revolution, Gerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die moralischen und evolutionären Grundlagen des Wirtschaftens, um zu verstehen, warum unser gegenwärtiges ökonomisches System von seinen ursprünglichen Zwecken abgewichen ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Evolutionsbiologie als Basis menschlicher Kooperation, die Entstehung von Institutionen durch Fairness sowie die kritische Reflexion ökonomischer Effizienzmaximen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine nachvollziehbare Begründung für wirtschaftliche Praktiken zu finden und zu zeigen, dass aktuelle Tendenzen der Wirtschaft dem langfristigen Wohlergehen der menschlichen Spezies schaden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt die Evolutionstheorie als methodologisches Werkzeug, um menschliche Charakteristika und deren Rückschluss auf soziale Kooperationsstrukturen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich entfaltet?

Der Hauptteil spannt den Bogen von der biologischen Entwicklung des Menschen über das Konzept der instrumentellen Vernunft und Fairness bis hin zur wirtschaftshistorischen Analyse des Wirtschaftens als Mittel zur Güterproduktion.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wirtschaftsethik, instrumentelle Vernunft, ökologische Knappheit, Kooperationsfähigkeit und die kritische Distanz zur reinen Gewinnmaximierung.

Inwiefern spielt das Konzept der „instrumentellen Vernunft“ eine Rolle?

Es wird als Befähigung des Menschen definiert, Mittel zu finden, um anvisierte Ziele zu erreichen – im Kontext der Arbeit ist dies die Grundlage für die Einsicht in den Nutzen von Kooperation und Regeln.

Warum hält der Autor die „ökologische Knappheit“ für eine zentrale Rahmenbedingung?

Da die Erde eine begrenzte Kugelgestalt hat, impliziert dies eine natürliche Endlichkeit von Ressourcen, die jedes effiziente Wirtschaften zwingend in sein Kalkül einbeziehen muss.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Evolution und Wirtschaftsethik. Versuch einer Rekonstruktion der Grundidee ökonomischen Handelns
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Calificación
3,0
Autor
Gino Krüger (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
17
No. de catálogo
V322170
ISBN (Ebook)
9783668214033
ISBN (Libro)
9783668214040
Idioma
Alemán
Etiqueta
Evolution Wirtschaft Ethik Wirtschaftsethik Anthropologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gino Krüger (Autor), 2013, Evolution und Wirtschaftsethik. Versuch einer Rekonstruktion der Grundidee ökonomischen Handelns, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322170
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