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Linguistische Diskursanalyse der Düsseldorfer Schule. Analyse ausgewählter Begriffe

Título: Linguistische Diskursanalyse der Düsseldorfer Schule. Analyse ausgewählter Begriffe

Trabajo , 2011 , 21 Páginas , Calificación: 2,5

Autor:in: Anonym (Autor)

Filología alemana - Lingüística
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In der 25 Seitigen Hausarbeit wird die Düsseldorfer Schule vorgestellt und diese anhand verschiedener Begriffe angewandt.

Die Düsseldorfer Schule oder der Düsseldorfer Ansatz ist eine Forschungsrichtung in der Diskursanalyse. Sie wurde an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf von Martin Wengeler und Georg Stötzl gegründet. Das Forschungsfeld richtet sich an sprachbezogene Probleme, welche die Gesellschaft und die Öffentlichkeit als problematisch oder konfliktträchtig empfindet. Als Beispiele wären hier die Atomenergie-Diskussion und die Rüstungsdebatten zu nennen.

Ein weiteres Ziel ist die Aufklärung, was ein Begriff wie Umweltschutz oder Gastarbeiter wirklich aussagt. Die Entwicklung der Bedeutung und auch bestimmte Perspektiven auf Gegenstände werden hinterfragt. Somit setzt sich die Düsseldorfer Schule als Ziel, die jüngere Vergangenheit sprachlich kommunikativ aufzuklären und ein relevanter Zweig der Linguistik für die Gesellschaft und die Öffentlichkeit zu werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Die Entwicklung der „Düsseldorfer Schule“

2.1 Arbeitsmethoden der Düsseldorfer Schule

3. Beispiel: Diskurshistorisches Wörterbuch

4. Das Vokabular der Atomenergiedebatte

4.1 Beeinflussung des Vokabulars durch die Populärliteratur

4.2 Die Entwicklung des Vokabulars aus der Fachsprache

5. Das Wort Atom

6. Entstehung des Wortes Reaktor

7. Vokabular des Atomgegner und das der Atombefürworter

8. Diskurs anhand der Wörter Restrisiko und GAU

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die diskursanalytischen Ansätze der sogenannten „Düsseldorfer Schule“ und analysiert beispielhaft, wie politisch relevante Begriffe den öffentlichen Diskurs prägen und durch gesellschaftliche sowie sprachliche Prozesse in ihrer Bedeutung beeinflusst werden.

  • Grundlagen und Arbeitsmethoden der Düsseldorfer Schule in der Diskursanalyse
  • Die sprachliche Konstruktion und Dynamik innerhalb der Atomenergiedebatte
  • Methodische Vorgehensweise bei der Erstellung eines diskurshistorischen Wörterbuches
  • Untersuchung der metaphorischen Ausweitung und Umdeutung politisch besetzter Begriffe wie „Atom“, „Restrisiko“ und „GAU“
  • Einfluss von Medien und Interessenverbänden auf die Meinungsbildung durch gezielte Wortwahl

Auszug aus dem Buch

8. Diskurs anhand der Wörter Restrisiko und GAU

Zum Schluss dieser Arbeit möchte ich zwei Begriffe des Atomenergievokabulars näher untersuchen. Ich möchte die Verwendungsweisen näher betrachten und versuchen, festzustellen, ob die Verwendung sich verändert hat. Dies möchte ich auch anhand von Zeitungen machen, um auch einen aktuellen Bezug herzustellen.

Der erste Begriff, welchen ich untersuchen möchte, ist Restrisiko. In dem Wörterbuch Brisante Wörter von Strauß wird das Wort so beschrieben, dass Restrisiko die Bezeichnung von Experten für das berechnete Risiko sei, welches trotz aller Sicherheitsvorkehrungen in einer großtechnischen Anlage dennoch auftrete. Das Restrisiko sei eine rechnerische Größe, mit welcher die äußerst geringe Wahrscheinlichkeit katastrophaler Ereignisse gezeigt werden soll. Das Wort Restrisiko wurde im Jahre 1970 zum ersten Mal von dem damaligen Wissenschaftsminister Leussink verwendet. Er benutzte das Wort um eine Entscheidung gegen den Bau eines Atomkraftwerks herbeizuführen. Vor dieser Zeit wurde der Bevölkerung suggeriert, dass es eine absolute Sicherheit gebe. Der Einwand Leussinks führte dazu, dass ein Atomkraftwerk nicht gebaut wurde, und dies war ein Zeichen für die Bevölkerung, dass dieses Restrisiko doch gar nicht so gering seien könnte, da es den Bau eines Atomkraftwerkes verhindert hat. In den Medien verschwand der Begriff Restrisiko schnell. Es wurde allerdings ein fester juristischer Terminus, da durch die Messung dieses Restrisikos über Bau oder nicht Bau von Atomkraftwerken entschieden wurde. Spätestens hier kommt nun auch eine ethische Ebene hinzu. Ab wann ist ein Restrisiko tragbar und ist es wirklich zu messen? Wer bestimmt, ab wann das Risiko tragbar ist?

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in die Düsseldorfer Schule der Diskursanalyse und Definition der grundlegenden Forschungsziele.

2. Die Entwicklung der „Düsseldorfer Schule“: Historische Darstellung der Entstehung des Forschungsansatzes und seiner theoretischen Einflüsse.

2.1 Arbeitsmethoden der Düsseldorfer Schule: Erläuterung der sprachhistorischen und empirischen Methoden zur Analyse von Diskursen.

3. Beispiel: Diskurshistorisches Wörterbuch: Vorstellung des Aufbaus und der Verfahrensweise eines Wörterbuchprojekts am Beispiel der Einwanderungsdebatte.

4. Das Vokabular der Atomenergiedebatte: Analyse der heterogenen Sprachverwendung rund um das Thema Atomenergie seit den 1970er Jahren.

4.1 Beeinflussung des Vokabulars durch die Populärliteratur: Darstellung der Rolle von Zukunftsromanen bei der Etablierung atomtechnischer Begriffe.

4.2 Die Entwicklung des Vokabulars aus der Fachsprache: Untersuchung des Prozesses, wie sich Begriffe von Fachtermini zu allgemeinsprachlichen Wörtern wandeln.

5. Das Wort Atom: Analyse der vielschichtigen Konnotationen des Wortes „Atom“ in der Gesellschaft, von Fortschritt bis hin zu erotischen oder negativen Bezügen.

6. Entstehung des Wortes Reaktor: Aufzeigung der sprachlichen Verdrängung des Begriffs „Meiler“ durch den Fachbegriff „Reaktor“.

7. Vokabular des Atomgegner und das der Atombefürworter: Vergleich der unterschiedlichen Wortwahl von Interessengruppen und die Auswirkungen auf die öffentliche Wahrnehmung.

8. Diskurs anhand der Wörter Restrisiko und GAU: Untersuchung der metaphorischen Ausweitung dieser Begriffe in den heutigen allgemeinen Sprachgebrauch.

Schlüsselwörter

Diskursanalyse, Düsseldorfer Schule, Atomenergie, Kernenergie, Sprachwandel, Restrisiko, GAU, Neologismen, Sprachgebrauchsgeschichte, Diskursgeschichte, Politische Sprache, Atomgegner, Atomkraft, Begriffe, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der diskursanalytischen Untersuchung von Begriffsverwendungen in der Öffentlichkeit, insbesondere basierend auf dem Ansatz der „Düsseldorfer Schule“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Sprache in der Atomenergiedebatte sowie der historischen Entwicklung des Sprachgebrauchs in politischen und gesellschaftlichen Kontexten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss von Sprachmustern auf das öffentliche Bewusstsein aufzuzeigen und zu untersuchen, wie sich Bedeutungen von Begriffen über Zeit verändern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die diskurshistorische Analyse der Düsseldorfer Schule angewandt, die auf semantisch-pragmatischen Grundüberlegungen basiert und Textkorpora wie Zeitungsartikel und Protokolle einbezieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Fallbeispiele, darunter das Vokabular der Atomenergiedebatte, Begriffe wie „Atom“, „Reaktor“, „Restrisiko“ und „GAU“ sowie die unterschiedliche Verwendung dieser durch verschiedene Akteure.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Diskursanalyse, Sprachwandel, politische Semantik, Atomenergie und diskursgeschichtliche Darstellung.

Warum wird das Wort „Atom“ in der Literatur als schizophren bezeichnet?

Der Autor erläutert, dass der Begriff „Atom“ sowohl positive Assoziationen (Fortschritt, Zukunft) als auch stark negative Konnotationen hervorrufen kann, was zu dieser widersprüchlichen Charakterisierung führt.

Wie hat sich die Bedeutung von „Restrisiko“ im Laufe der Zeit gewandelt?

Ursprünglich ein rein technischer, juristischer Begriff für ein berechenbares Risiko, hat er sich heute zu einem metaphorisch verwendeten Begriff entwickelt, der weit über den Kontext der Atomkraft hinaus in der allgemeinen politischen Kommunikation verwendet wird.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Linguistische Diskursanalyse der Düsseldorfer Schule. Analyse ausgewählter Begriffe
Universidad
University of Marburg  (Sprachatlas)
Curso
Linguistische Diskursanalyse
Calificación
2,5
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
21
No. de catálogo
V322414
ISBN (Ebook)
9783668216037
ISBN (Libro)
9783668216044
Idioma
Alemán
Etiqueta
linguistische diskursanalyse düsseldorfer schule analyse begriffe
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2011, Linguistische Diskursanalyse der Düsseldorfer Schule. Analyse ausgewählter Begriffe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322414
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