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Von der Slawenburg zur Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge. Die Entwicklung der Stadt Schwerin im Mittelalter

Title: Von der Slawenburg zur Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge. Die Entwicklung der Stadt Schwerin im Mittelalter

Term Paper , 2016 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dominik Schuldt (Author)

History - Basics
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1. Einleitung
Schwerin, Stadt der sieben Seen, feierte im Jahr 2010 ihr 850 jähriges Bestehen. Dabei blickte die kleine Stadt auf eine Vergangenheit zurück, die weder besonders große, noch ruhmreiche Geschichten erzählen kann. Trotzdem gelang es ihr durch die verschiedenen Jahrhunderte hindurch immer wieder, sich ihren kleinen Platz in den Geschichtsbüchern als Residenzstadt der mecklenburgischen Fürsten oder Hauptstadt des Bundeslandes, zu sichern. Ihren letzten „Coup“ landete die Stadt, als sie sich 1990 im Wettbewerb um den Titel „Landeshauptstadt“ gegen das weitaus größere und bekanntere Rostock durchsetzte. Entscheidend hierfür waren Schwerins historische Bedeutung als Regierungssitz der Großherzöge und das Vorhandensein passender Gebäude für verschiedene Ministerien bzw. Behörden. Ihren heutigen Status hat die Stadt demnach ihrer Geschichte zu verdanken. Aber welche Faktoren führten dazu, dass aus der anfänglichen Slawenburg der Sitz der mecklenburgischen Herzöge bzw. Großherzöge wurde?
Diese Frage soweit es geht zu beantworten, soll die Aufgabe dieser Hausarbeit sein. Hierbei wird zunächst die Gründung der Stadt, als von den Wenden erbaute Burg, betrachtet. Um dabei die baulichen Veränderungen, welche Schwerin im Laufe der Jahrhunderte durchlebte, besser nachvollziehen zu können, wird Aufbau und Lage der anfänglichen Siedlung genauer betrachtet. Anschließend widmet sich die Arbeit der Verleihung des Stadtrechts an Schwerin und damit seiner nächsten wichtigen Entwicklungsstufe. Im Fokus dieses Kapitels steht dabei die Frage, warum Schwerin das besagte Recht überhaupt verliehen wurde. Folgend sollen die baulichen Veränderungen und die allgemeine Entwicklung während der Grafenherrschaft untersucht werden. Weshalb die mecklenburgischen Fürsten ihren Regierungssitz in die heutige Landeshauptstadt verlegten und sie damit zu einer Residenzstadt aufstieg, ist Gegenstand des vierten Gliederungspunktes. Da der Inhalt des Selbigen teilweise in die frühe Neuzeit hineinreicht, wird er relativ kurz gefasst. Auf Grundlage der vorangegangen Kapitel soll dann abschließend die Leitfrage dieser Hausarbeit in der Schlussbetrachtung beantwortet werden. Hierbei gilt es zu beachten, dass diese Arbeit nicht den Anspruch hat eine vollständige Stadtchronik zu sein. Sie wird sich fast ausschließlich der mittelalterlichen Entwicklung Schwerins widmen...

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die wendische Burg

2.1 Aufbau und Lage

2.1 Zeit unter der Obotritenherrschaft

3. Die frühe Stadt

3.1 Die Verleihung des Stadtrechtes

3.2 Bauliche Veränderungen

3.3 Die Zeit der Grafen und Bischöfe

4. Aufstieg zur Residenzstadt

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung Schwerins vom frühen Mittelalter bis zum Aufstieg zur herzoglichen Residenzstadt. Dabei soll insbesondere geklärt werden, welche militärstrategischen, wirtschaftlichen und machtpolitischen Faktoren dazu führten, dass sich die ursprüngliche slawische Siedlung „Zverini“ zu einem bedeutenden Zentrum mecklenburgischer Herrschaft entwickelte.

  • Die Entstehung und strategische Bedeutung der wendischen Burg
  • Die Auswirkungen der Stadtrechtsverleihung auf die frühe Entwicklung
  • Das Machtgefüge zwischen Grafen und Bischöfen im mittelalterlichen Schwerin
  • Die wirtschaftliche Rolle und der Einfluss der Hanse auf die Stadtstruktur
  • Der langfristige Prozess der Etablierung als herzogliche Residenzstadt

Auszug aus dem Buch

2.1 Aufbau und Lage

Vor der Besiedelung war das Gebiet des heutigen Schwerins sicherlich ein schöner Anblick. Inmitten einer sumpfigen Niederung zwischen dem Ziegel-und Burgsee, erhob sich ein sandiger Hügel. Ihm gegenüber, im Süden des Schweriner Sees, lag eine Insel. Die slawischen Siedler erkannten wohl die militärstrategisch günstige Lage des Ortes und errichteten deshalb eine befestigte Siedlung auf dem Hügel und eine Burg auf der Insel, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden war. Allein durch die Sumpfniederung des heutigen Alten Gartens erreichbar, ließ sich die Burg vorzüglich verteidigen. Wie in steinarmen Siedlungsgebieten üblich, bestand die Befestigung wohl in einem holzverstärkten Erdwall, dessen Verlauf der Außenkante der Schlossgebäude vor dem Umbau entspricht. Der Wall war an seiner Basis etwa 12 m breit, und legt man die Grabungsfunde der Mecklenburg zugrunde, circa 6 m hoch. Demnach wäre die Fläche des Burginneren kaum größer gewesen, als der heutige Schlosshof. Gestützt wurde das Bauwerk durch eine hölzerne Kasten-Rost-Konstruktion, die den Zweck erfüllte, dem aufgeschütteten Boden Halt zu verleihen. Ihre Reste wurden unter der Schlosskirche und dem Neuen Langen Haus gefunden und auf die Jahre 968/970 datiert. Das macht den eben gekennzeichneten Aufbau der Burg wahrscheinlich. Die ihr vorgelagerte Siedlung bestand wohl aus Pfahlbauten und erstreckte sich vom Alten Garten bis zur Marstallhalbinsel. Zumindest ist dies wahrscheinlich, bedenkt man, dass beim Bau des Staatstheaters, der Siegessäule und des Museums besonders viele Reste slawischer Kultur gefunden wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit gibt einen Überblick über die historische Entwicklung Schwerins vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit und definiert die Fragestellung zur Entstehung der Residenzstadt.

2. Die wendische Burg: Das Kapitel beleuchtet die geographischen und strategischen Voraussetzungen der slawischen Besiedlung am Schweriner See sowie die frühe Geschichte unter der Obotritenherrschaft.

3. Die frühe Stadt: Hier werden die deutsche Stadtrechtsverleihung, die bauliche Entwicklung sowie die komplexen Machtbeziehungen zwischen den gräflichen und bischöflichen Instanzen in der Stadt untersucht.

4. Aufstieg zur Residenzstadt: Dieses Kapitel beschreibt den Wandel Schwerins von einem lokalen Verwaltungszentrum zur dauerhaften Residenz der mecklenburgischen Herzöge in der frühen Neuzeit.

5. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengeführt, um die entscheidenden Faktoren für den Aufstieg Schwerins zur Residenzstadt abschließend zu bewerten.

Schlüsselwörter

Schwerin, Mittelalter, Residenzstadt, Obotriten, Heinrich der Löwe, Stadtrecht, Slawen, Landesherrschaft, Grafschaft, Bistum, Burgenbau, Ostexpansion, Stadtgeschichte, Mecklenburg, Zverini

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der mittelalterlichen Geschichte von Schwerin und der Frage, wie sich die Stadt von einer slawischen Befestigungsanlage zur bedeutenden herzoglichen Residenzstadt entwickelte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der militärstrategischen Lage, der Stadtrechtsverleihung, dem Machtgefüge zwischen Grafen und Kirche sowie der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Einfluss des Hofstaates.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die spezifischen Faktoren zu identifizieren, die dazu führten, dass Schwerin trotz seiner langsamen wirtschaftlichen Entwicklung zur Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge aufstieg.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor führt eine historische Analyse auf Basis vorhandener stadtgeschichtlicher Literatur und Urkundenquellen durch, um die städtebauliche und politische Transformation zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der wendischen Burg, die Gründung der deutschen Stadt, die Machtverhältnisse unter den Grafen und Bischöfen sowie den Übergang zur festen Residenz der Herzöge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Schwerin, Residenzstadt, Obotriten, Heinrich der Löwe, Stadtrecht, mittelalterliche Landesherrschaft und mecklenburgische Geschichte.

Welche Bedeutung hatte die geografische Lage für die Gründung der Stadt?

Die Lage zwischen Seen und Sümpfen war sowohl für die slawischen Gründer als auch für Heinrich den Löwen von entscheidender militärstrategischer Bedeutung, da sie eine natürliche Verteidigung und eine ideale Basis für militärische Vorstöße bot.

Warum verlor Schwerin später seine Bedeutung im Fernhandel?

Aufgrund der Konkurrenz durch die aufstrebenden Hansestädte wie Wismar und Parchim, die verkehrsgünstiger an schiffbaren Wegen lagen, kam der Fernhandel in Schwerin nach der frühen Gründungsphase größtenteils zum Erliegen.

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Details

Title
Von der Slawenburg zur Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge. Die Entwicklung der Stadt Schwerin im Mittelalter
College
University of Rostock  (Historisches Institut)
Course
Nakoniden und Niklotiden. Die beiden Fürstenhäuser im mittelalterlichen Mecklenburg
Grade
2,3
Author
Dominik Schuldt (Author)
Publication Year
2016
Pages
13
Catalog Number
V322700
ISBN (eBook)
9783668218420
ISBN (Book)
9783668218437
Language
German
Tags
slawenburg residenzstadt herzöge entwicklung stadt schwerin mittelalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Schuldt (Author), 2016, Von der Slawenburg zur Residenzstadt der mecklenburgischen Herzöge. Die Entwicklung der Stadt Schwerin im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322700
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