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Standortanalyse Zeitarbeit. Ist Zeitarbeit ein Auslaufmodell oder ein adäquates Mittel zur Arbeitsbeschaffung?

Title: Standortanalyse Zeitarbeit. Ist Zeitarbeit ein Auslaufmodell oder ein adäquates Mittel zur Arbeitsbeschaffung?

Term Paper , 2014 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dustin Lehmann (Author)

Social Studies (General)
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Summary Excerpt Details

Die meisten Ausarbeitungen zum Thema Zeitarbeit behandeln vor allem die negativen Folgen für die Zeitarbeitnehmer und die Ausbeutungsgefahr dieser. Diese Arbeit wird nach einer kurzen Definition von Zeitarbeit und einer Darstellung der Entwicklung der Branche versuchen, die Vorteile und Nachteile aus Unternehmersicht sowie aus Arbeitnehmersicht gegenüberzustellen.

Es gibt kaum eine Form der Beschäftigungsform, die in den vergangenen 10 Jahren so kontrovers diskutiert wurde wie die Leiharbeit. Wenn man die Relevanz der Zeitarbeit am gesamten Arbeitsmarkt betrachtet, erkennt man nicht direkt, warum dies der Fall ist. Denn der Anteil der Zeitarbeitnehmer am gesamten Arbeitsmarkt ist gering und damit auch nicht Grundlage für die aufkommende Diskussion. Viel mehr sind es die eigentümlichen Beschaffenheiten der Zeitarbeit, die sie immer wieder in den Mittelpunkt arbeitspolitischer Diskussion stellt. Zudem verzeichnet die Branche starke Wachstumsraten, welche sie in Zukunft zu einem größeren Arbeitgeber machen und somit zu größerer Relevanz verhelfen könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Leiharbeit

3. Entwicklung der Zeitarbeit

4. Die Bedeutung von Leiharbeit für Unternehmen

4.1 Vorteile

4.2 Nachteile

5. Zeitarbeit aus Arbeitnehmersicht

5.1 Vorteile

5.2 Nachteile

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Zeitarbeit auf dem modernen Arbeitsmarkt und hinterfragt, ob sie lediglich als ein Instrument zur flexiblen Arbeitsbeschaffung dient oder ob sie als langfristiges Modell kritisch zu betrachten ist. Im Zentrum steht dabei die Analyse der Vor- und Nachteile aus Sicht sowohl der Unternehmen als auch der betroffenen Arbeitnehmer.

  • Definition und historische Entwicklung der Zeitarbeitsbranche
  • Analyse der Kosteneinsparungspotenziale und Flexibilitätsvorteile für Unternehmen
  • Betrachtung der Risiken und der prekarisierten Arbeitssituation für Zeitarbeitnehmer
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Konjunkturentwicklung und Zeitarbeitswachstum
  • Diskussion über soziale Auswirkungen wie Lohndifferenzen und Identifikationsprobleme

Auszug aus dem Buch

3. Entwicklung der Zeitarbeit

Die Zeitarbeitsbranche ist eine der dynamischsten im Lande. Seit den siebziger Jahren ist die Zeitarbeitnehmerzahl stark angestiegen, was aufgrund stagnierender Zahlen in den achtziger Jahren bei um die 25.000 Zeitarbeitnehmer (siehe Abbildung 1) nicht erwartbar war. Von Mitte der achtziger Jahre bis zum Beginn der neunziger Jahre stiegen die Zahlen dann deutlich bis auf circa 130.000 an. Trotz dem wiedereingliedern der DDR konnten zwischen 1991 und 1993 keine positiven Wachstumsraten mehr verzeichnet werden und die Zahl der Zeitarbeitnehmer ging sogar leicht zurück.

Erst ab Mitte der 80er Jahre wuchs die Zeitarbeit in einer ersten Wachstumsphase deutlich an. Diese Phase dauerte bis Anfang der 90er Jahre an. In diesem Zeitraum wuchs die Zahl der überlassenen Arbeitnehmer von 20.000 auf rund 130.000, was einer jährlichen Wachstumsrate von 26 Prozent entsprach. Obwohl Anfang der 90er Jahre die neuen Bundesländer als Markt hinzukamen, geriet das Wachstum der Zeitarbeit ins Stocken. In einer Phase von Mitte 1992 bis Herbst 1994 ging die Zahl der überlassenen Arbeitnehmer sogar zurück – in der Spitze um 14 Prozent.

Danach kam es allerdings in einer zweiten, nunmehr gesamtdeutschen Wachstumsphase zu einer sieben Jahre andauernden Expansion, in deren Verlauf sich die Zahl der Zeitarbeitnehmer mehr als verdreifachte. Der jährliche Zuwachs erreichte 16 Prozent. Selbst die Arbeitsmarktkrise 1997 konnte das Wachstum nicht nennenswert beeinträchtigen. Ab September 2001 folgte ein erneuter Rückgang in einer Größenordnung von rund 9 Prozent, der bis in das Rezessionsjahr 2003 hineinreichte. Seitdem beschleunigte sich das Wachstum wieder. In den fünf Jahren Ende 2002 bis Ende 2007 konnte sich die Zahl der Zeitarbeitnehmer mehr als verdoppeln, das jährliche Wachstum erreichte 22 Prozent. Seit 2008 stagniert die Zahl der Zeitarbeitnehmer bei etwa 750.000 (Glaubitz, 2009).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die kontroverse öffentliche Diskussion um die Leiharbeit trotz ihres quantitativ geringen Anteils am Gesamtmarkt und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Definition von Leiharbeit: Dieses Kapitel erläutert das arbeitsrechtliche Drei-Parteien-Verhältnis zwischen Verleiher, Entleiher und dem Arbeitnehmer.

3. Entwicklung der Zeitarbeit: Der Abschnitt skizziert die historische Expansion der Branche seit den 1970er Jahren und analysiert die Wachstumsraten im Kontext konjunktureller Schwankungen.

4. Die Bedeutung von Leiharbeit für Unternehmen: Hier werden die ökonomischen Motive beleuchtet, insbesondere die Flexibilisierung des Personalbestands und die damit verbundenen Kostenvorteile.

5. Zeitarbeit aus Arbeitnehmersicht: Dieses Kapitel thematisiert die Risiken der Leiharbeit, darunter das Prekariatsrisiko, geringere Entlohnung und die mangelnde betriebliche Integration.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass Leiharbeit ein wirksames Instrument zur kurzfristigen Pufferbildung darstellt, jedoch soziale Fragen hinsichtlich der Lohnstruktur aufwirft.

Schlüsselwörter

Zeitarbeit, Leiharbeit, Arbeitsmarkt, Beschäftigungsform, Personalpuffer, Flexibilisierung, Prekarität, Arbeitnehmerüberlassung, Konjunktur, Lohndifferenz, Arbeitsrecht, Wirtschaftsmodell, Beschäftigungsrisiko, Unternehmensstrategie, Personalkosten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Rolle und Bedeutung der Zeitarbeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt und untersucht deren Vor- und Nachteile aus unterschiedlichen Perspektiven.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Definition der Leiharbeit, die historische Wachstumsentwicklung der Branche sowie die ökonomischen Vorteile für Unternehmen gegenüber den sozialen Risiken für die Arbeitnehmer.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Forschungsfrage lautet, ob die Zeitarbeit lediglich ein Auslaufmodell oder ein adäquates Instrument zur Arbeitsbeschaffung in modernen Unternehmen darstellt.

Welche wissenschaftliche Methodik liegt dieser Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die bestehende Daten, Statistiken und arbeitssoziologische Fachliteratur zusammenführt und gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Perspektive für Unternehmen (Kosteneinsparung, Flexibilität) und eine arbeitnehmerspezifische Perspektive (Prekarität, Integration, Entlohnung).

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Neben den zentralen Begriffen Leiharbeit und Zeitarbeit prägen Begriffe wie Flexibilisierung, Prekarität und Personalpuffer die inhaltliche Ausrichtung der Untersuchung.

Wie reagiert der Zeitarbeitsmarkt auf Konjunkturschwankungen?

Die Analyse zeigt, dass der Zeitarbeitsmarkt wesentlich direkter und schneller auf konjunkturelle Schwankungen reagiert als der restliche Arbeitsmarkt, was ihn zu einem flexiblen Instrument für Unternehmen macht.

Welche Rolle spielen "Klebeeffekte" für Leiharbeiter?

Klebeeffekte, also die Übernahme von Leiharbeitnehmern in ein festes Arbeitsverhältnis durch das Entleihunternehmen, werden in der Arbeit als eher gering eingestuft.

Warum identifizieren sich Zeitarbeitnehmer häufig weniger mit dem Unternehmen?

Die geringe Identifikation resultiert unter anderem aus der zeitlichen Befristung, dem Ausschluss von betrieblichen Weiterbildungen und der mangelnden Vertretung in betrieblichen Mitbestimmungsgremien.

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Details

Title
Standortanalyse Zeitarbeit. Ist Zeitarbeit ein Auslaufmodell oder ein adäquates Mittel zur Arbeitsbeschaffung?
College
Ruhr-University of Bochum  (Soziologie)
Course
Arbeitsmarkt
Grade
2,3
Author
Dustin Lehmann (Author)
Publication Year
2014
Pages
13
Catalog Number
V323105
ISBN (eBook)
9783668222960
ISBN (Book)
9783668222977
Language
German
Tags
Zeitarbeit Arbeitbeschaffung Arbeit Personal Markt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dustin Lehmann (Author), 2014, Standortanalyse Zeitarbeit. Ist Zeitarbeit ein Auslaufmodell oder ein adäquates Mittel zur Arbeitsbeschaffung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323105
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