Diese wissenschaftliche Arbeit wird sich mit dem Thema Wortbildung in der Werbung beschäftigen und verschiedene Wortschöpfungen genauer untersuchen. Dabei wird zu Beginn definiert, was Werbung allgemein ist. Daraufhin wird der Blick auf die Wortbildungen in der Werbung gerichtet und ein Vergleich zwischen Neologismus und Okkasionalismus, sowie zwischen Komposition und Derivation erstellt und erklärt, warum es jeweils quantitative Unterschiede zwischen ihnen gibt.
Momentan ist der Begriff des Medienzeitalters in aller Munde. Informationen, Suggestionen und Manipulationen von Seiten der Medien sind omnipräsent. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das Fachgebiet der Werbung. Das Ziel von Werbung ist, möglichen Konsumenten ein Produkt näher zu bringen und bestenfalls den Kauf dieses Produkts zu erreichen. Dabei werden jegliche Tricks und Kniffe der Werbeproduzenten benutzt um das gewünschte Ziel, den Produktverkauf, zu realisieren. Sprache stellt dabei ein essentielles Werkzeug dar. Mithilfe von Sprache, insbesondere durch außergewöhnliche Wortschöpfungen, versprechen sich Werbeproduzenten einen Wiedererkennungsimpuls bei Konsumenten zu erreichen, der eventuell beim nächsten Einkauf anschlägt und das Produkt bestenfalls gekauft wird.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Definition von Werbung
2. Wortbildung in der Werbung
2.1 Neologismus versus Okkasionalismus
2.2 Komposition versus Derivation
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Rolle und Funktion verschiedener Wortbildungsmechanismen in der modernen Werbesprache, um deren Wirksamkeit und Häufigkeit bei der Konsumentenansprache zu analysieren.
- Grundlagen der Begriffsdefinition von Werbung.
- Differenzierung zwischen Neologismen und Okkasionalismen.
- Vergleich der Häufigkeit von Komposition und Derivation.
- Bedeutung der Wortbildung als kreatives Werkzeug für Werbeproduzenten.
- Analyse der sprachlichen Ökonomie und Werbewirksamkeit von Komposita.
Auszug aus dem Buch
2.1 Neologismus versus Okkasionalismus
Es empfiehlt sich die Begriffe Neologismus und Okkasionalismus parallel zu betrachten, da man den Neologismus als Steigerung des Okkasionalismus bestimmen kann. Neologismen werden definiert als „neugebildete[n], sprachliche[n] Ausdruck […], der zumindest von einem Teil der Sprachgemeinschaft, wenn nicht im allgemeinen[sic!], als bekannt empfunden wird.“10 Okkasionalismen hingegen sind in der Regel einmalig und kontextabhängig. Sie werden lediglich gebildet für eine bestimmte Situation.11
Jedoch besteht auch die Möglichkeit, dass sie sich zu etablierten Wörtern der Alltagssprache und somit zu Neologismen entwickeln oder verschwinden.12
Diesbezüglich herrscht ein Abgrenzungsproblem innerhalb der sprachwissenschaftlichen Forschung, da eigentlich viele Texte durchleuchtet werden und Sprecher befragt werden müssten, ob sie die Wörter, die nicht eindeutig als Neologismus definiert sind, kennen. Einen eindeutigen Beweis, dass es sich bei dem Begriff um einen Neologismus und damit um ein Lexem handelt, liefert ein Blick in ein Wörterbuch. Andererseits bedeutet es jedoch nicht, dass dieses Wort nicht in Zukunft noch lexikalisiert werden kann.13
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Sprache in der Werbung und stellt die Forschungsfrage zur Untersuchung von Wortbildungsverfahren sowie deren quantitativen Unterschieden.
1. Definition von Werbung: Dieses Kapitel erörtert verschiedene wissenschaftliche Definitionen von Werbung und beleuchtet den Aspekt der Konsumentenbeeinflussung sowie den darin enthaltenen Vertrauenskonflikt.
2. Wortbildung in der Werbung: Das Hauptkapitel untersucht die kreativen Möglichkeiten der Wortbildung, grenzt Neologismen von Okkasionalismen ab und vergleicht die Häufigkeit von Komposition gegenüber der Derivation.
3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Komposition aufgrund ihrer kreativen Möglichkeiten und semantischen Flexibilität das dominierende Wortbildungsmittel in der Werbesprache darstellt.
Schlüsselwörter
Wortbildung, Werbung, Werbesprache, Neologismus, Okkasionalismus, Komposition, Derivation, Konsumentenansprache, Ad-Hoc-Bildung, Sprachökonomie, Medienzeitalter, Wortschöpfungen, semantische Relation, Lexem, Werbeproduzenten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Untersuchung von Wortbildungsmechanismen, die gezielt in der Werbung eingesetzt werden, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Produkte zu vermarkten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Werbung als Manipulationsinstrument, die Unterscheidung zwischen Sprachneuschöpfungen (Neologismen/Okkasionalismen) und die statistische Verteilung von Wortbildungstypen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Werbeproduzenten durch gezielte Wortbildungen, insbesondere Komposita, sprachliche Potenziale nutzen, um Markenbotschaften einprägsam zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit sprachwissenschaftlicher Fachliteratur sowie auf die Analyse von Datenerhebungen zur Verteilung von Wortbildungstypen in der Werbesprache.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen zu Neologismen und Okkasionalismen gelegt, gefolgt von einem quantitativen und qualitativen Vergleich der Wortbildungstypen Komposition und Derivation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Wortbildung, Komposition, Werbesprache, Neologismus und Okkasionalismus charakterisiert.
Warum bevorzugen Werbetexter häufig Komposita gegenüber anderen Wortbildungen?
Komposita ermöglichen es, komplexe Sachverhalte kreativ, kurz und prägnant zu verpacken, ohne dass explizite semantische Relationen definiert werden müssen, was der sprachlichen Ökonomie in der Werbung entgegenkommt.
Was verdeutlicht das Beispiel "Herzschutz" aus der Analyse?
Das Beispiel zeigt, dass ein Okkasionalismus (Herzschutz) beim Konsumenten sofort die gewünschte Assoziation (Schutz des Herzens) auslöst, während eine wörtliche, medizinische Definition weniger werbewirksam und einprägsam wäre.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2013, Wortbildung in der Werbung. Neologismus, Okkasionalismus, Komposition und Derivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323157