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Der Körper als Abbild der Gesellschaft. Weibliche Schönheitsideale im Wandel zwischen Zwang und Selbstverwirklichung

Titre: Der Körper als Abbild der Gesellschaft. Weibliche Schönheitsideale im Wandel zwischen Zwang und Selbstverwirklichung

Dossier / Travail , 2012 , 15 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Julia Viner (Auteur)

Sociologie - Individu, Groupe, Société
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Die von mir entwickelte und in dieser Hausarbeit zu beweisende These gibt eine Antwort auf diese Fragen: „Das Schönheitsideal ist der Spiegel seiner Zeit.“

Die Auswahl dieser These erkläre ich folgendermaßen:

Bei der Recherche nach Schönheitsidealen ist mir aufgefallen, dass diverse Idealbilder von gegenwärtig favorisierten Körpern in der Geschichte oft immer wieder aufgetaucht sind und sich gewandelt haben. Somit gab es in Epochen, welche teilweise Jahrtausende voneinander entfernt sind das selbe Schönheitsideal. Auf der Suche nach einer Erklärung für diese Konnotation ist mir aufgefallen, dass bspw. in Zeiten von sozialem Wohlstand das Idealbild eines dünnen Körpers in der westlichen Hemisphäre verbreitet war. Der Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Ereignissen bzw. Zuständen und sozialen Schönheitsidealen scheint mir offensichtlich und im Laufe dieser Hausarbeit werde ich versuchen diesen zu beweisen, sowie mit soziologischen Mitteln in Anlehnung an Bordieus und Foucaults Theorien zu erläutern.

Den Hauptteil der Hausarbeit unterteile ich in Körperformen, welche die weiblichen Schönheitsideale darstellen. Die Unterscheidung erfolgt zwischen korpulenten, „normalen“ und dünnen Körpern. Unter „normal“ verstehe ich einen aus heutiger Sicht gesund aussehenden Körper, welcher weder auffallend korpulente Merkmale aufweist, noch sonderlich dünn ist.

Diese ästethischen Idealbilder werde ich anschließend in einem weiteren sozialem Kontext betrachten, wozu ausgewählte geschichtliche Ereignisse Aufschluss über die vorherrschenden gesellschaftlichen Umstände geben werden und somit Rückschlüsse auf die Entstehung des jeweiligen Schönheitsideals zu ziehen sind. Diese empirische Auseinandersetzung mit der Thematik werde ich zuletzt im sozialwissenschaftlichen Rahmen abschließen und erwarte dadurch die Bestätigung meiner These. Im Schlussteil lasse ich die zuvor gewonnenen Ergebnisse Revue passieren und gebe in Anbetracht der zu erwartenden Bestätigung meiner These ein resümierendes Fazit ab.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Korpulente Körper

2.2 „normale“ Körper

2.3 dünnes Schönheitsideal

4. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel weiblicher Schönheitsideale in der Geschichte und analysiert diese im Kontext gesellschaftlicher Machtstrukturen, um zu belegen, dass das jeweilige Schönheitsideal als Spiegel seiner Zeit fungiert.

  • Historischer Wandel weiblicher Körperideale
  • Wechselwirkung zwischen gesellschaftlichen Zuständen und Schönheitsvorstellungen
  • Die Rolle des Körpers als soziale Projektionsfläche
  • Machtbegriffe nach Foucault und Bourdieu in Bezug auf Körpernormen
  • Der Körper als Handlungsressource und Statussymbol

Auszug aus dem Buch

2.3 dünnes Schönheitsideal

Die letzte Körperform, mit der ich mich im Rahmen dieser Hausarbeit beschäftigen werde ist die des dünnen Schönheitsideals, welches bis heute in unserer Gesellschaft verankert ist. Hierbei fällt mir in erster Linie auf, dass das solche sich in erster Linie erst um das 19. Jahrhundert etabliert hat. Wie zuvor ausführlich beschrieben verknüpfe ich diese Entwicklung mit der Industrialisierung, somit der durch die wissenschaftlichen Entwicklungen ermöglichten großflächigen Deckung der Grundbedürfnisse der Menschen in der westlichen Welt und dem Einzug der puritanischen Leistungsethik, welche mit der Etablierung der Arbeitsmoral in Verbindung steht. Die Disziplinierung des Lebens, somit auch des Körpers galt und gilt als Statussymbol eines wertvollen Lebensstils, der Verzicht und kultivierte Erziehung ausstrahlt. Die Träger von korpulente Körpern werden fortan als undiszipliniert, nicht belastbar und prädestiniert für Krankheiten wahr genommen. Diese Attribute lassen erkennen, dass von dem äußeren Erscheinungsbild auf die Kompetenz der gesamten Person geschlossen wird und diese die zugehörige soziale Konnotation seitens der Gesellschaft erhält.

In den 1920er Jahren war die Wirtschaft in westlichen Ländern und vor allem in Amerika am florieren, sodass ein mageres Äußeres angelehnt an die besagte Leistungsethik als Statussymbol galt. Hinzu kam die aufblühende Frauenbewegung, welche in Deutschland durch das Frauenwahl und bildungsrecht und die damit verbundene politische und gesellschaftliche Gleichstellung von Männern und Frauen in Gang gesetzt wurde.Da Frauen nun von Männern Ernst genommen werden wollten und sich vom vorherigen in Korsett geschnürten Schönheitsideal befreien wollten, glich sich ihr Äußeres diesen nun vermehrt an. Daraus entwickelte sich das Idealbild des androgynen Looks, wozu eine magere Erscheinung, inklusive nicht ausgeprägter sekundärer Geschlechtsmerkmale und männlich wirkende Kleidung gehörte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert das allgegenwärtige Schönheitsdiktat und stellt die zentrale These auf, dass das Schönheitsideal als Spiegel der jeweiligen zeitgenössischen Gesellschaft zu verstehen ist.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Körperformen und analysiert, wie korpulente, normale und dünne Körperideale historisch durch sozioökonomische Faktoren und Machtverhältnisse geformt wurden.

2.1 Korpulente Körper: Dieses Kapitel beleuchtet das Schönheitsideal der Fülle als Ausdruck von Reichtum, Fruchtbarkeit und Status, insbesondere in der Zeit des Barocks.

2.2 „normale“ Körper: Hier wird der „normale“ Körper als kulturell geprägtes Konstrukt untersucht, wobei der Vergleich zwischen der Antike und der Nachkriegszeit der 1940er und 50er Jahre im Fokus steht.

2.3 dünnes Schönheitsideal: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung des dünnen Schönheitsideals im Zuge der Industrialisierung und dessen Entwicklung bis hin zum androgynen Look der 1920er Jahre und dem Grunge der 90er.

4. Schlussteil: Das Schlussfazit fasst zusammen, dass Schönheitsideale als soziale Normen fungieren, die zur gesellschaftlichen Homogenisierung beitragen und eng mit Machtstrukturen sowie der individuellen Identitätsbildung verknüpft sind.

Schlüsselwörter

Schönheitsideal, Körperbild, Soziologie, Machtbegriff, Foucault, Bourdieu, Leistungsethik, Industrialisierung, Geschlechterrollen, Körperdisziplinierung, Identität, Soziale Normen, Schönheitsdiktat, Historischer Wandel, Körper als Kapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den historischen Wandel weiblicher Schönheitsideale und deren Funktion als Spiegel gesellschaftlicher Verhältnisse.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die soziologische Analyse von Körperformen, der Einfluss von Machtstrukturen auf Körpernormen und die Verknüpfung von Schönheitsidealen mit ökonomischen und sozialen Epochen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach dem Grund für den Wandel weiblicher Schönheitsideale und prüft die These: „Das Schönheitsideal ist der Spiegel seiner Zeit.“

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es werden empirische Beispiele aus der Geschichte herangezogen und diese mithilfe sozialanthropologischer sowie soziologischer Theorien (insbesondere von Foucault und Bourdieu) analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von korpulenten, „normalen“ und dünnen Körperidealen und deren jeweilige historische sowie soziale Einbettung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind das Schönheitsdiktat, Disziplinierung des Körpers, soziale Macht, Leistungsethik und die Bedeutung des Körpers als Handlungsressource.

Inwiefern beeinflusst die Industrialisierung das heute vorherrschende dünne Schönheitsideal?

Das dünne Schönheitsideal wird mit der puritanischen Leistungsethik verknüpft, wobei die Disziplinierung des Körpers als Statussymbol für einen produktiven Lebensstil dient.

Welche Rolle spielt der Machtbegriff nach Foucault bei der Bewertung von Schönheitsidealen?

Foucaults Theorie wird genutzt, um aufzuzeigen, wie Macht durch Körperideale nicht nur von oben nach unten, sondern als aufsteigendes „Dispositiv“ die gesamte Gesellschaft formt.

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Résumé des informations

Titre
Der Körper als Abbild der Gesellschaft. Weibliche Schönheitsideale im Wandel zwischen Zwang und Selbstverwirklichung
Université
University of Frankfurt (Main)
Cours
Body Turn Foucault
Note
1,7
Auteur
Julia Viner (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
15
N° de catalogue
V323457
ISBN (ebook)
9783668224285
ISBN (Livre)
9783668224292
Langue
allemand
mots-clé
körper abbild gesellschaft weibliche schönheitsideale wandel zwang selbstverwirklichung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Viner (Auteur), 2012, Der Körper als Abbild der Gesellschaft. Weibliche Schönheitsideale im Wandel zwischen Zwang und Selbstverwirklichung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323457
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Extrait de  15  pages
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