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Bewohnerbeteiligung im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“

Titel: Bewohnerbeteiligung im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“

Hausarbeit , 2012 , 17 Seiten

Autor:in: Franziska Weber (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund des anhaltenden wirtschaftlichen und sozialen Wandels stehen Städte in Deutschland vor grundlegend neuen Herausforderungen. Die signifikante Zunahme sozialer Ungleichheit und Armut führen zu sozialräumlichen Spaltungen und Ausgrenzungen in den Städten. Da sich zugleich die politischen Rahmenbedingungen für das Handeln der Kommunen verändert haben, spricht vieles dafür, dass die Kommunen heute und in den kommenden Jahren mit dieser Entwicklung überfordert sein werden. Mit einem gemeinsamen Programm von Bund, Ländern und Gemeinden wird versucht dieser Überforderung entgegenzuwirken und trotz der oben genannten Herausforderungen und Bedingungen eine soziale Stadtentwicklung sicherzustellen sowie den sozialen Zusammenhalt in den Kommunen zu fördern und sozialräumlichen Spaltungen entgegenzuwirken.

„Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ (im folgenden „Soziale Stadt“ genannt) nennt sich dieses seit 1999 existierende Bund-Länder-Programm, auf dessen Agenda die Verbesserung der Wohn-, Lebens- und Arbeitsbedingungen in benachteiligten Stadtteilen steht. Neben Akteuren verschiedener Ebenen des politisch-administrativen Systems stehen dabei vor allem die Bürger und deren Mitwirkung vor Ort im Mittelpunkt des Interesses. Insbesondere dieser Aspekt der Bewohnerbeteiligung unterscheidet das Programm „Soziale Stadt“ von vielen vorangegangenen Städtebauförderungsprogrammen.

Vor diesem Hintergrund konzentrieren sich die folgenden Ausführungen auf die Fragen, welchen genauen Stellenwert die Beteiligung von Bürgern aus Sicht der Politik auf Programmebene einnimmt und auf welche Arten diese in den geförderten Stadtteilen konkret umgesetzt werden kann. Hierzu werden zunächst die Eckpunkte des Programms skizziert, um in einem nächsten Schritt den Aspekt der Bewohnerbeteiligung in dessen Agenda einordnen zu können. Im Anschluss daran möchte die Arbeit Einblicke geben, wie es mit der Realität der Beteiligung vor Ort in den geförderten Gebieten tatsächlich aussieht und Gründe für die entstandene Situation aufzeigen, um abschließend Antwort auf die Frage zu geben, welchen Beitrag die Soziale Arbeit zu einer umfassenden Beteiligung aller Bewohner eines Stadtteils und somit auch zum Programm „Soziale Stadt“ leisten kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“

2.1 Grundlagen

2.2 Ziele

3. Instrumentell-strategische Handlungsfelder

3.1 Integrierte Handlungskonzepte

3.2 Quartiermanagement

3.3 Ressortübergreifende Ressourcenbündelung

3.4 Evaluation und Monitoring

3.5 Bewohnerbeteiligung

4. Bewohnerbeteiligung

4.1 Anspruch an Beteiligung auf Programmebene

4.2 Formen der Beteiligung

4.2.1 Bürgerforen

4.2.2 Netzwerke

4.2.3 Gewerberunden

4.3 Realität der Beteiligung in den Quartieren

5. Bewohnerbeteiligung – Beitrag der Sozialen Arbeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Stellenwert der Bewohnerbeteiligung innerhalb des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ sowie die tatsächliche Umsetzung vor Ort und den Beitrag, den die Soziale Arbeit dazu leisten kann, um eine inklusive Teilhabe benachteiligter Bevölkerungsgruppen sicherzustellen.

  • Entwicklung und Zielsetzungen des Programms „Soziale Stadt“
  • Instrumentell-strategische Ansätze wie Quartiermanagement und integrierte Handlungskonzepte
  • Formen der Bürgerbeteiligung (Bürgerforen, Netzwerke, Gewerberunden)
  • Herausforderungen und Barrieren bei der Beteiligung sozial benachteiligter Menschen
  • Rolle und Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit zur Förderung einer nachhaltigen Beteiligung

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Bürgerforen

In vielen Quartieren der „Sozialen Stadt“ stellen Bürgerforen das zentrale Element der Bürgerbeteiligung dar. Foren fungieren als Gremien der Bürgerbeteiligung im Sinne von Bürgerforen oder als Gremien der fächerübergreifenden Kooperation wie beispielsweise Stadtteilforen und Stadtteilkonferenzen. In beiden Fällen haben Foren den Anspruch eine Arena der diskursiven Meinungsbildung zu sein und besitzen ansatzweise die Eigenschaften eines kollektiven Akteurs. Kennzeichnend ist die Dauerhaftigkeit der Einrichtung, die über die Erörterung einzelner Vorhaben hinausgeht und mittel- bis langfristige Ziele und Problemstellungen behandelt. Stadtteilforen bleiben nicht nur den Bürgern vorbehalten, sondern stehen auch den Vertretern der Institutionen im Stadtteil und der Verwaltung offen. Insofern handelt es sich um eine Gremium sowohl der Kooperation als auch der Kommunikation. Bürgerforen können als Sensor für die Problemlagen im Quartier als auch als Gewährleistungsprinzip für die Akzeptanz von Maßnahmen betrachtet werden. Das Prinzip des offenen Zugangs und der unbegrenzten Teilnehmerzahl sorgt dafür, dass in Foren meist eine große und heterogene Gruppe an Teilnehmern zusammenkommt, deren Zahl und Zusammensetzung wechselhaft ist und nicht als repräsentativ gelten kann. Die Erfahrungen zeigen allerdings, dass diese offene Form der Beteiligung sich weniger für die Ansprache besonderer Zielgruppen wie etwa Migranten oder Kinder und Jugendliche eignet (vgl. HANESCH 2011, S. 190).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen durch sozialen Wandel in deutschen Städten und führt das Programm „Soziale Stadt“ als Instrument zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts ein.

2. Das Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“: Dieses Kapitel erläutert die historischen Grundlagen und Ziele des Programms, das städtebauliche Investitionen mit sozial-integrativen Ansätzen verknüpft.

3. Instrumentell-strategische Handlungsfelder: Hier werden zentrale Steuerungsinstrumente wie das integrierte Handlungskonzept und das Quartiermanagement sowie deren Bedeutung für die programmorientierte Arbeit dargestellt.

4. Bewohnerbeteiligung: Das Kapitel analysiert den politischen Anspruch an Bürgerbeteiligung, verschiedene Umsetzungsformen wie Bürgerforen und die Problematik, dass benachteiligte Gruppen oft unterrepräsentiert bleiben.

5. Bewohnerbeteiligung – Beitrag der Sozialen Arbeit: Hier wird diskutiert, wie Soziale Arbeit durch Gemeinwesenarbeit und Empowerment dazu beitragen kann, Beteiligungsbarrieren abzubauen und die Interessen der Bewohner zu stärken.

6. Fazit: Das Fazit resümiert die Lücke zwischen Anspruch und Realität der Beteiligung und unterstreicht die Notwendigkeit einer professionellen Haltung von Sozialarbeitern in Quartiersprozessen.

Schlüsselwörter

Soziale Stadt, Bewohnerbeteiligung, Quartiersentwicklung, Quartiermanagement, Soziale Arbeit, Gemeinwesenarbeit, Bürgerforen, soziale Spaltung, Empowerment, Partizipation, soziale Benachteiligung, Städtebauförderung, kommunale Sozialpolitik, lokale Politik, Netzwerkarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ mit einem spezifischen Fokus auf die Bewohnerbeteiligung als zentrales Instrument der Quartiersentwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die Programmstruktur, Instrumente des Quartiermanagements, verschiedene Formen der Bürgerbeteiligung sowie die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung sozialer Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, welchen Stellenwert die Beteiligung aus politischer Sicht einnimmt, wie sie praktisch umgesetzt wird und welchen Beitrag Soziale Arbeit zur Inklusion benachteiligter Bewohner leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung programmspezifischer Konzepte und fachwissenschaftlicher Diskurse zur Sozialen Arbeit und Stadtentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rahmenbedingungen des Programms, die Analyse der Beteiligungsinstrumente, die Realitätsprüfung der Teilhabe in Quartieren und die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Soziale Stadt, Bewohnerbeteiligung, Quartiermanagement, Gemeinwesenarbeit, Partizipation und soziale Benachteiligung.

Warum erreichen klassische Bürgerforen oft nicht alle Zielgruppen?

Aufgrund des offenen Zugangs und der meist komplexen oder formellen Gestaltung fühlen sich bildungsferne, arbeitslose oder migrantische Gruppen oft weniger angesprochen, was eine gezieltere, lebensweltorientierte Ansprache erfordern würde.

Welche Rolle spielt das Quartiermanagement in diesem Kontext?

Das Quartiermanagement koordiniert als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Bewohnern die Projekte und fungiert als Moderator, steht jedoch im Spannungsfeld zwischen Systemsteuerung und der Demokratisierung von unten.

Warum ist die Einmischung der Sozialen Arbeit in die Politik gefordert?

Da sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen häufig über keine Lobby verfügen, ist eine anwaltschaftliche Vertretung durch die Soziale Arbeit auf politischer Ebene notwendig, um ihre Interessen nachhaltig zu sichern.

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Details

Titel
Bewohnerbeteiligung im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“
Autor
Franziska Weber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V323841
ISBN (eBook)
9783668234093
ISBN (Buch)
9783668234109
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Stadt Armut Stadt sozialer Wandel Bewohnerbeteiligung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franziska Weber (Autor:in), 2012, Bewohnerbeteiligung im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/323841
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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