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Digital Devides. Verringern oder vergrößern digitale Medien die Wissenskluft?

Title: Digital Devides. Verringern oder vergrößern digitale Medien die Wissenskluft?

Term Paper , 2016 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Reinhold Ramesberger (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Die Arbeit untersucht anhand einer Studien- und Dokumentenanalyse, ob und in welcher Hinsicht digitale Medien die Chancengleicheit im Bildungssektor beeinflussen.

Dabei wird dem Phänomen der Digital Devides (... /second-/ third digital devide) auf den Grund gegangen und die Mechanismen der Ungleichheit beleuchtet.

Neuen Medien und insbesondere dem Internet mit Web-2.0-Formaten wird im öffentlichen Diskurs eine besondere und neue Rolle für die Bildung zugesprochen. Die digitale Technologie bietet neue Zugänge zu Wissen und Information sowie neue Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeiten und sie wirkt kosmopolitisch. Da die digitalen Medien mittlerweile in allen Bevölkerungsschichten sowohl eine weite Verbreitung als auch ein hohes Maß an Vertrautheit gefunden haben ist in der wissenschaftlichen Debatte umstritten, ob dies Auswirkungen auf die Bildungskluft hat und ob die breit diskutierte digitale Kluft (Digital Devide) dadurch größer oder kleiner wird bzw. geworden ist.

Da Medien einen schichtenunabhängigen Zugang zu Information und Wissen bieten, wäre es naheliegend anzunehmen, dass so die Wissenskluft bzw. die Ungleichheiten minimiert werden. Darüber hinaus spricht ein Meinungslager der Soziologie auch davon, dass sich soziokulturelle Erfahrungsformen ohnehin stark gelockert bzw. gar aufgelöst haben und daher bisherige Ungleichheitstheorien eher in Frage zu stellen sind. Die These der wachsenden Wissenskluft nimmt hingegen an, dass durch die neuen Informationsmöglichkeiten die Bildungsunterschiede eher erweitert werden. Aus diesen Gründen soll im Rahmen der Hausarbeit untersucht werden, ob durch die Bildungs- und Informationsoption der digitalen Medien die Ungleichheiten der Bildung tatsächlich verringert werden. Dies soll unter folgender Forschungsfrage untersucht werden:

„Kann durch digitale Medien die Wissens- und Bildungskluft verringert und somit die Chancengleichheit erhöht werden, oder gibt es gesellschaftliche und strukturelle Barrieren, die Ungleichheiten weiterhin aufrecht erhalten?“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung der Untersuchung in gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Ungleichheitstheorien und digitale Potenziale

2.1 Theoretische Erklärungen von Ungleichheiten

2.2 Potenziale digitaler Medien zum Ungleichheitsabbau im Bildungswesen

2.3 Bildung, Gesellschaft und politischer Rahmen

2.4 Zwischenfazit

3. Chancengleichheit und das Phänomen des Digital Devide

3.1 „Digitale“ Wissenskluft Hypothese?

3.2 Digital Devides

3.3 Gesellschaftliche und strukturelle Ungleichheitsmechanismen

4. Chancen und Handlungsbedarfe für eine Optimierung der Rahmenbedingungen

4.1 Medienkompetenz und Literacy

4.2 Strukturelle Rahmenbedingungen zur Verringerung des Second- und Third Level Digital Devides

4.3 Beantwortung der Forschungsfrage

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit untersucht, ob digitale Medien und der damit verbundene Informationszugang bestehende Bildungsungleichheiten tatsächlich verringern können oder ob gesellschaftliche und strukturelle Barrieren diese Ungleichheiten im digitalen Zeitalter weiter aufrechterhalten.

  • Analyse von Ungleichheitstheorien nach Bourdieu im Kontext der digitalen Bildung
  • Untersuchung des Phänomens der digitalen Spaltung (Digital Devide) in verschiedenen Ebenen
  • Diskussion der Bedeutung von Medienkompetenz und Digital Literacy für die Teilhabe
  • Identifikation struktureller Barrieren im Bildungssystem
  • Evaluation von Optimierungsansätzen zur Förderung der Chancengleichheit

Auszug aus dem Buch

Digital Devides

Bereits Ende der 1990er Jahre entstand in der USA der mittlerweile populäre Begriff des „Digital Devide“ der weiterhin soziale Unterschiede im Sinne von sozialer Differenzierung und Ungleichheit durch die unterschiedliche Verfügbarkeit des Internets unterstellte (Seeger, 2008, S.3). Die OECD (2000, S. 3) definierte den Digital Devide als „The gap that seperates segments of society as well as whole nations into those who are able to take advantage of the new ICT7 opportunities and those who are not“ (OECD, 2000; S. 3). Es haben sich über die Zeit verschiedene Digital-Divide-Modelle herausgebildet. Allen Modellen gemeinsam ist, dass sie die Ungleichheitsdimensionen des Zugangs zum Internet und der Nutzungsweise des Internets als Ausgangspunkt für die differenziert unterschiedliche Betrachtung diverser Divides setzen (Kutscher & Otto, 2010, S. 74/ Buchem, 2013/ Zillien, 2009). In der Literatur findet man vermehrt die Einteilung in drei Levels. Der „First Level Digital Devide“ bezeichnet dabei die rein technisch globale Kluft des Zugangs und unterscheidet zwischen „Haves“ und „Have-nots“.

Die differente Nutzungweise der „Haves“ basiert auf unterschiedlicher Medienkompetenz bzw. Literacy und wird von vielen Autoren als digitale Spaltung zweiter Ordnung bezeichnet, wofür sich der internationale Begriff des „Second Level Digital Devide“ verfestigt hat (Hargittai, 2001/ Buchem, 2013). Der „Third Level Digital Divide“ bezeichnet die technologisch regionale Ebene der unterschiedlichen Qualität und Anzahl der Zugänge (Kutscher & Otto, 2010, S.74/ Attewell, 2001/ Norris, 2001/ Krings & Riem, 2006). Abb. 2 zeigt, ohne Anspruch auf Vollzähligkeit, diese Strukturierung und die Ausdifferenzierung von verschiedenen relevant erscheinenden Divides, welche im Folgenden nun näher betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Bildung in der Wissensgesellschaft und führt in die Problemstellung der digitalen Spaltung ein, woraus die zentrale Forschungsfrage abgeleitet wird.

2. Einordnung der Untersuchung in gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Ungleichheitstheorien und digitale Potenziale: Dieses Kapitel verankert die Untersuchung theoretisch mittels Bourdieus Kapitaltheorie und diskutiert das Potenzial digitaler Medien für Bildungsprozesse sowie politische Rahmenbedingungen.

3. Chancengleichheit und das Phänomen des Digital Devide: Hier wird die Aktualität der digitalen Spaltung analysiert, wobei zwischen verschiedenen Stufen (Levels) der digitalen Kluft und soziostrukturellen Barrieren differenziert wird.

4. Chancen und Handlungsbedarfe für eine Optimierung der Rahmenbedingungen: Basierend auf den Analysen werden notwendige Maßnahmen wie die Förderung von Medienkompetenz und strukturelle Anpassungen im Schulsystem erörtert, um Bildungsgerechtigkeit zu fördern.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Technologie allein keine Bildungsungleichheiten lösen kann, sondern ein ganzheitlicher pädagogischer Ansatz erforderlich ist.

Schlüsselwörter

Digitale Kluft, Digital Devide, Bildungsungleichheit, Chancengleichheit, Medienkompetenz, Digital Literacy, Wissensgesellschaft, Bourdieu, Kapitaltheorie, digitale Bildung, Wissenskluft, soziale Teilhabe, Bildungspolitik, Internetnutzung, Schulbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss digitaler Informations- und Bildungsangebote auf die soziale Chancengleichheit und analysiert, ob diese Medien zur Verringerung oder Verstetigung von Bildungsunterschieden beitragen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen sozialer Ungleichheit, das Phänomen der digitalen Spaltung (Digital Devide), die Rolle von Medienkompetenz sowie strukturelle Barrieren im Bildungssystem.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Kann durch digitale Medien die Wissens- und Bildungskluft verringert und somit die Chancengleichheit erhöht werden, oder gibt es gesellschaftliche und strukturelle Barrieren, die Ungleichheiten weiterhin aufrechterhalten?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Studien- und Dokumentenanalyse, die theoretische Konzepte (insbesondere von Pierre Bourdieu) mit empirischen Befunden aus verschiedenen nationalen und internationalen Studien verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung, die Analyse der digitalen Spaltung (verschiedene Ebenen des Digital Devide), die Identifizierung von Ungleichheitsmechanismen im Bildungssystem sowie die Diskussion von Handlungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Digitale Kluft, Bildungsungleichheit, Medienkompetenz, Chancengleichheit und Digital Literacy charakterisieren.

Wie spielt das Konzept des "Digital Devide" in die Analyse hinein?

Das Konzept wird in drei Levels unterteilt (technischer Zugang, Nutzungskompetenz und regionale Qualität), um zu zeigen, dass bloßer Internetzugang nicht ausreicht, um Bildungsungleichheiten zu beseitigen.

Welche Rolle spielt die Bildungsinstitution Schule?

Die Schule wird als zentrale Instanz identifiziert, die über Medienkompetenzvermittlung entweder zur Verringerung der Wissenskluft beitragen oder durch bestehende Selektionsmechanismen soziale Ungleichheiten weiter reproduzieren kann.

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Details

Title
Digital Devides. Verringern oder vergrößern digitale Medien die Wissenskluft?
College
University of Hagen  (Kultur - und Sozialwissenschaften)
Course
-
Grade
1,0
Author
Reinhold Ramesberger (Author)
Publication Year
2016
Pages
35
Catalog Number
V324150
ISBN (eBook)
9783668233386
ISBN (Book)
9783668233393
Language
German
Tags
Digital Devides soziale Ungleichheit Lebenschancen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Reinhold Ramesberger (Author), 2016, Digital Devides. Verringern oder vergrößern digitale Medien die Wissenskluft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/324150
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