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Wegfall der Staatsgarantien im Jahre 2005. Collateralized Debt Obligation zur Unterstützung von Veränderungsprozessen in Landesbanken

Title: Wegfall der Staatsgarantien im Jahre 2005. Collateralized Debt Obligation zur Unterstützung von Veränderungsprozessen in Landesbanken

Diploma Thesis , 2004 , 132 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andreas Weis (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Seit Beginn der achtziger Jahre ist auf den internationalen Finanzmärkten ein verstärkter Trend zur Verbriefung (Securitization ) von Finanz- und Kreditbeziehungen zu beobachten.
Dabei haben sich folgende zwei Hauptrichtungen herausgebildet. Zum einen nutzen Großunternehmen im Zuge der Globalisierung der Märkte die Möglichkeit, sich über die Ausgabe von Wertpapieren unmittelbar an den Kapitalmärkten zu refinanzieren. Dadurch bekommen die Unternehmen zur klassischen Bankkreditfinanzierung unter Umständen eine kostengünstigere Alternative, wobei die Kreditinstitute ein Stückweit ihrer Dominanz als Kreditgeber einbüßen. Dieser Prozess zur Umgehung der Banken als Finanzintermediäre wird als „Desintermediation” bezeichnet.
Im Gegensatz zur Verdrängung des Bankkredites durch Wertpapieremissionen, ist die zweite Hauptrichtung durch die Umwandlung bereits vorhandener unternehmenseigener Aktiva in Wertpapiere gekennzeichnet. Bei dieser Verbriefungsform, die „Asset Securitization“ genannt wird, finanziert sich eine Bank oder ein Unternehmen dadurch, dass Forderungen aus der Bilanz an eine zu diesem Zweck gegründete Gesellschaft übertragen werden.
Die Gesellschaft finanziert den Ankauf der Forderungen durch die Emission von Wertpapieren, den so genannten Asset Backed Securities (ABS), die wörtlich mit „durch Aktiva gedeckte Wertpapiere” zu übersetzen sind.
Die Möglichkeit der günstigen Liquiditätsbeschaffung ist, neben weiteren Verbriefungsgründen, ein Ziel des Assetverkäufers. Des Weiteren kann mit der Auswahl der Forderungen, die aus der Bilanz verkauft werden, die Risikostruktur der verbleibenden Vermögenswerte verbessert werden. Ausschließlich für Kreditinstitute kann aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben die Eigenkapitalentlastung im Vordergrund stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINFÜHRUNG

1.1 PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT

1.2 AUFBAU DER ARBEIT

2 LANDESBANKEN IM WANDEL

2.1 DEFINITIONEN DER LANDESBANK UND STAATSGARANTIEN

2.1.1 Landesbanken

2.1.2 Staatsgarantien

2.1.2.1 Anstaltslast

2.1.2.2 Gewährträgerhaftung

2.2 VEREINBARUNGEN ZUM WEGFALL DER STAATSGARANTIEN ZWISCHEN EU-KOMMISSION UND DEUTSCHLAND

2.3 FOLGEN DES WEGFALLS DER STAATSGARANTIEN

2.3.1 Bewertung der Landesbanken durch Rating-Agenturen

2.3.1.1 Veröffentlichung von Landesbanken-Ratings ohne Staatsgarantien

2.3.1.2 Beurteilungskriterien der Rating-Agenturen

2.3.2 Neuausrichtung der Geschäftsmodelle und Strategien ausgewählter Landesbanken

3 GRUNDLAGEN DER ASSET SECURITIZATION - INSBESONDERE DER CDO

3.1 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN

3.2 HISTORIE UND ÜBERBLICK ÜBER DIE INTERNATIONALE ENTWICKLUNG DES VERBRIEFUNGSMARKTES

3.2.1 Beginn der Asset Securitization in den USA

3.2.2 Marktentwicklung in Europa

3.3 STRUKTUR EINER CDO-VERBRIEFUNG

3.3.1 Ablauf der Asset Securitization einer CDO

3.3.2 Beteiligte an der Transaktion

3.3.2.1 Originator

3.3.2.2 Zweckgesellschaft

3.3.2.3 Investoren

3.3.2.4 Rating-Agenturen

3.3.2.5 Service-Agent

3.3.2.6 Treuhänder

3.4 ANFORDERUNGEN AN DIE ZU VERBRIEFENDEN VERMÖGENSWERTE

3.5 ARTEN DES FORDERUNGSTRANSFERS

3.5.1 True Sale-Verbriefung

3.5.2 Synthetische Verbriefung

3.5.2.1 Fully funded-Struktur

3.5.2.2 Partially funded und unfunded Struktur

3.5.3 Vor- und Nachteile der True Sale- und synthetischen Verbriefung

3.6 EINORDNUNG DER CDO ZU DEN ARTEN DES KREDITRISIKOTRANSFERS

3.7 ZAHLUNGSSTROMMANAGEMENT

3.7.1 Pass-Through-Konstruktion

3.7.2 Pay-Through-Konstruktion

3.8 SICHERUNGSKONSTRUKTIONEN

3.8.1 Sicherungen durch den Forderungsverkäufer

3.8.2 Sicherungen in der Verbriefungsstruktur

3.8.3 Sicherungszusagen Dritter

4 HSH NORDBANK UND IHR CDO „OCEAN STAR“

4.1 STRATEGIE UND ZIELE DER HSH NORDBANK

4.2 STRUKTUR DER CDO „OCEAN STAR 2004”

5 MOTIVE DER LANDESBANKEN ALS ORIGINATOR AM BEISPIEL DER HSH NORDBANK

5.1 ENTLASTUNG DES REGULATORISCHEN EIGENKAPITALS

5.1.1 Voraussetzungen für die Anerkennung durch die BaFin

5.1.1.1 True Sale-Verbriefung

5.1.1.2 Synthetische Verbriefung

5.1.2 Eigenkapitalanrechnung bei der Verbriefung

5.2 VERBESSERUNG DES RISIKOMANAGEMENTS

5.2.1 Erfolgsrisiko

5.2.1.1 Ausfallrisiko

5.2.1.2 Zinsänderungsrisiko

5.2.2 Liquiditätsrisiko

5.3 STEIGERUNG DER REPUTATION

5.4 REFINANZIERUNG

5.4.1 Erweiterung der Refinanzierungsquellen

5.4.2 Wirkung auf Zahlen der Bankbilanz

6 SCHLUSSBETRACHTUNG

6.1 ZUSAMMENFASSUNG

6.2 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen für deutsche Landesbanken durch den Wegfall staatlicher Garantien im Jahr 2005 und analysiert, inwiefern die Verbriefungstechnik "Collateralized Debt Obligation" (CDO) als Instrument zur strategischen Neuausrichtung und Risikoentlastung dienen kann.

  • Wegfall der Staatsgarantien (Anstaltslast/Gewährträgerhaftung) und deren Auswirkungen auf das Rating von Landesbanken.
  • Grundlagen der Asset Securitization und Funktionsweise einer CDO.
  • Strategien zur Eigenkapitalentlastung und Risikomanagement mittels CDO-Verbriefungen.
  • Fallstudie der HSH Nordbank AG und ihre CDO-Transaktion "Ocean Star 2004".
  • Bedeutung der Reputation und Refinanzierung als Motive für Verbriefungsaktivitäten.

Auszug aus dem Buch

Ablauf der Asset Securitization einer CDO

Der Originator verkauft einen diversifizierten Pool gleichartiger Forderungen (Referenzportfolio) an ein Special Purpose Vehicle (SPV). (1) Der Verkauf bewirkt in der Bilanz des Originators einen Aktivtausch, da Forderungen in Kassenpositionen umgewandelt werden (Off-Balance-Sheet-Finanzierung). Das SPV wird auf Initiative des Originators für die Transaktion gegründet. Rechtlich gesehen erfolgt ein regressloser Verkauf der Forderungen, so dass bei Forderungsausfällen (Defaults) kein Rückgriff auf den Originator genommen werden kann.

Um den Kauf zu finanzieren, verbrieft das SPV die Forderungen und begibt eine CDO-Emission. (2) Der Investor kann sich je nach Risikoneigung zwischen mehreren Teilbeträgen (Tranchen) bei der Gesamtemission entscheiden, die in einem bestimmten Rangverhältnis mit Kupon- und Tilgungsleistungen bedient werden. (3) Ein wesentliches Merkmal der Asset Securitization besteht darin, dass die emittierten Wertpapiere von der Bonität des Forderungsverkäufers getrennt sind. Den Emissionserlös durch die Begebung der Wertpapiere vereinnahmt das SPV und leitet ihn nach Abzug von Gebühren und Provisionen an den Originator zur Finanzierung des Forderungskaufs weiter. (4+5) Die Zins- und Tilgungszahlungen der Schuldner werden über das SPV gemäß dem bereits erwähnten Ablaufplan an die Investoren gezahlt. (6) Das Prinzip dieses Zahlungsablaufs, das unter dem Begriff „Payment Waterfall“ bekannt ist, stellt sich folgendermaßen dar:

Das SPV emittiert die Wertpapiere üblicherweise in mehreren Tranchen, die einen unterschiedlichen Anspruchsrang erhalten. Die oberste Tranche wird als „Senior“ bezeichnet, die mittlere als „Mezzanine“ und die unterste als „Equity“ oder „First Loss“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINFÜHRUNG: Diese Einleitung umreißt den Trend der Verbriefung und die spezifische Problemstellung für Landesbanken durch den Wegfall der Staatsgarantien, welche eine strategische Neuorientierung notwendig macht.

2 LANDESBANKEN IM WANDEL: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche und wirtschaftliche Bedeutung der Staatsgarantien (Anstaltslast und Gewährträgerhaftung) und deren bevorstehende Abschaffung, die zu einer Rating-Herabstufung der Landesbanken führt.

3 GRUNDLAGEN DER ASSET SECURITIZATION - INSBESONDERE DER CDO: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Verbriefung, insbesondere der CDO-Struktur, des Zahlungsstrommanagements und der Sicherungskonstruktionen detailliert dargelegt.

4 HSH NORDBANK UND IHR CDO „OCEAN STAR“: Anhand der HSH Nordbank wird exemplarisch eine synthetische CDO-Transaktion vorgestellt, die als Benchmark für eine neue Strategie in der Schiffsfinanzierung dient.

5 MOTIVE DER LANDESBANKEN ALS ORIGINATOR AM BEISPIEL DER HSH NORDBANK: Dieses Kapitel analysiert die Beweggründe für Verbriefungen, wie Eigenkapitalentlastung, verbessertes Risikomanagement und Refinanzierung, und bewertet deren Erfolg für die Landesbanken.

6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassend wird bewertet, inwieweit Verbriefungen eine tragfähige Lösung für die Landesbanken darstellen und welchen Ausblick dies für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit im Sparkassenverbund bietet.

Schlüsselwörter

Landesbanken, Staatsgarantien, Anstaltslast, Gewährträgerhaftung, Asset Securitization, Collateralized Debt Obligation, CDO, Eigenkapitalentlastung, HSH Nordbank, Risikomanagement, Verbriefung, Rating, Finanzierung, Kreditderivate, Kapitalmarktfähigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie deutsche Landesbanken durch den Wegfall ihrer Staatsgarantien im Jahr 2005 unter Druck geraten und wie sie die Verbriefungstechnik CDO nutzen, um ihre Bilanz zu entlasten und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Umstrukturierung des Bankensektors, die Grundlagen der Asset-Backed-Securities, die Rolle von Rating-Agenturen sowie die spezifischen Motive der Landesbanken wie Kapitalanrechnung und Risikosteuerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Landesbanken mithilfe von CDO-Transaktionen ihre Bonität stützen und die durch Rating-Herabstufungen steigenden Refinanzierungskosten kompensieren können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu Verbriefungstechniken und aufsichtsrechtlichen Grundlagen mit einer fallbezogenen Anwendung auf die HSH Nordbank AG und ihre "Ocean Star"-Transaktion.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Erläuterung der CDO-Strukturen und -Beteiligten sowie eine Untersuchung der Motive für Verbriefungen, insbesondere zur Entlastung des regulatorischen Eigenkapitals und zur Verbesserung des Risikoprofils.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Landesbanken, Staatsgarantien, CDO, Asset Securitization, Eigenkapitalentlastung, HSH Nordbank und Kreditderivate.

Welche Rolle spielt die HSH Nordbank konkret in dieser Arbeit?

Die HSH Nordbank dient als Fallbeispiel für eine Landesbank, die ihre spezialisierte Strategie (Schiffsfinanzierung) mittels synthetischer CDOs an den Kapitalmarkt bringt, um Eigenkapital freizusetzen.

Warum ist der Wegfall der Staatsgarantien ein kritisches Ereignis?

Weil bisher die Anstaltslast und Gewährträgerhaftung für eine erstklassige Bonität der Landesbanken sorgten; ohne diese Garantien drohen Herabstufungen durch Rating-Agenturen und somit deutlich höhere Refinanzierungskosten.

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Details

Title
Wegfall der Staatsgarantien im Jahre 2005. Collateralized Debt Obligation zur Unterstützung von Veränderungsprozessen in Landesbanken
College
University of Applied Sciences Kaiserslautern
Grade
1,3
Author
Andreas Weis (Author)
Publication Year
2004
Pages
132
Catalog Number
V32570
ISBN (eBook)
9783638332552
ISBN (Book)
9783638814584
Language
German
Tags
Collateralized Debt Obligation Unterstützung Veränderungsprozessen Landesbanken Wegfall Staatsgarantien Jahre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Weis (Author), 2004, Wegfall der Staatsgarantien im Jahre 2005. Collateralized Debt Obligation zur Unterstützung von Veränderungsprozessen in Landesbanken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32570
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