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Spielzeugangebot und kindliche Entwicklung

Title: Spielzeugangebot und kindliche Entwicklung

Diploma Thesis , 2004 , 69 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christina Müller (Author)

Social Work
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[....] Die folgende Arbeit wird als Einführung zum Thema zunächst erst einmal auf die
Grundlagen des Kinderspiels eingehen, d.h. über die Merkmale und Formen des Spiels,
sowie über dessen Bedeutung berichten.
Als Grundlagenliteratur dienen hierfür die Werke von Rolf Oerter bzw. Oerter/Montada
„Psychologie des Spiels. Ein handlungstheoretischer Ansatz“ (1993) und
„Entwicklungpsychologie“ (2002). Daraufhin wird ein kurzer Abriss zur Kindheit auf das
Kind in der heutigen Konsumgesellschaft hinführen, was durch Auszüge aus der
KidsVerbraucheranalyse 2003 ergänzt wird.
Im nächsten Kapitel wird dann auf die Spielmittel, ihre derzeitige Klassifizierung und
diesbezügliche Kriterien für gutes Spielzeug ausführlicher eingegangen. Die nächsten zwei
Kapitel sollen dieser Theoriearbeit einen Praxisbezug geben. Das heißt zunächst werden
die theoretischen Grundlagen des Projektes „Spielzeugfreier Kindergarten“ erörtert, woran
sich dann ein Exkurs in die Praxis der Durchführung eines solchen Projektes anschließt.
Dabei stellen persönliche Erfahrungswerte die Quelle der Autorin dar. Daran schließt sich
dann im folgenden Gliederungspunkt, ein kurzer empirischer Teil, in Form einer
Befragung von Eltern bezüglich der Spielzeugauswahl für ihre Kinder an.
Am Ende dieser Arbeit wird die Autorin den sozialpädagogischen Bezug des Themas
„Spielzeugangebot und kindliche Entwicklung“ versuchen darzulegen, um dann
abschließend eine Zusammenfassung aller Punkte zu geben.
Die Schwerpunkte sollen dabei in der Spielmittelbeurteilung und der Projektvorstellung
„Spielzeugfreier Kindergarten“ liegen, wobei das Kind als Konsument einen dies
betreffend wichtigen Aspekt darstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

VORWORT

1. EINLEITUNG

2. PSYCHOLOGIE UND PÄDAGOGIK DES KINDERSPIELS

2.1 WAS IST SPIELEN?

2.1.1 Merkmale des Spiels

2.1.2 Formen des Spiels

2.2 DIE BEDEUTUNG DES SPIELS AUS DER SICHT DREI ANGESEHENER PÄDAGOGEN

2.2.1 Maria Montessori

2.2.2 Jean Piaget

2.2.3 Virginia M. Axline

2.2.4 Abschließende Betrachtung

3. SPIELEN IM JAHR 2003

3.1 DER ENTWICKLUNGSVERLAUF DER KINDHEIT NACH POSTMAN

3.2 URSACHEN DER VERÄNDERTEN KINDHEIT

3.3 EINFÜHRUNG IN DAS THEMA: DAS KIND ALS KONSUMENT

3.4 KIDSVERBRAUCHERANALYSE 2003

3.4.1 Die Kinder-Zielgruppe (6-12 Jahre)

3.4.2 Die Jugend-Zielgruppe (13-19 Jahre)

3.5 ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG

4. GUTES SPIELZEUG – SCHLECHTES SPIELZEUG

4.1 WAS IST SPIELZEUG?

4.2 SPIELZEUGKLASSEN

4.3 BEURTEILUNGSKRITERIEN FÜR SPIELZEUG

4.3.1 Alter und Entwicklungsstand des Kindes

4.3.2 Fantasie und Vorstellungsvermögen

4.3.3 Umwelterfahrungen, Spielmöglichkeiten, Material und Verarbeitung

4.3.4 Gestaltung, Form, Farbe, Größe und Gewicht

4.3.5 Anzahl, Menge, Konstruktion, Mechanik, Haltbarkeit und Lebensdauer

4.3.6 Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Preis

4.4 DER ZUSAMMENHANG ZWISCHEN GESELLSCHAFT UND SPIELZEUGKULTUR

5. SPIELZEUGREDUKTION ALS ANTOWORT AUF SPIELZEUGÜBERMAß

5.1 „SPIELZEUGFREIER KINDERGARTEN“ - EIN KONZEPT ZUR SUCHTPRÄVENTION

5.1.1 Die Entstehung und Zielstellung des Projektes

5.1.2 Der Ablauf der spielzeugfreien Zeit

5.1.3 Die Ergebnisse der Begleitstudie

5.2 DAS PROJEKT „SPIELZEUGREDUZIERTER KINDERGARTEN“ IN HALLE/SAALE

5.2.1 Warum „spielzeugreduziert“?

5.2.2 Die Praxis der „spielzeugreduzierten Zeit“ in einem Kindergarten

5.2.3 Schwierigkeiten während der Durchführung

6. SPIELZEUGAUSWAHL 2003

6.1 EINFÜHRUNG

6.2 BEFRAGUNG

6.2.1 Die Entstehung des Fragebogens

6.2.2 Die Durchführung der Befragung

6.2.3 Die Auswertung des Fragebogens

7. ZUSAMMENFASSUNG

7.1 SOZIALPÄDAGOGISCHE RELEVANZ

7.2 PERSÖNLICHES RESÜMEE

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem massiven Spielzeugangebot in der heutigen Konsumgesellschaft und der kindlichen Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf den potenziellen Kreativitätsmangel bei Kindern sowie den präventiven Nutzen von Spielzeugreduktion.

  • Psychologische und pädagogische Grundlagen des Kinderspiels
  • Entwicklungsverlauf der Kindheit und das Kind als Konsument
  • Beurteilungskriterien für die Qualität von Spielzeug
  • Analyse des Konzepts „Spielzeugfreier Kindergarten“ als Suchtprävention
  • Empirische Untersuchung zur Spielzeugauswahl durch Eltern

Auszug aus dem Buch

Die Entstehung und Zielstellung des Projektes

Der Arbeitskreis „Kindergarten“, eine Untergruppe des Suchtarbeitskreises Weilheim-Schongau, entwickelte 1992 das Konzept zu einem spielzeugfreien Kindergarten. Hintergrund dessen ist die Feststellung, dass das Fehlen wichtiger Lebenskompetenzen, wie Selbstvertrauen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit usw. eine Suchtgefährdung darstellt. Das Projekt soll diese Kompetenzen erkennen, fördern, weiterentwickeln und stärken.

Durch die Masse an Spielwaren zuhause und im Kindergarten, also einem regelrechten Überfluss an Konsumartikeln, entsteht bei Kindern oft Langeweile und daraus folgend schnelle Frustration. Die spielzeugfreie Zeit soll es den Kindern ermöglichen, einen Freiraum entstehen zu lassen, in dem sie Gelegenheit haben, diese Lebenskompetenzen zu entdecken, zu entwickeln und in eigener Verantwortung zu erproben. (vgl. Schubert, 2000) Es ist also ein Projekt zur Suchtprävention, eine „aktive Erziehung zu einem kritischen Konsum“ (vgl. Becker-Textor, 1997, S.13). Das Wort Konsum steht hier im Kontext zur Ersatzbefriedigung, d.h. es geht um den Konsum, welcher stattfindet, wenn ein aktuelles Bedürfnis nicht befriedigt wird und dies dann durch den Konsum einer Substanz oder einer Sache geschieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema Spielzeugangebot und kindliche Entwicklung unter Berücksichtigung der Konsumgesellschaft.

2. Psychologie und Pädagogik des Kinderspiels: Theoretische Grundlagen des Spiels, seiner Merkmale und die Perspektiven bedeutender Pädagogen wie Montessori und Piaget.

3. Spielen im Jahr 2003: Betrachtung der veränderten Kindheit und die Entwicklung des Kindes zum Konsumenten, ergänzt durch Daten der KidsVerbraucherAnalyse 2003.

4. Gutes Spielzeug – Schlechtes Spielzeug: Definition von Spielzeug, Klassifizierung sowie Erläuterung von Qualitätskriterien für Spielwaren.

5. Spielzeugreduktion als Antwort auf Spielzeugübermaß: Eingehende Analyse des Projekts „Spielzeugfreier Kindergarten“ als suchtpräventives Konzept und Darstellung persönlicher Erfahrungen.

6. Spielzeugauswahl 2003: Empirischer Exkurs mittels einer Elternbefragung zur aktuellen Spielzeugauswahl und deren Einflussfaktoren.

7. Zusammenfassung: Darstellung der sozialpädagogischen Relevanz des Themas sowie ein persönliches Resümee der Autorin.

Schlüsselwörter

Kinderspiel, Spielzeug, Konsumgesellschaft, Spielzeugfreier Kindergarten, Suchtprävention, Lebenskompetenzen, Kreativität, Kindheit, Konsumverhalten, Entwicklungspsychologie, Spielmittel, Elternbefragung, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Fragestellung, wie sich das heutzutage stark strukturierte und quantitative Spielzeugangebot auf die Entwicklung und die Kreativität von Kindern auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die psychologischen Grundlagen des Spiels, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Kindheit sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Spielzeugreduktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen Konsumverhalten bei Kindern und der Förderung von Lebenskompetenzen zu untersuchen und aufzuzeigen, wie spielzeugfreie Konzepte hierbei als Prävention wirken können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer ausführlichen Literaturanalyse verwendet die Arbeit einen empirischen Teil in Form einer Fragebogenbefragung von Eltern sowie die Reflexion eigener Praxiserfahrungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Kinderspiels, die Auswirkungen der Konsumgesellschaft auf die Kindheit und die praktische Umsetzung des spielzeugreduzierten Kindergartens erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Spielzeug, Konsumgesellschaft, Lebenskompetenzen, Suchtprävention und Entwicklungspsychologie.

Was sind die Hauptkritikpunkte von Gegnern des „spielzeugfreien Kindergartens“?

Kritiker wie der Verein „Starke Kinder e.V.“ argumentieren, dass das Projekt die kindliche Entwicklung gefährden könne, das Recht auf individuelle Wahl einschränke und bei Kindern Frust durch Langeweile auslöse.

Wie unterscheidet sich der „spielzeugreduzierte“ vom „spielzeugfreien“ Kindergarten?

Während im „spielzeugfreien“ Ansatz konsequent sämtliche Spielmaterialien entfernt werden, verfolgt die „spielzeugreduzierte“ Variante einen abgewandelten Weg, bei dem Basismaterialien wie Papier und Stifte im Raum verbleiben.

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Details

Title
Spielzeugangebot und kindliche Entwicklung
College
University of Applied Sciences Merseburg  (Soziale Arbeit, Medien. Kultur)
Grade
2,0
Author
Christina Müller (Author)
Publication Year
2004
Pages
69
Catalog Number
V32663
ISBN (eBook)
9783638333276
Language
German
Tags
Spielzeugangebot Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Müller (Author), 2004, Spielzeugangebot und kindliche Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/32663
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