Die zunehmende Notwendigkeit eines modernen und effizienten Kostenmanagements lässt sich aus den Veränderungen der Unternehmensumwelt während der letzten Jahre ableiten. Internationalisierungs- und Globalisierungstendenzen führen zu einer Verschärfung des Wettbewerbs.
Internationalisierung bedeutet, dass die Beziehungen zwischen Lieferanten, Produzenten und Kunden die nationalen Grenzen überschreiten. Globalisierung bezeichnet die Endstufe der Internationalisierung: Die Erde wird als Einheit betrachtet, alle Länder sind als potentielle Beschaffungs-, Absatz- oder Produktionsregionen zu betrachten. 1 Die wachsende Komplexität der Unternehmensstrukturen und der Unternehmensbeziehungen, sowie die steigende Dynamik auf den Märkten gehen mit den Globalisierungstendenzen einher.
Geänderte Kundenbedürfnisse, gesetzliche Regelungen und Beschränkungen, technischer Fortschritt, gestiegene Amortisationszeiten für die entwickelten und gefertigten Produkte und immer kürzer werdende Produktlebenszyklen erfordern eine gesteigerte Flexibilität und eine ständige Anpassung der Unternehmensstrategie. 2
Folgen der Strukturwandlungen in der Unternehmensumwelt sind Veränderungen der Beschaffungs- und Absatzmärkte. 3 Auf den Beschaffungsmärkten nimmt das Beschaffungsrisiko zu, der Anteil der fremdbezogenen Teile in der Fertigung steigt an und die Qualitätsansprüche nehmen zu.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Bedeutung und Motive des Prozessdenkens
2. Grundlagen
2.1. Die logistische Kette
2.2. Supply Chain Management
2.2.1. Entwicklung und Definition
2.2.2. Grundlagen
2.2.3. Gegenstandsbereich des Supply Chain Managements
2.2.3.1. Die Produkt-Kooperations-Matrix
2.2.3.2. Kooperationsstrategien
2.2.4. Instrumente und Standards in der Supply Chain
2.2.5. Ziele des Supply Chain Managements
3. Controlling in der Supply Chain
3.1. Grundlagen
3.2. Entwicklung des Kostenmanagement
3.3. Entwicklung von Kennzahlensystemen
4. Instrumente des Supply Chain Costing
4.1. Prozesskostenrechnung
4.1.1. Entwicklung
4.1.2. Merkmale und Konzeption
4.1.3. Aufbau und Ablauf
4.1.4. Ziele und Vorteile
4.1.5. Kritik und Ausblick
4.2. Target Costing
4.2.1. Entwicklung und Definition
4.2.2 Merkmale und Konzeption
4.2.3. Aufbau des Target Costing
4.2.3.1. Zielkostenfestlegung
4.2.3.2. Zielkostenspaltung
4.2.3.3. Zielkostenrealisierung
4.2.4. Ziele und Vorteile
4.2.5. Kritik und Ausblick
4.3. Life Cycle Costing
4.3.1. Entwicklung, Grundidee und Definition
4.3.2. Merkmale und Konzeption
4.3.3. Methoden und Instrumente
4.3.4. Ziele und Vorteile
4.3.5. Kritik am Model des Life Cycle Costing
4.4. Die Balanced Scorecard
4.4.1. Entwicklung
4.4.2. Merkmale und Konzeption
4.4.3. Die vier Perspektiven der Balanced Scorecard
4.4.3.1. Die Finanzperspektive
4.4.3.2. Die Kundenperspektive
4.4.3.3. Die interne Prozessperspektive
4.4.3.4. Die Lern- und Entwicklungsperspektive
4.4.4. Ziele und Vorteile der Balanced Scorecard
4.4.5. Kritik und Ausblick
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, moderne Instrumente des Kostenmanagements für ein effizientes Supply Chain Management zu identifizieren und diese kritisch im Hinblick auf ihren praktischen Anwendungsnutzen zu bewerten.
- Anforderungen an modernes Kostenmanagement durch Globalisierung und Wettbewerbsdruck
- Prozessorientierte Kostenrechnung als Instrument zur Gemeinkostentransparenz
- Marktorientiertes Zielkostenmanagement (Target Costing)
- Lebenszyklusorientierte Kostenrechnung (Life Cycle Costing)
- Balanced Scorecard als strategisches Management- und Steuerungsinstrument
Auszug aus dem Buch
Die logistische Kette
Bei der Beschaffung von Material, während des Leistungserstellungsprozesses und der Verteilung von Gütern an die Konsumenten, durchlaufen die Rohstoffe und die gefertigten Produkte eine ganze Reihe von Stationen. Unterschieden werden können sowohl ein innerbetriebliches logistisches Netzwerk, welches auf die zur Leistungserstellung notwendigen Prozesse gerichtet ist, als auch ein überbetrieblichen logistischen Netzwerk, welches auf das Zusammenwirken mit Zulieferern, Produzenten, Dienstleistern und Kunden ausgerichtet ist.
Thaler definiert die logistische Kette als „Zusammenfassung einzelner Prozesse im Unternehmen und in seinem, direkt mit der Leistungsstellung verbundenen, Umfeld zu bereichsübergreifenden Organisations- und Informationseinheiten.“
Während die Teilnehmer im logistischen Netzwerk in der klassischen Betriebswirtschaftslehre und der Logistik noch isoliert betrachtet werden, tritt seit Anfang der 80er Jahre das Konzept der Prozessorganisation in Erscheinung. Die einzelnen Unternehmen sind nicht mehr nur daran interessiert, ihre innerbetrieblichen Strukturen zu optimieren: Ziel des Konzeptes ist eine Abstimmung der Güter- und Informationsströme entlang der gesamten logistischen Kette, also eine Optimierung des gesamten Netzwerkes, in welches die einzelnen Unternehmen integriert sind. Eine derartige Koordination innerhalb der logistischen Kette wird auch als Supply Chain Management bezeichnet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Dynamik der globalen Märkte und die daraus resultierende Notwendigkeit, Kostenmanagement moderner und prozessorientierter zu gestalten.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente des Supply Chain Managements sowie die Bedeutung der logistischen Kette und strategischer Kooperationsformen dargelegt.
3. Controlling in der Supply Chain: Dieses Kapitel erörtert die Rolle des Controllings, die Entwicklung des Kostenmanagements und die Notwendigkeit moderner Kennzahlensysteme.
4. Instrumente des Supply Chain Costing: Im Hauptteil werden zentrale Instrumente wie die Prozesskostenrechnung, das Target Costing, das Life Cycle Costing und die Balanced Scorecard detailliert analysiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Instrumente zusammen und empfiehlt eine kombinierte Anwendung, um die Defizite traditioneller Kostenrechnungssysteme zu überwinden.
Schlüsselwörter
Supply Chain Management, Kostenmanagement, Prozesskostenrechnung, Target Costing, Life Cycle Costing, Balanced Scorecard, Prozessoptimierung, Gemeinkostenmanagement, Wertschöpfungskette, Controlling, Wettbewerbsvorteile, Unternehmensstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Integration von modernen Kostenmanagementinstrumenten in das Supply Chain Management, um die Effizienz von Wertschöpfungsketten zu steigern.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Prozesskostenrechnung, das Target Costing, das Life Cycle Costing und die Balanced Scorecard als Instrumente zur strategischen Kostensteuerung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, die Unternehmen helfen, den steigenden Anforderungen an Wettbewerbsfähigkeit durch effizientere Kostenstrukturen und Prozessgestaltung gerecht zu werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es erfolgt eine fundierte literaturbasierte Analyse und kritische Diskussion der verschiedenen Kostenmanagement-Instrumente unter Einbeziehung empirischer Studienergebnisse.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert Aufbau, Merkmale, Ziele und Kritikpunkte der vier genannten Instrumente und deren spezifische Bedeutung für die Supply Chain.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Supply Chain Management, Kostenoptimierung, Prozessorientierung und strategische Steuerung charakterisiert.
Welches Problem löst das Target Costing?
Das Target Costing löst das Problem der traditionellen "Vorwärtskalkulation", indem es marktorientierte Zielpreise in den Mittelpunkt stellt und Kosten rückwärts von diesen Preisen aus plant.
Warum ist die Balanced Scorecard besonders wichtig?
Die Balanced Scorecard erweitert die reine Finanzperspektive um Kunden-, Prozess- sowie Lern- und Wachstumsperspektiven und ermöglicht so eine ganzheitliche strategische Steuerung.
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- Antje Rottmann (Author), 2003, Kostenmanagement als wesentlicher Bestandteil eines effizienten Supply Chain Managements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33367