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Alois Riegl. Spätrömische Kunstindustrie

Title: Alois Riegl. Spätrömische Kunstindustrie

Seminar Paper , 2013 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Angelika Wöss (Author)

Art - History of Art
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In der vorliegenden Arbeit wird Alois Riegls Werk „Spätrömische Kunstindustrie“ näher betrachtet, vor allem in Bezug auf die Einleitung des Werks und das spätrömische Kunstwollen. An den Beginn werden neben dem Lebenslauf Riegls die allgemeinen Tendenzen am Fin de siècle, in dem Alois Riegl gelebt und gewirkt hat, gestellt, da diese wichtig für das Verständnis von Riegls Einstellung und Kunstbetrachtung sind.

Anschließend folgt die Beleuchtung der „Spätrömischen Kunstindustrie“ mit oben genannten Schwerpunkten. Die einzelnen Kapitelüberschriften sind von Riegls Werk übernommen worden. Abgeschlossen wird die Arbeit mit dem Kapitel über Riegls Kunsttheorie.

Alois Riegl nimmt eine Schlüsselfunktion ein in der Geschichte der Kunstwissenschaft um 1900. Er verfasste drei Hauptwerke: Stilfragen (1893), Spätrömische Kunstindustrie (1901) und Das Holländische Gruppenporträt (1902). Seinen Ruf verdankt er dem Grundaspekt seiner Arbeit: dem Begriff des „Kunstwollens“ den er eingeführt hat. Aufgrund seines wertfreien Stilbegriffs konnte Riegl nun auch jene Epochen rehabilitieren, die man im 19. Jahrhundert als Verfallszeiten beurteilt hatte.

Absolute Objektivität sollte auch das primäre Ziel einer zeitgemäßen Denkmalpflege sein. Riegl legte somit auch die theoretischen Grundlagen des modernen Denkmalschutzes. Weiters war er ein wesentlicher Begründer einer „Wiener Schule der Kunstgeschichte“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitendes

2. Alois Riegl

2.1 Kurzbiografie

2.2 Allgemeine Tendenzen am Fin de Siècle

3. Spätrömische Kunstindustrie

3.1 Einleitung

3.1.1 Plan und Zweiteilung des Werkes

3.1.2 Bisherige Vernachlässigung der spätantiken Kunst und ihre Ursachen

3.1.3 Aufgabe des Werks und Riegls „Stilfragen“

3.1.4 Die sog. Sempersche Theorie und das Kunstwollen

3.1.5 Die spätantike Kunst als eine notwendige Durchgangsphase zwischen der antiken und der neueren Kunst

3.1.6 Einteilung des Stoffes und Reihenfolge der Kapitel

3.1.7 Charakter der gestellten Aufgabe und die ihrer Lösung entgegenstehenden inneren Schwierigkeiten

3.2 Die Grundzüge des spätrömischen Kunstwollens

3.2.1 Die gemeinantiken und die nichtantiken Züge der spätrömischen Kunst

3.2.2 Literarische Äußerungen der Spätrömer über den Charakter ihres Kunstwollens

3.2.3 Der heilige Augustinus

3.2.4 Parallelismus zwischen bildender Kunst und Weltanschauung

3.2.5 These des Werks

4. Zu Riegls Kunsttheorie

5. Abschließendes

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Werk „Spätrömische Kunstindustrie“ von Alois Riegl und beleuchtet dessen theoretische Grundlagen, insbesondere den zentralen Begriff des „Kunstwollens“. Die Forschungsfrage widmet sich der Frage, wie Riegl durch eine anti-normative Betrachtungsweise die Spätantike als eigenständige, entwicklungsgeschichtlich bedeutende Epoche rehabilitiert und dabei die Trennung zwischen hoher Kunst und Kunstgewerbe überwindet.

  • Lebenslauf und kunsthistorischer Kontext von Alois Riegl
  • Entstehung der autonomen Kunstgeschichte am Fin de siècle
  • Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Kunstwollen“
  • Rehabilitation der spätantiken Kunst gegenüber materialistischen Theorien
  • Bedeutung der Wahrnehmungstheorie für die Kunstgeschichte

Auszug aus dem Buch

3.1.4 Die sog. Sempersche Theorie und das Kunstwollen

Riegl stellt sich klar gegen diesen Usus der Kunstbetrachtung, den er mit Gottfried Semper in Verbindung bringt. Nach Sempers Theorie ist ein Kunstwerk lediglich ein mechanisches Produkt, das aus Gebrauchszweck, Rohstoff und Technik resultiert bzw. darauf basiert.

Riegl ist gegen diese rein mechanisierte bzw. materialistische Auffassung vom Wesen eines Kunstwerkes und nimmt mit seiner teleologisch ausgerichteten Theorie eine Gegenposition dazu ein. Er sieht im Kunstwerk das Ergebnis „eines bestimmten und zweckbewussten Kunstwollens“22. Dieses Kunstwollen würde sich „im Kampf mit Gebrauchszweck, Rohstoff und Technik“23 durchsetzen. Somit bilden für Riegl diese drei Faktoren Sempers eher eine hemmende, negative Rolle, bzw. bezeichnet er sie als „Reibungskoeffizienten innerhalb des Gesamtproduktes“24.

Es ging Riegl darum, seine Leserschaft daran zu erinnern, dass weder die Bestimmung von Technik und Stoff noch die empirische Formanalyse genügten, um sich dem Problem der menschlichen Kreativität anzunähern.25 Das Kunstwollen war für Riegl ein leitender Faktor in der Entwicklung, mit dem er glaubte, Kunsterzeugnisse einer gewissen Zeitspanne erklären zu können. Mit dem Kunstwollen versuchte er also nachzuweisen, dass der ganze Ablauf der alten europäischen Kunst vom Anbeginn bis in die spätrömische Zeit ein von inneren Gesetzen bedingtes Geschehen sei.26

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitendes: Einführung in die Bedeutung von Alois Riegl und sein Werk sowie Erläuterung des Aufbaus der vorliegenden Arbeit.

2. Alois Riegl: Überblick über die Biografie des Autors und Einordnung in die kunsthistorischen Strömungen am Ende des 19. Jahrhunderts.

3. Spätrömische Kunstindustrie: Detaillierte Analyse des Werks, wobei die Einleitung des Originals und die Grundzüge des dort beschriebenen Kunstwollens im Zentrum stehen.

4. Zu Riegls Kunsttheorie: Untersuchung der theoretischen Herleitung des „Kunstwollens“ als heuristisches Prinzip und Abgrenzung zu materialistischen Ansätzen.

5. Abschließendes: Fazit über Riegls Beitrag zur Aufwertung der Spätantike und die Ästhetisierung der Geschichtsauffassung.

Schlüsselwörter

Alois Riegl, Spätrömische Kunstindustrie, Kunstwollen, Stilgeschichte, Antike, Fin de siècle, Gottfried Semper, Autonome Kunstgeschichte, Kunstgewerbe, Wahrnehmungstheorie, Formanalyse, Stilbegriff, Ästhetik, Kunsttheorie, Spätantike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht Alois Riegls Werk „Spätrömische Kunstindustrie“ und seine theoretische Herangehensweise an die Kunstgeschichte um 1900.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Biografie Riegls, dem historischen Kontext des Fin de siècle, dem Begriff des Kunstwollens und der methodischen Rehabilitation der spätantiken Kunst.

Was ist das Hauptziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Riegls Ansatz zu verstehen, der die Spätantike nicht als Verfall, sondern als notwendigen Entwicklungsschritt begreift, indem er das Kunstwollen als treibende Kraft definiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt eine inhaltliche Analyse der Primärquelle „Spätrömische Kunstindustrie“ sowie ergänzende kunsthistorische Sekundärliteratur, um Riegls Theorien methodisch einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird Riegls Einleitung analysiert, die Grundzüge des spätantiken Kunstwollens diskutiert und Riegls Theoriegebäude in den Kontext der Universalgeschichte gestellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kunstwollen, haptische/optische Wahrnehmung, Stilbegriff, anti-normative Kunstbetrachtung und die Emanzipation der Kunstgeschichte.

Wie unterscheidet sich Riegls Sicht auf Kunst von der Semperschen Theorie?

Während Semper das Kunstwerk als rein materielles und zweckgebundenes Produkt sah, interpretiert Riegl es als Manifestation eines teleologischen, schöpferischen Kunstwollens, das über bloße Materialität hinausgeht.

Welche Rolle spielt der Heilige Augustinus in der Argumentation?

Riegl nutzt Augustinus als literarischen Beleg, um zu zeigen, dass auch in der Spätantike eine bewusste ästhetische Ordnung und ein Verständnis für Rhythmus existierten, die das Kunstwollen widerspiegeln.

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Details

Title
Alois Riegl. Spätrömische Kunstindustrie
Grade
1,0
Author
Angelika Wöss (Author)
Publication Year
2013
Pages
26
Catalog Number
V333997
ISBN (eBook)
9783668236349
ISBN (Book)
9783668236356
Language
German
Tags
Alois Riegl Kunsttheorie Kunstwissenschaft Objektivität Denkmalschutz Wiener Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angelika Wöss (Author), 2013, Alois Riegl. Spätrömische Kunstindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/333997
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