Dieses Seminartagebuch handelt von meinem Besuch des Seminars "Kommunikation und Konfliktlösung". Es fanden insgesamt 12 Sitzungen statt.
In diesem Portfolio werde ich die Inhalte der Sitzungen aufführen und auch meinen persönlichen Eindruck zu ihrer Relevanz in meinem späteren Lehrberuf beschreiben. Dazu gehört eine detaillierte Methodenbeschreibung, sowie eine gründliche Reflexion meinerseits.
In den verschiedenen Sitzungen ging es nicht nur um rein theoretische Kommunikationsformen und Anwendungstechniken, sondern auch darum die Theorien direkt anzuwenden. Dies fand meistens in Partner- oder Gruppenarbeiten statt.
Aus dem Inhalt:
- Soziometrie
- Positives Spekulieren
- Seerosen-Modell
- Namensspiel
- Konfliktlösung
- Konflikttheorie
- Eskaliton/Deeskalation
- Lösungsorientierte Gesprächsführung
- Gewaltfreie Kommunikation
- Kollegiale Beratung
Inhaltsverzeichnis
0. Einleitung
1. Kontrakt (08.04.2014)
2. Soziometrie (29.04.2014)
3. Positives Spekulieren (06.05.2014)
4. Seerosenmodell (13.05.2014/Fehltermin)
5. Namensspiel, Denkmal nach Rogers, Experiment aktives Zuhören (20.05.2014)
6. Doppelsitzung, 1. Teil: Namensspiel, Fallbearbeitung (24.05.2014)
7. Doppelsitzung, 2. Teil: Konfliktlösung, Classroom-Management (24.05.2014)
8. Konflikttheorie (27.05.2014)
9. Eskalation/Deeskalation nach Glasel (03.06.2014)
10. Transaktionsanalyse (10.06.2014)
11. Lösungsorientierte Gesprächsführung (24.06.2014)
12. Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (01.07.2014)
13. Kollegiale Beratung, Formalia Portfolio (08.07.2014/Fehltermin)
14. Processing (15.07.2014)
15. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieses Portfolios ist die methodische Aufarbeitung und persönliche Reflexion der im Seminar „Kommunikation und Konfliktlösung“ behandelten Inhalte, um deren praktische Anwendbarkeit für den späteren Lehrberuf zu evaluieren und das eigene professionelle Kommunikationsverhalten zu verbessern.
- Grundlagen der professionellen Kommunikation und Gesprächsführung
- Methoden der Konfliktanalyse und Deeskalationsstrategien
- Umgang mit schwierigen Beratungssituationen im schulischen Kontext
- Theoretische Modelle (z.B. Personenzentrierte Gesprächsführung, Transaktionsanalyse)
- Reflexion über die Lehrer-Schüler-Interaktion und das Klassenmanagement
Auszug aus dem Buch
1. Kontrakt (08.04.2014)
In der ersten Sitzung des Seminars "Kommunikation und Konfliktlösung" am 08.04.2014 lernten wir zuerst uns als Gruppe und Einzelperson, sowie die Dozentin kennen. Dazu sollte sich jeder kurz namentlich, mit seiner Fächerkombination und mit seinen Erwartungen an das Seminar vorstellen. Dabei wünschte sich die Mehrheit, dass wir nun weg von der Theorie und rein in die Anwendung kommen und endlich Dinge lernen, die uns in unserem späteren Schulalltag gezielt helfen. Eher zufällig kam direkt im Anschluss das Thema ,,Lehrergehälter“ auf. Wer verdient nun was? Verdienen Grundschullehrer weiterhin weniger als Gymnasiallehrer? Die Dozentin klärte uns auf: Die Gehälter sollen schulformunabhängig angeglichen werden.
Im Anschluss teilte unsere Dozentin uns einen schriftlichen Kontrakt mit Richtlinien für das Seminar aus. Inhaltlich ging es in dem Vertrag um das Konzept und die Rahmenbedingungen des Seminars, was die Dozentin von uns erwartet wenn wir 2 LP oder 4 LP erreichen wollen und ihre Erwartungen an uns als Seminarteilnehmer. Bis zur nächsten Sitzung bekamen wir Zeit uns den Kontrakt gründlich durch den Kopf gehen zu lassen und ihn dann zur nächsten Sitzung unterschrieben wieder mitzubringen.
Zusammenfassung der Kapitel
0. Einleitung: Vorstellung des Seminars und der Absicht, theoretische Kommunikationsformen durch Reflexion und Anwendung für den Lehrberuf nutzbar zu machen.
1. Kontrakt (08.04.2014): Vereinbarung der Rahmenbedingungen für das Seminar und erste Erwartungsabfrage der Teilnehmenden.
2. Soziometrie (29.04.2014): Einführung in soziometrische Methoden zur Gruppenbildung und Kennenlernen der Dynamik innerhalb der Klasse.
3. Positives Spekulieren (06.05.2014): Auseinandersetzung mit der Bedeutung von wertschätzendem Feedback und der Überwindung negativer Zuschreibungen durch die Methode des positiven Spekulierens.
4. Seerosenmodell (13.05.2014/Fehltermin): Theoretische Betrachtung der Ebenen menschlicher Persönlichkeit (Verhalten, Haltung, Werte) zur besseren Einordnung von Schülerschwierigkeiten.
5. Namensspiel, Denkmal nach Rogers, Experiment aktives Zuhören (20.05.2014): Anwendung personenzentrierter Grundhaltungen wie Empathie und Kongruenz im pädagogischen Kontext.
6. Doppelsitzung, 1. Teil: Namensspiel, Fallbearbeitung (24.05.2014): Einführung in die Konfliktlösung und Arbeit an konkreten Fallbeispielen aus dem schulischen Alltag.
7. Doppelsitzung, 2. Teil: Konfliktlösung, Classroom-Management (24.05.2014): Vertiefung der Gesprächsführung und kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Kindeswohlgefährdung.
8. Konflikttheorie (27.05.2014): Analyse der Entstehung von Konfliktdynamiken und der Bedeutung einer klaren, sachbezogenen Kommunikation.
9. Eskalation/Deeskalation nach Glasel (03.06.2014): Erarbeitung von deeskalierenden Strategien in Konfliktsituationen und Diskussion über den Umgang mit Gewalt in der Schule.
10. Transaktionsanalyse (10.06.2014): Einsatz der Erwachsenen-Ich-Position zur professionellen Beratung von Eltern und Vermeidung von Machtkämpfen.
11. Lösungsorientierte Gesprächsführung (24.06.2014): Strukturierung von Elterngesprächen anhand eines Idealmodells mit Fokus auf Ressourcen und gemeinsame Lösungen.
12. Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg (01.07.2014): Vorstellung der GFK-Methodik zur gewaltfreien Interaktion und Diskussion über professionelle Distanz.
13. Kollegiale Beratung, Formalia Portfolio (08.07.2014/Fehltermin): Konzept der kollegialen Beratung als Mittel zum organisierten Austausch und zur Problemlösung unter Fachkräften.
14. Processing (15.07.2014): Evaluation des Seminarverlaufs und abschließende Reflexion über die persönlich prägendsten Inhalte.
15. Fazit: Rückblick auf den Lernzuwachs und die persönliche Entwicklung hinsichtlich der Kommunikationskompetenz.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Konfliktlösung, Lehrberuf, Personenzentrierte Gesprächsführung, Soziometrie, Seerosenmodell, Eskalation, Deeskalation, Transaktionsanalyse, Gewaltfreie Kommunikation, Kollegiale Beratung, Classroom-Management, Elterngespräch, Reflexion, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert in Form eines Portfolios die Inhalte und persönlichen Reflexionen eines Seminars zum Thema Kommunikation und Konfliktlösung für angehende Lehrkräfte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Lehrer-Eltern-Gesprächen, Konfliktmanagement in der Schule, Methoden der aktiven Zuhörens und der Anwendung psychologischer Modelle im Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die kritische Auseinandersetzung mit Kommunikationsmodellen, um die eigene Handlungskompetenz für den zukünftigen Schulalltag zu professionalisieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Autorin kombiniert die theoretische Aufarbeitung von Seminarinhalten mit der Dokumentation von praktischen Übungen (z.B. Soziometrie, Fishbowl, Rollenspiele) und reflektiert diese mittels Selbstevaluation.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Seminarsitzungen chronologisch dargestellt, die verwendeten Methoden erläutert und deren Relevanz für den Lehrberuf kritisch hinterfragt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kommunikation, Konfliktlösung, Lehrberuf, Reflexion, Elterngespräch, Pädagogik.
Warum ist das Seerosenmodell für Lehrer relevant?
Es hilft Lehrkräften, hinter das beobachtbare Verhalten (Blatt) der Schüler zu blicken und die tieferliegenden Ursachen wie Werte und Prägungen (Wurzel) zu verstehen, um angemessener zu reagieren.
Welche Bedeutung hat das "Eskalationsmodell nach Glasel" für das Classroom-Management?
Es sensibilisiert die Lehrkraft dafür, Konflikte frühzeitig zu erkennen und deeskalierend einzugreifen, anstatt in ein "Schwarz-Weiß-Denken" oder destruktive Verhaltensmuster zu verfallen.
Warum wird die kollegiale Beratung als wertvoll erachtet?
Sie ermöglicht einen organisierten Austausch unter Fachkräften, bei dem komplexe Probleme gemeinsam gelöst werden können, was die Lehrkraft entlastet und die professionelle Entscheidungsfindung stärkt.
- Citation du texte
- Alina Willkomm (Auteur), 2014, Kommunikation und Konfliktlösung. Ein Seminartagebuch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334014