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Sampling als Kulturtechnik. (Re-)Produktionskonzepte im Hip-Hop

Título: Sampling als Kulturtechnik. (Re-)Produktionskonzepte im Hip-Hop

Trabajo , 2016 , 33 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Simon Dietze (Autor)

Medios / Comunicación - Multimedia, internet, nuevas tecnologías
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema "Sampling als Kulturtechnik: (Re-)Produktionskonzepte im Hip-Hop". Der Prozess des Samplings soll dabei weniger als eine technische Methode betrachtet werden, mehr als ein subkulturelles Praktizieren. Demzufolge rückt die technische Funktionsweise des Gegenstandes aus dem Fokus, während Sampling eher in einer Verbindung zum intertextuellen Charakter von Rapmusik analysiert werden soll.

Ziel der Verschriftlichung ist es die Praktik des Musik-Samplings in seiner vorrangigen Verwendung zu untersuchen, die Unterscheidungen zu klären, welche durch diesen technischen Eingriff getätigt werden und die ästhetischen Kunstformen der Collage und der Montage sowie die Zitiertechnik im Hip-Hop-Sampling zu erforschen. Diese Anwendungstechniken werden dabei als Reproduktionstechniken aufgefasst, die in verschiedenen Arbeitsschritten gleichartige oder aber differente Medienmaterialien transferieren.

Hip-Hop eignet sich besonders gut als Untersuchungsgegenstand, da einerseits Sampling zu seiner unmittelbaren historischen Entstehung beigetragen hat, andererseits weil er seine kulturellen Praktiken, zu denen die DJ-Culture zählt, für die Weitervermittlung von Identitätsmerkmalen benutzt und dadurch selbstreflektive und kollektive Gedankenstrukturen innerhalb der Szene herstellt. Der Sprechgesang bietet durch performative und kommunikative Elemente die besten Möglichkeiten der Anwendung und Analyse von Sampling.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sampling als Kulturtechnik

2.1 Die Funktionsweise des Samplings

2.2 Die Entwicklung einer Subkultur durch Sampling

3. (Re-)Produktionskonzepte im Hip-Hop-Sampling

3.1 Intertextualität im Hip-Hop

3.2 Zitate und Sampling im Hip-Hop

3.3 Collagen und Sampling im Hip-Hop

3.4 Montage und Sampling im Hip-Hop

4. Original, Kopie, Autor und Aura-Verlust: Ein kurzer kritischer Gedanke

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Praxis des Sound-Samplings innerhalb der Hip-Hop-Kultur, wobei der Fokus weniger auf der technischen Komponente als vielmehr auf der Analyse von Sampling als subkulturelles Praktizieren und intertextueller Charakter von Rapmusik liegt. Ziel ist es, die ästhetischen Kunstformen der Collage, der Montage und die Zitiertechnik im Hip-Hop-Sampling zu differenzieren und als Reproduktionstechniken zu erforschen.

  • Kulturelle Bedeutung von Sampling als (Re-)Produktionskonzept
  • Differenzierung der Begriffe Zitat, Collage und Montage in der Musik
  • Intertextualität und kollektives Gedächtnis im Hip-Hop
  • Die Rolle des Samplings für Identität und soziale Bedeutungsbildung
  • Kritische Reflexion von Originalität, Autorschaft und Aura-Verlust

Auszug aus dem Buch

3.1 Intertextualität im Hip-Hop

Der technisch-musikalische Aspekt im Hip-Hop, der ein durchaus performativer ist, gilt als ein in den akademischen Publikationen meist außer Acht gelassener perspektivischer Punkt. Im Zentrum dieser Forschung stehen lyrics, rhyme und flow als Bewertungsmaßstäbe für den sprachlichen Part der Rapper. Während soziale und musikalische Wurzeln die Basis des Vermittelten ausmachen, sind alle Auskopplungen fest in einem intertextuellen Prinzip verankert. Gesellschaften und (Sub-)Kulturen imaginieren gewissermaßen Selbstbilder, die über die Weitervermittlung mittels kultureller Praktiken die Identität der teilnehmenden Akteure beeinflussen. Sie wirken sich konkret als Erinnerungskulturen aus, die nach Jan Assmann als kollektives Gedächtnis kommuniziert werden können.24 Im Hip-Hop werden die materialisierten Kulturprodukte zu Trägern von einheitlicher Kommunikation und der Auslebung prägnanter Ideale. Es entwickelt sich eine eigene Sprache, ein Slang, der sich in den ausformulierten Anteilen der Tracks wiedererkennen lässt. Spezifische Thematiken ziehen sich wie ein langer Faden durch die gesamte Zeit, sodass aufgegriffene Problemstellungen aus den 70er Jahren, es geht meist um Gewalt, Drogen und Haft, später immer wieder reflektiert werden, wenn auch mit zeitgemäßen stilistischen Mitteln.

Lothar Mikos vereint Jan Assmanns Unterscheidungen des kollektiven und kommunikativen Gedächtnisses und bringt sie mit der Hip-Hop-Lebensart zusammen. Das kommunikative Gedächtnis umfasst demnach die Erinnerung an das Wissen um die Anfänge von Rap, dessen Rezeptionen und erlebte Produktionen im Verlauf der Lebensgeschichte, der kollektive Teil orientiert sich dagegen an Ereignissen der Vergangenheit, deren Erinnerung durch kulturelle Formung und institutionalisierte Kommunikation wachgehalten wird.25 Beides ist im Hip-Hop präsent, da Texte und Riten prägen und zudem auf soziale und lokale Traditionen verweisen. Raptexte wären demnach Bestandteile des kulturellen Gedächtnisses, da sich hier entsprechend lange Traditionen manifestieren, während Samples als eine Form der Sprache dem kommunikativen Gedächtnis zuzuschreiben wären.26

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Audio-Samplings als Kulturtechnik im Hip-Hop ein und definiert das Forschungsziel, die Praktiken der Collage, Montage und Zitation zu untersuchen.

2. Sampling als Kulturtechnik: In diesem Kapitel wird die technische Funktionsweise des Samplings erläutert und die historische Entwicklung vom analogen zum digitalen Prozess als Grundlage der Hip-Hop-Kultur aufgezeigt.

3. (Re-)Produktionskonzepte im Hip-Hop-Sampling: Dieses Kapitel analysiert die Konzepte der Intertextualität, der Zitation, der Collage und der Montage im Hip-Hop und untersucht, wie diese als kulturelle Praktiken zur Identitätsstiftung beitragen.

4. Original, Kopie, Autor und Aura-Verlust: Ein kurzer kritischer Gedanke: Hier wird die Problematik des Originalitätsbegriffs im Zeitalter digitaler Reproduzierbarkeit diskutiert und ein Bezug zur Appropriation Art sowie der Aura-Kritik hergestellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und betont, dass Sound-Sampling als eigenständige, nicht-plagiatorische künstlerische Praxis zu verstehen ist, die neue Bedeutungszusammenhänge schafft.

Schlüsselwörter

Sampling, Hip-Hop, Kulturtechnik, Collage, Montage, Zitation, Intertextualität, Reproduktion, Musikproduktion, DJ-Culture, Identität, kollektives Gedächtnis, Appropriation Art, Sound-Design, Autorschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das musikalische Audio-Sampling im Hip-Hop-Genre als eine spezifische Kulturtechnik und deren Auswirkungen auf (Re-)Produktionskonzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Analyse von Zitation, Collagenbildung und Montage als künstlerische Verfahren im Hip-Hop sowie deren Rolle in der kulturellen Identitätsbildung.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, die Praktik des Samplings im Rap zu untersuchen, die Unterscheidungen zwischen den genannten Verfahren (Zitat, Collage, Montage) zu klären und deren Bedeutung für die Musikproduktion aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine medienwissenschaftliche und kulturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die sich auf theoretische Grundlagen von Autoren wie Rolf Großmann, Jochen Bonz und Diedrich Diederichsen stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Funktionsweise des Samplings, der Rolle der Intertextualität im Hip-Hop und einer differenzierten Betrachtung der künstlerischen Gestaltungsmittel Zitat, Collage und Montage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Sampling, Hip-Hop, Collage, Montage, Intertextualität, Autorschaft und (Re-)Produktion sind die prägenden Begriffe dieser wissenschaftlichen Untersuchung.

Wie unterscheidet sich die Montage von der Collage im Hip-Hop-Sampling?

Während die Collage sich durch die Zusammensetzung verschiedenartiger Materialien auszeichnet, bezieht sich die Montage auf das übergreifende Verfahren des Zusammensetzens von gleichartigem Medienmaterial aus Archiven.

Welche Rolle spielt das kulturelle Gedächtnis bei gesampelten Zitaten?

Gesampelte Zitate aktivieren das kommunikative und kollektive Gedächtnis, indem sie Wissen über die Anfänge von Rap und historische Kontexte in neue musikalische Werke integrieren.

Was bedeutet der Begriff der Historizität im Zusammenhang mit Hip-Hop-Samples?

Die Historizität beschreibt den Rückgriff auf vergangene Epochen oder kulturelle Momente, die durch das Sampling als bedeutungstragende Elemente im neuen Kontext lebendig gehalten werden.

Warum wird im Hip-Hop oft auf explizite Quellenangaben bei Samples verzichtet?

Der Verweis findet innerhalb eines szeneinternen Kommunikationsprozesses statt, bei dem die Identifikation mit der Geschichte der Gruppierung wichtiger ist als formale Quellennachweise, was das Sample zur Hommage anstatt zum Plagiat macht.

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Detalles

Título
Sampling als Kulturtechnik. (Re-)Produktionskonzepte im Hip-Hop
Universidad
University of Weimar  (Fakultät Medien)
Curso
Reproduktion und Musik
Calificación
1,0
Autor
Simon Dietze (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
33
No. de catálogo
V334335
ISBN (Ebook)
9783668239746
ISBN (Libro)
9783668239753
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sound-Sampling Sampling Musik Kulturtechnik Reproduktion Produktion Computer Sound Producing Hip-Hop Rap Subkultur Walter Benjamin Aura Hier und Jetzt Kunsttheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simon Dietze (Autor), 2016, Sampling als Kulturtechnik. (Re-)Produktionskonzepte im Hip-Hop, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334335
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