Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich der Effektivität von e-Learning und einer konventionellen Lernform der Präsenzlehre. Die aktuelle Debatte über die Digitalisierung des Lernens zeugt von großer Aktualität dieses Themas. In den Medien, wie beispielsweise im Tagesspiegel wird dieses Thema häufiger aufgegriffen. Das Für und Wider wird in diesen Artikeln dargelegt und es wird versucht herauszufinden, ob das e-Learning oder das Lernen mit neuen Medien überhaupt einen höheren Nutzen bringt als herkömmliches Lernen, wie man es bisher aus deutschen Schulen kannte.
Es gibt einige Innovative Projekte an Schulen der Bundesrepublik. Beispielsweise hat der Computerhersteller Acer 40 Schulklassen an 21 deutschen Schulen mit Notebooks ausgestattet um Mediengestütztes Lernen in einem Pilotprojekt zu erproben. Es gab durchaus positive Reaktionen auf das Projekt. Weiter heißt es in dem Artikel, dass aber auch negative Folgen für bestimmte Typen von Lernenden, unter verschiedenen Unterrichtsbedingungen und bei falscher Anwendung eintreten können, welche bei herkömmlichen Methoden nicht auftauchten. Deshalb soll in dieser Arbeit ein Vergleich zwischen der herkömmlichen Lehre und der des mediengestützten Lernens gezogen werden. Die Vor-und Nachteile der jeweiligen Lernform sollen deutlich werden und nach Möglichkeit soll am Ende eine Empfehlung für eine der zwei Lernformen gegeben werden können. Geeignete Fachliteratur soll die Grundlage dieser Arbeit sein.
Zuerst werden aktuelle Beispiele für die relativ neue Lernform des e-Learnings vorgestellt, um einen Einstieg und Einblick in das Thema zu schaffen. Im weiteren Verlauf werden Maße und Indikatoren für die Effektivität festgelegt. Diese Kriterien sollen später helfen die beiden Lernformen zu bewerten. Dies ist wichtig, um einen objektiven Vergleich zwischen den Lernformen ziehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1. Verschiedene Formen von e-Learning
2.2. Beispiel eins: Die e-Learning-Plattform MAMBo
2.3. Beispiel zwei: E-Learning bei der Victoria Versicherung
2.4. Kriterien für den Vergleich der Lernangebote
2.5. Problem der Vergleichbarkeit von Bildungsangeboten
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität von E-Learning im direkten Vergleich zu konventionellen Präsenzlehrformen, um zu ergründen, ob digitale Lernmethoden einen messbaren Mehrwert bieten oder als konkurrenzfähig zu traditionellen Ansätzen einzustufen sind.
- Vergleich von mediengestütztem Lernen und Präsenzlehre
- Analyse von Fallbeispielen (Plattform MAMBo und Victoria Versicherung)
- Festlegung ökonomischer und qualitativer Vergleichskriterien
- Diskussion der Problematik der Messbarkeit von Lerneffekten
- Untersuchung von Kostenstrukturen und Break-Even-Punkten
Auszug aus dem Buch
2.4. Kriterien für den Vergleich der Lernangebote
In diesem Kapitel werden verschiedene Kriterien für Lernangebote festgelegt, auf denen der spätere Vergleich der beiden Lernformen beruhen soll. Drei Maße von Effizienz werden in dieser Arbeit betrachtet. Begonnen wird mit dem Kriterium, welches wohl am leichtesten zu messen ist. Die monetäre Effizienz eines Lernangebots ist häufig entscheidend für Unternehmen, Institutionen und andere Einrichtung für die endgültige Wahl eines Lernangebots. Dieser finanzielle Aspekt betrifft nicht nur Unternehmen, wie im Beispiel der Victoria Versicherung, sondern auch Universitäten, welche über einen begrenzten Haushalt verfügen.
Bei Bildungsangeboten muss man zwischen zwei Arten von Kosten unterscheiden. Zum einen gibt es die einmaligen Kapitalkosten, die Entwicklung, Materialbeschaffung und ähnliches betreffen, zum anderen gibt es die Betriebskosten, die Personalkosten, die Pflegekosten, Weiterentwicklungskosten und ähnliches einschließen (vgl. Lehner, Schäfer 2003, S. 241).
Der finanzielle Aufwand eines Lernangebots steigt in den meisten Fällen parallel zu der inhaltlichen Qualität. Prof. Dr. Michael Kerres beschäftigt sich damit in seinem Buch Mediendidaktik. Kerres zählt hier von kostengünstig nach kostenintensiv folgende Kostentreiber auf: „Aufwand für didaktische Aufbereitung (Übungsaufgaben, Tests), handlungsaktivierende Elemente (Interaktivität, Steigerung der Aufmerksamkeit und Explorationsverhaltens), Maßnahmen zur Förderung des Wissenstransfers (Darstellung von Fällen und der Anwendungssituation, Einbindung authentischer Kontextinformation), Betreuungsmaßnahmen (Tutor/innen, Hotline etc.)“ (Kerres 2012, S.95).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die aktuelle Debatte zur Digitalisierung des Lernens vor und definiert das Ziel der Arbeit, die Effektivität von E-Learning gegenüber herkömmlichen Lernmethoden zu bewerten.
2. Hauptteil: Der Hauptteil erläutert zunächst verschiedene Formen von E-Learning und betrachtet Praxisbeispiele, bevor er messbare Kriterien für einen Vergleich sowie die damit verbundenen Herausforderungen definiert.
2.1. Verschiedene Formen von e-Learning: Dieses Kapitel differenziert E-Learning-Formen anhand ihrer Intensität und Betreuungsqualität durch Einordnung in ein Modell nach Patricia Arnold.
2.2. Beispiel eins: Die e-Learning-Plattform MAMBo: Hier wird das an der Universität Hamburg eingesetzte Projekt MAMBo als Beispiel für einen komplett virtuell umgesetzten Studiengang beschrieben.
2.3. Beispiel zwei: E-Learning bei der Victoria Versicherung: Dieses Kapitel analysiert ein betriebliches E-Learning-Szenario und zeigt die Unterrichtsphasen sowie die eingesetzten Methoden und Medien auf.
2.4. Kriterien für den Vergleich der Lernangebote: Das Kapitel erarbeitet ökonomische und didaktische Vergleichsmaßstäbe, wobei insbesondere Kostenstrukturen und Qualitätsindikatoren beleuchtet werden.
2.5. Problem der Vergleichbarkeit von Bildungsangeboten: Hier wird die methodische Schwierigkeit erörtert, E-Learning und Präsenzlehre objektiv zu vergleichen, da individuelle Lernvoraussetzungen und didaktische Faktoren schwer isolierbar sind.
3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine pauschale Bewertung der Überlegenheit einer Lernform nicht möglich ist, da der Erfolg stark von spezifischen äußeren Faktoren und der Lerngruppe abhängt.
Schlüsselwörter
E-Learning, Präsenzlehre, Effektivität, Bildungsangebote, Mediendidaktik, Lernformen, Kosten-Nutzen-Analyse, Didaktische Qualität, Break-even-Punkt, Virtuelles Lernen, Digitalisierung, Bildungssektor, Vergleichbarkeit, Lernende, Ausbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich der Effektivität von E-Learning gegenüber der konventionellen Präsenzlehre, um zu prüfen, ob digitale Lernformen heute bereits konkurrenzfähig sind.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind die ökonomische Effizienz von Lernangeboten, die didaktische Gestaltung, der Vergleich von Kostenstrukturen sowie die Herausforderungen bei der objektiven Messung von Lernerfolgen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, Vor- und Nachteile beider Lernformen aufzuzeigen und zu ermitteln, ob eine allgemeine Empfehlung für eine der beiden Methoden ausgesprochen werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, die Einbeziehung theoretischer Modelle zur Bildungsqualität und eine Untersuchung konkreter Fallbeispiele aus Hochschule und Wirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Typisierung von E-Learning-Formen, die Vorstellung von zwei Praxisbeispielen, die Herleitung von Vergleichskriterien und die Diskussion über die Probleme bei der Vergleichbarkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind unter anderem E-Learning, Präsenzlehre, Effektivität, mediengestütztes Lernen, didaktische Qualität und Kosteneffizienz.
Was unterscheidet das Projekt MAMBo von anderen Lernformen?
MAMBo zeichnet sich dadurch aus, dass ein kompletter Studiengang virtuell umgesetzt wird, wobei die Plattform OLAT als zentrales Werkzeug zur Strukturierung und Interaktion dient.
Warum ist eine pauschale Aussage zur Effektivität laut dem Fazit nicht möglich?
Da Lernerfolg von individuellen Voraussetzungen der Lernenden und äußeren Kontextbedingungen abhängt, lassen sich Lernformen nicht unter Laborbedingungen isoliert vergleichen.
- Citation du texte
- Jan-Kristof Boß (Auteur), 2015, Effektivität von e-Learning. Kann e-Learning mit herkömlichen Lernmethoden konkurrieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/334608