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Wandel der Akteursstruktur im deutschen und europäischen Strommarkt

Titre: Wandel der Akteursstruktur im deutschen und europäischen Strommarkt

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2016 , 29 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Frederik vom Scheidt (Auteur)

Ingénierie - Génie Industriel
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Résumé Extrait Résumé des informations

97% der Energieversorgungsunternehmen erwarten eine mittelgroße bis große Disruption ihres heimischen Markts bis 2020. Am stärksten betroffen wird dabei voraussichtlich der europäische Markt sein, da hier bis 2030 mit der weitreichendsten Umsetzung einer Energiewende gerechnet wird. Diese Zahlen sind Hinweise auf einen bevorstehenden signifikanten Wandel der in der Vergangenheit lange statischen Akteursstruktur an den Strommärkten.

Diese Arbeit untersucht europäische Großhandelsmärkte und Unternehmen, die an diesen aktiv teilnehmen. Der Schwerpunkt wird dabei auf große überregionale Energieversorgungsunternehmen, Regionalversorger, Stadtwerke und neue Akteure wie Betreiber Virtueller Kraftwerke gelegt.

In der Analyse liegt der Fokus auf dem deutschen Markt, da hier auf Grund der umfassenden Energiewende der signifikanteste Wandel in der Akteursstruktur zu erwarten ist. Parallel dazu werden in Kapitel 2 und 3 ergänzend die Entwicklungen in anderen europäischen Ländern dargestellt. In Kapitel 4 werden alle europäischen Länder in Orientierung an die Vorgehensweise der Europäischen Kommission (2014) geclustert und als Marktregion untersucht. Kapitel 5 fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und bietet einen Ausblick auf potentielle Entwicklungen in der Zukunft.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wandel der Rolle bestehender Akteure

2.1. Situation der großen Energieversorger

2.2. Neue Strategien der großen Energieversorger

2.2.1. Ausbau der eigenen Erzeugung aus Erneuerbaren Energien

2.2.2. Erschließen neuer Geschäftsbereiche und -modelle

2.2.3. Kooperation und Kauf innovativer Unternehmen

2.2.4. Umgestaltung der Unternehmensstruktur

2.2.5. Internationalisierung

2.2.6. Desinvestition und Marktaustritt

2.2.7. Rationalisierung und Einsparmaßnahmen

2.3. Situation der Regionalversorger und Stadtwerke

2.4. Neue Strategien der Regionalversorger und Stadtwerke

2.4.1. Vertikale Integration

2.4.2. Kooperationen und Gemeinschaftsunternehmen

2.4.3. Erschließen neuer Geschäftsbereiche und -modelle

3. Markteintritt neuer Akteure

3.1. Aggregatoren und Zwischenhändler

3.2. Rekommunalisierung - Entstehung neuer Regionalversorger

3.3. Innereuropäische Integration - Markteintritt ausländischer Energieversorger

4. Neue Akteursstrukturen der Strommärkte

4.1. Deutschland

4.2. Zentral- und Westeuropa

4.3. Skandinavien

4.4. Zentral- und Osteuropa

4.5 Italien, Spanien, Portugal, Griechenland

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den signifikanten Wandel der Akteursstruktur im deutschen und europäischen Strommarkt, der durch die Energiewende, dezentrale Erzeugung und veränderte regulatorische Rahmenbedingungen vorangetrieben wird. Ziel ist es, die Gründe für diesen Wandel zu identifizieren, die Strategien der etablierten Energieversorgungsunternehmen (EVU) sowie den Markteintritt neuer Akteure zu untersuchen und einen Ausblick auf künftige Marktentwicklungen zu geben.

  • Analyse der Strategien etablierter Energieversorgungsunternehmen (Big 4)
  • Untersuchung des Markteintritts neuer Akteure wie Aggregatoren
  • Betrachtung von Rekommunalisierungsprozessen
  • Bewertung des Einflusses der europäischen Marktintegration
  • Vergleich der Marktentwicklungen in verschiedenen europäischen Marktregionen

Auszug aus dem Buch

3.1. Aggregatoren und Zwischenhändler

Virtuelle Kraftwerke (Virtual Power Plants, VPP) verbinden und steuern eine Vielzahl meist regenerativer Produktionsanlagen in einem virtuellen Netzwerk. Sie umfassen vor allem dezentrale Anlagen wie Solar-, Wind-, Wasser- Biogas- und Blockheizkraftwerke (Hashmi, Hanninen und Mäki 2011). Teilweise werden auch Speicher und abschaltbare Lasten in das Netzwerk integriert (Peik-Herfeh, Seifi und Sheikh-El 2013). In einem virtuellen Kraftwerkspark gleichen die unterschiedlichen Erzeugungsarten untereinander ihre Fluktuation aus, sodass der Betreiber zuverlässiger und besser prognostizierbar Strom anbieten kann. Auf diese Weise können Betreiber von VPPs die aggregierte Erzeugung und Flexibilität an den zentralen Großhandelsmärkten verkaufen. Neben dem Verkauf des produzierten Stroms (Direktmarketing) spielt daher vor allem die Teilnahme am Regelleistungsmarkt eine bedeutende Rolle (Fratzscher 2015).

Ein aktiver VPP-Betreiber ist das 2009 gegründete Unternehmen Next Kraftwerke. Es aggregiert über 2.700 Anlagen – Biogas, Solar, Wind, Wasser, BHKW und Notstromgeneratoren – und hat 2015 nach eigenen Angaben 9 TWh Strom gehandelt (Next Kraftwerke 2016a). Das Unternehmen erwirtschaftet seinen Gewinn zum einen mit dem Verkauf seiner „Next Box“ zur Anbindung einer Anlage an das Netzwerk. Zum anderen behält es Anteile an den Profiten aus dem Stromhandel ein (Energy Awards 2014). Nach dem Erschließen des deutschen Markts ist das Unternehmen bereits nach Österreich, Belgien und Frankreich expandiert und somit auch auf diesen Märkten zu einem Akteur am Strommarkt geworden (Next Kraftwerke 2016b). Die VPP-Betreiber Caterva, Beegy und LichtBlick bieten in Kooperation mit Batterieherstellern Stromspeicher für Privatkunden mit Solaranlage an. Mit den verteilten Speichern nehmen die Betreiber am Markt für Sekundärregelleistung teil und werden damit zu Konkurrenten von Betreibern großer Kraftwerke (Frankfurter Allgemeine Zeitung 2015, Beegy 2016 und LichtBlick 2015). Aktuell existieren geschätzt rund 30 Anbieter alleine in Deutschland (Energy Awards 2014). Während Virtuelle Kraftwerke in der Praxis momentan vor allem in Deutschland eingesetzt werden, können fallende Preise für (Solar-)Erzeugungsanlagen und Batteriespeicher, sowie gesetzliche Änderungen in ganz Europa die weitere Expansion der VPP begünstigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt den Wandel der Akteursstruktur im europäischen Strommarkt, bedingt durch Energiewende und Dezentralisierung, und definiert den Fokus der Analyse.

2. Wandel der Rolle bestehender Akteure: Das Kapitel untersucht die Krise der großen Energieversorger und ihre strategischen Anpassungsreaktionen, sowie die veränderte Rolle von Regionalversorgern und Stadtwerken.

3. Markteintritt neuer Akteure: Hier werden innovative Akteure wie Aggregatoren und deren Geschäftsmodelle, der Prozess der Rekommunalisierung sowie die Auswirkungen der innereuropäischen Marktintegration analysiert.

4. Neue Akteursstrukturen der Strommärkte: Dieses Kapitel vergleicht die Veränderungen der Marktstrukturen in Deutschland und verschiedenen europäischen Marktregionen.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und diskutiert zukünftige Forschungsfelder, etwa zur Rolle der Elektromobilität oder veränderter Marktdesigns.

Schlüsselwörter

Strommarkt, Energiewende, Energieversorger, Akteursstruktur, Dezentralisierung, Erneuerbare Energien, Virtuelle Kraftwerke, Aggregatoren, Rekommunalisierung, Marktintegration, Großhandel, Wettbewerb, Stromerzeugung, Marktkonzentration, Energiepolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den tiefgreifenden Veränderungen der Akteursstruktur im deutschen und europäischen Strommarkt, die durch die Energiewende und den Wandel hin zu dezentralen Strukturen ausgelöst wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die strategische Neuausrichtung großer Energiekonzerne, die Rolle von Stadtwerken und Regionalversorgern, der Markteintritt neuer Akteure wie Virtuelle Kraftwerke sowie die Auswirkungen der zunehmenden europäischen Marktkopplung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gründe für den Wandel der Akteurslandschaft zu verstehen, die Anpassungsstrategien bestehender Unternehmen zu analysieren und einen Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Marktdaten, wissenschaftlicher Literatur, Studien und Berichten, um den Wandel der Akteursstruktur und deren Auswirkungen auf den Wettbewerb zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Strategien der etablierten Großversorger, die Situation und neue Ansätze von Regionalversorgern, den Markteintritt neuer Akteure wie Aggregatoren sowie eine regionale Analyse europäischer Strommärkte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Energieversorger, Energiewende, Akteursstruktur, Dezentralisierung, Virtuelle Kraftwerke, Wettbewerb und Marktkopplung.

Was unterscheidet das Geschäftsmodell der „neuen Akteure“ von klassischen Versorgern?

Während klassische Versorger historisch auf zentraler Erzeugung basieren, nutzen neue Akteure wie Aggregatoren innovative Technologien, um dezentrale Anlagen und Flexibilitäten in virtuellen Netzwerken zu bündeln und vermarktbar zu machen.

Wie beeinflusst die Rekommunalisierung die Akteursstruktur?

Die Rekommunalisierung, bei der Kommunen Netze und Versorgungsunternehmen zurückkaufen, führt zu einer Stärkung öffentlicher Akteure am Markt und diversifiziert die Akteursstruktur entgegen der früheren Dominanz großer privater Konzerne.

Warum wird in der Analyse ein Schwerpunkt auf Deutschland gelegt?

Deutschland wird aufgrund der besonders weit fortgeschrittenen Energiewende als Fallbeispiel gewählt, da hier ein signifikanter Wandel der Akteursstruktur zu erwarten ist, der als Modell für andere Länder dienen kann.

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Résumé des informations

Titre
Wandel der Akteursstruktur im deutschen und europäischen Strommarkt
Université
Karlsruhe Institute of Technology (KIT)
Note
1,0
Auteur
Frederik vom Scheidt (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
29
N° de catalogue
V335096
ISBN (ebook)
9783668249349
ISBN (Livre)
9783668249356
Langue
allemand
mots-clé
Energiewirtschaft Strommarkt Energiemärkte Strom Energieversorger Stadtwerke Virtuelle Kraftwerke
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Frederik vom Scheidt (Auteur), 2016, Wandel der Akteursstruktur im deutschen und europäischen Strommarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335096
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Extrait de  29  pages
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