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Der Einfluss von Informationssystemen auf die Reichweitenangst im Kontext der Elektromobilität. Ein Feldtest

Title: Der Einfluss von Informationssystemen auf die Reichweitenangst im Kontext der Elektromobilität. Ein Feldtest

Master's Thesis , 2015 , 115 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Mohamed Arabi (Author)

Business economics - Information Management
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit untersuchen, ob und inwieweit insbesondere Informationssysteme dazu eingesetzt werden können, um die Entstehung von Reichweitenangst zu verhindern bzw. zu minimieren. Zu diesem Zweck werden Theorien aus der Verhaltens- und Akzeptanzforschung, wie auch aus der Stress- und Informationssystemforschung verwendet.

Es wird angenommen, dass Informationssysteme eine unterstützende Funktion wahrnehmen können, indem sie die Wissensbasis der Fahrer von Elektrofahrzeugen erweitern und somit Ungewissheit beseitigen. In der Forschung wurde bisher zumeist eine andere Sichtweise auf Informationssysteme gelegt. In diesem Zusammenhang wird oftmals von „Technostress“ gesprochen. Technostress wird dabei verstanden als der Stress, der durch die Nutzung von Informationssystemen verursacht wird.

Demgemäß betrachtet diese Arbeit den Einfluss von Informationssystemen aus einem anderen Blickwinkel heraus. Es wird angenommen, dass Informationssysteme durch die Bereitstellung von relevanten Informationen einen Einfluss auf den kognitiven Bewertungsprozess von Stress haben. Die Reichweitenangst wird dabei als psychische Stressbelastung angesehen. Personen, die Reichweitenangst verspüren, befinden sich demgemäß in einer stressbehafteten Situation.

Die folgenden drei Forschungsfragen sollen im Rahmen dieser Arbeit beantwortet werden:

1. Kann durch die Bereitstellung und Nutzung von Informations-systemen die Intensität der wahrgenommenen Reichweitenangst reduziert werden?

2. Welche kognitiven Bewertungsprozesse werden durch die Bereitstellung und Nutzung von Informationssystemen beeinflusst?

3. Hat die Minderung von wahrgenommenem und erlebtem Stress einen Einfluss auf die Einstellung gegenüber der Nutzung von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen der Forschungsarbeit

2.1 Elektromobilität

2.1.1 Begriffsklärung und Abgrenzung

2.1.2 Elektromobile Antriebskonzepte

2.1.3 Fahrleistung und Ladeinfrastruktur

2.1.4 Informationssysteme im Automobil

2.2 Reichweitenangst

2.2.1 Begriffsklärung

2.2.2 Forschungsstand

2.2.3 Ansätze zur Reduzierung

2.3 Stressforschung

2.3.1 Begriffsklärung

2.3.2 Allgemeines Anpassungssyndrom

2.3.3 Transaktionales Stressmodell

2.4 Akzeptanzforschung

2.4.1 Begriffsklärung

2.4.2 Theory of Reasoned Action

2.4.3 Theory of Planned Behavior

2.4.4 Technology Acceptance Model

3. Modelltheoretische Annahmen der Forschungsarbeit

3.1 Wirkungsbeziehungen

3.2 Forschungshypothesen

4. Methodik der Untersuchung

4.1 Forschungsdesign

4.1.1 Auswahl der Datenerhebungsmethode

4.1.2 Abhängige und unabhängige Variable

4.1.3 Festlegung des Auswahlverfahrens

4.2 Operationalisierung

4.2.1 Positive and Negative Affect Schedule

4.2.2 Primary Appraisal Secondary Appraisal

4.2.3 Attitude Toward the Behavior

5. Ablauf des Experiments

5.1 Vorbereitung

5.2 Instruktionen

5.2.1 Experimentalgruppe

5.2.2 Kontrollgruppe

5.3 Durchführung

6. Diskussion der Ergebnisse

6.1 Gütebeurteilung

6.2 Charakteristika der Probanden

6.3 Überprüfung der Hypothesen

6.3.1 Hypothese zur Bedrohungsbewertung

6.3.2 Hypothese zur Herausforderungsbewertung

6.3.3 Hypothese zum Selbstkonzept

6.3.4 Hypothese zur Kontrollüberzeugung

6.3.5 Hypothese zur Einstellung

6.4 Beantwortung der Forschungsfragen

7. Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Informationssysteme dazu beitragen können, die bei Fahrern von Elektrofahrzeugen auftretende Reichweitenangst zu minimieren. Dabei wird Reichweitenangst als psychische Stressbelastung konzeptualisiert, deren kognitive Bewertungsprozesse durch die Bereitstellung relevanter Informationen positiv beeinflusst werden sollen. Ziel ist es, durch ein Feldexperiment mit einem batteriebetriebenen Elektrofahrzeug zu prüfen, ob die Nutzung solcher Systeme die wahrgenommene Bedrohung und Herausforderung senkt und somit die Akzeptanz der Elektromobilität fördert.

  • Einfluss von Informationssystemen auf die Reichweitenangst
  • Konzeptualisierung von Reichweitenangst als Stressphänomen
  • Anwendung des Transaktionalen Stressmodells nach Lazarus
  • Empirische Untersuchung mittels eines Feldexperiments
  • Einfluss von Stress auf die Einstellung gegenüber Elektrofahrzeugen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Begriffsklärung

Angst wird in der Psychologie als ein Grundgefühl menschlichen Erlebens und Verhaltens verstanden. Sie gehört zu den biologisch verankerten menschlichen Verhaltensweisen und hat für den Menschen eine sehr wichtige Schutzfunktion. Angst entsteht, wenn sich ein Individuum eingeengt, schutzlos oder bedroht fühlt. Mit ihr werden Vermeidungs- und Fluchtreaktionen aktiviert, die dazu führen sollen, der Bedrohung zu entfliehen (vgl. Mattejat et al. 2008, 242). Das Ausmaß der geäußerten Angst ist individuell verschieden und kann sich von sehr gering bis sehr stark äußern (vgl. Ratsak 2008, 1091). Es werden grundsätzlich zwei Formen unterschieden. Bei der Zustandsangst (engl. State Anxiety) empfindet man eine konkrete Situation als bedrohlich, wohingegen die Eigenschaftsangst (engl. Trait Anxiety) die Angst als Persönlichkeitsmerkmal beschreibt (vgl. Leitner 2009, 357). Der Begriff Angst ist nicht gleichzusetzen mit Furcht. In der Wissenschaft wird üblicherweise danach unterschieden, ob es eine offensichtliche Gefahrenquelle gibt, die auch als reale Bedrohung betrachtet werden kann. Ist die Gefahrenquelle offensichtlich, dann wird von Furcht gesprochen (zum Beispiel „Person A fürchtet sich vor Spinnen“). Bei Angst kann dagegen oft nicht angegeben werden, worin die Gefahr besteht (zum Beispiel „Person B hat Angst um die eigene Gesundheit“). Im Gegensatz zu Furcht ist Angst demgemäß ein komplexes Zusammenwirken unangenehmer Emotionen, die mehr in die Zukunft gerichtet als auch sehr viel diffuser sind als Furcht (vgl. Butcher et al. 2009, 223-224).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Elektromobilität ein, definiert Reichweitenangst als zentrales Hindernis für die Kundenakzeptanz und formuliert die Forschungsfragen zur Reduktion dieser Angst durch Informationssysteme.

2. Theoretische Grundlagen der Forschungsarbeit: In diesem Kapitel werden die theoretischen Basismodelle zu Elektromobilität, Reichweitenangst, Stress (Lazarus) und Akzeptanz (TRA, TPB, TAM) ausführlich dargestellt und diskutiert.

3. Modelltheoretische Annahmen der Forschungsarbeit: Hier werden die Wirkungsbeziehungen zwischen Informationssystemen, kognitiven Stressbewertungsprozessen und Einstellung sowie die daraus abgeleiteten Forschungshypothesen hergeleitet.

4. Methodik der Untersuchung: Dieses Kapitel begründet die Wahl des Feldexperiments als primäre Datenerhebungsmethode und erläutert die Operationalisierung der Variablen sowie das Forschungsdesign.

5. Ablauf des Experiments: Die Vorbereitung, Instruktionen für die Experimental- und Kontrollgruppe sowie die Durchführung des Feldtests mit einem batteriebetriebenen Elektrofahrzeug werden hier detailliert beschrieben.

6. Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung, überprüft die Hypothesen anhand der Daten aus dem Feldexperiment und beantwortet die zentralen Forschungsfragen.

7. Kritische Würdigung: Der letzte Abschnitt reflektiert die methodischen Grenzen der Untersuchung, insbesondere hinsichtlich der Stichprobengröße, und gibt Anregungen für künftige Forschungsarbeiten.

Schlüsselwörter

Elektromobilität, Reichweitenangst, Informationssysteme, Stressforschung, Transaktionales Stressmodell, Akzeptanzforschung, Theory of Planned Behavior, Technology Acceptance Model, Feldexperiment, Kognitive Bewertung, Batterieladezustand, Navigationssystem, Fahrerverhalten, Stressindex, Kundenakzeptanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Informationssysteme in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden können, um die sogenannte Reichweitenangst von Fahrern zu reduzieren und somit die Akzeptanz dieser Technologie zu erhöhen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen in der Verknüpfung von Elektromobilität, Stressforschung (speziell dem Transaktionalen Stressmodell nach Lazarus), Akzeptanzforschung sowie Informationssystemforschung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch ein Feldexperiment aufzuzeigen, dass die Bereitstellung relevanter Informationen durch Informationssysteme den kognitiven Stress-Bewertungsprozess beeinflusst und dadurch die Reichweitenangst senken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Datenerhebung verwendet?

Es wurde ein empirisches Feldexperiment mit zwei Gruppen (Experimental- und Kontrollgruppe) durchgeführt, um reale Stresssituationen im Kontext der Elektromobilität zu induzieren und mittels standardisierter Fragebögen sowie physiologischer Parameter zu messen.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Aufstellung von fünf Forschungshypothesen zur Stressbewertung (Bedrohung, Herausforderung, Selbstkonzept, Kontrolle) sowie die anschließende statistische Überprüfung dieser Hypothesen mittels t-Tests und Regressionsanalyse.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschungsarbeit?

Zentrale Begriffe sind Reichweitenangst, Stressinduktion, Informationssysteme im Automobil, Akzeptanz von Elektrofahrzeugen sowie die kognitive Bewertung nach dem Transaktionalen Stressmodell.

Wie beeinflussen Informationssysteme die Bedrohungsbewertung?

Die Ergebnisse zeigen, dass Informationssysteme, wie etwa eine Reichweitenanzeige oder Navigationssysteme, die Bedrohungsbewertung signifikant senken, da sie dem Fahrer Sicherheit über die verfügbare Kapazität und mögliche Handlungsalternativen vermitteln.

Hat der Einsatz von Informationssystemen einen direkten Einfluss auf die Fahrereinstellung?

Obwohl die statistische Auswertung zeigt, dass Stress den stärksten Einfluss auf die Einstellung zur Nutzung eines Elektrofahrzeugs hat, konnte der direkte Effekt der Informationssysteme auf die Einstellung in dieser speziellen Untersuchung auf dem 5%-Signifikanzniveau nicht zweifelsfrei bestätigt werden, was der Autor auf die kleine Stichprobengröße zurückführt.

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Details

Title
Der Einfluss von Informationssystemen auf die Reichweitenangst im Kontext der Elektromobilität. Ein Feldtest
College
University of Göttingen  (Professur für Informationsmanagement)
Grade
1,3
Author
Mohamed Arabi (Author)
Publication Year
2015
Pages
115
Catalog Number
V335303
ISBN (eBook)
9783668253063
ISBN (Book)
9783668253070
Language
German
Tags
Elektromobilität Reichweitenangst Nachhaltigkeit Automobil Informationssysteme Zukunft E-Mobilität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mohamed Arabi (Author), 2015, Der Einfluss von Informationssystemen auf die Reichweitenangst im Kontext der Elektromobilität. Ein Feldtest, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335303
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