Return-to-work aus der Perspektive von Schlaganfallpatienten

Vergleich von zwei ausgewählten Studien


Hausarbeit, 2016
31 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Kurzfassung (EMED)

1 Einleitung

2 Methodik

3 Textzusammenfassungen
3.1 Studie A (Vestling et al. 2013)
3.2 Studie B (Gilworth et al. 2009)

4 Textbewertung und Studienvergleich
4.1 Studie A (Vestling et al. 2013)
4.2 Studie B (Gilworth et al. 2009)
4.3 Vergleich

5 Diskussion

6 Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Anhang

Kurzfassung (EMED)

Durch eine alternde Belegschaft und Erkrankungen stehen Arbeitgeber heute vor größeren Herausforderungen. Die Arbeitsfähigkeit von Arbeitnehmern zu erhalten gelingt nicht im­mer. Kranke Mitarbeiter verursachen durch ihren Ausfall Kosten und verschärfen den Per­sonalmangel. Die Eingliederung von Mitarbeitern hat in Zukunft eine höhere Priorität und ist heute unverzichtbarer denn je. In der vorliegenden Arbeit wird auf die Arbeitsplatzrück­kehr von Schlaganfallüberlebenden eingegangen. Die Forschungsfrage lautet: Wie wirkt sich ein Schlaganfall, aus der Sichtweise von Betroffenen, auf die Rückkehr in die Erwerbs­tätigkeit aus? Damit Verantwortliche individuelle Unterstützungsangebote entwickeln kön­nen, sollen die Erfahrungen und Perspektiven von Betroffenen erforscht werden. Das Ziel ist es, Themenfelder zu identifizieren, die für die Rückkehr an den Arbeitsplatz beachtet werden müssen. Mittels eines Vergleichs zweier Studien, wird die Forschungsfrage beant­wortet und ein praktischer Nutzen geboten. Grundlage dafür bildet eine systematische Li­teraturrecherche. Die zwei am Ende der Recherche ausgewählten Studien von Vestling et. al und Gilworth et. al haben gemeinsam, dass sie qualitative Interviews als Methode ein­setzen. Beide Studien untersuchen die persönliche Erfahrung von Schlaganfallpatienten bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz. Herausgefunden werden konnte, dass Betroffene allgemein zu wenig unterstützt werden, sie mehr Information und vor allem klare Ratschläge benötigen. Auch sind Mitspracherechte sowie die Unterstützung durch das soziale Umfeld und den Arbeitgeber Betroffenen wichtig. Es stellt sich heraus, „return-to-work“ ist ein indi­vidueller Prozess, bei dem Motivatoren und die persönliche Bedeutung von Arbeit eine ent­scheidende Rolle spielen. Für die Praxis empfiehlt es sich Maßnahmen zu ergreifen um Betroffene besser zu unterstützen und bspw. aufkommender Hilflosigkeit, Depression und Erschöpfung entgegenzuwirken. Konkret müssen von Arbeitgebern oder Rehabilitationsträ­gern entsprechende Angebote, Strategien und Programme entwickelt werden. Da sich auch gezeigt hat, dass für die Entwicklung einer evidenzbasierten Praxis noch zu wenig Wissen zur behandelten Thematik existiert, sollte unbedingt weitere Forschung hierzu erfolgen.

Schlüsselwörter:

Wiedereingliederung, Schlaganfall, Arbeitnehmer, Studienvergleich, qualitative Forschung Keywords:

return to work, , stroke, employee, study comparison, qualitative research

1 Einleitung

Der Demografiereport der EU zeigt einen Anstieg des Anteils älterer Menschen in der Eu­ropäischen Union (European Commission 2015, S. 8). In den Medien wird vom „demogra­fischem Wandel“ gesprochen. Deutschland ist im OECD-Vergleich besonders betroffen. So wird in Zeitungen von einer deutschen „Rentner-Republik“ geschrieben (Uken 2014). Laut statistischem Bundesamt sind, bei moderater Vorausberechnung, 2050 schon 33% der Ein­wohner älter als 65 Jahre. Im Moment sind das ca. 20%. (Eisenmenger et al. 2006, S. 18) Der „demografische Wandel“ ist aber kein typisch deutsches Problem. Auch in anderen Industriestaaten nimmt durch steigende Lebenserwartung und einen Rückgang der Gebur­tenrate der Altersdurchschnitt enorm zu. In den USA wird prognostiziert, dass 2050 das Durchschnittsalter bereits bei ca. 53 Jahren liegen soll (University of California 2003).

Eine Alterung der Bevölkerung hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt und stellt Arbeitgeber vor neue Herausforderungen. Die Anzahl der Erwerbsfähigen wird abnehmen, damit das verfügbare Personal knapper und älter sein (Kistler und Hilpert 2001, S. 5). Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter ein „deutlicher Anstieg der Gesundheitsprobleme“ zu be­obachten ist (Saß et al. 2009, S. 31). Sind Mitarbeiter länger krank bedeutet das volkswirt­schaftliche Kosten. Derzeit liegt der Wertschöpfungsausfall durch Krankheit in Deutschland bei 225 Mrd. € (Booz & Company 2009). Folglich ist zu konstatieren, dass Personen wegen der Kostenvorteile bei einer erneuten Erwerbstätigkeit unterstützt werden sollten. Auch auf­grund des anstehenden Fachkräftemangels ist die Unterstützung des Arbeitgebers bei er­neuter Erwerbstätigkeit, nach Krankheit, heute unverzichtbar. Ältere Arbeitnehmer haben häufig sehr schwere Erkrankungen (Saß et al. 2009, S. 31). Eine Erkrankung, die auch als Apoplex bezeichnet wird, ist der Schlaganfall. Schlaganfall ist weltweit die zweit häufigste Todesursache und eine Hauptursache von Behinderung.“ (Busch et al. 2013, S. 656) Diese schlagartige Durchblutungsstörung des Gehirns tritt nicht nur im Rentenalter auf, sondern auch immer mehr 20- bis 55-Jährige sind betroffen (Kissela et al. 2012, S. 1783; Busch et al. 2013, S. 656). Die Erkrankung ist ein Schicksalsschlag, denn Betroffene leiden danach meist unter Einschränkungen (Wilhelm und Lauer 2002, S. 80). Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren schon auf ältere und erkrankte Mitarbeiter eingestellt (Bieling 2013, S. 479). Das mag daran liegen, dass die Verantwortung des Arbeitgebers für die Erhaltung und Förderung der Gesundheit seiner Mitarbeiter heute als selbstverständlich gesehen wird (Ruthus 2014, S. 124). So fordern insbesondere ältere und kranke Arbeitnehmer einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit ihnen (Kistler und Hilpert 2001, S. 13). Dieser verantwortungsvolle Umgang mit erkrankten Mitarbeitern, kann mit der Unterstüt­zung des Arbeitgebers, bei einer betrieblichen Wiedereingliederung erreicht werden.

Um Mitarbeiter, die Schlaganfälle überlebt haben, eine Eingliederung anzubieten, gibt es „return-to-work“ Programme. Im Deutschen heißt das Pendant dazu „betriebliche Einglie­derungsmanagement“. Um eine Rückkehr an den Arbeitsplatz optimal zu gestalten, ist es notwendig, die Perspektive von Betroffenen zu kennen. In der vorliegenden Hausarbeit wurde sich auf die Eingliederung von Mitarbeitern mit Schlaganfall beschränkt. Dies liegt an der hohen Prävalenz und den schweren Auswirkungen der Erkrankung. Ziel ist es durch den Studienvergleich Erkenntnisse zu generieren, um die Eingliederung personenzentrier­ter ausrichten zu können. Die Arbeit soll für Pflegewissenschaftler und Personalmanager, die sich mit kranken Mitarbeitern beschäftigen, von Nutzen sein. Durch die Darlegung von Erfahrungen mit der Rückkehr in das Erwerbsleben, sollen Themenfelder identifiziert wer­den, auf die bei der Entwicklung eines „return-to-work“ Programmes geachtet werden muss. Speziell die Situation von jüngeren Schlaganfallpatienten soll durch das Aufzeigen einer eventuell fehlenden Berücksichtigung von Bedürfnissen verbessert werden.

2 Methodik

Die Forschungsfrage lautet: Wie wirkt sich ein Schlaganfall, aus der Sichtweise von Be­troffenen, auf die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit aus? Diese Forschungsfrage soll anhand eines Studienvergleichs, zweier Studien, beantwortet werden. Für den Vergleich wurden geeignete Studien gesucht, die sich inhaltlich mit der Rückkehr an den Arbeitsplatz ausein- dersetzen und auch unter methodischen Gesichtspunkten vergleichbar sind. Genutzt wur­den für die Literatursuche die englischsprachigen Datenbanken EBSCO und PubMed. Zu­sätzlich suchte der Autor in der spezifischen Datenbank REHADAT. Die Suche fand am 13.04.2016 statt, eine Suchhistorie ist zur Dokumentation mit Anhang 1, S. 22 anhängig.

Die Suchstrategie soll anhand dem folgenden Flussdiagramm (Abb. 1) dargestellt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Flussdiagramm zur Auswahl geeigneter Studien

Das Diagramm verwendet die Kategorien des „PRISMA-Statements“ (Moher et al. 2009). Anfangs wurden geeignete Datenbanken identifiziert. Hierfür war es notwendig sich mittels dem Datenbank-Infosystem (DBIS) einen Überblick über die Recherchemöglichkeiten zu verschaffen. Außerdem wurde eine Schlagwortsuche in den einschlägigen Datenbanken durchgeführt, um zu testen, wie viele Werke zu einem Thema veröffentlicht sind (Anhang 2, S.27). Wegen guter Benutzerfreundlichkeit und vielfältigen Eingrenzungsmöglichkeiten wurde sich für EBSCO und PubMed entschieden. Auch lieferten diese die meisten Treffer. Schlagworte für die Suche waren „return to Cork“, „Atrope“ und „Programm“. Bei der ver­wendeten deutschsprachigen Datenbank REHADAT wurden neben englischen Suchbegrif­fen auch die deutschen Übersetzungen, betriebliches Eingliederungsmanagement, BEM und Schlaganfall oder Insult gebraucht. Auf die Synonymisierung von Wörtern wurde ver­zichtet, da sich aufgrund der Schlagwortnormdateien die genannten Schlagwörter als ideal herausstellten. Gesucht wurde sowohl in der Verschlagwortung als auch im Titel.

Nachdem passende Suchorte identifiziert wurden, fand eine Vorauswahl statt. Der Autor formulierte Ein- und Ausschlusskriterien, um die Suche genauer zu gestalten. Für die wei­tere Vorgehensweise wurden Verknüpfungen genutzt. Die Studien sollen sich auf Schlag­anfälle und ein systematisches „return-to-work“ Programm beziehen. Bei der deutschspra­chigen Möglichkeit REHADAT wurde schnell ersichtlich, dass es dort keine Studien im Zu­sammenhang mit Schlaganfall gibt. REHADAT konnte daher nicht weiter verwendet wer­den. Bei EBSCO und PubMED schloss der Autor Konzepte und Beschreibungen von neuen Eingliederungsansätzen aus. Weiterhin wurde auf Studien, die älter als zehn Jahre sind verzichtet, da sich die Evidenz kontinuierlich verändert (Greenhalgh 2015, S. 39). Aus Grün­den der Praktikabilität wurden die Suchergebnisse weiter nach der Verfügbarkeit von Voll­texten gefiltert. Nach diesen Maßnahmen standen dem Autor 24 potenziell relevante Stu­dien zur Verfügung. Beim anschließenden Screening der Überschriften und Abstracts wurde ersichtlich, dass eine Studie wegen fehlender Zugriffberechtigung ausgeschlossen werden musste. Dopplungen in den Ergebnissen wurden geprüft, waren jedoch nicht vor­handen. Von den potenziell relevanten Studien wiesen außerdem 19 Arbeiten keine quali­tative und empirische Methodik auf. Die vier übrig gebliebenen Volltexte wurden nach gän­giger Praxis hinsichtlich der Eignung für einen Vergleich beurteilt (Ziegler et al. 2011). Be­sonderes Augenmerk wurde auf die Beschreibung der Methodik gelegt. Eine Studie konnte wegen zu weiter Fragestellung ausgeschlossen werden (Culler et al. 2011). Hier, bei Culler, wurde neben der Betroffenenperspektive auf die Arbeitgeber und Therapeuten eingegan­gen. Von den restlichen drei Studien, die sich alle für den Vergleich geeignet hätten, wurde die älteste Studie ausgeschlossen (Alaszewski et al. 2007). Die zwei übrigen Studien wer­den mit einem qualitativen Bewertungsinstrument verglichen (Brandenburg et al. 2007).

3 Textzusammenfassungen

In diesem Kapitel werden die ausgewählten Studien vorgestellt, denn um vergleichen zu können, muss der Leser über den Studieninhalt informiert sein (Du Prel et al. 2009, S. 100).

3.1 Studie A (Vestling et al. 2013)

Der Titel lautet „Thoughts and experiences from returning to work after stroke“. Veröffent­licht wurde die Studie 2013 von Vestling et al. in dem Journal „Work“, welches den Artikel in einem Zeitraum von über 4 Monaten mittels einem Peer-Review begutachtet hat. Durch­führungsland war Schweden. Die Studie setzt sich mit Erfahrungen von Schlaganfallpatien­ten mit der Rückkehr an den Arbeitsplatz auseinander. Arbeit hat für viele eine wichtige Bedeutung und die Gesellschaft erwartet eine schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz. Mitt­lerweile weiß die Wissenschaftsgemeinde über die Faktoren eines erfolgreichen return-to- work Prozesses bescheid. Wie die Autoren der vorliegenden Studie an einem systemati­schem Review in der Einleitung darlegen, sind Wohlwollen des Arbeitgebers und Vertrauen entscheidend. Return-to-work ist insgesamt ein komplexer Prozess, in dem viele Parteien mit einbezogen sind. In der Vergangenheit wurden Arbeitgeber oder Ärzte befragt, wenig Wissen existiert jedoch bezüglich der Gefühle und Gedanken von Betroffenen. Ziel der Stu­die war es, das Verständnis für Mitarbeiter mit Schlaganfall zu verbessern. Die Autoren der Studie wollten die Gedanken und Erfahrungen von Mitarbeitern im Bezug zu ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz erforschen. Mittels der Methode teilstrukturierter Interviews wurde das Forschungsfeld untersucht. Die Interviews orientierten sich an einem thematischen Ge­sprächsleitfaden und dauerten zwischen 45 und 90 Minuten. Die Grundgesamtheit setzte sich aus 12 Menschen zusammen, die einen Schlaganfall erlitten, im Bezirk von Scania wohnten und an den Arbeitsplatz zurückkehren konnten. Der Altersdurchschnitt lag bei 53 Jahren. Die Behinderungen und Professionen der Beteiligten waren gemischt. Nachdem alle Interviews anschließend transkribiert wurden, erfolgte eine Inhaltsanalyse, bei der durch eine Matrix Themen identifiziert werden konnten. Wichtige Inhalte wurden hervorge­hoben, beschrieben, interpretiert und Möglichkeiten für Generalisierungen aufgezeigt. Kernergebnis der Studie ist, dass Streben nach optimaler Leistungsfähigkeit in der Arbeit zu sehr unterschiedlichen Gefühlen führt. Neben Frustration tritt hauptsächlich auch das Bedürfnis nach Anerkennung in den Vordergrund. Die Ergebnisse wurden diskutiert und in Kategorien geordnet. Die Bedeutung von Arbeit ist ein entscheidender Motivator. Ge- schlussfolgert wird, dass Mitarbeiter mehr zur aktiven Partizipation an ihrer Wiedereinglie­derung ermutigt werden sollen. Die Autoren schlagen dafür einen persönlichen Mentor vor.

3.2 Studie B (Gilworth et al. 2009)

In der Studie B geht es ebenfalls um die persönlichen Erfahrungen von Schlaganfallpatien­ten bei ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz. Die explorative Studie wurde auch mittels Peer­Review-Verfahren geprüft und im Journal „Work“ veröffentlicht. Die Arbeit erschien bereits im Jahr 2009. Durchführungsland der Studie von Gilworth et al. ist Großbritannien. In der Einleitung der vorliegenden Studie wird unter anderem erwähnt, Arbeit hat die Funktion Menschen zufriedenzustellen und das Leben sinnhafter zu gestalten. Wenn Menschen an einem Schlaganfall erkranken hat das schwerwiegende Auswirkungen, wie Depressionen und niedrigere Lebensqualität. Erfolgreich eingegliederte Mitarbeiter, zeigen laut aktuellem Forschungsstand ein höheres Wohlbefinden und eine höhere Zufriedenheit. Folglich sollten Menschen bei diesem Prozess der Wiedereingliederung unterstützt werden. Da die Daten­lage limitiert ist, braucht es von den Betroffenen selbst weitere Informationen. Es ist unklar, wie die Auswirkungen eines Schlaganfalls genau auf die Betroffenen wirken und wie Indi­viduen mit Herausforderungen beim return-to-work Prozess umgehen. Um der dünnen Wis­senslage zu begegnen, untersuchte Gilworth et al. die Erwartungen und Erfahrungen von Schlaganfallüberlebenden im Bezug zur Rückkehr an den Arbeitsplatz. Ziel war es einen besseren Einblick in die Perspektive von Betroffenen zu bekommen. Die dafür eingesetzten Interviews waren teilstrukturiert und fanden mit 13 Patienten im Alter von 24 bis 64 Jahren statt. Eine Themenliste wurde als Leitfaden verwendet. Einschlusskriterien für die Interview­teilnahme waren, dass die Betroffenen zum Zeitpunkt des Schlaganfalls in Erwerbstätigkeit standen. Die Rekrutierung der Teilnehmer erfolgte durch eine Klinik und einen Fragebogen. Die Gespräche fanden zwischen drei Monaten und sechs Jahren nach dem Schlaganfall statt und dauerten 45 bis 90 Minuten. Sowohl Menschen, die an ihren Arbeitsplatz zurück­kehren konnten, als auch dauerhaft arbeitsunfähige Personen, wurden in das Sample auf­genommen. Anschließend, nach der Transkription, fand eine Datenanalyse statt. Die her­ausgearbeiteten Themen wurden mit den anderen Autoren diskutiert. Weitere Sub-Themen konnten identifiziert werden. Besonders eingegangen wird in der Ergebnisdarstellung auf den Umgang mit Einschränkungen, die Erfahrung mit der Arbeitsplatzrückkehr, den Wech­sel der Arbeitsstelle und vor allem auch auf die emotionalen Auswirkungen. Auch Barrieren werden erläutert. Kernergebnis ist, dass Schlaganfallüberlebende bei Ihrer Rückkehr in die Erwerbsfähigkeit wenig unterstützt werden. Die Autoren fanden heraus, dass die Bereitstel­lung von Informationen und Unterstützungssystemen eine erhebliche Rolle einnehmen. Auch Lebensveränderungen haben eine entscheidende Bedeutung beim Umgang mit Aus­wirkungen eines Schlaganfalls. Betroffene brauchen klare Leitlinien, da sie sich sonst ver­unsichert fühlen. Programme sollten geschaffen werden, die Betroffene informieren, berat­schlagen, emotional unterstützen und alternative Möglichkeiten für die Zukunft aufzeigen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Return-to-work aus der Perspektive von Schlaganfallpatienten
Untertitel
Vergleich von zwei ausgewählten Studien
Note
1,3
Autor
Jahr
2016
Seiten
31
Katalognummer
V335324
ISBN (eBook)
9783668254589
ISBN (Buch)
9783668254596
Dateigröße
3355 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
return to work, stroke, employee, study comparison, qualitative research, Wiedereingliederung, Schlaganfall, Arbeitnehmer, Studienvergleich, qualitative Forschung, BEM
Arbeit zitieren
Domenic Sommer (Autor), 2016, Return-to-work aus der Perspektive von Schlaganfallpatienten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/335324

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